Mehr als 200.000 Gewaltbereite sind “nicht zahlreich”
Knut Mellenthin, Alt-68er und Gründer des Kommunistischen Bundes, erfindet ein Wörtlein und räsoniert in der “Islamischen Zeitung” von “Andreas” Abu Bakr Rieger (das ist der, dessen Großväter bei der Judenvernichtung nicht ganz gründliche Arbeit geleistet haben*) darüber, dass mehr als 200.000 gewaltbereite Mohammedaner in Deutschland “nicht zahlreich” sein sollen (d.i. 5,9 Prozent von angeblich 3,5 Millionen, exaktemang = 206.500 Gewaltbereite). Zudem seien sie gar nicht “wirklich” gewaltbereit, da sie lediglich “Gewalt insbesondere zur Verteidigung ihrer Religion gutheißen und rechtfertigen”. Natürlich ist der Marxist Mellenthin ein Experte für Relis und deren Verteidigung. Und so wie früher Gewalt erst gegen “Sachen” und dann gegen “Personen” gutgeheißen wurde, findet er jetzt Gewalt für Reli klasse. Wobei es natürlich im Ermessen des Mohammedaners liegt, wann seine Reli “verteidigt werden muss”. Da langt unter Umständen schon ein scheeler Blick auf das Burka-Weib oder ein “Ungläubiger” widersetzt sich mohammedanischen Bekehrungsbestrebungen. (Nach Ansicht vieler führender islamischer “Rechtsgelehrter” ist die dreimalige Ablehnung des Übertritts zum Islam eine Beleidigung der “Religion Allahs” und rechtfertigt gewalttätige Maßnahmen.)
“Nur” 206.500 – immerhin so viel, wie die kleine Großstadt Mainz Einwohner hat plus ein paar Kuhkäffer dazu. Diese marginale Zahl reicht nicht aus, um die “alarmistischen Behauptungen der führenden Islambekämpfer” zu rechtfertigen. Was könnten die paar Männeken Allahs auch schon anrichten? Nicht viel. Dennoch gelang es einer doppelten Handvoll mohammedanischer Gewaltbereiter in jüngster Vergangenheit, fast 3.000 ahnungslosen Ungläubigen einen jähen Tod und sich selbst einen Platz im mohammedanischen Pornohimmel zu bescheren. Drei “Rechtgeleitete” – Fritzi, Dani und Yilmaz – scheiterten nur knapp bei dem Versuch, möglichst viele Mitmenschen umzubringen. Gleiches bei den beiden Bombenbauern zu Köln. Ein einzelner, der als “bayrischer Türke” in die Geschichtschreibung einging, brachte sich in Afghanistan um und nahm aus schierer Freude am Muhammad-Glauben noch vier “Ungläubige” mit**. Da sollen 206.500 erklärtermaßen Gewaltbereite “nicht zahlreich” sein?
Angesichts Mellenthins gestörter Wahrnehmung der Realität verwundert es auch nicht, zu lesen, wie er von einem “Westen” halluziniert, “der dem Islam nicht gerade fair gegenübertritt und der die ‘Anpassung’ hier und dort sogar mit militärischer Gewalt zu erzwingen versucht.” Uns zu sagen, wo dieses “hier und dort” denn nun liegt, vermag er natürlich nicht. Ist auch egal, denn von der Suggestivbehauptung bleibt immer etwas zurück.
Ebenso hier: Mellethin wirft dem erfolgreichen Buch-Autor Broder eine “einseitige, bösartige” Sicht der Dinge vor, weil dieser von “Handgreiflichkeiten” und “Streitereien” auf deutschen Schulhöfen berichtet, die von mohammedanischen Kindern und Jugendlichen ausgehen. “Einseitig” sei Broder, weil bei ihm “der umgekehrte Fall, daß nämlich Deutsche aus unterschiedlichen Gründen muslimische Kinder und Jugendliche beleidigen und tätlich angreifen” nicht vorkommt. Bei Mallenthin allerdings auch nicht. Er könnte diesen “Fall”, wenigstens einen, in seinem Text erwähnen, doch er tut es nicht, weil er keinen kennt.
Stattdessen leitet er den für ihn so selbstverständlichen Gebrauch des Terminus “Scheißdeutsche!” aus der Tatsache her, dass die Bundeszentrale für Politische Bildung den Broder-Titel “Hurra, wir kapitulieren!” zu subventioniertem Preis unter Schülern und Lehrern distributiert. Er übersieht bei dieser hübschen Schlussfolgerung, dass die “Scheiss-Deutsche” geifernden Jungtotschläger über keinerlei Kenntnis von der Existenz der Bundeszentrale verfügen, was auch für Broders Buch gilt. Damit geht sein Schuss ins Leere. Nur bei dummen Linken bleibt was hängen. Also bei allen, da es heute nur noch dumme Linke gibt.
