Gegossenes Blei

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05. Juli 2008

Die neuen Juden

Shahid Malik, britischer Staatssekretär im Entwicklungshilfeministerium, fühlt sich unwohl. Er meint, Muslime wären in Grossbritannien Fremde und würden wie die “Juden Europas” behandelt. Nun, einerseits mag das daran liegen, dass Muslime in Europa tatsächlich Fremde sind. Die europäischen Kulturen wurzeln allesamt nicht im Islam und der einzige Berührungspunkt, den die Europäer über Jahrhunderte mit dem Islam hatten, war der Kampf gegen ihn. Andererseits spricht der gute Mann in Rätseln, wenn er meint, er wolle damit keinen “Vergleich mit dem Holocaust” ziehen. Muslime, die sich auf den Holocaust beziehen werden oft missverstanden, besonders wenn sie nicht eindeutig erklären, ob sie den Holocaust a. verdammen, b. gutheissen oder c. überhaupt verneinen. Egal wie es Malik gerade gemeint hat, ein wenig vom Glanz des Holocaustes fällt damit auf die Muslime in diesem ungastlichen Kontinent und lässt sie in ihrer selbstgewählten Opferrolle noch mehr erstrahlen. Und Opfer sind sie allemal. Auch wenn Britannien Islamisten sonder Zahl beherbergt und mit Sozialhilfe alimentiert, auch wenn in diesem einstmals freien Land Rede- und Meinungsfreiheit schon längst der politischen Korrektheit zum Opfer gefallen sind, ja selbst wenn schon offen über die Einführung der Sharia gesprochen wird, noch haben sie nicht die alleinige Macht, noch ist Britannien keine islamische Republik, und weniger als Alles ist für einen Muslim dieser Sorte nicht annehmbar.
Und vielleicht unterschätzt er die Briten ganz einfach nur. Vielleicht trägt er mit seinen Tiraden dazu bei, dass sich die Briten besinnen und darüber nachdenken, warum in der Magna Charta kein Wort von Allah steht, warum Geoffrey Chaucer seine Canterbury Tales nicht in Arabisch schrieb und warum Thomas Tallis, Henry Purcell oder Will Shakespeare, Ben Johnson und wie sie alle heissen mögen ihre Werke nicht zur Ehre Mohammeds schrieben, warum Cook, Hudson und Shackleton es waren, die der Welt neue Länder und Kontinente erschlossen und nicht irgendein Karawanenführer oder Kamelspediteur aus Medina. Und vielleicht gewinnt Europa aus diesem Nachdenken die Gewissheit, dass es europäische Werte sind, die das Leben erträglich und lebenswert machen. Freiheit, nicht nur die der islamischen Religion, Achtung vor dem Leben - auch Ungläubiger - Menschenrechte, ohne Einschränkung durch die Sharia (was meistens ihre Aufhebung bedeutet). Vielleicht!
Schon oft gab es Menschen die gegen den Strom der Gemeinheit ankämpften und kein besseres Argument hatten als “I have a Dream”. Vielleicht! Aber dann hätte Mister Malik tatsächlich ein Problem.

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Bisher gibt es 4 Kommentare zu “Die neuen Juden”

  1. 1 bernd (Samstag, 05. Juli 2008; 21:23): 

    Ach, schön wäre es, würden sich Engländer auf englische Traditionen besinnen und Werte aber ich fürchte, das wird nicht sein. So oft sich England gegen den Katholizismus wehrte, den Islam scheint es zu begrüssen. Irgendwer soll da auch offiziell Verteidiger des Glaubens sein. Von der Königsfamilie.

  2. 2 Rolf (Sonntag, 06. Juli 2008; 17:15): 

    Nun ja, wenn Shahid Malik dies allen Erstes meint, dann kann man doch auch ganz ketzerich behaupten, dass das, was die Juden - leider Gottes - hinter sich haben, den Türken noch bevorsteht.

  3. 3 Rolf (Sonntag, 06. Juli 2008; 17:18): 

    Dies ist NICHT meine persönliche Meinung und ich will die Judenverfolgung im dritten Reich nicht rechtfertigen. Aber wenn solche Dummköpfe solch Meinungen verbreiten, müssen sie sich nicht über Kommentare, wie von mir, wundern

  4. 4 Moslems = Juden = nicht eher Christen? » Gegenstimme (Donnerstag, 10. Juli 2008; 02:18): 

    […] es nicht vielmehr die Christen (soweit es die islamischen Länder betrifft — die EU fast schon inklusive), […]

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