Die Pipi-Langstrumpfisierung des Denkens
2 x 3 macht 4 — widdewiddewitt — und Drei macht Neune!
Ich mach’ mir die Welt — widdewidde — wie sie mir gefällt. […]
3 x 3 macht 6 — widdewidde — wer will’s von mir lernen?
Alle groß und klein — trallalala — lad’ ich zu mir ein.
Herzlich willkommen im Taka-Tuka-Land des naiv-kindischen, kurzhorizontigen und kleinkarierten Denkens und Webens des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR). Dort ist man scheinbar allen Ernstes der Überzeugung, man bekäme Rassismus endlich in den Griff, wenn das Wort “Rasse” aus dem Sprachschatz der Amts- und Gesetzessprache gestrichen und durch die politisch korrekt anmaßende Floskel “ethnische Zugehörigkeit” ersetzt würde.
Mensch, so einfach kann Antirassismus sein? Toll! Warum benennen wir nicht einfach alles um oder tilgen sämtliche Wörter aus unserer Sprache, die dem Gutmenschentum ein Dorn im Auge sind? Immerhin haben wir damit ja schon vor einiger Zeit angefangen, oder kannten Sie früher bereits Begriffe wie “Migranten” (oder bei Staatsbürgerschaftsempfängern: “Mitbürgerinnen und -bürger mit Migrationshintergrund”), “Südländer“, “Schokoküsse“, “Soziale Marktwirtschaft”, “Islamismus“, “Anders Begabte” (oder “Menschen mit besonderen Fähigkeiten”), “Vertikal Herausgeforderte” (”vertically challanged”), “Bildungsferne Schichten“, “Aufständische” [1] und anderen Blödsinn.
BTW: Weil “Autobahn” — wissen wir spätestens seit Johannes Baptist — ja auch gar nicht geht, denn die hat schließlich der Hitler erfunden, könnte man dieses Nazijargon mit Leichtigkeit ebenso politisch korrekt entsorgen und in das sprechfreundliche “Wechsellichtzeichenfreie Krahtfahrtschnellstraße” umbenennen. Wer möchte darf gerne noch “Kerner’sche” voranstellen, dann ist der öffentlich-rechtlichen Moral sicher Genüge getan.
Alles gutmenschlich-weltverbesserliche “Hohl- und Nebelwörter” (Klaus Rainer Röhl), “Neusprech” (George Orwell) oder schlicht ideologisch motivierter, verlogener Neologismus.
Was glauben solche Menschen denn, was sich ändert, wenn sie Begriffe und Wörter umbenennen? Ist das Problem damit vom Tisch? Oder ist es nicht vielmehr so, dass solcher Neusprech entweder dafür sorgt, dass ebensolcher niemals Eingang in die Alltagssprache findet (weil er schlicht zu dämlich = am Alltag vorbei gehend ist), oder — was eher wahrscheinlich ist — die umgedeutetenden Begriffe trotzdem “diskriminierend” verwendet werden? Vor allem dann, wenn klar wird, dass hinter all dem die Verarsche der politisch korrekten Gutmenschen steckt?
“Ethnische Zugehörigkeit” — ich habe trotzdem keinen Bock auf Leute, die so klassifiziert werden (= das schon “Rassismus”?), wenn ich genau weiß (und das ist Fakt), dass die so Bezeichneten gerade zu denen gehören, die “meine Rasse” (= Kultur) zerstören wollen/werden.
Also: Je mehr die politische Korrektheit um sich greift, desto mehr mögen wohl die aller Vernunft entrückten EU-Kraten glauben, sie wären ihrer perversen Herrschaft sicher, aber es war schon immer so, dass der gesunde Menschenverstand über jede Mode triumphierte. Die politisch Korrekten sind geradezu die, die als erste Reißaus nehmen (sich in die Hose scheissen), wenn sich ihr ideologischer Blödsinn als untragbar erweist. Aber das ist (fast schon) ein anderes Thema … –
Solche Leute sind wie kleine Kinder, die, wenn sie die Hände vor die Augen halten, meinen, alles ungern Gesehene wäre tatsächlich verschwunden. Narretei, nichts als Narretei. Und sowas wird aus Steuermitteln gefördert [2]. Ungeheuerlich!
[1] “Wer ein Freund ist, ist ein Aufständischer, wer ein Feind ist, ist ein Terrorist. So wird es jeweils subjektiv definiert. Im Handeln unterscheiden sich diese beiden Personenkreise nicht” (Quelle). Demnach scheinen die deutschen Medien beispielsweise den Taliban freundschaftlich verbunden zu sein. Und irgendwie glaubt man das tatsächlich, vor allem, wenn die islamischen Terroristen Aufständischen mal wieder ein paar böse Amis gekillt haben.
[2] Wikipedia: “Das Institut ist als gemeinnütziger Verein politisch unabhängig. Es wird aus dem Bundeshaushalt der Bundesministerien der Justiz, für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und des Auswärtigen Amtes finanziert. Die inhaltlichen Richtlinien der Arbeit des Instituts werden von einem 16-köpfigen Kuratorium festgelegt, das aus Vertretern und Vertreterinnen von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Medien und Politik zusammengesetzt ist. Um die Unabhängigkeit des Instituts zu wahren, haben die Vertretungen der finanzierenden Ministerien im Kuratorium kein Stimmrecht.”
