Gegossenes Blei

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19. September 2008

Ausnahmezustand in Köln

Ich habe mich bisher nicht zu Pro Köln geäußert, auch weil ich zu denen gehöre, denen ein Anbiedern an Politiker wie Le Pen und Haider (der, wenn ich mich recht erinnere, vor ein paar Jahren selbst noch zum Islam übertreten wollte) sehr suspekt ist. Ich bin da ein wenig eigen und vielleicht auch pingelig bei der Entscheidung, wen ich unterstütze. Auf der anderen Seite sprechen sie wichtige Dinge an, die von den demokratischen* Parteien gänzlich ignoriert und totgeschwiegen werden. Ich stehe Pro Köln also relativ unentschlossen gegenüber. Ich habe allerdings keine Probleme, mir eine Meinung über die Vorkommnisse in Köln zu bilden: Ich finde es verstörend und beängstigend. Die freundliche Begleitung der Linksfaschisten durch Medien und etablierte Parteien läßt mich nur noch erschaudern.

*Man gewinnt inzwischen den Eindruck, daß “demokratisch” in den Medien ein Substitut für sozialistisch ist. Denn nichts anderes ist die CDU inzwischen.

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Bisher gibt es 15 Kommentare zu “Ausnahmezustand in Köln”

  1. 1 Heinz (Freitag, 19. September 2008; 23:39): 

    @Sir Winston
    Ich denke darüber ähnlich wie Du. Als ich vor einigen Tagen das hier gelesen habe:
    http://short4u.de/48d4166aaea50

    habe ich Herrn Jürgen Wilhelm von der “Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit” folgende Email geschrieben:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    sehr geehrter Herr Wilhelm,

    wie ich hier

    http://www.ksta.de/html/artikel/1218660534959.shtml

    lesen musste, haben Sie sich über die geplanten Anti-Islamisierungskonferenz am 19/20.09.2008 in Köln geäussert. Sie sollen gesagt haben: „Diese Typen sind die Pest der deutschen und europäischen Politik, und wir werden sie als solche therapieren“ ! Dazu möchte ich zwei Dinge anmerken:

    1) In Bezug auf die Islamisierung haben leider diese z.T. Rechtsaussen-Populisten ein Thema aufgegriffen und vereinahmt, welches von den etablierten Parteien CDU und SPD hätte aufgegriffen werden müssen, da heute der Islam, und nicht der Rechtsextremismus, die größte Bedrohung für uns alle darstellt! Denn der Islam ist der Faschismus der Gegenwart und der Zukunft, den man zuerst bekämpfen würde, wenn man Antisemitismus, Intolleranz, Sexismus und Herrenmensch-Totalitarismus ehrlich bekämpfen wollte! Leider betrachten Juden und Christen den Islam z.T. tatsächlich als eine Art “Schwesterreligion”, was er definitiv nicht ist! Einziges Ziel des Islam ist die UNTERWERFUNG der ganzen Menschheit unter die Scharia, mit allen Mitteln! Juden und Christen sind lt. Koran dabei die absolut “schlimmsten aller Ungläubigen”, die es umzubringen gilt! Den Koran werden sie durch Dialoge mit Muslimen nicht revidieren können, er ist für echte Muslime absolut unveränderbar und verbindlich.

    2) Es sind die linken Gruppierungen, die sich ständig den “Antifaschismus” auf die Fahnen schreiben, die heute die eigentlichen Antisemiten sind! Sie nenen es nur “Antizionismus”, die Gefühle dieser Kreise gegenüber Juden sind die gleichen, wie bei den Nazis! So sind es heute auch die Linken, die früher immer besonders dem Christentum und dem Judentum kritisch gegenüber standen, die sich für die Etablierung des Islam in Deutschland und Europa einsetzen! Ist es nicht krank, dass eine Religion, die offensichtlich alle negativen Eigenschaften aufweist, welche die Linken früher immer dem Christentum unterstellt haben und weshalb sie es jahrzehntelang bekämpft haben, heute von diesen Kreisen mit solchem Einsatz verteidigt und gefördert wird ?! Wollen Sie Ihre Therapie nicht lieber zuerst bei diesen Kreisen anwenden ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Es ist unglaublich, welche Massen und Schichten sich alle mobilisieren lassen, um das zu fördern, was sie vorgeben verhindern zu wollen!

