Rush Limbaugh Quote of the Day:
"Am I right, my friends? I am talking about you. You know I'm right; I'm right even when I think I'm wrong! That's why my accuracy rating is documented to be almost always right 98.8%"
16. Februar 2008

Gier-Mentalität

Jeden Morgen, vielleicht so gegen 8 Uhr, aber auf jeden Fall zu dem Zeitpunkt, an dem sich alle Regierungsmitglieder auf den Weg zur Arbeit machen, müsste eigentlich durch ganz Deutschland ein wehleidiges Raunen gehen. “Da ziehen sie wieder los,” müsste es dann heißen. “Beschneiden uns wieder ein Stückchen mehr in unserer Freiheit!”

Ja, das kann er gut, der Vater Staat. Uns in unserer Freiheit beschneiden. Besonders, wenn es um unser sauer verdientes Geld geht. Das will Papa nämlich haben. Nicht alles, das würde gierig wirken, aber viel. Sehr viel. Jedes Jahr etwas mehr. Plausible Erklärungen für den blauäugigen Bürger gibt’s ausreichend. Und jetzt hat uns Vater Staat auch noch die traurige Nachricht übermittelt, dass Mutter Erde schwer krank ist. Das kostet! Da müssen wir alle Opfer bringen.

Verständnisvolles Nicken wird auch erwartet, wenn bescheidene Politiker auf Kosten der Steuerzahler immer, ständig und fortwährend die neusten Diätenerhöhungen ausarbeiten.

Apropos Steuerzahler. Es gibt schwarze Schafe, die mit dem bösen Hintergedanken “Arschlecken!” ihr Geld ins Ausland bringen. Sie klauen quasi ihr eigenes Geld. Sowas gehört natürlich bestraft. Kurt Beck widern solche Menschen an:

“Da bleibt einem die Spucke weg. Dass Leute, die Millionen verdienen, den Rachen offenbar noch immer nicht voll kriegen, das ist ein neuer Fall von unglaublicher Chuzpe und Gier.”

Stimmt. Wenn man sich das alles mal ganz genau vor Augen führt, bleibt einem tatsächlich die Spucke weg.

Dieser Beitrag wurde von Michael Meyn am Samstag, 16. Februar 2008 um 18:25 Uhr veröffentlicht und unter Germanyland abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.

Bisher gibt es 11 Kommentare zu “Gier-Mentalität”

  1. 1 Dingo (Sonntag, 17. Februar 2008; 06:43): 

    Wenn man das viele Geld, welches staendig in Berlin und Bruessel verprasst wird und schamlosen Blutsaugern aus dem Ausland ohne Gegenleistung in den Ar… geschoben wird, wenn man das noch haette, dann spielte Steuerhinterziehung garkeine Rolle mehr. Wie der gute Robin vom Rebellog immer sehr richtig sagt: Tax money is stolen money!

  2. 2 freinsheimer (Sonntag, 17. Februar 2008; 10:08): 

    Man kann es drehen, wie man will. Da nutzen auch moralische Appelle nichts. Wenn das Steuerniveau eine gewisse Schwelle überschreitet, versucht jeder, der es irgendwie kann, die Steuern zu vermeiden.

    Dazu gibt es doch die Theorie, dass man deshalb mit Steuersenkungen die Steuereinnahmen erhöhen kann. Aber dies wird diesen Soziale-Gerechtigkeit-Aposteln nie in den Kopf reingehen.

  3. 3 ralphieboy (Sonntag, 17. Februar 2008; 11:31): 

    feins,

    es ist erstaunlich, wie viel Energie und Kreativität die Menschen dafür investieren, um Steuern zu vermeiden. Wenn sie diesen ganzen Aufwand für etwas nützliches einsetzen würden, dann wären wir alle dadurch geholfen.

  4. 4 freinsheimer (Sonntag, 17. Februar 2008; 13:16): 

    ralphie

    “Wenn sie diesen ganzen Aufwand für etwas nützliches einsetzen würden, dann wären wir alle dadurch geholfen.”

    Sag das doch mal dem Herrn Steinbrück. Ein Gewerbetreibender kommt mit Einkommenssteuer und Gewerbesteuer auf Abzüge, die mehr als die Hälfte seines Gewinnes ausmachen.

    Kann man es wirklich diesen Menschen verdenken, dass sie versuchen, diese Ausgaben zu verringern?

    Dadurch dass sie ein Gewerbe betreiben, also unternehmerisch tätig sind, tragen sie ein hohes Risiko zu scheitern, und ihr komplettes Vermögen zu verlieren, und werden gleichzeitig vom Finanzamt noch abgezockt.

  5. 5 lebowski (Sonntag, 17. Februar 2008; 16:04): 

    Ihr könnt ja zum Blog “No blood for sauerkraut” zu Eurem Kumpel Paul13 rübermachen. Da ist gerade eine schöne Diskussion zugange, wie man Aufgaben wie Verteidigung,Kriminalitätsbekämpfung, Soziales, Bildung, Gesundheit usw. ohne den Staat mithin ohne Steuern organisieren kann.
    Da müsste dann aber etwas mehr kommen als über die Raubritter da oben zu schimpfen.

