Stories aus der Zukunft
Der Assistent
Um den Studierenden ihre prekäre Lage an der Massenuniversität zu erleichtern, entschloss sich der Hochschul-Assistent E., der über ein besonders geräumiges Arbeitszimmer verfügte, dieses zu teilen und zusätzliche Schreibtische für studentische Arbeitsplätze einzustellen – ein Ansinnen, das freudig und zunächst auch dankbar aufgenommen wurde.
Nach einiger Zeit beschwerte sich eine Studentin darüber, dass E. Telefongespräche mit seiner Freundin führte. Dies sei entwürdigend für sie als Frau sowie eine Missachtung ihrer Person. Andere Studierende bemängelten, der Assistent rauche während der Arbeit und übe in den Schaffenspausen gelegentlich auf seiner akustischen Gitarre.
Diese Klagen wurden dem Dekan vorgelegt, der daraufhin den Assistenten aufforderte, sein Verhalten zu ändern. Doch der lehnte dies ab, kündigte seine Stellung und wanderte aus.
Dieser Beitrag wurde von Yaab am Freitag, 02. Mai 2008 um 06:44 Uhr veröffentlicht und unter Realsatire abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.











Ein echter Yaab eben!!!!!!!!!!!!!
Soll heißen: Bravo!
Kann der Assistent nicht einfach diese Goodwill-Aktion beenden? Etwa: “Raus ihr Antifa-Nachwuchs”.
Ich würde folgendes empfehlen: Kruzifix, Weihrauch und laute Gebete.
Aus dem Leviticus vorlesen ist auch immer eine gute Idee, denn da steht drinn, dass großmäulige StudentInnen zu steinigen sind. (In etwa) Bestehe auf Respekt vor Deiner Religion!
Einlass in den Raum nur gegen Klingelgeld im Opferstock. Lasse Dir von einem Priester dein Arbeitszimmer als Kapelle weihen. Zu Gebetszeiten gehst Du raus auf den Gang und läutest eine dicke Hand-Glocke (gibt’s günstig aufm Flohmarkt - die machen einen Heidenlärm!)
Messwein-Ausschank für den Kapellan (beginnend mit der Frühstückspause). Studenten müssen die kulturelle Gegebenheit des Ortes respektieren und dürfen nur lange Kleidung tragen (In Italien darf man ja auch nicht mit T-Shirt in eine Kirche rennen).
… nur so ein paar Gedanken, aber auswandern ist auch nicht schlecht. Ich empfehle Australien. Die greifen bei Musels hart durch, sind europäisch kulturgeprägt und das Wetter ist einfach fantastisch. Genauer: Ich würde Brisbane empfehlen. Ernsthaft. Und die australischen Steaks… ach da sind die argentinischen Steaks wirklich nur 2te Wahl dagegen.
Wohin will er denn auswandern, der Assistent? Der Westen ist doch mittlerweile überall so drauf. Und außerhalb des Westens kann man ja nun erst recht nicht wohnen wollen. Das ist ja das Dilemma.
Zum Auswandern würde ich Neuseeland empfehlen oder Südamerika (Argentinien, Uruguay). Oder USA, immer noch.
Hallo Yaab, Du scheinst ja wohl schon öfters “ausgewandert” zu sein, im Nebenberuf Auswanderer? Daher sicherlich Deine fundierten Empfehlungen.
Vielleicht dürfte es den einen oder anderen Leser (statistisches Durchschnittsalter zwischen 40 - 50, mittlerer Angestellter, fließend Deutsch, leidlich Englisch, verheiratet, 1 Kind) interessieren, womit er in den angegebenen Ländern den Lebensunterhalt für sich und die Seinen bestreiten will.
Oder bist Du nur mit dem Finger über die Weltkarte gehuscht, so unter dem Motto: möglichst weit weg?
Ei, der Daus! Woher wissen Sie denn, dass unsere (!) Leser im Schnitt 40-50 Jahre alt sind, männlich, verheiratet, mit 1 Kind und so weiter? Sind Sie am Ende in unseren geheimen, geschützten Admin-Bereich eingedrungen, wo wir über Alles und über Jeden penibel Buch führen?
Außerdem sind wir ein Blog mit total viel Auswanderungs-Knowhow, wie der Deutsche sagt. Einer der Gründer der Gegenstimme, der Meyn, zwischen 30 und 40 Jahren, männlich, verheiratet, mit null Kind aber mit Adoptivkatze Wolfgäng, fließend Englisch, leidliches Deutsch, ist nach Las Vegas ausgewandert und arbeitet dort als freihändiger Autor. Der andere, der Jürgen, der wandert ständig nach Frankfurt ein und wieder aus, obwohl er gar kein Hessisch kann. (Oder war’s Frankreich?) Der lebt davon, dass er Leuten wertlose Aktien andreht, wofür man weder hessisch noch französisch können muss. Sehn’se, wir hamm ne Menge Ahnung.
Ach Herrjeh, dieses statistische Allgemeinwissen bekomme ich nur über den geheimen, geschützten Admin-Bereich? Ich verstehe langsam: mit öffentlich zugänglicher Statistik hat mans hier nicht so, siehe “Geburtenjihad”. Da verlässt man sich lieber auf die geheimen, geschützten Daten des Admin-Bereiches.
Kenne selbst solche “Assistenten”.
Z.B. 38 J., DREI Kinder, sehr gut Englisch, wandert aus mit Kind und Kegel. Weg.
Yaab: Du sollst ihm nicht so eine Angst einjagen - Jagdhunde sind sehr sehr sensibel!