  2. 2 Jürgen (Freitag, 19. September 2008; 23:49): 

    Da sprichst Du mir aus dem Herzen, Sir. (Du auch, Heinz.) Ich stehe proKöln auch eher gespalten gegenüber. Und auch mich stören vor allem die Verbindungen zu Politikern wie Strache, Haider und Le Pen. Andererseits: wenn sich sonst keine politische Partei des akuten Themas Islamisierung annimmt, was bleibt dann übrig? Ich würde proNRW, würde ich in NRW wohnen, protesthalber wählen, finde aber die Partei insgesamt sehr unausgegoren (die haben ausser Islam und innere Sicherheit nichts zu bieten). Gerade wegen eines nicht vorhandenen umfassenden Parteiprogramms, das auch andere innenpolitische Themen aufgreift und sich darüber hinaus aussenpolitisch positioniert, ist für mich die gesamte Partei so gut wie nicht einzuschätzen. Weiß ich, ob da Antisemiten hausen? Ob es dort Wirtschaftsfeinde gibt? Verschwörungstheoretiker? Wie will man, sollte man irgendwo ernsthafte Stimmenanteile erhalten und ggf. regierungsfähig werden, kommunale, Landes- oder Bundesfinanzen regeln? Etc. pp. Da sind so viele offene Variablen, die ich sehr kritisch sehe.

    Aber wie gesagt, aus Protest gegen den Politschrott, den sämtliche Großparteien abliefern, und auch alleine angesichts der linksterroristischen Massenhysterie gegen proKöln würde ich sie erstmal wählen. Aber ob’s zu mehr als reiner Protestwahl käme, steht in den Sternen. (Ich glaube eher nicht.)

  3. 3 Sir Winston (Samstag, 20. September 2008; 00:01): 

    @ Jürgen

    Da sind wir uns tatsächlich mal sehr einig. ;-)

  4. 4 Heinz (Samstag, 20. September 2008; 00:22): 

    Gerade nochmal Nachrichten auf n-tv geguckt:
    Unzählige Male werden die Veranstalter des Kongresses als “Rechtsextremisten” bezeichnet, man vesucht auch ja Personen abzubilden, die möglichst kurze Haare haben und wenigstens ein Bisschen an Glatzen erinnern - Szenenwechsel: Autonome Steinewerfer werden eingeblendet. Sie werden als “Demonstranten” bezeichnet und ihr Verhalten wird kühl und sachlich als “Protest” bezeichnet! :-(

  5. 5 Sir Winston (Samstag, 20. September 2008; 00:29): 

    Ja, es wäre unglaublich, wenn man es nicht schon gewohnt wäre…

  6. 6 Gudrun (Samstag, 20. September 2008; 01:27): 

    Freitag, in den 15 Uhr-Nachrichten auf ARD, wurden die Pro-Kölner als Rechtskonservative bezeichnet. Ich war sehr überrascht. Später kam gar nichts mehr zum Thema.

    Pro-Köln gewinnt Bedeutung, weil die anderen Parteien, von CDU/CSU bis zu der Linken, zur Verhinderung der Islamisierung Deutschlands und Europas ihrer Aufgabe nicht gerecht werden. Entweder, es interessiert unsere Politiker nicht, oder sie kollaborieren mit den Islamfunktionären auf Grund persönlicher und Parteiinteressen. Man kann es in Penzberg sehen. Alois Glück, Vorsitzender der CSU-Grundsatzkommission, wenn ich nicht irre, ist Freund der Islamisierer und auch des Prof. Udo Steinbach, den er duzt.

    Was will man erwarten? Sinnigerweise sind die Pro-Kölner ebenfalls für gute Zusammenarbeit mit dem Iran, für die atomare Aufrüstung der Mollahs, weil andere Länder, gemeint ist Israel, ja auch Atombomben besäßen.

    Wer sich Pro-Köln anschließt, der treibt den Teufel mit Belzebub aus.

  7. 7 mvh (Samstag, 20. September 2008; 01:55): 

    Wenn der Belzebub wie der Teufel ist, warum reagiert man dann auf den Belzebub überaus heftiger als auf den Teufel?

  8. 8 Wolle (Samstag, 20. September 2008; 11:54): 

    Da die politische Diffamierung nicht erst seit Köln in den Medien und durch etablierte Parteien betrieben wird,hat mich die geballte und anscheinend einhellige Meinung gegen Le Pen mißtrauisch gemacht. Die Einladung Le Pens wurde als einzige ernstzunehmende, substanzielle Kritik an Pro-Köln verwendet, um die angebliche “Rechtsradikalität” Pro-Kölns zu beweisen.
    Ich habe versucht, Informationen über Le Pen zu ergoogeln. Außer den Hinweisen in Wiki habe ich nichts,außer einschlägigen Behauptungen, finden können.

    Allein die unter der Rubrik “Le Pen und die Justiz” aufgeführten Vorwürfe bei Wiki überzeugen mich nicht von der rechtsextremistischen Einstellung Le Pens. Vielleich weiß ja Gudrun näheres über ihn?

