Relativitätslehre
“Juden sind Affen und Schweine!” Wenn Sie das sagen, dann blüht Ihnen eine empfindliche Strafe. Wenn ein Mohammedaner das sagt, dann ist es okay, denn er zitiert ja nur aus dem Schriftgut seiner Religion (nicht wortwörtlich, aber sinngemäß). Doch wenn Sie jetzt denken, Sie dürften sagen: “Mohammedaner sagen: ‘Juden sind Affen und Schweine!’”, dann liegen Sie wieder falsch, denn das gibt eine Anzeige wegen Rassismus, weil Sie den Islam verunglimpft haben.
Es ist halt alles relativ auf dieser Welt.
Vorsicht auch bei: “Am jüngsten Tage wird Jesus kommen und alle Christen töten!” oder “‘Hinter mir steht ein Jude’, sagt der Baum. ‘Komm, und töte ihn!’” oder “Schlagt den Ungläubigen die Hälse ab, wo ihr sie findet!”
Die dürfen das, wir aber nicht.
Dieser Beitrag wurde von Yaab am Dienstag, 22. April 2008 um 09:36 Uhr veröffentlicht und unter Islamkunde abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.







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Es ist der Stein, der das ruft. Die Bäume stimmen ein bis auf einen bestimmten, weil er der Baum der Juden ist
Wenn ein Moslem das in Deutschland sagt, dann herrschen für ihn die gleichen rechtlichen Konsequenzen wie für jemanden einer anderen Religion oder ohne Konfession.
Mal abgesehen davon, schon mal das alte Testament gelesen (auf dem übrigens auch das Christentum basiert). Nur eines von vielen Beispielen. 10 Gebote, z.b. du sollst den Sabbat heiligen, was passiert wenn man das nicht tut ?
Ganz einfach steht wortwörtlich in der “heiligen Schrift”, dann muss derjenige der den Sabbat nicht heiligt gesteinigt (auch nicht besser als geköpft) werden.
Also als Bibeltreuer Christ, mal schnell ab in den nächsten Steinbruch und mit Material eingedeckt und am nächsten verkaufsoffenen Sonntag mal ordentlich Sühne verteilen ! (Dem Bäcker der mir Sonntags immer meine Brötchen verkauft würden ein paar Pflastersteine in der Fresse, glaube ich auch ziemlich gut stehen.)
Ui, da hat ja jemand ganz viel Ahnung
@2: Erstens: Gebote und Verbote des AT gelten nur für Christen, sofern sie im AT bestätigt wurden. Dies ist ganz genau für die Körperstrafen des AT nicht der Fall. Im Gegenteil: Jesus himself hat Steinigungen abgeschafft.
Zweitens: Die Juden haben nicht nur Thora, sondern auch Talmud. D.h. die Gesetze in den Büchern Mose sind durch Interpretationen modifiziert. Was glauben Sie denn, wieviele Menschen in Israel den Sabbath nicht heiligen und dennoch nicht gesteinigt werden?
Drittens: Steinigung kommt im israelischen Strafrecht nicht vor. Wohl aber in dem der “Islamischen Republik Iran”, wo der Islam, schiitische Richtung, wunderbar rein gelebt wird.
Ich weiss nur, dass Mel Gibson ordentlich für Furore gesort hat, als er versucht hatte, mit seinem “Passion of Christ” den Juden die Verantwortung für Jesu Tod in den Schuh zu schieben.
Einfach direkt aus der Bibel zu zitieren ohne Fussnoten und Ergänzungen soll man besser lassen!!!
Wer von uns ist noch so beguenstigt um sagen zu duerfen was er denkt? Was soll bloss dieses irrsinnige Versteckspielen vor der Realitaet.
@ralphieboy
Manchmal hat man den Eindruck, die Juden hätten mit dem Christentum ein größeres Problem als mit dem Faschismus !
Interessant zu diesem Thema auch folgendes:
http://short4u.de/480e30aecb5f9
Ein markanter Satz: “Der Staat Israel hat beschlossen, dass diejenigen, welche als Juden geboren wurden und an Jeschua als den Messias glauben, nicht berechtigt sind, gemäss dem Rückkehrgesetz nach Israel einzuwandern.”