Und was ist nun mit dem Wörtchen, das Mellenthin ersonnen hat? Es lautet “Antimoslemismus” und es suggeriert, der Islamkritiker richte sich gegen den “Moslem”, so wie der Antisemit sich gegen den Juden richtet. Doch so ist es nicht. Der Antisemit, egal ob Alt-Nazi, Neo-Nazi, Links-Faschist oder Mohammedaner, greift den Juden, den einzelnen Menschen an, aus dem einzigen Grund: weil er Jude ist. Die Religion des Juden ist ihm scheissegal. Die Kritik der Islamgegner richtet sich gegen den Islam, gegen diese steinzeitliche, faschistische Terror-Ideologie sowie, zugestandenermaßen, gegen etliche seiner fanatischeren Protagonisten, nicht jedoch gegen den einzelnen Mohammedaner nur deshalb, weil er Mohammedaner ist. Das ist ein Unterschied, den Mellenthin nicht verstehen will, kann oder darf.
* “Wie die Türken haben wir Deutschen in der Geschichte schon oft für eine gute Sache gekämpft, obwohl ich zugeben muss, dass meine Großväter bei unserem gemeinsamen Hauptfeind nicht ganz gründlich waren.” Quelle
** Auch er hat nur seine Religion “verteidigt”, da die Anwesenheit fremder Streitmächte in islamischen Ländern bereits als Angriff auf den Islam interpretiert wird.
Dieser Beitrag wurde von Yaab am Donnerstag, 15. Mai 2008 um 11:53 Uhr veröffentlicht und unter Lug & Betrug, Medienwelt, Left Trash, Islamkritik abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.











Naja, einen Blick in Wikipedia auf die Vita des Herrn Mellenthin sagt es doch: da ist alles versammelt, was linksradikal, gut und teuer ist.
Nett, wie er versucht, die Moslems zu instrumentalisieren. Mal sehen, wieviele darauf reinfallen.
Nicht die Moslems sind das Hauptproblem hier, sondern die Linken. Die sind meist Deutsche!
“Nicht die Moslems sind das Hauptproblem hier, sondern die Linken. Die sind meist Deutsche!”
Sehe ich klar genauso. Die Linken sind es zum einen, die die extremistische Rhetorik islamistischer Hetzer entweder verharmlosen oder sogar in eine scheinbar fortschrittliche, menschenfreundliche und massenmedial-kompatible umtransformieren. Sie sind es, die die Segregationsbestrebungen von islamischen Verbänden unterstützen bzw. diesen in der Öffentlichkeit Legitimität verleihen und dabei Vielerlei tun, um Integrationsprobleme zu schaffen.
Ohne diese Linken in ihrem heutigen geistigen Zustand würde man auch die hierzulande lebenden Moslems recht schnell integrieren.
Wohl wieder nicht aufgepasst Herr Yaab?!?! Der Mohammedaner verdeidigt sich doch nur! TsTs.
Die Existenz der Ungläubigen ist der Angriff auf die Mohammedaner, der Rest Notwehr.
@ 3: au ja Du Armer, haben sich schon viele Mohamedaner Dir gegenüber als real existierender Ungläubiger in Notwehr verteidigen müssen? Hast Du noch heile Knochen?
Mir schießen schon die Tränen in die Augen.
Mal nachrechnen: ca. 20 RAF-Terroristen konnten die BRD schon in eine veritable Krise stürzen. Verglichen damit sind 200.000 islamische Terroristen nicht schlimm, besonders wenn man bedenkt, dass islamischen Terroristen schon mal die deutsche Gründlichkeit fehlt. So haben RAF-Terroristen in Entebbe die Passagiere feinsäuberlich nach Juden und Nicht-Juden getrennt. Ein gründliches Vorgehen, auf das sogar Eichmann stolz gewesen wäre, zu dem die Kofferbombendilettanten hier nicht fähig wären.
Die haben nicht mal die Bombenbaupläne verstanden.
Soll niemand sagen, dass die wissenschaftliche Rückständigkeit des Islams keine Vorteile hat.
Überhaupt steckt der internationale Terrorismus in einer Krise: große Ankündigungen, wenig Taten. Die letzten Anschlagsversuche in GB waren eher lustig als schlimm.
Jetzt droht Osama mit Anschlägen bei der EM, was ja quasi schon die Garantie dafür ist, dass alles friedlich verlaufen wird.
Von daher hat Knuth recht: alles im grünen Bereich.
