Rush Limbaugh Quote of the Day

"Obama is doing to the US economy what Godzilla did to Tokyo -- stomping all over it."
30. Januar 2008

Großbritannien, 2008

Einige unzusammenhängende Meldungen ohne Kommentierung:

Plot to behead Briton

Ein britischer Staatsbürger war der Drahtzieher hinter dem Plan, einen Soldaten seines eigenen Landes zu entführen und ihn vor laufender Kamera “wie ein Schwein” zu enthaupten. Die anschließende Veröffentlichung der Aufnahmen hätte der Einschüchterung von Armeeangehörigen und Öffentlichkeit dienen sollen. Der Mann bekannte sich bereits schuldig, der Prozeß gegen andere Männer läuft nun.

Three Little Pigs ‘too offensive’

Ein auf der Geschichte von den drei kleinen Schweinchen basierendes digitales Buch wurde aus dem Wettbewerb um einen von einer Regierungsbehörde vergebenen Preis ausgeschlossen. Grund: “Sorgen um die asiatische Bevölkerung”, außerdem ergäben sich durch die Verwendung von Schweinen kulturelle Probleme.

Don’t say mum and dad… teachers told not to assume pupils have heterosexual parents

Lehrer sollten nicht wie selbstverständlich davon ausgehen, daß ihre Schüler “Mama und Papa” haben. Vielmehr müsse bereits ab dem Alter von vier Jahren die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, daß es auch gleichgeschlechtliche Paare gebe, um homophoben Vorurteilen vorzubeugen. Ferner sollten Lehrer davon Abstand nehmen, Jungen dazu aufzufordern, sich “wie ein Mann” zu verhalten. Die Ausarbeitung dieser Empfehlungen wurde vom Ministerium für Schule und Familie in Auftrag gegeben.

Und noch eine Nachricht aus Schweden:

Muslim women who wouldn’t change clothes to swim awarded £1,500 after being kicked out of pool

Zwei muslimischen Frauen wurden von einem Gericht jeweils 20.000 schwedische Kronen (etwa 2.100 Euro) wegen “ethnischer Diskriminierung” zugesprochen, nachdem sie eines öffentlichen Schwimmbades verwiesen worden waren. Sie wollten selbiges mit Kopftuch, langen Hosen und T-Shirts betreten, dies wurde ihnen jedoch unter anderem aus Sicherheitsgründen verwehrt.

Autor: Mir | Abgelegt unter EU
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29. Januar 2008

Trust in the people

Die letzte Rede zur Lage der Nation in der Amtszeit eines herausragenden Präsidenten. Empfehlung: Die “Analysen” unserer Massenmedien im Sinne des Wortes links liegen lassen, und seine Worte lieber selbst lesen. Das Internet macht’s ja zum Glück möglich.

By trusting the people, our Founders wagered that a great and noble Nation could be built on the liberty that resides in the hearts of all men and women. By trusting the people, succeeding generations transformed our fragile young democracy into the most powerful Nation on earth and a beacon of hope for millions. And so long as we continue to trust the people, our Nation will prosper, our liberty will be secure, and the State of our Union will remain strong.

Autor: Mir | Abgelegt unter USA
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28. Januar 2008

Mehrheit der Europäer ist “islamophob”

Jedenfalls würde der bekannte Mainstream die Ergebnisse dieser Studie vermutlich so interpretieren: Noch mehr “Aufklärungsarbeit” der Medien wäre demnach zu fordern. In Großbritannien gibt es aber auch Politiker in etablierten Parteien, die eine etwas andere Sicht der Dinge auszusprechen wagen:

Backbench Tory MP David Davies told the Sunday Express: “I am not surprised by these findings. People are fed up with multiculturalism and being told they have to give up their way of life.”

