… dass ich das erleben musste
Er war mir nicht immer sympathisch, aber heute hat er sich etwas geleistet, was ich zutiefst bewundernswert finde! Ich glaube, er meint es gar nicht politisch, aber es ist schön, zu erleben, dass die Staatsfernsehsender u.A., die inzwischen auf DDR-Niveau angekommen sind, mal eins über den Pelz kriegen:
„Ich nehme diesen Preis nicht an“, erklärte der 88-Jährige überraschend vor den geladenen Gästen in Köln. Vielleicht hätte er dies früher sagen müssen, räumte er ein, aber: „Ich habe nicht gewusst, was mich hier erwartet.“ Er fügte hinzu: „Ich finde es auch schlimm, dass ich das erleben musste.“ Moderator Thomas Gottschalk hatte Reich-Ranicki bei der Aufzeichnung der Preisverleihung in seiner Laudatio zuvor als einen faszinierenden Menschen gewürdigt, der Großes für das Fernsehen geleistet und Großes gesagt habe. Der 88-Jährige wollte die Auszeichnung für sein Wirken jedoch nicht annehmen. Es habe früher bei Arte gute Sendungen gegeben, sagte er – anders als „der Blödsinn, den wir hier zu sehen bekommen haben“.
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War doch nicht uebel. Das TV Niveau ist doch total im Keller. Bin ja gespannt wie das weitergeht.
Ich habe es zwar nicht gesehen, aber klingt fein. Ich hoffe auf den Tag, an dem irgendjemand den Friedensnobelpreis ablehnt…
Nun ja - wieviele Jahre arbeitet Herr Reich-Ranicki jetzt schon fürs Fernsehen? Und da will er erst jetzt gemerkt haben, wie bescheuert das Fernsehprogramm der ÖR ist?
Naja gut, er will halt auf seine alten Tage nochmal kräftig aufs Blech hauen, und das sei ihm vergönnt …
Er will nur nicht ausgezeichnet werden von diesem Sender, Kurosuke. Wo will denn jemand veröffentlichen und sein Geld verdienen in Deutschland, wo gibt es denn Medien, denen man insgesamt positiv gegenüberstehen könnte?
Ich wäre beispielsweise froh, wenn ich einmal meine Artikel irgendwo unterbringen könnte und dafür ‘nen Euro erhielte, und wenn’s beim Spiegel oder bei Cicero wäre. Das heißt doch nicht, daß man ein begeisterter Anhänger dieser Medien sein muß.
Anständige, aufrechte Journalisten könnten alle ihren Beruf an den Nagel hängen und sich was anderes suchen. So sieht’s aus.
Stur wie ein kleines Kind, der Herr Ranicki!
Dass er nicht wusste, was ihn erwartet, nehm ich ihm nicht ab. Das hat er doch von Anfang an so geplant.
Also ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass das Fernsehen jemals ein Niveau gehabt hat. Wer sich vor die Glotze hockt, will unterhalten werden. Wer sich stattdessen bilden will, kann das auch ohne TV.
Aber die Unterhaltung war schonmal besser, bilde ich mir ein…
Stimmt, hatte ich ganz vergessen. Du meinst wahrscheinlich die Zeit, als einem MacGyver noch den Nachmittag gerettet hat. Das war wirklich die einzige Fernsehserie, die ich jeden Nachmittag geschaut habe und da hat man auch noch etwas gelernt
Da wurde man unterhalten. Aber diese Zeiten sind mittlerweile leider auch vorbei.
An dieser Stelle möchte ich dem Herrn Reich-Ranicki noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben: Vielleicht einfach mal in die Bedienungsanleitung des TV-Gerätes schauen und nach einem Power-Knopf suchen. Damit kann man das Gerät nämlich auch ausstellen, falls einem das Programm nicht zusagt. Es wird ja keiner gezwungen, sich dieses “nievaulose” Zeug anzusehen
Das Fernsehprogramm ist grottenschlecht. Die Nachrichten schaue ich nur noch, um zu sehen, was sie wieder ausgelassen, verbogen oder freischaffend hinzugefügt haben (letzteres selten, dazu bedürfte es der Phantasie), ich schaue, um mich zu entspannen, die Krimis, die SOKOs um 18 Uhr. Die sind ganz gut, vor allem “Ein Fall für Zwei”. Was die Abendkrimis angeht, so sind sie das allerletzte. Neuerdings kommt einer hinzu, er heißt Der Kriminalist.
Da hält ein von sich eingenommener Schauspieler seinen Schädel in die Landschaft und schaut tiefsinnig. Es grenzt an Komik - aber wenn ich Komik sehen will, schaue ich lieber Mutter Schagalla, bei Strathmanns.
Aber nicht nur kommerzielle Niveaulosigkeit, wie es in Amerika herrschet, sondern öffentlich-rechtliche Niveaulosigkeit, von Fernsehgebühren finanziert.
@ Paul
Ich dachte ans “A-Team” und “Ein Colt für alle Fälle”, aber ich glaube wir denken an die gleiche Zeit.
Heute gibt es um 22:45 Uhr auf 3sat den Kommissar. Auf 3sat gab’s auch schon die alten Stahlnetz-Krimis von Wolfgang Menge. Vielleicht erbarmen sie sich ja mal und senden die alten Derricks, mit Horst Tappert, den man übrigens schon in Folgen vom Kommissar sehen kann.
Also, was ich allen Krimifans nur wärmstens empfehlen kann, ist Kommissarin Lund, jeden Sonntag Abend (na ja, eher Nacht), leider) im ZDF. Grad war die fünfte von zehn Folgen, bei denen es um ein und denselben Fall geht, zu Ende. Hochspannend, sehr clever gemacht. Absolut empfehlenswert! BTW: Ist eine dänische Produktion.
Ich gucke seit Jahren K11 und hab mal den Fanclub mitgeleitet. Leider hab ich keine Zeit mehr dafür und die, die sich jetzt darum kümmern sollten, kriegen den A**** nicht hoch.
Die Courtshows fand ich auch immer klasse, hab aber höchstens im Urlaub mal Zeit, sie zu gucken.
Wenn ich in Österreich bin, guck ich auch schon mal Trautmann…
Aber Krimis sind in der Tat noch die Formate, die man in der armseligen Fernsehlandschaft am Ehesten ansehen kann.
Hab übrigens selbst auch ein Krimimanuskript geschrieben, dessen Handlung in Schwerin spielt, bloß hab ich nach dem Hauskauf zurzeit keine € 5.000,00 in der Portokasse, die der Verlag, der es drucken würde, als Druckkostenbeitrag haben will. Wenn jemand das Zeug lesen will, schick ich es gerne via E-Mail…