Die deutsche Presse und Sarah Palin
Wohin man auch schaut: Internet, Zeitungen, Nachrichten, Radio und Videotext, überall in der deutschen Medienlandschaft wird frohlockt, daß Sarah Palin McCain um die Ohren fliegt. Zwei Dinge stehen dabei im Vordergrund: Der Vorwurf Sarah Palin hätte den Vorgesetzten ihres ehemaligen Schwagers gefeuert, weil dieser sich weigerte, eben diesen Schwager zu feuern und die Schwangerschaft ihrer 17jährigen Tochter.
Der erste Vorwurf war dem McCain-Camp bekannt, als die Wahl auf Palin fiel. Sie werden es genauestens geprüft haben. Der Vorwurf wurde auch direkt mit der Bekanntgabe Palins als Vizepräsidentschaftskandidatin veröffentlicht und hat ihrem raketenhaften Aufstieg keinen Abbruch getan. Die Frau hat Spenden in Rekordhöhe ins McCains Kassen gespült und die konservative Basis, wie man an unserem Lieblingsamerikaner M. Meyn trefflich erkennen kann, mehr als befriedigt. Aber auch vormalige gewichtige Kritiker McCain’s wie beispielsweise Laura Ingraham und Bill Bennett die mit wenig Euphorie McCain unterstützten, sind Feuer und Flamme für ein McCain-Palin-Ticket. McCain brauchte keinen Kanditen für den deutschen Durchnittshippie, er mußte die in Deutschland so verhassten Konservativen ins Boot bekommen. Congresswoman Michelle Bachmann aus Minnesota sagte heute in der Bill-Bennett-Show, die Nominierung Palins hätte die Parteitagsdelegierten elektrisiert. Und das trotz der genannten Vorwürfe, die man bisher als das behandeln sollte was sie sind - Vorwürfe. Sollten sie sich als wahr erweisen, wären sie durchaus verwerflich. Soweit sind wir aber nicht.
Der zweite Vorwurf bedarf keiner weiteren Beweisführung, denn niemand bestreitet die Schwangerschaft der Tochter Sahra Palins. Und der Münchner Merkur urteilt:
”McCain steht über Nacht vor den Scherben seiner Präsidentschaftskampagne. Obama und seine Leute werden sich fortan nicht schwer tun, Bushs und McCains Republikanische Partei, die sich stolz Grand Old Party nennt, vorzuführen als Hort der Doppelmoral und Heuchelei, der sie tatsächlich ist.”
Was sagt uns das? Entweder Doppelmoral oder keine Moral! Du kannst nicht gewinnen, wenn Du auf Moral setzt. Warum? Weil, das wird nun jeden aus den Socken hauen, Menschen fehlbar sind. Aber soll nun die Möglichkeit des Versagens dazu führen, sich gänzlich von moralischen Überzeugungen zu trennen, wie der Münchner Merkur es gern hätte? Ich denke nicht. Bill Bennet hat es heute in seiner Show auf den Punkt gebracht, als er sinngemäß sagte: “Nicht der Fehler ist das Problem, sondern wie man damit umgeht.” Und wie geht Palins Tochter damit um? Sie entscheidet sich für das Kind und heiratet den Vater. Gibt es eine verantwortungsvollere Möglichkeit, mit der Problematik umzugehen? Mir fällt auf Anhieb keiner ein. Kein einziger. Diese Schwangerschaft beweist keinerlei Doppelmoral in der Republikanischen Partei, insbesondere weil die Mutter und nicht die Tochter Vizepräsidentin werden will, diese Schwangerschaft lässt nur auf’s Neue die Abscheu linker Journaille gegenüber Konservativen erkennen.
Wir werden sehen, ob Sarah Palin McCain um die Ohren fliegt… oder doch nicht eher unseren Amerikahassern Qualitätsjournalisten.
Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter Kommentare, Left Trash, USA
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