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Der dumme Stein

Posted By Yaab On 2. März 2008 @ 08:19 In Islamkritik | 2 Comments

In Berlin-Moabit wurde eine Ausstellung der dänischen Künstlergruppe Surrend geschlossen, da Muslime drohten, es würden sonst “Steine fliegen”. Auslöser, quasi der ‘Stein des Anstoßes’, war ein satirisches Plakat mit dem Titel “Dummer Stein”, auf dem die Kaaba abgebildet ist. Zwei Mohammedanerinnen erblickten das Plakat von außen (Mohammedaner betreten so gut wie nie Galerien oder Kunstausstellungen), fotografierten es und hetzten junge Mohammedaner auf. Wie in Berlin üblich, endete die Schose mit demütigen Bücklingen, der Entfernung des Plakates und der Schließung der Ausstellung. Geht klar, wir richten uns gerne nach mohammedanischen Befindlichkeiten. Man hätte halt vorher fragen sollen, so wie es in unseren Karnevals-Hochburgen schon längst üblich ist. Da wird vorher gecheckt, ob ein Motivwagen den Herren Mohammedanern genehm ist.

Doch zurück zum Dummen Stein. Was ist das eigentlich - die Kaaba? Es handelt sich mitnichten um einen ’schwarzen Stein’, wie man so oft hört, sondern um ein fensterloses, aus Granitblöcken gemauertes, würfelförmiges [1] Gebäude von ca. 12 X 13 X 14 Metern. Ziemlich schief übrigens. Das Ganze ist recht Christo-mäßig von einem schwarzen Tuch verhüllt.

Nach islamischer Auffassung wurde die Kaaba von Adam, dem ersten Muslim, als “Allahs Heiliges Haus” erbaut, später zerstört und von Abraham wieder errichtet. Dafür gibt es natürlich keinerlei historische Belege. Adam soll in Ostafrika gelebt haben; Abraham, falls es ihn wirklich gab, hat sich nie im saudischen Raum aufgehalten. Nach der Bibel lebte er im Lande Ur (etwa dort, wo heute Irak ist) und wanderte aus nach Israel, in das Land, wo ‘Milch und Honig fließen’. In Mekka, dem Standort der Kaaba, fließt nichts, abgesehen vom Blut zum Tode Verurteilter. Die Gegend um Mekka ist wasserlose, trostlose Wüste, wo nichts gedeiht; “ein Tal ohne Landwirtschaft” (Koran 14, 35).

Betrachten wir die Fakten. Zu Zeiten Muhammads war die Kaaba ein heidnischer Tempel für zahlreiche Götter der arabischen Stämme, deren Statuen hier aufgestellt waren. Pilgerer strömten nach Mekka, um sie anzubeten, und bescherten der Stadt bereits damals einträgliche Geschäfte. Im Alter von etwa 40 Jahren begann der Mekkaner Muhammad, Ehemann der reichen Kauffrau Chadidscha, “Offenbarungen” zu empfangen, die ihn dazu brachten, die Lehre von Allah zu verkünden. Er machte sich bei den Mekkanern dadurch dermaßen unbeliebt, dass er die Stadt verlassen und nach Medina übersiedeln musste.

Damals war die Kaaba noch lange kein islamisches Heiligtum. Gebetet wurde in Richtung Jerusalem, nicht in Richtung Mekka. Die Gegnerschaft der Mekkaner Muhammad gegenüber gründete sich auf die Furcht, die lukrativen Einnahmen durch die Pilgerströme zu verlieren, wenn die pagane Vielgötter-Religion durch den Allah-Glauben ersetzt werden würde. Als Muhammad das erkannte, sicherte er den Mekkanern zu, das Pilgerwesen aufrecht erhalten zu wollen, was er auch tat. Die Kaaba und die Pilgerfahrten wurden umgewidmet, islamisiert. Die Gebetsrichtung wurde von Jerusalem auf Mekka geändert.

Im übrigen existiert die historische Kaaba schon lange nicht mehr. Nach Muhammads Zeiten wurde sie des öfteren zerstört und zuletzt von Sultan Murat IV im Jahre 1630 neu errichtet. Die Mohammedaner beten also mitnichten zu dem Original-Dingens.

Zu großem Blutvergießen in der Kaaba kam es bei einer Besetzung im Jahre 1979, als einige hundert Bewaffnete den Theologiestudenten Mohammed Ibn Abdallah al-Qahtani hier als neuen Mahdi ausrufen. Da die saudische Armee mit den Besetzern nicht fertig wird, wird aus Frankreich (!) eine Anti-Terror-Einheit angefordert, die dem Spuk schließlich ein Ende bereitet. Der neue Mahdi wird getötet und seine Leiche im Fernsehen präsentiert. Insgesamt sterben 177 Besetzer, 127 Soldaten und 26 Geiseln; zusätzlich wurden mehr als 600 verwundet. Die Überlebenden werden zum Tode verurteilt und am 8. Januar 1980 in acht verschiedenen Städten gleichzeitig hingerichtet.

Soviel zum “Heiligen Haus Allahs”. Wir sollten dankbar sein, dass in der Moabiter Galerie noch kein Blut geflossen ist.


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