@2 Markus,
“Also als Bibeltreuer Christ, mal schnell ab in den nächsten Steinbruch und mit Material eingedeckt und am nächsten verkaufsoffenen Sonntag mal ordentlich Sühne verteilen ! (Dem Bäcker der mir Sonntags immer meine Brötchen verkauft würden ein paar Pflastersteine in der Fresse, glaube ich auch ziemlich gut stehen.)”
Ja genau, lernt man als Christ schon in der ersten Sonntagschulklasse: Joh. 8, 1-11
Heinz,
vielleicht liegt es daran, dass die Faschisten die Juden nur zehn Jahre lang verfolgt haben, obwohl recht intensiv. Dafür haben die Christen die Juden fast fünfzehn Jahrhunderte lang verfolgt.
@ralphieboy
Das waren keine Christen, sondern die gleichen Kräfte, die auch die Christen Europas Jahrhunderte lang verfolgt haben !
@Yaab & Heinz
Vielleicht war in meinem Text ein Hauch Ironie versteckt, möglicherweise war er auf den ursprünglichen “Relativitätstheorie” Beitrag bezogen in dem wiedermal die Religion Islam mit Islamismus gleichgesetzt wurde.
Und eventuell sollte mein AT Beispiel zeigen, dass auch die christliche Religion mit wortwörtlicher Interpretation einzelner Passagen und ohne geschichtliche Zusammenhänge als Begründung für jede Schandtat hergenommen werden könnte(wie dies bei Islamisten passiert.
(Der Islam beinhaltet selbstverständlich andererorts auch Stellen die wahrloses Köpfe abschlagen, selbst von bösen ungläubigen verbietet).
Aber nur vielleicht.
@Markus
“… wiedermal die Religion Islam mit Islamismus gleichgesetzt wurde”
Genau das ist der Fehler, der immer wieder begangen wird: Zu meinen Islam und Islamismus sein zwei verschiedene Dinge!
Islamismus ist die konsequenteste und reinste Form des Islam! Alles was Islamisten tun, kann mit dem Koran und dem Vorbild Muhammads gerechtfertigt und begründet werden!
Beim Christlichen Glauben ist das anders. Jesus hat keine gewalttätige Vorbildhandlung begangen (außer der Vertreibung der Händler aus dem Tempel, und dabei kam niemand körperlich zu Schaden). Seine Lehren enthielten keine Gewalt- und Eroberungsanweisungen für seine Nachfolger. Im Gegenteil: Sein Kommen diente dazu, uns Menschen die Erlösung vom Fluch des Gesetzes zu bringen! Jeden von uns verurteilt das AT zu schweren Strafen. Jesus nahm unsere Schuld auf sich und starb wie ein rechtmäßig Verurteilter stellvertretend für uns. Unsere Schuld ist damit gesühnt, wenn wir uns schuldig bekennen. Da ein Verbrechen nicht zwei Mal bestraft werden darf, ist es nun überhaupt nicht die Aufgabe eines Christen die alttestamentlichen Strafen vollziehen zu wollen, sondern als begnadeter Verbrecher den anderen Verbrechern die Bedingungen für die Begnadigung nahe zu bringen! Das ist bibeltreues Christentum und sein Bezug zum AT. Vielleicht verstehst Du jetzt den Unterschied zum Islam und warum Deine Vorstellung von den “Bibeltreuen Steinigerchristen” so absurd ist.
Natürlich “begnadigter” und nicht “begnadeter” Verbrecher
@ Markus
Tipp: Kultureller Kontext spielt die entscheidende Rolle
Bibel: Deskriptiv (alte Geschichten)
Koran: Instruktiv (alte Anweisungen, die immer gelten)
Wer diese 3 kurzen Zeilen begriffen hat, weiß sofort, warum es so viele Musel-Terrors gibt und so wenig Leute die rufen: Jeeeeeesuuuusss…*explode*
Heinz,
das ist eine alte polemische Methode: dein Idealbild von Christentum hervorzuheben, und die unschmeichelhafte Aspekte in die Ecke zu schieben. Ähnliches wird von befürwörtern des Islams andauernd praktiziert.