Ich habe über Knuth Mellenthin berichtet, wie er auch in Fällen, die nicht unmittelbar mit dem Marxismus oder dem Islam zu tun haben, ganz bewußt verschleiert. Schaut dazu bitte in seiner hochgejubelten “Chronologie des Holocaust”, unter April 1933, wie er über den Oberbürgermeister von Köln berichtet, der ein Rundschreiben über die Nichtbeschäftigung von Juden verschickt. Es wäre einfach gewesen, NSDAP-Mitglied Günther Riesen namentlich zu nennen, aber dann hätten die Leser nicht mehr Konrad Adenauer assoziieren können, der wurde allerdings schon am 13. März 1933 abgesetzt; Konrad Adenauer kennen heute sogar noch einige Jugendliche als ehemaligen OB von Köln, von einem Günther Riesen hat hingegen niemand gehört, oder?
Jagdhund, Du hechelst: “Nett, wie er versucht, die Moslems zu instrumentalisieren. Mal sehen, wieviele darauf reinfallen.”
Als Antwort schicke ich Dir einen meiner Lieblingslinks zum Thema, wer wen instrumentalisiert: Noureddin Kianouri
@ 7 Gudrun: danke, aber was hat “Genosse” Kianouri mit dem Islam zu tun? Der Name dürfte bei (iranischen) Moslems kein Empfehlungsschreiben sein.
Dann sieh mal seine Vergangenheit. Der hat gemeinsam mit Ayatollah Ruhollah Khomeini die “Revolution” gemacht, genauso wie das Duo infernal Massoud und Mirjam Radjavi. Erst 1983 ist er endgültig abserviert worden.
Moreover, upon his return to Iran after 1979 Revolution, Kianuri gave his full support of akhounds, both before and after the 1982 political arrests. When Kianuri and other Hezbeh Tudeh leaders were arrested in 1981, some stood up to IRI in the court, and were shot, and some others like Kianuri, collaborated with the Islamic Republic and lived. There is nothing glorious in this history.
Das Verhältnis zwischen Chomeini und den Kommunisten der Tudeh Partei war geprägt von einer gewissen Ambivalenz, vor dem Sturz des Schah war für Chomeini jede Hilfe recht. Auch in den ersten Monaten der islamischen Revolution biederte sich die Tudeh Partei förmlich Chomeinis Vorstellungen an. So erklärt das 16. Plenum des ZK der Tudeh Partei Irans im März 1979 in Teheran: Die Tudeh-Partei Irans unterstützt die Initiativen Seiner Heiligkeit, des Ayatollah Khomeini, in Bezug auf die Verkündung einer islamischen Republik. Sie wird sich voll und ganz für deren Realisierung einsetzen. [117] Für Chomeini galten Kommunisten als Gottlose. 1981 wird die Tudeh Partei als Moskau-treu eingestuft, 1983 endgültig verboten.
@ 9 Gudrun: ist ja nichts Neues: wer bescheisst da wen? Da wird ein “gemeinsamer” Feind bekämpft, danach geht man sich untereinander an die Gurgel. Dass dabei Khomeini gewonnen hat, nimmt mich im Iran nicht wunder. Tudeh war viel zu sehr “verwestlicht” (als Kommunisten), um von den Massen geschützt zu werden.
Aber was hat das Ganze mit dem Mellenthin zu tun? Wer spannt da wen vor seinen Wagen? Ich vermute eher, M. versucht das mit den Islamisten aus der Rieger-Riege, denn umgekehrt.
Darum geht’s ja, er versucht das, aber die Muslime spannen ihn ein, sie IHN, und sie werden sich seiner entledigen, wenn sie ihn nicht mehr brauchen. Der Islam siegt gegen den Marxismus. Die Ideologie des Islams ist in ihrer Rigidität von keinem anderen Totalitarismus zu überbieten, weil er wirklich alle Bereiche des Lebens bestimmt. Sollte Knut M. wirklich meinen, er könnte sich des Islams bedienen, dann ist er naiv.
Hinter den Murabitun und dem Konvertitenhaufen der Islamischen Zeitung stehen die Öldollars des Scheichtums Scharjah, siehe Imam von Penzberg Benjamin Idriz und sein ZIEM. Welche Gelder finanzieren Knut M.?
@ 11 Gudrun: schwieriger Vergleich: der Iran, ein islamisches Land mit den unterschiedlichsten islamischen Strömungen (die ich zumindest nicht bewerten kann), und darin die Tudeh, als krasse Aussenseiterfraktion (finanziert übrigens von der KPdSU).