Dieser Beitrag wurde von Jürgen am Mittwoch, 10. September 2008 um 02:09 Uhr veröffentlicht und unter Aus dem Irrenhaus, Ratiophobie, Lug & Betrug abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.












Sorry, aber der ganze Mist ist noch nicht ausgegoren, Zu dem Thema gäbe es noch sehr viel zu sagen …
Albern.
Wie bei de klaane Kinner! Mache die Aache zu unn dess, wasse net sehe wolle, iss fort!
Wenn man einem Ding den Namen wegnimmt, das Ding aber weiterhin existiert, dann bekommt es andere Namen. Wir verbieten den Begriff “Alkohol” und damit verschwinden Wein, Bier, Schnaps und sogar der Alkoholismus. Schöne, neue Welt, wie herrlich ist es, in dir zu leben! Dann kriegen Alk, Bier, Schnaps et al. eben andere Namen.
Mich erinnert das an ein anderes Kinderbuch. Bei Harry Potter darf der Name Voldemorts nicht genannt werden. Doch der Herr existiert weiterhin. Also heißt er “Who-must-not-be-named” oder “You-know-who” oder “the Dark Lord”.
Ein wirklich interessanter Beitrag. Lächerlich, vor Unwissenheit strotzend, menschenverachtend - schlicht: dumm! Das Wort “Rasse” wird tatsächlich nur noch in der Zoologie für eine Unterart oder eine Artenvariante verwendet. Rassisten benutzen es tatsächlich auch weiterhin um ethnische Zugehörigkeiten (ab-)wertend zu beschreiben und es sich in ihrer geistigen Beschräktheit etwas einfacher zu machen. Die Welt ist ja schon kompliziert genug. Im Übrigen hat “Rasse” nichts mit Kultur zu tun. Ethnische Zugehörigkeit dagegen schon.
Am besten finde ich allerdings fogenden Halbsatz:”…aber es war schon immer so, dass der gesunde Menschenverstand über jede Mode triumphierte.”
Ich bin mir sicher, dass du lieber über eine Rassen-Zugehörigkeit definiert werden würdest, als über deine Kultur. Da würde nicht viel übrigbleiben…
Na ja, daß sich solche seltsamen Vorstellungen dem rationalen Verständnis entziehen, wird wohl daran liegen, daß es sich eben nicht um rationale, sondern sprachmagische Denkweisen handelt. (Der Harry-Potter-Verweis bringt es deshalb genau auf den Punkt.) Aber das Denken in magischen statt rationalen Kategorien ist ja auf der politischen Linken eh verbreitet.
Für diesen Vorgang gibt es eine sprachwissenschaftliche Theorie. Sehr interessant, wie ich finde!
Die Euphemismus-Tretmühle (englisch euphemism treadmill) ist eine sprachwissenschaftliche Theorie. Sie besagt, dass jeder Euphemismus irgendwann die negative Konnotation seines Vorgängerausdrucks annehmen wird, solange sich die tatsächlichen Verhältnisse nicht verändern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus-Tretm%C3%BChle
@ S.V.
Kommentare, die Formulierungen wie “Ich bin mir sicher, daß du …” enthalten, um sodann anhand von wüsten Unterstellungen den Autor anzupöbeln, weisen den Kommentator ohne weiteres als Exemplar einer besonders fiesen Trollrasse aus.
Und wer hat damit angefangen? Allerhand journalistische Idioten, die sich nicht trauen, die Dinge auch beim Namen zu nennen. In der DDR hat die Zeitungen wenigstens noch der Zensor ideologisch hingeborgen, im Falle des ND sogar der Generalsekretär höchstselbst aber hier, im Freien Westen, da schneiden sich die Zeitungsschreiber selbst die Klöten ab. Hätte ich nie für möglich gehalten, nach 89.
@wenn das Wort “Rasse” aus dem Sprachschatz der Amts- und Gesetzessprache gestrichen
ja - das afghanische weiße pulver, daß die Bundeswehr so tapfer verteidigt am Hindukusch - hat so seine Folgen !
mfg zdago
@ tapfer verteidigt am Hindukusch - hat so seine Folgen !
Haben die Irren heute wieder Freigang?
@ #3 Sebastian Veit (Mittwoch, 10. September 2008; 09:59):
Unsinn, Veit! Fünf, setzen! “Rasse” ist in der Anthropologie seit jeher ein fester und wertneutraler Begriff.
Jared Diamond, Professor für Physiologie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles, ein eher linker Jude, hat in seinem Best-Seller “Der Dritte Schimpanse. Evolution und Zukunft des Menschen” von 2006 (Fischer Taschenbuch-Verlag) mit großer Selbstverständlichkeit und Sachlichkeit ein Kapitel “Sexuelle Selektion und der Ursprung der menschlichen Rassen”.
Vielleicht einfach mal lesen? Eine geringe Investition, die Ihren Horizont beträchtlich erweitern könnte.
Wer sich bis zu der von Yaab vorgeschlagenen geringen Investition die Zeit vertreiben will, lese kostenlos:
J. Philippe Rushton
Rasse, Evolution und Verhalten
unter folgendem Link:
http://www.charlesdarwinresearch.org/German.pdf
Grüße
tape