  9. 9 Wolle (Samstag, 20. September 2008; 12:00): 

    @Gudrun

    Was will man erwarten? Sinnigerweise sind die Pro-Kölner ebenfalls für gute Zusammenarbeit mit dem Iran, für die atomare Aufrüstung der Mollahs, weil andere Länder, gemeint ist Israel, ja auch Atombomben besäßen.

    eine Quelle für diese Aussage gibst natürlich auch?

  10. 10 bernd (Samstag, 20. September 2008; 12:24): 

    Na also wirklich, die Sowjetunion war doch harmlos dagegen, da musste die Staatsmacht noch selbst die Opposition unterdrücken. In Köln macht das der von der Staatsmacht und den Zeitungen aufgehetzte Pöbel. Putintreue Jugend knüppelt Opposition nieder, na da würden wir uns aber aufregen, würden uns wir da. Aber he, es geht ja gegen Rechts oder Rechtsextrem, auf jeden Fall wollen wir verhindern, dass die Antiislamisierer alle Moslems vergasen, wie den Giordano, der das tapfer weiter behauptet, trotz Vergasungsgefahr, da muss ein bischen demokratischer Widerstand, so mit Steinewerfen und Farbbeutel schmeissen, schon erlaubt sein. Oder bist DU etwa für die, die die Moslems alles vergasen wollen? He?

  11. 11 Huwi (Samstag, 20. September 2008; 12:55): 

    @Wolle

    Le Pen ist u.a. wegen Leugnen des Holocausts in Deutschland rechtskräftig verurteilt. Mir reicht das, um ihn abzulehnen.

  12. 12 Wolle (Samstag, 20. September 2008; 13:13): 

    @Huwi

    Die Rechtskräftigkeit des Urteils mag gegeben sein. War das Urteil auch gerechtfertigt?
    Kennst Du den Inhalt des Verfahrens?
    In Frankreich wurde Le Pen wegen
    der Aussage „Wenn wir nicht mehr 5 Millionen, sondern 25 Millionen Muslime in Frankreich haben, werden sie herrschen” zu einer Geldstrafe von 10.000 € wegen Aufstachelung zum Rassenhass verurteilt.
    Ist das gerecht?
    Wenn man zur Zeit erlebt, wie Recht gebeugt wird, besteht kein Anlaß , solchen Verurteilungen eine Bedeutung beizumessen.

  13. 13 Seba96 (Samstag, 20. September 2008; 14:21): 

    Le Pen ist kein sympathischer Mensch, vermutlich sogar Rassist (was ich als eine Art Neurose bezeichnen würde). Aber der Prozess gegen ihn bzw. damit die Meinungsfreiheit war ein rein politischer Prozess und ist auch genau so ausgegangen wie es politisch gewünscht war.
    Da es die bürgerlichen Kräfte in Westeuropa heute nicht mehr hinkriegen, sich klar zu positionieren bzw. sich auch schon der wachsenden Wählerschicht aus linksbürgerlichen Multikulti-Illusionisten öffnen wollen (”Moderne CDU” etc.) bleibt Protest- und Masseneinwanderungskritischen Wählern fast nur noch Nichtwahl oder unausgegorene und leider etwas monothematische Protestkräfte zu wählen.

  14. 14 Gudrun (Sonntag, 21. September 2008; 22:30): 

    Lieber Wolle, die Quellen für meine Behauptung stehen in einem meiner Artikel, in diesem: Rechts ´n Hakenkreuz, links ´ne Moschee - oder umgekehrt? Anmerkungen 4-6

    Bei solchen Äußerungen kannst Du bei mir immer davon ausgehen, daß ich sie belege.

  15. 15 pro NRW (Sonntag, 07. Dezember 2008; 15:17): 

    Anbiedern an Le pen und Haider ?

    1. Ist der verstorbene Jörg Haider nicht mehr in unserer Partnerpartei FPÖ, sondern hatte diese verlassen und eine eigene Abspaltung das BZÖ gegründet.

    2. Was ist denn an Le Pen so schlimm, daß er nicht auf dem Anti-Islamisierungskongress hätte sprechen dürfen ?

    3.Warum wird immer nur “pro Köln” als Veranstalter des Anti-Islamisierungskongress genannt ?

    Die gesamte Bürgerbewegung “pro NRW” war doch auch Veranstalter !
    Das pro Köln Konzept wird ja mittlerweile auf ganz NRW ausgedehnt.
    Also helft ALLE mit, indem Ihr noch HEUTE Mitglied bei pro NRW
    oder pro Deutschland werdet !

    WER KÄMPFT KANN VERLIEREN, WER NICHT KÄMPFT HAT SCHON VERLOREN !!

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