Gegossenes Blei

Den täglichen Rückblick auf Interessantes und Abstruses aus der internationalen Medienwelt und Blogosphäre in Bezug auf die aktuelle israelische Antiterror-Operation "Gegossenes Blei" gibt's bei Helplev. Lesen!
14. Juli 2008

400 Mio Dollar

Das ist im (noch) freiesten und liberalsten Staat der Welt ein Radio(!)-Moderator wert, der sich einen Scheißdreck um politische Korrektheit, linken Mainstream und gutmenschliche Rhetorik kümmert. Und das zurecht. Unvorstellbar in der BananenRepublikDeutschland — allein schon wegen des hier vorherrschenden Neidfaktors; aber auch deswegen, weil der deutsche Michel seit jeher obrigkeitshörig war und ist, statt kontrovers zu denken (oder auch nur denken zu lassen). — Ein Rush Limbaugh in Deutschland? Den wird’s nie geben. Dafür sind die Deutschen zu blöd, zu voreingenommen und vor allem zu bequem…

Dieser Beitrag wurde von Jürgen am Montag, 14. Juli 2008 um 05:33 Uhr veröffentlicht und unter Medienwelt, USA abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.

Bisher gibt es 3 Kommentare zu “400 Mio Dollar”

  1. 1 Bernd (Montag, 14. Juli 2008; 08:42): 

    Dazu sind die Amerikaner freier, würde ich sagen. Die können zwar ausgiebig und intensiv boykottieren, wenn ihnen eine Meinungsäusserung nicht passt aber so etwas geht dann meistens von den Zuhörern aus, nicht von den Sendeanstalten. Und Sendeanstalten haben sie ja wohl eine ganze Menge, die jeh nach Geschmack ihre Zuhörer bedienen und damit gut klarkommen. Wer nicht hören will, der hört eben einen anderen Moderator. Hier ganz unmöglich. Überall drängen sich politische Tugendwächter dazwischen, die ihre grün-rote Empörungsnummer abziehen müssen. In den Staaten würde das wohl nicht funktionieren. Wenn ein Bedarf da ist, politische Unkorrektheiten zu hören, dann wird die Nachfrage bedient.

  2. 2 Seba96 (Montag, 14. Juli 2008; 17:17): 

    Ich würde vermutlich mit vielen Ansichten von Rush Limbaugh nicht übereinstimmen. Aber gerade als Befürworter der Meinungsfreiheit und des Rechts auf Andersdenken/Andersleben etc. sage ich subjektiv, dass es gut für eine Gesellschaft ist, eine vielseitige und offene Medienlandschaft zu haben.
    Wenn ein Medienschaffender sein Geld dann nicht durch Gebührenzwangsabgaben, sondern durch Werbung und freiwillige Hörer/Leser etc. verdient, ist es auch moralisch nicht verwerflich viel zu verdienen.

  3. 3 ralphieboy (Dienstag, 29. Juli 2008; 13:39): 

    Rush ist ein erfolgreicher Medienunternehmer und agiert in einem Markt, der überwiegend von privaten Sendern gedeckt wird.

    Die Medienlandschaft in Deutschland sieht ganz anders aus, ganz zu schweigen von den kulturellen und politischen Gegebenheiten.

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