Hier haben wir es jedoch mit 2 krassen Aussenseitern zu tun: die Radikal-Moslems und die Radikal-Linken. Beide sind meilenweit davon entfernt, auch nur einen Zipfel der Macht zu erblicken. Selbst wenn die dazu übergehen sich gegenseitig zu zerfetzen, wird das nicht mehr sein, als 2 kleine Raubfische im Aquarium, die sich nicht mehr mögen. Einer wird irgendwann mit dem Bauch nach oben dort schwimmen, der andere mit dem Bauch nach unten. Der Rest guckt neugierig, erheitert zu.
Hier haben wir es jedoch mit 2 krassen Aussenseitern zu tun: die Radikal-Moslems und die Radikal-Linken. Beide sind meilenweit davon entfernt, auch nur einen Zipfel der Macht zu erblicken.
Du meinst, die Radikal-Moslems seien meilenweit davon entfernt, auch nur einen Zipfel der Macht zu erblicken?
Wo, meinst Du, sind sie davon meilenweit entfernt? In Deutschland? In Ägypten? Im Libanon? In Penzberg?
@ 13: in D.
“Hier haben wir es jedoch mit 2 krassen Aussenseitern zu tun: die Radikal-Moslems und die Radikal-Linken. Beide sind meilenweit davon entfernt, auch nur einen Zipfel der Macht zu erblicken.”
Bei den Radikal-Moslems würde ich, was D. angeht, zustimmen. Der Penzberg-Imam z.B. dürfte bei den politischen Entscheidungsprozessen weder auf regionaler noch auf lokaler Ebene allzu viel Einfluß haben.
Bei den Links-Radikalen bin ich mir da aber nicht so sicher. Gudrun zeigt in dem Penzberg-Artikel schon, inwieweit die Linken in der Lage sind, die Leute für dumm zu verkaufen.
Der radikale Islam ist in D., ganz anders als in GB oder F, zum Glück noch auf absehbare Zeit kein so richtig dickes Problem. Größere Sorgen macht da schon eher die Wirtschaftspolitik, ist wohl abzusehen, daß man hierzulande richtig auf die Schnauze fallen wird und soziale Verwerfungen erleben wird, wenn die nächste Rezession kommt (und die kommt bestimmt).
das heißt aber nicht, daß wir nicht doch noch ein “richtig dickes Problem” mit dem radikalen Islam kriegen könnten, sollten die Linken 2009 denn an die Macht kommen (auch eine weitere große Koalition hielte ich diesbezüglich schon für sehr ungut)
@ 15 Feuervogel:
durchaus richtig. Das Hauptproblem sind die Linken. Die Radikal-Linke beeinflusst die Normal-Linke, deutlich an der SPD zu sehen, mit ihrem Versuch, durch einen Linksschwenk Wähler zurückzugewinnen. Die Gründe für diese Linkstendenzen liegen mit Sicherheit nicht daran (auch nicht im Entferntesten), dass diese von den Radikal-Moslems unterstützt werden, sondern völlig woanders. Womit wir wieder bei der Prioritätensetzung wären. Scheint für Einige hier schwierig zu sein.
Natürlich sind dann Beiträge a la “Heinz” oder “Herold” (s. weiter unten) äusserst hilfreich im Kampf gegen die Linke. Manchmal schüttelt es mich nur noch mehr, dank meines Alters vor Lachen.
Äußerst wünschenswert wäre z.B., daß der “Kampf gegen Rechts” restlos einplaniert würde und dafür mit so eine Art “Kampf gegen Intoleranz, Gewalt und Extremismus” ersetzt werden würde. Es ist mir ein furchtbares Gräuel, daß da Linksextremisten (bin mir sicher, daß da einige von diesen “mutigen” gegen-Rechts-Kämpfern auch schon straffällig geworden sind..) einen auf Demokratieverteidiger machen. Ein nicht mehr zu ertragendes Schmierentheater. Verstehe überhaupt nicht, daß die konservativen Kräfte in diesem Land, was das angeht, da nicht viel massiver auf den Plan treten und alles daran setzen, diesem Pack in der Öffentlichkeit die “moralische Legitimität” zu entziehen.
@ 18 Feuervogel:
“Äußerst wünschenswert wäre z.B., daß der “Kampf gegen Rechts” restlos einplaniert würde..”
Gut gebrüllt Löwe, nur wie? Einen wohlfeileren Aufhänger für jedwede Mobilisierung wird die Linke so schnell nicht wieder bekommen.Den geben die nicht aus der Hand. Für einen weiteren Teil der Bevölkerung ist es ein probates, weil relativ kostenloses Mittel, seine “anständige” Gesinnung öffentlich kundzutun, koste es auch eine Kerze.
