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Allah und die Geister

Posted By Yaab On 1. März 2008 @ 12:39 In Islamkritik | 3 Comments

Später (falls es einmal ein ‚später’ geben wird - im europäischen, freiheitlichen Sinne) wird man sich verwundert die Augen reiben und fragen, wie es dazu kommen konnte. PI-Mitarbeiterin Eisvogel weiß die Antwort: Die wissen alles über uns, doch wir wissen nichts oder fast nichts von denen. Etwas salopper: Wir wissen nicht, wie die ticken, aber die wissen, wie wir ticken, und das nutzen die weidlich aus.

Je mehr wir wissen, desto besser können wir uns wehren. Deswegen schreibe ich. Vielleicht könnte man es Aufklärung nennen … Jedenfalls ist es wichtig, den Feind zu kennen, den wir in unser Land gelassen haben.

Im letzten Post habe ich ein Hadith aus der Sammlung von al-Buchari (es gibt mehrere Schreibweisen des Namens) gebracht. Wer meint, Hadithe hätten nur anekdotisch-historischen Wert, der irrt sehr. Zusammen mit dem Koran bilden die Hadith-Sammlungen die Basis für das islamische Recht - die Sharia - und darüber hinaus für das, was Muslime für gut und richtig halten; in diesem Fall die grausamste Hinrichtung als Strafe für Kameldiebe. Die Bedeutung der Hadithe reicht weit in den Alltag hinein. Wenn ein Muslim unsicher ist, ob eine bestimmte Verhaltensweise ‚erlaubt’ oder ‚verboten’ ist, wie zum Beispiel das Schlucken von Speichel während der Fastenzeit, dann lässt er bei einem islamischen ‚Rechtsgelehrten’ ein Gutachten, eine Fatwa, erstellen. Dessen ‚Gelehrsamkeit’ beschränkt sich auf die Kenntnis des Korans, der Hadithe und ihrer Überlieferer. Der Islam kennt allen Ernstes eine ‚Wissenschaft von den Männern’, gemeint ist Kenntnis der Namen dieser Überlieferer und deren islamische Glaubwürdigkeit. Richtschnur für die Fatwa ist die Frage, wie hat (oder hätte) Muhammad, der Gründer des Islams, in einer entsprechenden Situation gehandelt? So wie er handelte, sollen auch die Anhänger seiner Lehre handeln. Ein Mörder als hehres Vorbild.

Das islamische Weltbild ist von merkwürdigen mystischen Vorstellungen geprägt. Die Welt ist erfüllt von Geistern, Dämonen und Engeln. Sternschnuppen entstehen, weil und wenn Geister (Dschinns) in den islamischen Himmel eindringen wollen, aber von Himmelswächtern mit Feuerbränden zurückgewiesen werden. Doch es gibt auch gute Dschinns. Das sind solche, die Muhammad beim Verkünden seiner Lehre belauscht und den Islam angenommen haben. Laut Koran (65,12) hat Allah sieben Erden erschaffen, deren jede Dicke 500 Reisejahre beträgt. Wegen der vielen Geister und Dämonen sind Amulette sehr beliebt, zum Beispiel gegen den Bösen Blick, der besonders gerne ausgesucht schöne Menschen befällt. Des Nachts darf man Gefäße nicht offen stehen lassen, weil sich sonst in ihnen Geister einnisten. In der Nase wohnt der Teufel, weshalb man vor der Gebetszeremonie die Nase mit Wasser ausspülen muss. In früheren Zeiten wurde in Palästina kein Feuer gelöscht, ohne vorher die Geister um Erlaubnis zu bitten: “Mit eurer Erlaubnis, gebt acht, o Bewohner des Feuers.

Auch in der Medizin haben sie gern ein bisschen Hokus-Pokus. Muhammad selbst wandte ‘Heilzauber’ an anderen an, wobei er die Worte murmelte: “Staub unserer Erde, Speichel der Unseren! So wird unser Kranker geheilt, mit Allahs Erlaubnis!” Hier liegen die Wurzeln der später im Islam weit verbreiteten Praxis religiösen Heilzaubers, vor allem des Buchstaben- oder Heilschalenzaubers. Für den Koran und die Hadithe ist Magie eine Realität. Wenn im Koran vor Liebeszauber und Hexenweibern gewarnt wird, dann hat das Konsequenzen bis in die Gegenwart, wie die kürzliche Verurteilung einer Frau als [1] Hexe, die abgeblich einem geschiedenen Ehepaar wieder die Liebe angehext hat.


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