Es waren Christen, die Juden verfolgt haben; keine guten Christen, keine Idealbilder, aber trotzdem Menschen.
@Heinz
Du wirst mir doch wohl nicht wirklich erzählen wollen, dass im neuen Testament nichts steht, mit dem man schlechte Taten rechtfertigen könnte ?
Was ist z.B. mit Matthäus 18:7-9. Hier fordert Jesus seine Anhänger dazu auf sich selbst zu verstümmeln (Sünder sollen sich die Füße abschneiden und Augen ausstechen), wenn man es wörtlich nehmen möchte.
Und nur weil wir unsere aggressive Phase hinter uns haben und in unserem Kulturkreis die Kirche ihre Macht weitgehend verloren hat, stehen da noch ihre vielen üblen Taten der vergangenen Jarhunderte im Raum. Waren die Christen im Mittelalter keine Christen in deinem Sinne ?
@FriedensAdler
Deine Aussage sehen absolut nicht als richtig an.
Die Bibel (sowohl AT als auch NT) beinhaltet selbstverständlich Anweisungen in Geschichten, Gleichnissen, Bildern verpackt. “So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir.” was soll das sein wenn keine Anweisung ?
Der Grund für den islamistischen Terror ist in Wirklichkeit viel komplizierter, tut mir Leid.
@ralphieboy
Sehe ich auch so.
Heinz (zu 12),
Es gibt doch Muslime, die keine Islamisten sind: in Ägypten und der Türkei z.B., ist man bemüht, ebensolche Parteien zu verbieten.
Und auch wenn diese Menschen - wie Qadaffi oder einst Saddam Hussein - uns nicht schmackhaft sind, sind sie trotzem besser als die Alternative. Der heutige Irak ist ein Paradebeispiel davon.
Unserer Umgang mit den christlichen heiligen Schriften hat sich mit der Zeit geändert, und wird sich weiter ändern. Für Christen steht heute Nächstenliebe im Mittelpunkt, alle andere Aussagen in der Bibel sind dieser Grundlehre untergeordnet.
Wir können es nur begrüssen und untersützen, wenn eine ähnliche historisch-kritische Sichtweise im Islam die Oberhand gewinnt, eine die sich auf die Grundlehre des Islams konzentriert, d.h., Schutz der Schwachen, Hilfe den Armen und und das Bemühen, ein besseres leben zu führen.
Erst dann werden die Greueltate im Koran in den Hintergrund rücken und genause gesehen wie die Greuleltaten der Bibel: als Überbleibsel einer vergangenen Zeit.
@15 ralphieboy
Du hast Recht: Menschen, die sich “Christen” nannten, haben Juden verfolgt. Die gleichen “Christen” haben aber die Christen noch schlimmer verfolgt als die Juden!
Stichworte zum Googeln:
- Waldenser
- Jan Hus
- John Wyclif
- Wiedertäufer-Käfige
- Wiedertäufer Mittelalter
@17 “in Ägypten und der Türkei z.B., ist man bemüht, ebensolche Parteien zu verbieten.”
Und ? Schon mal was darüber gelesen, wie z.B. Christen in diesen “gemäßigt islamischen” Ländern z.Zt. behandelt werden ?
http://short4u.de/480f69a1c57b2
“Das Problem ist, dass wir bis zu diesem Augenblick per Gesetz nicht geschützt sind. Wir können nur durch Gnade des Präsidenten Mubarak Hilfe und Unterstützung erwarten, weil die Scharia die Quelle der Gesetzgebung ist. Unser Präsident Mubarak hilft uns. Wir beten, dass er uns noch jahrelang erhalten bleibt, so dass wir weiterhin in Ägypten existieren können.”
In der Türkei sieht es ähnlich aus !
