Gut, den Titel hab ich bei topiltzin geklaut (1|2), aber ich finde, das Nachfolgende passt ganz gut in seine bisherige Kleinserie. Ich hätte meinen kurzen Beitrag auch so überschreiben können:
Was des Kaisers neue Kleider, sind des Messias neue Tempel
(Auch geil, gell?)
Um was geht’s? Darum: 150.000 Bucks aus Wahlkampfspenden habe Sarah Palin zur Unterstreichung ihrer natürlichen Schönheit bei ihren Wahlkampfauftritten verpulvert. So echauffierten sich nicht nur deutsche Zeitungen (denen es eh egal sein könnte), sondern speziell die linken US-Mainstreammedien.
Sicher, kann man sich trefflich darüber streiten, ob das nötig ist (war) oder nicht. Andererseits ist es mir persönlich lieber, jemand haut soviel Knete auf den Kopf, um in der Öffentlich hübsch, adrett, attraktiv, ansehlich, sympathisch etc. auszusehen, als dass ein anderer 5.300.000 Dollar dafür verpulvert, seinen ihm nachgesagten pseudogöttlichen Status durch übertriebene, geschmacklose Kulissen einer Wahlkampfbühne auf dem Ivesco Field in Denver zu unterstreichen, und damit in seiner Hybris eine erlöserhafte Selbstinszenierung zu betreiben.
Jepp, richtig erkannt: im zweiten Fall geht’s um “The One”, den schwarzen “Messias” aus dem “gelobten Land”, Barack O., den Retter der Enterbten, Verarmten, sozial Benachteiligten, Geringverdiener, Verwahrlosten, Opfer des Kapitals — oder sozialistisch korrekt ausgedrückt: der Arbeiter und Bauern.
5,3 Mille für so einen Scheiss! Jetzt schaun Sie sich dochmal den Protz auf dem Bild an! 5,3 Mio. — was hätte der ehrenvolle “community organizer” in den Slums Chicagos mit dieser Summe nicht alles Gutes tun können. Aber, wie so oft: viel Blabla, und wenn’s drauf ankommt, ist nix dahinter. Zumindest dann nicht, wenn’s an die eigene Kohle geht (im weitesten Sinne).
Und die Medien? Denen doch egal. War ja nicht McCain, der sich für 5.300.000 Dollar vulgär-architektonisch einen runtergeholt hatte. Aber die 150.000 Kröten der Palin zum Medienskandal erheben, so ist’s recht!
(Inspiriert durch eine Mail von Gudrun)