Das Vorbild
Ganz an der Basis einer Linie, die zu den Wirbeltieren, also auch zu uns, führen sollte, stehen die Tunicata oder Manteltiere. Zunächst eigentlich ziemlich uninteressant, denn das sind am Boden festsitzende Meerestiere, die wie ein gallertartiger Sack aussehen mit zwei Öffnungen drin: Mund und After. Viel spannender ist deren freischwimmende Larve, die einer Kaulquappe ähnelt und außer einem Kiemenkorb schon ein Gehirn und einen Achsenstab als Vorläufer der Wirbelsäule entwickelt hat. Doch was macht das dumme Ding? Es saugt sich irgendwo am Meeresboden fest, wirft den Ruderschwanz ab, schmilzt Gehirn und Wirbelsäule ein und lebt förderhin als festgewachsener Fressack mit Reusenkorb. Alles, was sich darin fängt, wird gierig verzehrt. So ungewöhnlich ist das nicht. Dass man auch ohne Gehirn und rückgratlos prächtig leben kann, das haben unsere Politiker schon oft unter Beweis gestellt.
Dieser Beitrag wurde von Yaab am Freitag, 07. März 2008 um 11:06 Uhr veröffentlicht und unter Humor abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.








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