Christen im biblischen Sinn dürften kaum an Judenverfolgungen beteiligt gewesen sein. Hingegen wurden Christen in Israel, vor Allem solche jüdischer Herkunft, von Juden von Anfang an verfolgt. (Ist kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung historischer Tatsachen)
@16 Markus
“Waren die Christen im Mittelalter keine Christen in deinem Sinne ?”
Nein, das konnten sie gar nicht sein, denn die RKK hat ihren “Gläubigen” die christliche Botschaft zu 99% vorenthalten. Katholiken durften bis vor kurzem(ich glaube bis vor ca. 100 Jahren) überhaupt nicht in der Bibel lesen!
Der Weg der Reformationen und Abspaltungen war zäh und langwierig. Christliche Gruppen, wie z.B. die Waldenser wurden immer verfolgt. Selbst heute sind nur wenige Prozent der Einwohner Europas Christen im biblischen Sinn. Lediglich das christliche Wertesystem hat sich weitgehend durchgesetzt.
Was Matthäus 18:7-9 angeht: Immerhin soll man das nicht mit seinem Nächsten tun. Einer der dies als Handlungsanweisung wörtlich nähme, würde nur sich selbst schaden. Kennst Du Christen, die sowas tun ? Komisch, dass es scheinbar KEINE Christen gibt, die diese Worte als direkte Handlungsanweisung interpretieren.
Der Islam ist die unmittelbare Ursache für islamischen Terrorismus!
Heinz,
sie waren Christen nach dem damaligen Standards. Und die Verfolgten waren nach ihrer Sicht “falsche” Christen, die ihren persönlichen Standards nicht entsprochen haben.
Die moderne Standards sind etwas anders: viel vernünftiger und viel menschlicher. (Und seitdem es dich gibt, ist die Latte sogar höher gesetzt worden).
Ich habe schon erwähnt, dass Länder wie Ägypten, Libyen oder die Türkei uns wenig schmackhaft sind, aber trotzdem versuchen sie es, die Islamisten von der Macht zu halten.
ralphieboy,
was sind die Vorzüge des Islam gegenüber dem Islamismus, wenn Du dir die Verhältnisse in deinen islamischen Musterstaaten ansiehst ? Ägyptens Rechtssystem basiert auf der Sharia, sie wird nur (noch) nicht so konsequent angewandt wie im Iran oder in SA! In der Türkei kann ein säkular orientiertes Militär gerade (noch) verhindern, dass Islamisten die Macht ergreifen.
Der wesentlicher Unterschied zwischen Islam und Christentum/Judentum ist: Der Christliche/Jüdische Gott möchte, dass die Menschen sich von Herzen zu ihm bekehren - Der Islam will die Sharia einführen, herrschen und alle unterwerfen. Christen und Juden sind sehr wohl fähig böses zu tun bis hin zu Gräueltaten. Ihr Glaube wird sie aber verurteilen - Moslems können genau so gute Menschen sein wie wir, ihr Glaube wird sie aber verurteilen, wenn sie Christen, Juden und Atheisten nicht mit allen Mitteln bekämpfen!
P.S. “damaligen Standards” waren eben nicht biblisch sondern unbiblisch und unmenschlich. Die Menschen, die sich damals “Christen” nannten wußten i.d.R. nichts vom biblischen Christentum!
@Markus
Da haben Sie ja eine schöne Stelle gefunden: Matthäus 18:7-9, die Sie nicht ganz richtig wiedergeben.
So steht’s in meiner Bibel. Es geht um Abfall, nicht um Sünde.
Im Übrigen haben Sie natürlich recht, der Text ist entsetzlich (schauder).
Aber haben Sie schon einmal davon gehört, dass Christen das praktizieren? Oder jemals praktiziert haben? Wann? Wo? Wer tat dieses? Oder könnte es vielleicht sein, dass der Text metaphorisch, als Gleichnis, gemeint ist?