Autor: Mir | Abgelegt unter Islamkritik
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27. Januar 2008

Sechs Lehren aus der Wahl in Hessen

1. Die Macht der Massenmedien ist ungebrochen

Wer regelmäßig und viel auf den diversen Blogs liest und den Massenmedien weniger Aufmerksamkeit schenkt, bekommt vielleicht ein anderes, aber falsches Bild. Um so mehr, zumal in den Kommentaren auf den Blogs oft Einigkeit herrscht. Aber selbst die im Vergleich recht großen Leserzahlen eines Politically Incorrect sind nichts gegenüber den Lesern, Hörern und Zuschauern der etablierten Medien. Zumal die Mehrheit derjenigen, welche jene Besucherzahlen ausmachen, ohnehin regelmäßige Leser sein dürften, die den hier vertretenen Ansichten bereits (mehr oder weniger) zustimmen. Die Gewinnung oder gar Überzeugung neuer Leser wird nur einen kleinen Bruchteil der täglichen Besuchszahlen ausmachen. Um so verwunderlicher natürlich, daß die Medien die Blogs immer wieder einmal attackieren. Doch mehr als eine kleine Störung stellen diese Seiten nach wie vor nicht da. Die Zahl der Empfänger “politisch inkorrekter” Meinungen und Informationen ist und bleibt unbedeutend.

Leider wird sich wohl auch der in den letzten Wochen aufgekommene Mut einiger Journalisten und Publikationen wieder abschwächen. “Zurück auf Los” lautet also die Devise: Einige wichtige Themen werden auch weiterhin nicht öffentlich diskutiert, vielmehr wenn nötig mit altbekannten Schlagworten abgebügelt werden.

2. Roland Kochs Themen sind vorläufig durch

Klar ist: Sie werden in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung zunehmen, dafür sind Zahlen und Fakten eindeutig genug. Die Debatte ist aber erst einmal vorbei, bevor überhaupt Lösungen gefunden geschweige denn umgesetzt werden konnten. Es ist kaum zu erwarten, daß die Union in kommenden Wahlkämpfen noch einmal in dieser Art heiße Eisen anfassen wird. Denn selbst wenn ein großer Teil der Bürger insgeheim oder offen zustimmt - die Zahl der Unentschlossenen, der Wechselwähler, auch der nicht ausreichend Informierten ist zu groß. Denn diese sind es doch wohl vor allem, welche sich nach wie vor von den Vordenkern in den Leitartikeln und Kommentaren beeinflussen lassen. Man kann es sich also nicht leisten, jenen zu viel Munition zu liefern. Das mußte Angela Merkel bereits im letzten Bundestagswahlkampf erfahren, als ihre Ehrlichkeit schwer bestraft wurde: Zu verlockend war es für die Linken, sie und beispielsweise den “Professor aus Heidelberg” zum Ziel hysterischer Schlagwort-Kampagnen zu machen. Und nicht nur versagten große Teile der Presse dabei, sachlich schlicht falsche Vorwürfe zu widerlegen - sie übernahmen sie teilweise noch. Diese Fehler wird man bei der Union nicht wiederholen wollen. Das ist aus ihrer Sicht natürlich absolut verständlich, für die Qualität der öffentlichen Diskussion aber sehr negativ. Nun könnte man argumentieren, daß Roland Koch einfach nicht glaubwürdig genug war, weil er jahrelang anderes tat, als er im Wahlkampf forderte. Doch die Schlußfolgerung, dann in Zukunft eben noch offensiver auftreten zu müssen, wird in der CDU wohl kaum jemand wagen. Vielmehr kann man nicht leugnen, daß der eher schläfrige, unkontroverse Wahlkampf von Christian Wulff durch die Wähler honoriert wurde (seine Beliebtheit und Erfolge für das Land haben zweifellos ebenfalls eine Rolle gespielt).

3. Roland Kochs Themen haben keine Priorität

Auch dies gilt es zu erkennen. Allen Zweifeln an der tatsächlichen späteren Umsetzung seiner Vorschläge zum Trotz: Daß mit einer linken Regierung erst recht keine Korrekturen vorgenommen und stattdessen um so mehr einem längst gescheiterten Multikulturalismus das Wort geredet werden würde, war für jeden erkennbar. Daß die Menschen sich also gegen die Union entschieden, beweist eben, daß die - vereinfacht formuliert - innere Sicherheit flächendeckend keine hohe Priorität hat. Die Frage bleibt natürlich, ob dies auf einer tatsächlichen relativen Unwichtigkeit des Themas oder lediglich auf einer kurzsichtigen Wahrnehmung vieler Wähler beruht. Jedenfalls überwiegen offenbar andere, unter anderem soziale Themen. Und hier punktet nun einmal oft derjenige, welcher die höchsten Versprechen abgibt, seien sie auch unrealistisch oder schädlich. Seriöse(re) Parteien gehen da vorsichtiger vor, wofür auch die SPD nicht erst bei dieser Wahl bestraft wurde.