Ein anderes Problem ist der Konservativismus: er beruft sich auf Werte, welche der Rechtsradikalismus,-extremismus pervertiert auch verbal verwendet. Ein Blick auf beispielsweise “PI”, seien das Themen oder Kommentare genügt, um dieses Dilemma aufzuzeigen. Und schon hat man den echten Konservativen am Wickel: der muss, um glaubwürdig zu bleiben, sich ständig von diesen üblen Gesellen distanzieren, verliert dadurch die Durchschlagkraft seiner Argumente oder Slogans, und verplempert Energie. Das ist leider eine der Erbschaften des 3. Reiches, die der Konservative zu tragen hat. Ich befürchte, dieses Syndrom wird nur langsam durch die Zeit zu kurieren sein, mag mich jedoch irren.
Es darf auch nicht verschwiegen werden, dass es tatsächlich Rechtsradikalismus in D gibt. Der ist, soweit ich das überblicken kann, bei den Sicherheitsorganen in guten Händen. Erwischen die ein paar, geht die Aufplusterei wieder von vorne los…..
Dann muß die CDU das gleiche Spiel mit den Linken abziehen, diese ganzen Stasi-Chargen als “üble Gesellen” brandmarken und die Linken und die Grünen dazu zwingen, sich von denen zu “distanzieren”. Daß man die Rechtsextremen von sich weist, ist ja auch gut und richtig, gar nicht akzeptabel ist es, wenn konservative Demokraten von linken Demokratiefeinden verleumdet werden.
Da muß die CDU wohl irgendwie eine Lobby aufbauen, damit diese Freundchen auch mal am medialen Pranger landen und als Unmenschen dargestellt werden, die hätten es allemal mehr verdient als z.B. Peter Krause - schließlich vertreten nicht wenige von denen auch unmenschliche Konzepte, manche haben auch Dreck an ihren Händen - wenn schon die CDU diese Distanzierungsrituale - eben auch bei konservativen Demokraten - mitspielen muß, so wäre doch Grund genug vorhanden, eine Strategie auszuarbeiten, die Linken auch in dieses Spiel einzuzwingen. Ein Peter Krause steht auf dem Boden des GG, manche Vertreter der Grünen und viele der Linken aber nicht.
“Das ist leider eine der Erbschaften des 3. Reiches, die der Konservative zu tragen hat.”
was mich zu der These führt, daß die CDU in der Adenauer-Zeit einen äußerst gravierenden rhetorischen Fehler beging (was sich im Nachhinein natürlich leicht sagen läßt): anstatt den “Kommunismus” zu ächten, hätte man den “Sozialismus” ächten müssen, womit man 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen hätte, schließlich waren die Nazis nicht nur “rechts”, sondern zu einem guten Teil auch “links” und es gibt auch “linke” Kräfte in diesem Land, die man evtl. als “national-sozialistisch” bezeichnen könnte. Auch die NPD ist in meinen Augen klar sozialistisch orientiert.
Vielleicht ist es auch heute für diese Ächtung noch nicht zu spät.
Dieses ewige Distanzierungsritual kostet Zeit und Aufmerksamkeit (man könnte ja mal vergessen, sich zu distanzieren) und ist so ein strategischer Vorteil der Linken.
Lassen wir doch den ganzen Blödsinn!
Ich bin rechts und das ist gut so.
Na ja, zu Adenauers Zeiten wurden die Sozis wahlkämpferisch schon in die Ecke der Kommunisten (auch Sowjetunion) gedrängt. Da haben manche Sozis genauso gejault wie manche Christdemokraten heute. Ich würde einen Wahlkampf nicht auf die Goldwaage legen. So intellektuell sensibel ist der Durchschnittswähler nun auch wieder nicht. Bei der letzten niedersächsischen LT-Wahl hat das linke Gejammere der SPD die schlimmste Niederlage eingefahren. Es geht also auch anders.
Vorsicht beim Thema Krause: Etlichen der CDU Thüringen hängt langsam der “Eichsfelder Mief” zum Halse raus. Die Regierung Althoff + Mannen ist nicht das Gelbe vom Ei - leider.
“Erbschaft des 3. Reiches”: will damit sagen: der politische Konservativismus hat sich vor und zu Beginn der Hitlerära nicht mit Ruhm bekleckert. Das wird ihm zu Recht vorgeworfen, und das wirkt nach. Jedes Mal, wenn heute ein Konservativer das Wort “Nationalgefühl” in den Mund nimmt, geht das Geschrei los, die Gründe sind leider historisch belegbar. Das Herauspicken der faulen Nüsse (in Form von Personen und statements) beim politischen Gegner reicht nicht aus. Es müssten “Gegenwerte” propagiert werden. Und da fällt derzeit noch das Wort “national” aus. Ohne dem kommt aber der Konservativismus nicht aus. Das ist das Dilemma.