Wohingegen die Todesstrafe bei Abfall vom Islam absolut nicht metaphorisch gemeint ist, sondern wortwörtlich, blutig, tödlich, und zwar nicht nur zu olle Muhammads Zeiten, sondern jetzt! Und zwar nicht von einzelnen Spinnern, sondern von führenden islamischen Staaten und Republiken. Erst kürzlich wurde von einem “Gelehrten” der angesehensten islamischen “Universität”, nämlich der in Kairo, bestätigt, dass in Ägypten ein Abfall von der “Religion Allahs” mit dem Tode zu bestrafen ist.
Heinz,
wegen Staaten wie Ägypten, meine ich einfach, dass es noch schlimmer kommen könnte. Das haben wir mit dem Irak gesehen.
In allen Religionen klafft eine gewaltige Lücke zwischen dem Ideal von Menschen, die in Liebe und Frieden unter Gott miteinander leben, und den harten Wirklichkeiten von Mangel, Gewalt und Hass. Müsste wohl mit unseren unvolkommenen und sündhaften menschlichen Natur in Zusammenhang stehen.
Ich beanspruche nicht die Hoheit zu bestimmen wer “echter” oder “falscher” Christ ist, und erst recht nicht zu bestimmen, wie die heilige Schriften zu interpretieren und umzusetzen sind. Gleiches gilt für Muslime und Islam
Ich verlange nur, dass sie menschliche Grundrechte beachten. In den meisten christlich geprägten Staaten ist es weitestgehend möglich. In islamischen geprägten sekulären Staaten ist es theoretisch möglich, wenn auch immer noch schwer in der Praxis. Unter Islamismus dagegen, ist es gar nicht möglich.
@Yaab
Also in meiner Bibel steht:
“8 Wenn dich deine Hand oder dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Es ist besser für dich, verstümmelt oder lahm in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen und zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden.
9 Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Leben zu gelangen, als mit zwei Augen in das Feuer der Hölle geworfen zu werden.” und ja selbstverständlich hoffe ich, dass dies metaphorisch gemeint ist. Genau darum geht es ja, ich wollte “Heinz” damit ein Beispiel geben dass es in der Bibel auch nicht nur Regenbogen und Sonnenschein gibt und man wortwörtlich genommen oder falsch interpretiert auch schlechte Taten rechtfertigen könnte.
Die Todesstrafe beim Übertritt von Islam in eine andere Religion ist wahr, da haben Sie recht, allerdings wiederum eine falsche Interpretation der jeweiligen Staaten.
Aus islamischer Sicht bedeutet Glaubensfreiheit, dass es nicht erlaubt ist, jemanden zum Islam zu zwingen. Religiöse Minderheiten, die in einem islamischen Staat leben, sollen respektiert werden, dürfen ihren Gottesdienst verrichten und wurden früher sogar von den Herrschern geschützt, solange sie keine “Gedankenverwirrung im Land verbreiten” oder gegen die dort gültige Ordnung verstoßen(das ist meiner Meinung nach der Knackpunkt der falschen Interpretation).
Zudem hat jeder Mensch die Freiheit, seinen Glauben zu wählen und hat das Recht zur eigenen Meinung, sogar der Atheist. Niemand darf die Glaubensauffassung eines Menschen verurteilen, solange dieser diese für sich behält(uneingeschränkte Redefreiheit ist ein Grundgesetz nach unserem westlichen Verständnis). Falls er seine Gedanken, die im Widerspruch zu den Bekenntnissen und Moralauffassungen der Gesellschaft stehen, allerdings unter den Mitmenschen verbreitet, um ihre moralischen Werte durcheinander zu bringen, verstößt er damit gegen die allgemeine Ordnung des Staates. Er verbreitet Zweifel unter den Mitbürgern, die zu Aufruhr führen kann.
Jeder der sich so verhält, wird einer Bestrafung unterworfen. Er kann sogar des Hochverrats angeklagt werden, der mit dem Tod bestraft wird. Aber nicht, weil er seinen Glauben abgelegt hat, sondern weil er durch seine Gedanken Verwirrung im Staat verbreitet und gegen seine Ordnung verstößt, ähnlich wie ein Verstoß gegen unser Grundgesetz entsprechende Bestrafung durch den Staat auslöst (wenn auch zum Glück nicht so eine drastische).