4. Die Zersplitterung der Linken wird den Bürgerlichen auf Dauer keine Vorteile bringen

Denn es ist wahrscheinlich, daß Sozialdemokraten und Linke früher oder später (wenn nötig zusammen mit den Grünen) koalieren werden. Durch die Einbindung des linken äußeren Randes besteht sogar das Potential, insgesamt höhere Ergebnisse zu erzielen. Gleichzeitig hat man die bequeme Gewißheit, daß der Union auf der anderen Seite des politischen Spektrums ähnliches verwehrt bleiben wird. Dabei geht es selbstverständlich nicht um den extremen rechten Rand, denn eine Zusammenarbeit damit verbietet sich, so wie sie es eigentlich auch mit Linksextremen tun sollte. Die Rede ist vielmehr von bürgerlich-konservativen Themen und Werten, die von der Union zu wenig besetzt werden. Man muß befürchten, daß dies in Zukunft erst recht der Fall sein wird, getrieben von der veröffentlichten Meinung und Koalitionsnotwendigkeiten. Aber nicht nur existiert keine chancenreiche konservative “Auffang”-Partei, nicht nur würde die Gründung einer solchen Partei von den Medien torpediert werden (wie dies schon bei den Ansätzen von Udo Ulfkotte zu beobachten war). Ebenfalls würde man es mit bekannt tendenziöser Berichterstattung zu verhindern suchen, daß die Union sich der Koalition mit einer solchen Partei öffnete, sollte selbige denn jemals in die Nähe der 5 Prozent gelangen. Und: Auch die Einbindung der FDP wäre in diesem Fall mehr als schwierig, drängt sie doch gleichsam in die imaginäre “Mitte” und wird sich nicht auf Dauer Bündnissen mit der SPD verschließen wollen. Macht um jeden Preis, wie man es vor allem von den Grünen kennt, kann man von den Liberalen nicht erwarten (was ja durchaus positiv ist).

Gleichzeitig besteht leider die Gefahr, daß von der Union enttäuschte Menschen sich inakzeptablen Parteien zuwenden oder auch zu Nichtwählern werden. Mit verheerenden Folgen: Denn diese Stimmen würden, anders eben als bei den Linken, tatsächlich effektiv aus dem eigenen (Koalitions-) Potential abgezogen und könnten damit entscheidend dazu beitragen, jenen größere Mehrheiten zu sichern.

5. Umfragen kann man nicht abtun

So bequem es auch ist, negative Zahlen ignorieren zu wollen: Die vorher veröffentlichten Umfragen haben das tatsächliche Bild schon recht klar vorgezeichnet. Es gab und gibt zwar immer wieder auch erhebliche Abweichungen. Insgesamt ist die Demoskopie aber eine Wissenschaft. Man sollte sie rechtzeitig als Warnung ernst nehmen, anstatt sie auszublenden.

6. Roland Koch gehört nicht aufs Altenteil

Viele Leute scheinen ihn unsympathisch zu finden, was ich so nicht ganz nachvollziehen kann. Seine Rede am Abend war trotz des verheerenden Ergebnisses bemerkenswert. Es ist zu hoffen, daß er nicht in der Versenkung verschwinden wird wie manche andere unbequeme, aber gute Köpfe der Union in den letzten Jahren.

Autor: Mir | Abgelegt unter Realsatire
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27. Januar 2008

Jom haShoah

Der 27. Januar ist der Tag der Befreiung des KZ Auschwitz. Er ist auch der Tag des Gedenkens an den Holocaust, die Vernichtung eines grossen Teils des jüdischen Volkes in Europa. Jom haShoah. Alles, was an diesem Tag zu sagen ist, wurde gesagt und es bleibt nur eine Hoffnung. Dass die “Fürsorge”, die an diesem Tag den toten Juden zuteil wird, auch eines Tages den lebenden Juden zu Gute kommt. Am Israel chai!

Autor: tankdriver | Abgelegt unter Israel
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27. Januar 2008

Unwort-Gewinner gesucht!

Hallo zusammen,

die Gewinner der Unwort-Suche des Jahres 2007 mögen sich doch bitte dringend bei mir per Mail melden, damit ich ihnen die Siegerprämien zusenden kann!