@Jagdhund
“Das Hauptproblem sind die Linken … Womit wir wieder bei der Prioritätensetzung wären. Scheint für Einige hier schwierig zu sein. Natürlich sind dann Beiträge a la “Heinz” oder “Herold” (s. weiter unten) äusserst hilfreich im Kampf gegen die Linke. Manchmal schüttelt es mich nur noch mehr, dank meines Alters vor Lachen.”
Nun bringst Du aber wirklich frischen Wind in dieses Blog ! Das unser Hauptproblem die Linken sind, das haben wir hier bisher nicht gewußt! Besonders “Heinz” ist Dir zutiefst dankbar für diese völlig neue Erkenntnis!
“der politische Konservativismus hat sich vor und zu Beginn der Hitlerära nicht mit Ruhm bekleckert”
ok, absolut d’accord.
“Und da fällt derzeit noch das Wort “national” aus. Ohne dem kommt aber der Konservativismus nicht aus. Das ist das Dilemma.”
werde mal nur meine (völlig unbedeutende und absolut irrelevante) Position bekunden:
ich bin durchaus für eine Art “Wirtschaftspatriotismus”, meinetwegen auf wirtschaftlicher Ebene auch “national”. Auf kultureller Ebene sollte das “nationale” m.E. nie eine zu große Rolle spielen, da gibt es auch noch das Lokale, Regionale oder Europäische.
Einige Linke führen da bei den Werten als Gegenmodell “die Aufklärung” oder einen “Universalismus” an (es sei mal dahingestellt, ob die Linken wirklich etwas mit der geistigen Konsequenz der Aufklärer etwas zu tun hätten).
Mir ist dieser Gedankengang suspekt und das ist es wahrscheinlich auch anderen, ich gebe es zu, ich habe doch irgendwo eine “Neigung” zu meiner “Heimat”, meinetwegen auch ein bißchen zur “Nation”. Was ja jetzt keineswegs heißt, daß die “Leidenschaften” nicht ein Korrektiv in “universalistischen Werten” bräuchten.
Dein Satz impliziert, und das finde ich interessant, auch einen Mangel im ‘konservativen Denkgebäude’, das Fehlen des “Nationalen”.
Nun hege ich gegenüber diesem Thema ja selbst eine gewiße Skepsis - die man ja sehr schnell begründet sieht, wenn man sich die Kommentarbereiche diverser Blogs anschaut - denke aber, daß jedes Land, freilich in durchaus begrenztem Maße, auch ein “nationales” Element braucht - es ist immer ein Spannungsfeld …
Vielleicht werde ich jetzt etwas spekulativ, wenn ich soweit zu sagen gehe, daß es sowas wie eine “moderne konservative Identität” nicht gibt, während es durchaus ein Substrat zu geben scheint, was man “linke Idenität” nennen könnte.
Die Ausdünstungen eines Herrn Mellenthin brachten mich vor einiger Zeit noch auf die Palme. Doch dieses Paradebeispiel eines unverbesserlichen Alt-68ers ist mir selbst das nicht mehr wert…
@ 24 Heinz:
und meine Achtung vor Deiner politischen Denkfähigkeit steigt von Kommentar zu Kommentar.Wie konnte ich bloß übersehen, dass der Hinweis auf die Linken als Hauptproblem Dir ja schon präembryonal mit in die Wiege gelegt wurde, sicherlich eine Folge des Kreationismus. Und wie konnte ich je übersehen, dass die Bewältigung dieses Hauptproblems nur oder hauptsächlich durch Angriffe auf den Glauben eines nicht unbeachtlichen Teils der Bevölkerung erfolgreich sein wird. Der ist ja bekanntlich sooooooooooo links…..Oder stört mein Hinweis Deine wohlfeile Prioritätensetzung?
@ Feuervogel:
Wirtschaftspatriotismus ist wohl eher eine Domäne des Liberalismus (gegen den ich wenig habe), aber dieser Patriotismus ist, meiner unmaßgeblichen Auffassung nach, zu vielen (wirtschaftlichen) Variabeln ausgesetzt, um eine Konstante zu bilden. Da ist zeitweise schnelles und radikales (wirtschaftliches) Handeln/Gegenhandeln erforderlich.
Gerade weil die Linken sehr erklärungsbedürftige aber wohlklingende Begriffe wie “Aufklärung, Universalismus” auf ihre Fahnen geschrieben haben, sollte der Konservativismus diese Begriffe durch Hinzufügen eines Begriffes wie “national” (oder ein anderer Begriff wg. Negativbelastung dieses Wortes), eingrenzen, allein schon aus Machbarkeitsgründen. Der Hohlweltfaktor der linken Terminologie würde dadurch schneller deutlich.
