Rush Limbaugh Quote of the Day:
"Am I right, my friends? I am talking about you. You know I'm right; I'm right even when I think I'm wrong! That's why my accuracy rating is documented to be almost always right 98.8%"
11. März 2008

Aus der Seele gesprochen …

… hat mir der Leserbriefschreiber in der heutigen Rhein-Main-Zeitung:

Ist das papageienähnliche Nachplappern, durch Passivrauchen komme es jährlich zu rund 3300 Todesfällen, nur Borniertheit oder gar Bosheit? Das Skandalöse daran ist, dass das Rauchverbot überhaupt keine Tatsachenbasis hat. Die Zahl ist aus der Luft gegriffen, nicht bewiesen und auch nicht beweisbar. Beim Aktivrauchen (20, 40, 60 Zigaretten pro Tag, seit wie viel Jahren?) mag die Einwirkung auf die Atemorgane noch einigermaßen fassbar und eventuell statistisch verwertbar sein. Aber wie soll das gehen beim Passivrauchen, bei dem die Einwirkungen von unterschiedlichster Intensität und Dauer vage und somit nicht konkret feststellbar sind? Wer die genannte Zahl in die Welt gesetzt hat, sollte einmal schlüssig nachvollziehbar die Methode seiner Ermittlungen darlegen. Insbesondere möge er sich dazu äussern, wie er mit der Tatsache umgeht, dass unzählige Menschen sterben, junge ebenfalls, die niemals geraucht haben und auch dem Passivrauchen nie oder kaum ausgesetzt waren. Den Gipfel totalitärer Anmaßung erklommen hat indes die Bundes-Drogenbeauftragte Bätzing mit ihrer “Anmahnung besseren Nichtraucherschutzes” auch in der Privatsphäre, namentlich in Autos und Wohnungen. Wie lässt sich derart gouvernantenhaftes Gehabe noch vereinbaren mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung (fragt ein Nichtraucher)?

Dieser Beitrag wurde von Jürgen am Dienstag, 11. März 2008 um 20:24 Uhr veröffentlicht und unter Papa Staat abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.

Bisher gibt es 6 Kommentare zu “Aus der Seele gesprochen …”

  1. 1 Heinz (Dienstag, 11. März 2008; 22:52): 

    Egal, ob Passivrauchen zu Todesfällen führt oder nicht, ich finde es als Nichtraucher angenehm nicht mehr überall vom Stinkstengeldunst belästigt zu werden! Ich erinnere mich an einen Transatlantikflug Mitte der 80-er. Damals war das Quarzen selbst im Flieger noch erlaubt, was von den Rauchern auch völlig rücksichtslos ausgenutzt wurde. Die Röhre war so zugequalmt, dass meine Atemwege noch am nächsten Tag stark gereizt waren.
    Aber die neuen Regelungen finde selbst ich etwas totalitär. Gegenseitige Rücksichtnahme sollte in einer Zivilisation ausreichen und gesetzliche Regelungen solcher Nebensächlichkeiten überflüssig machen !

  2. 2 ralphieboy (Dienstag, 11. März 2008; 23:00): 

    Es gab eine Zeit, als das öffentliche Rauchen noch nicht als Selbstverständlichkeit galt. Damals ging man zum Raucherklub, um in der Gesellschaft gleichgesinnter den Rauch zu geniessen.

    Darin sehe ich eine Marktlücke: Raucherklubs mit getrennten Essbereichen, um die Gefahr durch Passivspeisen zu vermindern.

  3. 3 Daniela (Mittwoch, 12. März 2008; 12:02): 

    Es ist unerhört, dass mit einem sehr dubiosen Gutachten, welches von der Pharmaindustrie finanziert wurde, solche Gesetze erlassen werden. Es ist absolut der polit. Spaltungsversuch der Gesellschaft. Dies kann man sehen, wenn man in den Kommentarbereichen zu Artikeln über Rauchverbot gelesen hat. Da werden Raucher als Junkies, Mörder etc. betitelt. Dieses unterwürfige Volk möchte ja einen gemeinsamen Feind haben, den Raucher. Ihre wirklichen Feinde sehen sie wohl nicht.
    Wer sich informieren möchte über das angebliche Gutachten, kann dies unter www.netzwerk-rauchen.de.

  4. 4 Rolf (Mittwoch, 12. März 2008; 17:45): 

    was soll es? Früher war es die Pest, die die Menschen trennte. Heute ist es der Raucher. Eigentlich ein schöner Gedanke, dass der Raucher zum modernen Aussätzigen wird.

  5. 5 gespenst.. (Mittwoch, 12. März 2008; 23:21): 

    Ich bin Raucher, und warte darauf verhaftet zu werden..

  6. 6 Gudrun (Mittwoch, 12. März 2008; 23:54): 

    Fast jeden Morgen gehe ich in mein Café, esse mein Croissant und trinke dazu eine Tasse guten Kaffees. Das Café war bis Ende 2007 so leidlich besucht, nie voll oder gar übervoll. Die Leute rauchten oder auch nicht, im Sommer war die Tür offen, im Winter zog der Qualm sonstwie ab.

    Es herrschte eine gemütliche Stimmung.

    Ab dem 1. Jänner sieht’s so aus: Wo ist denn Robert? Der ist zu Hause, hat Grippe, hat sich beim Rauchen vor der Tür erkältet. Wo ist denn Pierre? Der kommt nicht mehr, darf hier ja nicht rauchen. Was krächst du rum, Jacques? na, ja, ist halt kalt vor der Tür.

    Habt Ihr gesehen, das Café am Hauptplatz bringt einen Vorbau an, eine Art befestigtes Draußen. Ja, erst hatten sie Heizkörper, aber jetzt machen sie’s richtig.

    Und wann kommt der Tag, da das Teil auch als Kneipe gilt, wo nicht geraucht werden darf?

    All diese Fragen …

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