Hier nochmal die prämierten Beiträge:

1. Platz (Silke): “Moderate Taliban”

Irgendwer im Kommentarbereich bei PI hat mal geschrieben, moderate Taliban klinge wie Arbeitskreis kritischer Nationalsozialisten innerhalb der NSDAP. Besser kann ich es nicht ausdrücken. Die Verwendung des Begriffs “Moderate Taliban” erweckt den Anschein, daß es innerhalb einer faschistoiden, hasserfüllten Gruppierung, die ausschließlich an Vernichtung interessiert ist und den Begriff Kompromiss gar nicht kennt, Gesprächspartner gäbe.

2. Platz (Heinz): “Jugendliche”

In den ersten Tagen dieses Jahres noch weiter in den Blickpunkt gerückt. “Jugendliche” wurde in den Medien, Politik und Justiz zum einen bis Anfang zwanzig ausgedehnt und zum anderen wurde Jugendgewalt zu einem Thema gemacht, wo Ausländerkriminalität beziehungsweise noch genauer übermäßiger Anteil Jugendlicher mit Migrationshintergrund und islamischer Sozialisation an Rohheits- und Sexualdelikten angemessen wäre. Aber weil nicht sein kann, was nicht sein darf, werden Jugendliche ganz unbekümmert einem “Generalverdacht” ausgesetzt.

3. Platz (Bernd): “Demokratischer Sozialismus”

Ein Oxymoron. Eine widerwärtige, ausnahmslos gescheiterte Ideologie wird zusammen mit der freiheitlichen Idee genannt, um den Eindruck zu erwecken, eine Kombination wäre möglich. Anstatt aus der Vergangenheit zu lernen und nach vorne zu sehen, holen die Sozialdemokraten dieses absurde Konzept aus der Mottenkiste und zelebrieren es als Weg in die Zukunft.

Zur Erinnerung: Die ersten beiden Plätze erhalten dieses wertvolle Buch kostenfrei zugesandt:

Und der dritte Platz darf sich über dieses nicht minder wertvolle Werk freuen:

Autor: Jürgen | Abgelegt unter In eigener Sache
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26. Januar 2008

iPod gegen Armut

Auf der 20min.ch Homepage entdeckt man folgenden Satz:

In seinem Einsatz im Kampf gegen die Armut in Afrika hat Rockstar Bono dem japanischen Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda einen iPod geschenkt.

Jetzt wird alles besser…..!!

Quelle: 20min.ch

ipizza.jpg

Autor: hofmae | Abgelegt unter Umwelt- & Weltenrettung, Realsatire
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25. Januar 2008

Albtraumstaat Iran

Auch solche Gesetzesentwürfe werden meine Meinung über den Iran der Mullahs nicht ändern. Die steht seit Jahren fest und lautet “Schlimmer geht´s nicht mehr”. Aber sie tragen dazu bei, meine Verachtung für alle Appeaser, Vertreter von kritischen Dialogen, heimliche Bewunderer und moralfreie Geschäftemacher, allen voran die OMV, ins Unermessliche zu steigern. Sagen wir es ganz ehrlich; ein Leben in so einem Land muss die Hölle sein und der Iran wird erst dann leben, wenn die Mullahs krepieren. Regime Change? Bitte, so schnell wie möglich!

Autor: tankdriver | Abgelegt unter Islamkritik
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25. Januar 2008

Wahlaufruf für das geringere Übel

Wohlgemerkt: Kein offizieller Wahlaufruf der Gegenstimme, dazu würden mir ganz und gar die Kompetenzen fehlen. Vielmehr haben einige Mitautoren durchblicken lassen, daß sie derzeit möglicherweise keiner der sogenannten etablierten Parteien ihre Stimme geben könnten. Auch in den Kommentaren hier und auf befreundeten Blogs liest man derartige Aussagen. Es ist natürlich wahr: Die Union tut sich mit dem Anbieten oder auch nur der Diskussion konservativer Ideen immer schwerer, was nicht zuletzt der Koalitionssituation auf Bundesebene geschuldet ist. Vielmehr möchte man regelmäßig partout in einer imaginären “Mitte” verortet werden. Leider hat man die Definitionshoheit dessen, wo selbige eigentlich liegt, zu einem großen Teil linken Vordenkern in den Massenmedien und der Politik überlassen - mit der logischen Folge, daß die “Mitte” sich gerade in den letzten Jahren weiter in deren Richtung bewegt hat.