Insofern ist das mit dem, jeder der den Glauben wechselt wird zum Tode bestraft, ein bischen zu einfach formuliert. So wird es vielleicht leider praktiziert, aber so besagt es der Islam nicht.
Und um dann wieder mal Parallelen zum Christentum aufzugreifen, im Mittelalter hatte man Andersgläubige eben so lange gefoltert bis sie freiwillig zum Christentum übergetreten sind, oder bis sie tot waren (ich weiß übrigens nicht mit welchem Teil der Bibel man das gerechtfertigt hatte), war auch nicht wesentlich besser.
Lieber Markus,
Sie haben also keine Belege dafür, dass die genannten Verse jemals umgesetzt wurden. Jetzt müssen Sie uns nur noch sagen, wie lange es gedauert hat, bis Sie die schlimme AT-Stelle gefunden haben (oder war’s ein Tipp vom Reli-Lehrer?) und wir vergleichen das mit der Dichte nicht-metaphorisch gemeinter konkreter Anweisungen in Koran und Hadithe und Ihr ganzes Argument, dass sich auch in der Bibel Anleitungen zu schröcklichem Tun finden ließe ist — für den Arsch.
Das wissen Sie natürlich selbst und deswegen greifen Sie zu dem Trick, die aktuelle islamische Religionspraxis schönzufärben. Sie machen sich allen Ernstes die ‘Argumentation’ der Ägypter zu eigen, da der Islam Staatsreli sei, bedeute ein Abfall von der Staatsreli Hochverrat. Und auf Hochverrat steht Todesstraf’. Rübe ab und mit dem Islam hat das gleich gar nix zu tun. Das ist wie ein Pferd von hinten aufzäumen, oder eine Geschichte erzählen, wo man mittendrin anfängt, bloß nicht am Angang. Da ist Ägypten. Islam ist Staatsreli. Wie kam denn der Islam nach Agypten? Durch den Eroberungskrieg der islamischen Araber. Sie eroberten das Land, islamisierten und arabisierten die Hamiten. Mit Gewalt. Die Blaupause dafür fanden sie wo? Im Koran. (Die Hadithe gab’s damals noch nicht, jedenfalls nicht in Schriftform.)
Die gleiche Blaupause benutzen die Terroristen. Es liegt also an der Blaupause.
Gruß,
Yaab
@Yaab
Sie scheinen meinen Gedankengang nicht verstehen zu wollen. Ich habe keinen Beleg dafür, dass die von mir zitierte Bibelstelle jemals umgesetzt wurde (ich nehme mal an sie sprechen von Matthäus 18, sie hatten versehentlich AT geschrieben).
Ich kann nur wiederholen (und ich will sie auch nicht von meiner Meinung überzeugen selbstverständlich dürfen sie denken was sie wollen), dass es mir darum ging aufzuzeigen, dass es auch in der Bibel Schattenseiten gibt.
(Meinen Religionslehrer hatte mir übrigens nicht geholfen, der dürfte wohl auch schon seit einigen Jahrzehnten in Rente sein. Persönliche Beleidigungen dürfen sie übrigens auch gerne für sich behalten.)
Zudem hatte ich in keinster Weise die aktuelle islamische Religionspraxis schöngefärbt, wie sie es so schön formuliert haben. Die aktuelle Praxis ist in vielerlei Hinsicht indiskutabel, ungerecht, falsch und grausam.
Bezüglich ihres Ägypten Beispiels, haben sie mich ebenfalls miss verstanden. Ich hatte zusammengefasst geschrieben:
Der Islam besagt nicht, dass eine Abkehr vom Selbigen ein Grund zur Bestrafung zum Tode sei. Sondern ein öffentliches Bekenntnis dazu, dass man als Moslem dem Islam als Religion abschwört.
Mit anderen Worten, man kann also, ohne Strafe fürchten zu müssen, als Moslem zu einer anderen Religion wechseln oder Atheist werden, solange man dies nicht öffentlich macht.
