Kopflos
Man musste schon seit längerem den Eindruck gewinnen, dass es um den Nationalsozialismus in Deutschland schlecht stünde, ja manchmal konnte man meinen, dass der Antifaschismus in diesem Land eine Volksbewegung geworden sei. Auch wenn diverse Umfragen zu Israel oder den USA diesem Eindruck widersprachen, es ist so und der Widerstand gegen die Nazis hat ungeahnte Ausmasse erreicht. Nun hat endlich ein gewesener Polizist aus Kreuzberg das Unmögliche möglich gemacht. Der Führer ist nicht mehr, er wurde enthauptet und die antifaschistische deutsche Seele hat ihre grösste Stunde erleben dürfen. Dass der Attentäter ein Hartz IV Empfänger ist, darf im Mutterland der sozialen Gerechtigkeit ja beinahe als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Jetzt steht es fest, der zweite Weltkrieg war ein Irrtum, die Bombardierungen von Hamburg und Dresden waren ein Verbrechen, der Führer - oder Verführer - wurde gerichtet durch die Hand eines Deutschen!
Nun da der grösste Verbrecher aller Zeiten (GRÖVAZ) sein verdientes Ende gefunden hat, würden deutsche Antifaschisten wohl Zeit finden, den dritt- oder fünftgrössten Verbrecher zu bekämpfen, also Achmadineshad oder Mugabe. Fehlanzeige!
Der Hitlerattentäter aus dem Wachsfigurenkabinett bekämpfte lediglich einen Schatten aus der Vergangenheit und teilte diese Handlungsweise mit millionen deutschen “Antifaschisten”, die alle möglichen Lehren aus der Geschichte gezogen hatten, ausser der, dass die Freiheit in Deutschland ein Werk der heute so verachteten Westallierten war, der Krieg gegen Hitler schon lange gewonnen wurde und die tatsächlichen Feinde der Demokratie und der Freiheit heute exotische Despoten sind, die sich nicht mehr hinter einem Atlantikwall oder Bunkermauern verstecken müssen, sondern unter dem Schutz von Friedensbewegungen und “Antiimperialisten” ihr Unwesen treiben.
Und so bleibt die Aktion aus der Figurenbude das was der deutsche “Antifaschismus” seit langem ist, eine selbstverliebte Spiegelfechterei. Mit anderen Worten; kopflos!
Dieser Beitrag wurde von tankdriver am Dienstag, 08. Juli 2008 um 23:10 Uhr veröffentlicht und unter Aus dem Irrenhaus, Germanyland, Realsatire abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.








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Schön geschrieben. Bei der wachsenden Zahl der Vereine, die gegen das VIERTE REICH gegründet werden, erwarte ich tagtäglich die Ausrufung der Machtübernahme und die Fackelzüge. Es ist ja quasi nach ZWÖLF. Mich verwundern nur die Türken in Deutschland. Sie, die sich als die neuen Juden bezeichnen, sollten doch aus der Geschichte gelernt haben und rechtzeitig das Land verlassen. Oder?
Der Antifaschismus ist inzwischen schon so etwas wie ein Lifestyle. Er gehört zum guten Ton. Es ist nebensächlich, ob das Dritte Reich besiegt und der Adolf tot ist. Widerstand lohnt sich noch, denn der Geist „lebt“ weiter. Gut man kann ihn nicht sehen, nicht greifen, nicht beschreiben, nicht erklären …., aber das ist auch wieder das Tolle daran. So lebt der Antifaschismus weiter und sagt frei nach Goebbels (oder wer auch immer), ich bestimme wer Nazi ist und wer nicht!
Nach dem Motto: Nie wieder Krieg und äh nie wieder Liebeskummer und sowieso alles was schlecht ist.
Nicht nur kopflos, sondern auch blind, denn der Oberschurke steht seit nunmehr 59 Jahren unbeachtet und ungestört in der schönen Hansestadt an der Elbe.
Manchmal ist der Antifaschismus eine ganz profane Angelegenheit.Mehr:
http://www.blogsgesang.de/2008/07/09/selbstverordneter-antifaschismus/