Die Wahlberechtigten in Hessen müssen sich jedenfalls bewußt sein, daß ihre Wahlentscheidung am Sonntag Auswirkungen über die Grenzen des Bundeslandes hinaus haben wird. Zwar finden auch in Niedersachsen Wahlen statt, dort sind aber sowohl Amtsinhaber als Herausforderer recht farblos geblieben. Roland Koch dagegen hat - und sei es nur aus Wahlkampftaktik - einmal Themen angesprochen, die bis zu diesem Zeitpunkt von der politischen Korrektheit und in der veröffentlichten Meinung weitgehend tabuisiert und somit aus der Debatte mehr oder weniger ausgeblendet waren: Einerseits die Bedeutung von Werten und der sogenannten “Leitkultur”, sowie grundsätzlich die wachsende Gewaltbereitschaft (nicht nur) bei jungen Menschen, insbesondere das überdurchschnittliche Auftreten dessen bei bestimmten Migrantengruppen. Nun hätte man gerade bei letzterem ja ausgiebig darüber diskutieren können, ob und inwiefern nicht auch die oft zitierte Gesellschaft eine Mitverantwortung für dieses Phänomen hat. Diskutiert wurde aber, wenn überhaupt, nur oberflächlich. Auch auf die (zweifellos teilweise unrealistischen) Vorschläge gingen seine Gegner in unzureichender Weise ein - geschweige denn, daß sie eigene Ideen beschrieben hätten. In erster Linie wurde Koch als Überbringer unbequemer Tatsachen zum Ziel von Angriffen ewiggestriger Verfechter gescheiterter Ideen des Multikulturalismus und falsch verstandener “Toleranz”.

Ob nun ein Wahlsieg Kochs wirklich dazu führte, daß die sinnvollen unter den jetzt diskutierten Vorschlägen auch umgesetzt würden, sei dahingestellt. Erfahrungen der Vergangenheit lassen daran jedenfalls erhebliche Zweifel aufkommen. Dennoch ist die Wahl am Sonntag entscheidend: Sollte die CDU kein zur Regierungsbildung befähigendes Ergebnis erzielen, würden genau jene Meinungsmacher, insbesondere in den Massenmedien, sehr schnell Kochs “Populismus” als Ursache benennen (und das sicher auch wieder durch Umfragen “belegen” können). Es gibt wenige Persönlichkeiten in führenden Positionen der Union, denen man zutrauen kann, dann in absehbarer Zeit noch einmal grundsätzlich oder auch nur vor einer Wahl derart brisante Themen anszusprechen - dabei hat man sich schon viel zu lange vor grundsätzlichen Fragen gedrückt, und die erwähnten Probleme werden sicher nicht kleiner. Man muß davon ausgehen, daß das Wahlergebnis in Hessen in dieser Hinsicht sogar Auswirkungen auf den kommenden Bundestagswahlkampf haben wird. Ein Erfolg für Koch ist deshalb Voraussetzung für die weitere öffentliche Diskussion der genannten sowie anderer wichtiger Themen.

Autor: Mir | Abgelegt unter Germanyland
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21. Januar 2008

Der dicke Blockierpfropf

Was mich in meiner Tätigkeit als Amateurschreiberling enorm behindert, sind Geistesblitze im falschen Augenblick. Ich habe immer genau dann die besten Ideen im Kopf, wenn Stift und Papier gerade nicht zur Hand sind. Meistens während der Arbeitszeit oder wenn ich bereits im Bett liege. Nichts ist schlimmer als ein genialer Einfall, der verloren geht. Bei meinem Gedächtnis geht so ziemlich alles verloren, was länger als zwanzig Minuten her ist und von mir nicht schriftlich festgehalten wurde. Ich habe es schon mit Eselsbrücken versucht, doch hinterher sitze ich ahnungslos am Schreibtisch und denke über rätselhafte Verschlüsselungen nach, wie: “Dirk Bachs linke Hand kauert verstört in der Essecke und ohrfeigt sich selbst.” Was will mir diese Eselsbrücke sagen?

Vergangene Nacht traf mich einer jener Geistesblitze. Ich erinnere mich noch, dass es richtig schön skurril war. Genau nach meinem Geschmack! Sogleich wollte ich aufspringen, um meine Gedanken auf meiner 160 Gigabite Festplatte zu speichern, wurde jedoch von meinem Rippchen wieder zurück ins Bett gezogen.

“Nicht jetzt, Schatz!”, bat sie mich eindringlich. Ich verstand sofort.

