Wir sind ein Volk!
“Wir sind ein Volk!” sagten die Ossis. “Wir auch!” antworteten die Wessis, zückten aber immerhin das Scheckbuch. So wurden in vorbildlicher Weise scheinbar unüberbrückbare Gegensätze aufgelöst und Konflikte entschärft. Einfach dadurch, das jeder der Beteiligten das einbrachte, was ihm am wertvollsten erschien. Der Westen das Geld und der Osten das politische System.
Auch im Nahen Osten könnte nach dieser Methode Frieden gemacht werden. Nach arabischen Vorstellungen müsste Israel lediglich sein Land in die Waagschale werfen während die Araber den Islam beisteuerten, und schon wäre alles in Butter. Bedauerlicherweise meinen die unbelehrbaren Israelis allerdings, sie müssten in einem jüdischen Staat leben, wobei die Betonung auf “leben” liegt, so schafft man natürlich keinen Frieden!
Die Leidtragenden sind wie immer in den letzten 60 Jahren die - erraten - ; ja wie eigentlich? Eigentlich waren und sind sie ja Araber, nennen sich seit 1964 “Palästinenser” und werden als solche auch von den Antiimperialisten, Antizionisten und sonstigen Judenhassern verehrt. Die UNO, sonst in der Betreuung politischer und sonstiger Flüchlinge nicht gerade vorbildlich, unterhält einen eigenen Verein nur für sie und die Medien wurden und werden in diesen Tagen nicht müde, an die “Naqba” - die Katastrophe - zu erinnern, die besagtes Volk - wenn es ein solches ist - ereilte.
Die Palästinenser, gibt es sie überhaupt? Sind diese Leute, die seit Generationen in Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und sonstwo leben ein Volk? Sind diese Leute, die von ihren arabischen Brüdern bewusst auf dem Dauerstatus des Nichtdazugehörigen, des Flüchtlings, gehalten werden eine Ethnie, oder ist das Gerede vom “Palästinenser” nur ein Versuch der arabischen Brüder sich von der ungeliebten Mischpoche zu distanzieren und die Verantwortung für sie einer “Weltgemeinschaft” aufs Auge zu drücken?
Die Antwort ist wie immer in existenziellen Fragen verdammt einfach. Sie lautet: es ist scheissegal! Der gemeine Palästinenser ist mittlerweile von allen relevanten Kräften als “Volk” anerkannt, steht auf der roten Liste der bedrohten Arten und geniesst in der Linken einen Ruf, als wäre er der direkte Nachfahre von Mutter Teresa, Sophie Scholl, Jesus uns Karl Marx in Personalunion. Wobei sich die Frage erhebt; wie viele dieser Wundertiere gibt es eigentlich? Nach Schätzungen der UNRWA sind es ca. 3,7 Millionen, nach palästinensischen Angaben 5,2 Millionen. Arafat nannte schon einmal eine Zahl von 8,5 und sollte die EU ihre Hilfszahlungen tatsächlich an eine Prokopf-Quote koppeln, werden es bis 2011 an die 12,8 Millionen sein. Damit ist nun auch die Frage verbunden, wie wird man Palästinenser? Wie bei allen Völkern dieser Erde, durch Geburt, durch Beitritt, durch Ehrenmitgliedschaft oder durch Zuruf. Wenn Frauke Scheuchenbüll-Schneegrumpf aus Prollhausen an der Wümme den Ruf Allahs und seines Propheten Jussuf erhört, wird sie Muslima, Jussufs Ehefrau und eine Stunde nach der Hochzeit Palästinenserin ( drei Wochen später sieht sie auch so aus), auch wenn Jussufs palästinensische Heimat weder in Gaza, Bethlehem oder Ramallah liegt, sondern nur am Sozialamt in Kreuzberg.
Somit wären die Palis, wie sie mittlerweile beinahe zärtlich in linken Kreisen genannt werden, eine beinahe normales Volk. Beinahe, wären sie nicht mit einem Fluch belastet, der bei Einzelpersonen in zivilisierten Ländern unmittelbar die Einweisung in geschlossene Anstalten zur Folge hätte, dem Fluch der Gemeingefährlichkeit. Egal, was anfassen, es explodiert irgendwann, egal, was sie sagen, es wird zur gefährlichen Drohung und selbst wenn sie so einfache Dinge in Angriff nehmen wie etwa demokratische Wahlen, kommen Ergebnisse zustande, die ausser Jimmy Carter jedem halbwegs vernünftigen Mensch die Haare zu Berge stehen lassen. Womit das alte Vorurteil bestätigt wäre, dass die Palästinenser nicht mehr Geld, mehr Lebensmittel oder mehr Waffen brauchten, sondern mehr Psychiater.
Dabei, es ist ja nicht ganz unsympathisch, dieses Beharren auf Eigenstaatlichkeit, auf Selbstständigkeit, und wer von uns freiheitsliebenden, weltoffenen Zeitgenossen könnte den Wunsch dieses netten, freundlichen Völkchens ablehnen, den Wunsch nach einem eigenen Staat, nach einem Leben in Freiheit und Würde?
Das Problem dabei ist nur; gehen sie weiter auf dem eingeschlagenen Weg, mit diesen Führern, diesen Methoden, werden sie - vielleicht - einmal einen eigenen Staat haben.
Freiheit und Würde - niemals!
Dieser Beitrag wurde von tankdriver am Sonntag, 25. Mai 2008 um 00:17 Uhr veröffentlicht und unter Politik allg., Satire abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.












Tatsächlich? Dann wird das aber gut kaschiert. Das mit dem politischen System.
Ein eigener staat für die Palis? Wollen sie den überhaupt? Wer ernährt und kleidet sie dann weiter? Wer gibt ihnen das Taschengeld? Müssen sie dann selber eine eigene funktionierende Wirtschaft aufbauen und wer soll das tun? Sie selbst? Aber wenn die Gedanken den lieben langen Tag nur um das Thema kreisen, wie wird man erfolgreicher Selbstmordattentäter und sind es wirklich 72 liebliche Jungfrauen da oben und hat sich der Freund im Paradies nicht längst in eine von denen verknallt, wie soll da produktive Tätigkeit zustande kommen? Ausserdem, alle Nase lang muss man raus aus dem Büro und einem Märtyrer feiern und das Magazin der AK-47 leerknallen?
Nein, ich bin fest davon überzeugt, ohne eigenen Staat sind die viel glücklicher. Sie werden gefüttert und können sich den ganzen Tag ihren Hobbys widmen. Und ab und zu geht es zum Masseneinkauf nach Ägypten.