Doppelte Standards
Nachricht aus der Jerusalem Post: Ein sieben Jahre altes sudanesisches Mädchen wurde zusammen mit einem anderen Flüchtling erschossen, als sie versuchten, die Grenze von Ägypten nach Israel zu überqueren. In den deutschen Massenmedien findet die Meldung bisher keine Erwähnung, schon gar nicht an prominenter Stelle. Auch die Berufsbetroffenen haben sich noch nicht zu Wort gemeldet. Warum? Ganz einfach: Weil es nicht israelische Sicherheitskräfte waren, welche für das traurige Ereignis verantwortlich sind; die Schüsse wurden von ägyptischen Grenzschützern abgegeben. Und Nachrichten aus dem Nahen Osten, die nicht dazu taugen, Israel in schlechtes Licht zu rücken, rufen in der Regel eher weniger Interesse von Seiten unserer Massenmedien und “Gutmenschen” hervor. Nebenbei würde eine Beschäftigung mit dem Thema natürlich dem Bild vom israelischen “Apartheidsstaat” widersprechen, das man sich hierzulande vielfach eingeredet hat. In der Realität sieht sich Israel nämlich einer zunehmenden Welle von Einwanderern aus afrikanischen Ländern ausgesetzt, weil sie sich dort mehr Sicherheit und eine bessere Zukunft versprechen als in ihrer Heimat oder in arabischen Staaten.
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Nachrichten, die die eigenen Vorurteile nicht bestätigen, will doch keiner hören. Besser wäre natürlich, israelisches Massaker an Flüchtlingskind. Das hört jeder gute Bundesbürger gern.
Und ich dachte, die jüdische Zionisten würden die Massenmedien kontrollieren. Oder ist handelt es sich einfach um ein perfides Doppelspiel?
Manchmal schaut der Kontrolleur aber nicht hin und dann passiert so etwas oder das mit der Deutschlandflagge. Unauffällige Hilfeschreie nach Befreiung.
[AFP mit al-Reuters]Ein sieben Jahre altes sudanesisches Mädchen wurde zusammen mit einem anderen Flüchtling erschossen, als sie versuchten, die Grenze von Ägypten nach Israel zu überqueren. Israelische Sicherheitskräfte, die widerrechtlich auf ägyptischem Territorium operierten, zeigten das fratzenhafte Gesicht des Apartheidstaates, der nicht davor zurückschreckt, wehrlose Menschen allein auf Grund ihrer Hautfarbe zu eliminieren.
Ein Protest Ägyptens an den Menschenrechtsrat wegen der Verletzung der Hoheitsrechte und der absichtlichen Ermordung der unschuldigen Mädchen soll umgehend eingereicht worden sein, und dessen Mitglied Jean Ziegler sich bereits auf dem Wege nach Kairo befinden, um die UN-Resolution zur Verurteilung Israels vorzubereiten.
Von zwei arabischen Staaten ist bekannt, daß sie Briefmarken mit dem Konterfei der beiden Mädchen herauszugeben planen, in Kairo soll die Straße, die zur israelischen Botschaft führt, die namen der beiden Mädchen erhalten.
Der erfahrene Auslandskorrespondent und Stellvertretende Chefredakteur von France 2 Charles Enderlin hat die brutale Szene von seinem kameramann Talal Abu Rahma nachstellen lassen und sie an die Fernsehstationen der Welt verschenkt: man wolle mit solcher Brutalität nicht auch noch Geld verdienen, sagt dazu Arlette Chabot, Informationsdirektorin von France 2.