Auch das Wort “Verfassungspatriotismus” zählt hierzu. Wer ist nicht verfassungspatriotisch? Nur, unsere Verfassung gilt hier, weil wir das so wollen, als “Exportartikel” ist er hingegen nur geeignet, wenn Du einen Käufer dafür findest.
Dass ein Blick auf gewisse Blogs samt ihrer Kommentare große Skepsis aufkommen lassen, ist verständlich. (Kommentator “Heinz” hier, nennt diese Vollbratzen beispielsweise bei “PI” auch noch “mutig”). Nur, was steht dem politischen Konservativismus sonst zur Verfügung?
Vielleicht lohnt es sich zur Einschätzung der CDU, noch einmal ins Ahlener Programm, vom 3. Februar 1947 zu sehen: “Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden.”
Bereits der erste Satz gibt den Kurs vor, der bis heute nicht aufgegeben wurde. Mit einer Kanzlerin, die von Kindheit an vom Sozialismus geprägt wurde, außen schwarz, innen rot, in einer Großen Koalition mit der SPD, die noch nie eine andere Ansicht vertrat, kann man diese Richtung niemals aufgeben. Nicht zufällig ist Jürgen Rüttgers aus NRW.
@ 28: irgendwie scheinst Du an die Zählebigkeit, vor allem jedoch an den noch so entfernten Willen zur praktischen Umsetzung von Parteiprogrammen zu glauben. Ich bin schon etwas länger dabei, und könnte Dir nicht einen Satz aus dem derzeitigen Parteiprogramm zitieren, ach übrigens, wann haben wir das letzte beschlossen?
“Mit einer Kanzlerin, die von Kindheit an vom Sozialismus geprägt wurde, außen schwarz, innen rot, in einer Großen Koalition mit der SPD, die noch nie eine andere Ansicht vertrat, kann man diese Richtung niemals aufgeben.”
Hüstel, nimmst Du diesen Satz ernst? Dem in seiner entscheidenden Aussage “aussen schwarz, innen rot” jeglicher Beweis fehlt? Denk bitte einmal an Deine doch recht bewegte Vergangenheit, darf man da auch folgern: “aussen mehr als pechschwarz, innen mehr als knallrot”? Weder Du, noch Frau Merkel, noch irgendjemand kann daran gehindert werden, einsichtiger zu werden.
Deine Hypothese erinnert mich sehr stark an die 50er des vergangenen Jahrhunderts: da erklärte die FDP, vornehmlich in Wahlkämpfen, ähnliches, um danach genüsslich mit der CDU im Koalitionsbett zu kuscheln.
Komm Gudrun, vergiss es.
nun vielleicht täte eine Neuauflage eines Parteiprogramms der CDU, also eine programmatische Festigung in ein paar Grundfragen, gar nicht schlecht - das muß gar nicht zu weitschweifig sein, aber ein gewißes Minimum, das dann nicht mehr verhandelbar ist, sollte schon drin sein - Staatsquote tendenziell senken, etc…
Ich sage ja nicht, daß die CDU vollends wirtschaftsliberal werden sollte, aber zwischen SPD und FDP (wobei die auch weichgekocht sind..) sollte schon noch Platz vorhanden sein. In der großen Koalition ist die CDU in Wirtschaftsfragen.
Das wichtigste ist aber wohl, daß die CDU wieder lernt, den linken politischen Gegner zu diskreditieren, die Linken als sozialistische Unmenschen darstellt, die Grünen als Ökosektenmonster, auf die SPD hingegen muß man eigentlich schon gar nicht mehr groß einschießen, die krepieren momentan auch so.
Vielleicht sollte die CDU auch an einem Jugendkonzept arbeiten, welches dabei auch ein gewißes “Feeling” verbreitet, daß Linkssein etwas absolut “Unhipes” und “Uncooles”, mithin sogar etwas Perverses ist. Verstehe zum Beispiel auch nicht, warum die Junge Union in der Vergangenheit noch nie eine “Che Guevara war ein Massenmörder”-Kampagne gefahren hat (und da ließe sich die Liste fortsetzen). Da sollte man evtl. richtig Geld reinpulvern, wer die moralische Deutungshoheit hat, hat es beim Regieren immer leichter.
Zu guter letzt muß man schauen, daß die Schulen in unserem Land wieder zu politisch neutralen Orten werden. In den weichen Fächern kriegt man dort eigentlich den linken Einheitsbrei ins Hirn geträufelt! (”Dritte Welt”, “ungerechte Verteilung des Wohlstands”, etc.) Mit Grausen denke ich da zurück.
