Morgens halb zehn in den Staaten
Mahlzeit. Enjoy.

Klasse Sache, und verkauft sich derzeit blendend in den USA. Auf der Umverpackung wird Obama u.a. neben einem roten Pfeil Richtung Mekka als Muslim dargestellt (”Blickrichtung Mekka für noch schmackhaftere Waffeln”), ebenso als sombrerotragender Befürworter offener Grenzen (”Warum nicht eine Fremdsprache lernen, während Sie auf den Einmarsch dieser pikanten Gaumenfreude in Ihr Haus warten?) neben einem Rezept für “Grenzöffnungsfiesta-Waffeln”, mit dem man “4 oder mehr illegale Einwanderer” verköstigen kann.
Vom Hersteller werden die wundervollen Waffeln folgendermaßen angepriesen:
Endlich gibt es Obama Waffeln, und Sie können sie sogar essen! Auf jeder Packung köstlicher, nahrhafter Obama Waffeln finden Sie drei neckische Rezepte, die Ihre Frühstücksmentalität ganz sicher verändern werden.
- Verblüffen und verzaubern Sie Ihre liberalen* Freunde
- Hervorragender Gesprächsstoff für Ihren Firmen-Schreibtisch
- Reichen Sie die Waffeln zum Frühstück nach der Wahl — vorzugsweise, wenn Ihr Kandidat gewinnt!
- Ein Souvenier, nach dem sich Konservative sehnen … und vor dem sich Liberale grauen
- Das ideale Geschenk für einen liberalen Freund, der bereits alles hat (was der Staat bietet, selbstverständlich)
Ob Sie in Pennsylvania Gott vertrauen und Ihre Gewehre schätzen oder einfach Hunger nach Veränderung in den anderen 57 Staaten haben, die Obama Waffeln sind genau das, wonach die Welt lechzt. Zögern Sie nicht! Jede Packung kostet nur $9.99! Oder greifen Sie zu unserem Sarah Palin Special: Zwei Packungen zum Preis von einer!
* “liberal friends” in den USA meint “linke, sozialistische Freunde”
Großartig übrigens auch die Startseite:

Bei so viel hervorragender Satire ist es natürlich klar, dass Einwände von der üblichen Seite und Sorte nicht ausbleiben können: Rasssismus! Das ist der pure Rassismus! So geifern prompt und reflexartig die linken Schreihälse, die von Rassismus genausoviel Ahnung haben wie eine Kuh vom Eierlegen. Aber wurscht; es geht immerhin gegen den Messias Barack O., und bei einem solchen Sakrileg gibt es sowieso kein Pardon. Was für ein Glück für die Unkultur der ewig künstlich Erregten, dass Obama ein Schwarzer ist (genaugenommen ist er ein Mulatte)! So kann man ihn neben dem Anti-Bush, Anti-Gestrigen, dem “community organizer” und Change-Chamäleon auch noch zu der politisch korrekten Ikone erheben, die nicht nur selbst über jeden rassistischen Zweifel erhaben ist, sondern zudem geradezu als Wellenbrecher in der Pseudo-Rassismus-Frage missbräuchlich dient. Darum wundert’s einen nicht, dass selbst die harmloseste, in keinster Weise rassistisch belegte Satire den Rassismus-Bulimikern unter den Obama-Jüngern Anlass bietet, sich die Finger in den Rachen zu stopfen, auf dass sie ihre eigene Gülle auskotzen können: Die Obama-Karikatur auf der Verpackung “fördere rassistische Stereotypen, da sie Bezug nehme auf die umstrittene Darstellung der Werbeikone für Pfannkuchen, Aunt Jemima“.
Umstritten ist Tante Jemima natürlich wiederum nur bei den vorgenannten schizophrenen Cholerikern, alle anderen, also geistig gesunde Menschen, finden die Dame einfach nur sehr sympathisch und sehen in ihr einen wundervollen Werbeträger für ihre luftig-zarten Pfannkuchen. Ganz normal. Selbstverständlich. Passend. Idyllisch. Ein wenig Heimchen, Big Momma, eine kochende Mutti. Klischee eben. Vielleicht backen schwarze Südstaaten-Mamas tatsächlich bessere Pfannkuchen als weisse Oststaaten-Muttis? Aber letztendlich geht es doch nur um dasselbe Thema wie in Europa: man möchte gerne “klischeebehaftete Reklame” verbieten, weil sie nicht dem links-ideologischen Weltverbesserungsbild “progressiver” Kulturzerstörer entspricht.
Infolgedessen hat auch Tante Jemima in ihrem Leben bereits eine kleine politisch-korrekte Transformation hinter sich gebracht. Aus der Big Momma wurde eine schwarze Vorstadt-Hausfrau mit Perlen im Ohr statt Baumwollpflücker-Kopftuch auf dem Haupte:

Ist den verblödeten Anti-Rassisten aber immer noch nicht genug. Die Frau ist immer noch schwarz. Ausserdem hat sie — igitt, Klischee! — Kraushaar. Und die Frau ist immer noch ‘ne Frau, statt gender-mainstream-gerecht ein geschlechtsneutraler Mutant, ein windelwechselndes, karrieregeiles, gourmetkochendes, handwerkendes, Business-Suit tragendes, gleichgemachtes Allround-Individuum. Austauschbar und steril — wie Obama.
Dieser Beitrag wurde von Jürgen am Donnerstag, 18. September 2008 um 14:13 Uhr veröffentlicht und unter Left Trash, USA, Satire abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.












Großartig geschrieben!
Hm, sehen die lecker aus.
Hm, wenn eine Schwarze nicht auf die Packung darf, weil das diskriminiert, dann wohl auch keine “Gelbe” oder sonstwie “Gefärbte” - es müsste also eine Weiße sein (oder das entsprechend geschlechtslose Mutationsergebnis).
Ist das nicht mindestens genauso rassistisch?
Klar, aber das erkennen die Nasen ja nicht.
Bei Manfred gefunden http://meineheimat.wordpress.com/ .
Eine Webcam von dem Teilchenbeschleuniger im Europäischen Kernforschungszentrum CERN. Damit ihr euch keine Sorgen um etwaige schwarze Löcher machen müßt:
http://www.cyriak.co.uk/lhc/lhc-webcams.html
Und was sagt Uncle Ben dazu?
Obama ist ein Rätsel. Er verkauft sich den schwarzen US-Bürgern als einer von ihnen und die scheinen ihm das abzunehmen. Die schwarzen Amerikaner sind Nachkommen von Sklaven westafrikanischer Herkunft. Der Akademikersohn Barack Hussein Obama hat einen kenianischen Vater, der einer arabisierten Sippe entstammt. Somit steht Obama den ehemaligen Sklavenhändlern näher als den Nachkommen ihrer Opfer.
Yaab,
es geht nicht so sehr um seiner rassischen Herkunft als seiner sozialen: ein Sohn einer alleinerziehender Mutter aus dem Armenviertel von Chicago.
Er verkörpert die amerikanischen Werte vom sozialer Aufstieg aus bescheidenen Verhältnissen und den Traum der Gleichheit und Gleichberechtigung.
Sarah Palin verkörpert auch dies gleichten Eigenschaften: sie stammt auch aus bescheidenen Verhältnissen, aber ihr Enkelkind wird (zumindest für die erste Zeit) einen Vater haben.
In der EU würden die Waffeln und Pfannkuchen ohnehin schon bald nicht mehr verkauft werden dürfen. Immerhin wird auf der Packung eine Frau mit einem Produkt in Verbindung gebracht, das im Regelfall in einer Küche hergestellt wird. Und auf diese Weise werden in gleicher Weise “Geschlechterklischees” bedient, als wäre sie in der Nähe einer Waschmaschine abgebildet worden. Wie wir wissen, wird das demnächst verboten…
[…] sogar, weshalb auf einer gewissen konservativen, und deshalb logischerweise imperialistischen Frühstücksverpackung von mehr US-Staaten als tatsächlich existent erzählt wurde. — Ist’s Ihnen […]