    Im übrigen hat Zumwinkel trotz der hohen Steuern ein erkleckliches Sümmchen auf seinen Kontos in Liechtenstein und den Cayman-Inseln angesammelt.
    Letztens konnte er noch ein paar Milliönchen einsacken, nachdem der Staat einen Mindestlohn für Postausträger festgesetzt hat und das zu einem Kurssprung der Postaktie führte. Zumwinkel hat daraufhin seine Postaktien verkauft und ‘nen schönen Batzen Geld eingesackt. Mein Mitleid mit diesen Mann hält sich in Grenzen.
    Allein mit diesem Geld hätte Zumwinkel für den Rest seines Lebens irgendwo in der Karibik die Eier schaukeln können.

  6. 6 bernd (Sonntag, 17. Februar 2008; 17:00): 

    Gesundheit ist Sache des Staates? Na sieh mal an. Was ist denn noch alles Sache des Staates? Der Staat hat dafür zu sorgen, dass seine Bürger in Sicherheit leben können vor kriminellen im Inneren und vor Angriffen von Aussen. Für mehr nicht. Inzwischen regelt der aber jeden Furz und schmeisst mit Geld, das ihm nicht gehört mit vollen Händen um sich.

  7. 7 ralphieboy (Sonntag, 17. Februar 2008; 20:30): 

    bernd,

    der Staat hat sich für die Ressourcen eines Landes zu kümmern. Diese können Bodenschätze sein, sowie saubere Luft und Wasser. Und die Gesundheit und Bildung der Bevölkerung, die wichtig ist, um Wohlstand zu sichern.

  8. 8 Bernd (Montag, 18. Februar 2008; 09:15): 

    Wie kommst Du denn auf Solches? Der Staat hat für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen, für mehr nicht. Was Du willst, ist Vergesellschaftung von Grund und Boden und wohin das geführt hat, das kannst Du schön an der DDR sehen. Oder an der Sowjetunion.

  9. 9 ralphieboy (Montag, 18. Februar 2008; 14:02): 

    Bernd,

    es gibt viele Staaten, in denen eine kleine Minderheit (oder ausländische Interessen) die Bodenschätze kontrollieren und ausbeuten, während die Bevölkerung und die Umwelt vor sich hin darbt: z.B., Nigeria, Kuweit, Tadschikistan.

    Der Markt is da, um den Menschen zu dienen, nicht umgekehrt. Darin sehe ich neben Sicherheit eine Kernaufgabe des Staates. Die Menschen, die Bodenschätze zugänglich und verfügbar machen sollten dafür belohnt werden, und zwar nach marktwirschaflichen Prinzipien, so weit es geht.

    Aber die Ressoucen eines Landes gehören allen Bürgern, und nicht nur denjenigen, die den Zugang kontrollieren. Sonst führt es zur Oligopolie- und Kartellwirschaft, was nicht mehr im Interesse des Staates liegt.

  10. 10 Michael Meyn (Montag, 18. Februar 2008; 15:41): 

    Sehe ich auch so, Ralphieboy. Wenn ich zum Beispiel in meinem Garten ein Grab schaufel (fuer wen auch immer) und dabei zufaellig auf Oel stosse, sollte ich sofort den Staat anrufen, damit er entscheiden kann, was mit meinem Oel gemacht wird. Klare Sache!

  11. 11 ralphieboy (Montag, 18. Februar 2008; 18:46): 

    Micha,

    es heisst, du sollst dafür belohnt werden, und zwar nach marktwitschaflichen Prinzipien. Die der Staat klar aufzustellen und einzuhalten hat.

    Und es geht nicht um irgend einen Jed Clampett, der gerade ein Bohrloch auf seinen 40 Morgen Land in Tennesee entdeckt, es geht um Entscheidungen, die weitreichende strategischen und wirtschaflichen Auswirkungen haben, ganz abgesehen von ihren Wirkungen auf die Umwelt.

    Diese Entscheidungen kann mann nur auf nationaler Ebene treffen, unter einbeziehung der ganzen Bevölkerung, und nicht nur die Industrien.

    Ich bin ein Fan des freien Marktes. Aber ich bin kein Ideologe, der den Markt für etwas heiliges hält, in den man nicht einmischen darf. Aber ich bin alt genug um zu errinern, was in 1973 passiert ist: die “freie Marktwirtschaft” hat eine politische Krise ausgenutzt, um ungeheuere Gewinne auf Kosten der Verbraucher zu erzielen. Das war eine Perversion der freien Marktwirschaft.

    Anfang des XX. Jahrhunderts galt vielleicht der Devise, “What’s good for Standard Oil is good for America”. Jetzt heisst es “What’s good for Gazprom is good for Russia.”

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