Lieber Öhringer Schule als Frankfurter Schule! :) - Erfolg für Evangeliums-Baptisten
Ab und an gibt es auch noch gute Nachrichten, sogar aus Deutschland. Vor einigen Monaten erregte der Fall der Familie Dudek Aufsehen, deren Opposition gegen die Zwangsbeschulung durch das zeitgenössische staatliche Schulsystem (zu dessen Sternstunden unter anderem PISA, Erfurt und die Rütli-Schule zählen) mit Gefängnisstrafen geahndet wurde.
Im Hohenlohekreis waren es Eltern aus dem Umfeld einer Baptistengemeinde, die nach den Erfahrungen mit einem rigiden staatlichen Bildungsmonopol, das vor gar nicht so langer Zeit auf deutschem Boden noch von Personen wie Adolf Hitler oder Margot Honecker gestaltet wurde, kein uneingeschränktes Vertrauen in das öffentliche Schulwesen hatten und die Bildung und Erziehung ihrer Kinder lieber in die eigenen Hände nehmen wollten.
Zwar konnten sie sich mit ihren Homeschooling-Bemühungen nicht durchsetzen. Ihre Hartnäckigkeit und ihre Courage machte sich jedoch in Form eines ansehlichen Teilerfolges bezahlt, der durchaus noch positive Folgen und vor allem einen Motivationsschub für andere besorgte Eltern bedeuten könnte.
Nicht jedes deutsche Gericht ist vom Ungeist der 68er erfüllt. Das Verwaltungsgericht in Stuttgart sprach am Ende den Öhringer Evangeliumschristen das Recht zu, eine eigene Schule zu betreiben.
Zwar wurden der zukünftigen Schulleitung einige Auflagen gemacht:
Ab der fünften Klasse muss die Evolutionstheorie “mit der nötigen Seriosität und dem nötigen Umfang” dargestellt werden, so der Richter. Das pädagogische Konzept muss an die staatlichen Schulen angepasst werden. Außerdem verpflichtet sich die Schulleitung, neue Lehrer einzustellen, deren Qualifikation nachgewiesen werden muss. Ein naturwissenschaftliches Labor und eine Sporthalle sollen zudem eingerichtet werden.
Aber wer selbst gähnend im Biologieunterricht saß, als die Evolutionstheorie “mit der nötigen Seriosität und im nötigen Umfang” durchgenommen wurde, weiß, wie kreativ man vorgehen kann, um dafür zu sorgen, dass sicher keine Kinderseele daran Schaden nehmen wird. Und was nützt ein “pädagogisches Konzept”, das in Anpassung an die staatlichen Schulen Sexualkunde vorschreibt, wenn auf Grund der Stofffülle am Ende des Jahres aus Zeitgründen ein paar Themen nicht mehr durchgenommen werden können und es dann vll “bedauerlicherweise” ausgerechnet die trifft… wie schade aber auch…
“Fortschrittliche” Kommentatoren schäumen vor Wut über den Erfolg der Kreationisten. Die Behörden hätten “wenigstens Grundschüler vor einer radikalen Religiosität schützen sollen”, so einer von ihnen. Vll sollten sie sich lieber einmal Gedanken darüber machen, wie Behörden Kinder vor Gewalt, Gruppenzwang, Mobbing und der entwürdigenden Frühsexualisierung durch Medien und “fortschrittliche” Mitbürger schützen können.
Insgesamt aber ist der Ausgang dieses seit 2005 laufenden Verfahrens ein Grund zur Freude. Ganz große Gratulation an die tapferen und unerschrockenen Eltern und Mitglieder des Schulvereins und alles Gute und Gottes Segen den Verantwortlichen der neuen Schule!
Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Gesellschaft, Papa Staat, Christen & Kirche, Germanyland
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