Wieder gut gebrüllt, Löwe. Wie glaubst Du, wird ein neues Programm einer Partei aussehen, welche den Anspruch hat, mindestens 40% + der Wählerstimmen in D zu erringen? Vom “Herz Jesu- und Marien Sozialisten” in NRW zum knallharten Lutheraner in Niedersachsen, vom Wirtschaftsflügel zum Arbeitnehmerflügel, von der Grauen- zur Jungen Union, von den Bundesstaatreformern zu den Gröfazen (größte Föderalisten aller Zeiten)? Dies alles losgelöst von den regionalen Eigeninteressen, die in der CDU, wahrscheinlich mehr als in anderen Parteien, eine große Rolle spielen? Deswegen kommt dieses unsägliche Wischiwaschi zustande, welches zu Recht keiner liest, und womit unsere Suslows - äh, pardon Parteivordenker, die Delegierten in den Tiefschlaf versetzen.
Etwas anderes ist die kämpferische Aussendarstellung. Da mangelt es derzeit an kühnen, frechen, charismatischen Persönlichkeiten, wie Adenauer oder Kohl, in Grenzen gewissenlos. Die fallen leider nicht vom Himmel (die SPD hatte mit Schröder Glück, der konnte das. Glaubst Du dass heute einer von den Vögeln, Beck oder Steinmeyer, das je schaffen wird?) Ob Frau Merkel sich dahin entwickelt, vermag ich nicht zu beurteilen. Das wird sich im Wahlkampf herausstellen.
Eine Alternative wären mehrere Parteien. Das ist ja schon in epischer Breite diskutiert worden (Kreuth, Bundes-CSU). Nicht erstaunlich, es wurde letztlich von allen Beteiligten verworfen: was an Profil gewonnen wird, geht zwangsweise in der folgenden Koalition verloren (und die absolute Mehrheit der CSU in Bayern wäre auf ewig futsch).
Neugründungen von “rechten, konservativen” Parteien? Die kann man kaum mehr zählen. Das sind Blütenträume von meckerigen Spinnern oder politischen Sektierern am rechten Rand. Die zu unterstützen überlasse ich mit Kusshand unseren “Rettern des Abendlandes” bei “PI”. Die hatten schon die Aufnahmeanträge für den “Pax Europa-Schwindel” auf ihre Seite gestellt. Derzeit ist wohl dort “Pro-Blabla” des PG Rouhs en vogue.
Fazit: wer konservative Politik gestalten will, muss in den sauren Apfel beissen und in die CDU/CSU (cum grano salis auch FDP) eintreten.
Das Ahlener Programm wurde damals ganz anders rezipiert als die Parteiprogramme und -stellungsnahmen heute. Das war seinerzeit DAS Programm nach 1945.
Und was meine rote Vergangenheit angeht: ich war nicht wie Angela Merkel von Kindesbeinchen an rot, sondern viel, viel später, zugegeben zu einer Zeit, da jeder, der etwas auf sich hielt, schon nicht mehr dazu gehörte. Das war stark motiviert durch den Willen, jetzt aber mal endlich diszipliniert (!) etwas für Veränderung zu tun.
Als die Spinner von ‘68 krakelten, war ich schon nicht mehr Studentin, einen Dutschke, Cohn-Bendit, und wie hieß noch der gut ausehende Italiener? Salvatore …, die hatten mir nie etwa zu sagen - von Idolen wie Che ganz zu schweigen! Gräßlich!
Mag sein, dass das “Ahlener Programm” damals anders rezipiert wurde, als Parteiprogramme heute. Nur eines ist sicher: das “Ahlener Programm” kennt seit 40 Jahren selbst die Mehrheit der CDU-Mitglieder nicht einmal dem Namen nach. Von einer heutigen Rezeption kann nicht mehr die Rede sein.
“..wie Angela Merkel von Kindesbeinchen an rot,..”
Soso, Deiner Hypothese folgend, waren alle Neugeborenen im 3. Reich von Kindesbeinchen an braun, hingegen die in der USSR knallrot etcpp.
Zwischen Umfeld und persönlichem Sein gibt es also keinen Unterschied? Seltsam, seltsam, bist Du weltliche Calvinistin? Hängst Du der doppelten Prädestinationslehre an? Eine freie Willensentscheidung, gibts die nicht? Wie erklärst Du Deinen mehrfachen Einstellungswechsel? Alles nur Tünche? Welches ist denn bei Dir die Originalfarbe?
Gudrun, auch dieses, bitte vergiss es!