Durchschnittlich zweimal pro Woche, exakt um elf Minuten nach Mitternacht, fährt unsere Nachbarin, die dicke Penny, aus dem Bett hoch, steigt in ihre Plüschpantoffeln und backt Kekse. Im Tiefschlaf. Ja, sie schlafwandelt. Ich weiß das, weil sie die Backwaren in unserer Küche produziert. Dagegen ist im Grunde nichts einzuwenden (anschließend spült sie auch alles wieder sauber), aber etwas störend ist es schon. Die ganze Aktion dauert ungefähr zwei Stunden. Danach befördert Penny die Kekse in kleine Plastikbeutel, geht sich auf dem Balkon kurz eine rauchen und kehrt dann mit schlurfenden Schritten in die eigene Wohnung zurück.

Bis der Spuk vorbei ist verharren wir regungslos im Bett. An Schlaf ist nicht zu denken, weil die dicke Penny den Teig nicht nur knetet, sondern auch wuchtig und dutzendfach auf die Arbeitsplatte knallt. “Das ist sehr wichtig”, behauptet mein Rippchen. “Sie versteht ihr Handwerk.” Verboten hat sie mir allerdings, mich in die Küche zu schleichen und ein paar Kekse zu klauen, denn unsere Nachbarin trägt zwar Plüschpantoffeln, aber sonst nichts. Außerdem könnte ich Penny versehentlich wecken und das hätte eventuell traumatisierende Folgen für sie.

“Mist! Das kommt mir jetzt aber sehr ungelegen.” Stirnrunzelnd lauschte ich dem überdurchschnittlich lauten Mixer, der uns signalisierte, dass Penny gerade schwer im Stress war. Mein Rippchen warf mir einen verständnisvollen Blick zu. “Hast wieder eine gute Idee für eine Geschichte, hm?”

“Ungemein gut! Meinst du nicht, ich könnte einen Sprint in meine Schreiberecke wagen?”

“Gott bewahre! Ich garantiere dir, sollte Penny aufwachen, schreit sie uns das ganze Haus zusammen. Willst du Ben erklären, warum sich seine Frau nackt in unserer Wohnung aufhält?”

“Nicht unbedingt.”

“Siehst du, bleib schön hier!”

Penny hatte mir schon so manche gute Kurzgeschichte versaut. ‘Queen Wulfgäng’ wäre die Krönung meiner bisherigen Schaffensphase gewesen, hätte das tüchtige Backweib die Nacht zuvor nicht bei uns verbracht. Diesmal war ich jedoch besonders stinkig, denn mein Geistesblitz erschien mir so grandios, dass mich der bloße Gedanke, ich könnte mich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnern, nahezu in Panik versetzte.

“Schnuckie, es ist der beste Einfall, den ich jemals hatte. Eine total durchgeknallte Handlung. Damit schaffe ich den Durchbruch!”

“Sag’s mir doch. Ich werde es mir für dich merken.”

“Jau, das kenne ich. Dann nörgelst du wieder an meiner Idee herum, bis ich keine Lust mehr auf sie habe.”

“Wieso? Ich nörgel nie!”

“Kannst du dich noch an die lustige Geschichte ‘Ein Pillemann kommt selten allein’ erinnern?”

“Nein.”

“Eben! Ich habe sie nie geschrieben. Wegen dir!”

“Wer liest auch schon gerne Geschichten über einen … naja, du weißt schon?”

“Pillemann! Es ist das lustigste Wort der Welt.”

“Hello?” Penny stand vor unserer Schlafzimmertür. “Do I hear voices?”

“Smells great, Penny!”, rief mein Rippchen im ruhigen Ton. “Keep baking those cookies, girl!”

“Alright.” Penny schlurfte zurück in die Küche.

“Ich würde nur gerne mal eine richtig verrückte Geschichte schreiben”, setzte ich meinen Unmut fort. “Es wäre eine gute Übung für mich.”

“Kannst du doch auch!”

“Nicht, wenn ich hier gefangen bin.”

Uns ging der Gesprächsstoff aus. Auch Wulfgäng wollte sich nicht in die Unterhaltung einklinken. Zu meiner großen Erleichterung, muss ich hier gestehen, denn mein Rippchen bestreitet bis heute die Sprachfähigkeiten unserer Katze. Schweigend lagen wir nebeneinander und warteten. Irgendwann hörten wir Penny zur Toilette gehen. Kurz darauf folgten Geräusche, die mich in meiner Vermutung bestätigten, dass die beleibte Schlafwandlerin nicht für kleine Mädchen, sondern für große Muttis musste.

