Rush Limbaugh Quote of the Day:
"Am I right, my friends? I am talking about you. You know I'm right; I'm right even when I think I'm wrong! That's why my accuracy rating is documented to be almost always right 98.8%"
05. Mai 2008

Qualitätskriterien

Das unterscheidet halt die Qualitätsjournaille von Gesinnungsschreiberlingen. Erstere bringt Fakten, nackte Fakten. Wenn sich eine Demonstrantin davor gruselt, Gläubige beten zu sehen, dann muss davon berichtet werden, ohne Anstand der Person. Und die sich Gruselnde macht “Lärm mit ihren Trommeln und Rasseln und versucht, den feierlichen Moment durch Rufe zu stören”. Und “dann fliegen Feuerwerkskörper durch die Luft” – ob sie auch landen und explodieren, wird leider nicht erwähnt, und dann kommen “ein paar Kapuzenträger”, sie “laufen zu den Bauzäunen und reißen sie nieder”. Und dann, endlich, möchte man fast sagen, kommt auch die Polizei.

Qualitätsjournalisten sehen auch lauter Nazis, wenn die Einwohner von Berlin-Pankow gegen den Bau eines Hauses für Gläubige demonstrieren. Weil, das sind jetzt Gläubige einer anderen Sorte als vorher, das ist ein deutlicher Unterschied. Das macht ja gerade die Qualität im Journalismus aus, dass man hier differenzieren kann und muss. Im ersten Fall ging es um einen “Frömmel-Kongress” für “Jesus-Fans”, im zweiten um eine Moschee für die Muhammad-Fans einer pakistanischen Islam-Sekte.

Und die Gesinnungsschreiberlinge? Die haken sich an nebensächlichen Kleinigkeiten auf, wie zum Beispiel der unbedeutenden Tatsache, dass keiner der Muhammad-Fans in Pankow ansässig ist, weil die im Bezirk Reinickendorf wohnen. Ein großes Bethaus, Kostenpunkt 1 Million Euro, für eine Gemeinde von 100 Gläubigen. Macht pro Nase 10.000 Euro. Das ist nicht viel, weil, die sind so reich, dass sie gar nicht arbeiten gehen müssen. Zudem gibt’s in Berlin einige sehr schöne pakistanische Geschäfte in Lagen, wo Vermieter reich werden, und in denen man so gut wie nie Kunden sieht, was einen unweigerlich an Geldwäsche-Praktiken erinnert, von denen man mal was im Fernsehen gesehn hat. Das sind jetzt aber keine Fakten, sondern bloß Vermutungen, weshalb man das gar nicht sagen darf. Es sei denn, man wäre ein Qualitätsjournalist.

Dieser Beitrag wurde von Yaab am Montag, 05. Mai 2008 um 14:11 Uhr veröffentlicht und unter Analysen abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.

Bisher gibt es 2 Kommentare zu “Qualitätskriterien”

  1. 1 Huwi (Dienstag, 06. Mai 2008; 10:50): 

    Eine Freundin von mir war da und hat mir erzählt, wie die Linkgsfaschisten und Schwulen sich benommen haben, daß sie Leuten ins Gesicht gespruckt haben, über Festivalbesucher hergefallen sind, mit Gewalt in die Veranstaltungen eindringen wollten…
    Naja, waren ja keine Rechten, daher halb so wild…

  2. 2 bernd (Dienstag, 06. Mai 2008; 10:52): 

    Gut geschrieben, Löwe.

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