Und Staatsreligion in Ägypten durch Krieg, da haben sie volkommen Recht.
Allerdings ist dies wenn sie in der Zeitgeschichte mal zurückschauen nichts ungewöhnliches. Ganz im Gegenteil sogar, jeder Eroberer brachte seine Kultur und seine Religion in die von ihm besetzten Länder. Waren es die Römer, Griechen, Muslime oder Christen. Gängige Praxis. (Die Kreuzzüge und die Folgen der christlichen Missionsarbeit sind ihnen mit Sicherheit auch bekannt).
Um das nocheinmal zu verdeutlichen, ich heisse nichts davon für gut, oder versuche irgendetwas schönzureden. Ich möchte nur darstellen, dass so eine schwarz/weiß Denkweise.
Islam grundsätzlich böse, Christen grundsätzlich gut einfach nicht richtig ist.
@Markus
Ich kann verstehen, dass man als jemand, der nichts vom Christentum verstanden hat, dies so sehen kann.
Letzter Versuch:
Der wesentlicher Unterschied zwischen Islam und Christentum/Judentum ist:
Der Christliche/Jüdische Gott möchte, dass die Menschen sich von Herzen zu ihm bekehren. Der Islam will die Sharia einführen, herrschen und alle unterwerfen.
Christen und Juden sind sehr wohl fähig böses zu tun bis hin zu Gräueltaten. Ihr Glaube wird sie aber dafür verurteilen.
Moslems können genau so gute Menschen sein wie wir, ihr Glaube wird sie aber verurteilen, wenn sie Christen, Juden und Atheisten nicht mit allen Mitteln bekämpfen!
Es kommt darauf an, ob der Glaube die Ursache für verbrecherisches Handeln ist und nicht nur der oberflächliche Vorwand.
“Islam grundsätzlich böse, Christen grundsätzlich gut einfach nicht richtig ist.” Stimmt !
Aber: Islam ist grundsätzlich böse, biblisches Christentum ist grundsätzlich gut !
Henne oder Ei? Eine Religion - egal was für welche - sehe ich nicht als Grund für Greueltaten, sondern als ein Mittel, sie zu rechfertigen oder verklären.
Ich glaube nicht, dass die Araber einfach nette und friedfertige Menschen waren, die sich plötzlich durch ihre Religion gezwungen fühlten, die Halbe Welt zu erobern. Sie waren (und sind teilweise immer noch) grausam, rückständig und gewalttätig.
Sie haben einfach eine Rechtfertigung in ihren heiligen Schriften gefunden, und dann danach den Islam als Mittel benutzt, ihre Macht aufrecht zu erhalten. Und wer die Staatsreligion enführt, darf bestimmen, wie sie ausgeübt wird.
Aber ihr scheint aber die Deutungshoheit über Islam zu beanspruchen, und nachdem was ich hier lese, gilt für euch die Gleichungen: Mohammed = Hitler und Koran = Mein Kampf. Und wenn das der Fall wäre, dann bliebe nur noch die Ann-Coulter Flächenbombardierungslösung übrig. Onward Christian Soldiers!!!
@Heinz
“Aber: Islam ist grundsätzlich böse, biblisches Christentum ist grundsätzlich gut !”
Tut mir leid, dass ich das jetzt so schreiben muss. Aber sie scheinen mir grundsätzlich dumm zu sein, wenn sie so denken.
Markus, unter welchen Bedingungen fänden Sie mich klug? Müßte ich alles gegen meine Überzeugungen relativieren?
Alle Religionen sind grundsätzlich böse, nur der Glaube an Jesus wird nicht enttäuschen !
Markus, mir ist nicht ganz klar, was Sie mit dieser Debatte bewirken wollen.
Zuerst brachten Sie einen Hinweis auf das AT:
Als das widerlegt wurde, griffen Sie zum NT und präsentierten:
Auch das wurde mühelos widerlegt.
In einem anderen Kommentar haben Sie enthüllt, worum es Ihnen zu gehen scheint:
Begründung für jede Schandtat. Das ist Ihnen nicht gelungen, also ist Ihre These falsch.