“Wie nennt man eigentlich diesen Saugpfropf?”, unterbrach mein Rippchen die Stille im Schlafzimmer.

“Was für ein Saugpfropf?”

“Na, du weißt schon. Dieser lange Stiel mit dem Saugdingen vorne dran. Wir benutzen ihn, wenn das Klo verstopft ist.”

“Plunger.”

“Und auf deutsch?”

“Keine Ahnung. Sowas haben die in Germanyland gar nicht.”

“Na klar! Dort gibt’s doch auch dicke Pennys.”

“Die Deutschen haben Ketten und Riegel an der Haustür. Die brauchen keinen Plunger.”

“Bestimmt hat es einen typisch deutschen Namen. So richtig schön präzise, weißt du? Abwasserrohrantiblockierpfropf. Würde mich nicht wundern. Obwohl, ist Antiblockierpfropf nicht ein Oxymoron?”

“Was weißt du schon über Oxymoronies? Schnuckie, ich platze gleich. Ich will an meinen PC!”

“Warte mal. Ich glaube, das Wort Saugpfropf gibt es gar nicht. Saugglocke, das ist es! Wir haben es also mit einer Abwasserrohrantiblockiersaugglocke zu tun. Völlig bescheuert. Wie hieß es noch gleich auf englisch?”

“Plunger.”

“Oder vielleicht Saugstöpsel?”

“Wenn ich wenigstens eine Zigarette hätte …” Beim Rauchen hatte ich schon immer meine Gedanken besser beisammen halten können.

“Im Schlafzimmer wird nicht geraucht!”, erinnerte mich mein Rippchen streng. In jener Nacht war sie wieder mal gnadenlos. Meckernd drehte ich mich auf die Seite.

“Falls du dich in zehn Jahren wundern solltest, warum wir immer noch nicht in unserem Traumhaus wohnen, dies ist die Nacht, in der uns alles zunichte gemacht wurde.”

“Sei doch nicht so theatralisch!”

“Ein Backblech voller Kekse hat unsere Zukunft zerstört. Vergiss das nie! Der daraus resultierende finanzielle Schaden lässt sich nur grob schätzen. Ich tippe auf mehrere Milionen.”

“Sicher …”

“Den Goldenen Schlüssel von Oberhausen hätte man mir überreicht. Ist dir klar, welche Türen er uns hätte öffnen können? Nun werden uns diese Türen für immer verschlossen bleiben.”

“Hm …”

“Thanks, Penny!”

“You’re welcome, pumpkin”, hörte ich Penny in der Küche sagen.

“Hörst du das? Nun nennt sie mich auch noch Kürbis. Spielt sie damit auf meinen dicken Bauch an? Die muss sich gerade melden! Läge Penny am Strand, würde sich Greenpeace sofort auf sie stürzen und versuchen, sie zurück ins Meer zu schieben. Bei Erfolg stünde Holland natürlich sofort unter Wasser.”

“Spar dir deine uralten Witze”, murmelte mein Rippchen, kurz davor einzunicken. “Es ist ein Kosename, Schatz. Sie nennt jeden in ihrer Familie pumpkin. Ich schlafe jetzt, ok?”

“Ja, schlafe du nur. Kannst mir eh nicht helfen. Bis morgen dann.”

Ungeduldig wartete ich, bis sie eingeschlafen war. Auf Zehenspitzen schlich ich mich in den Flur. Penny summte alte Gospelhits und setzte die Spülmaschine in Gang. Das laute Dröhnen ermöglichte mir, mein Schreibzimmer unbemerkt zu erreichen. Zitternd und mit hektisch pumpendem Herzen schloss ich die Tür hinter mir. Geschafft! Dann stolperte ich über Wulfgäng, die mir unauffällig gefolgt war und nun giftig fauchte. Schimpfend verschwand sie im Wandschrank. Ich selbst krachte gegen den Schreibtisch. Aus der Küche eilten gedämpfte Schritte in Plüschpantoffeln herbei.

Es war die Nacht, in der uns alles zunichte gemacht wurde …

Autor: Michael Meyn | Abgelegt unter Meyn's World
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