Staatliche Arbeitsplatzvernichtung
Inzwischen ist wohl sogar eine Mehrheit der FDP-Anhänger für die Einführung von Mindestlöhnen.
In einigen Branchen gibt es bereits Mindestlöhne, etwa am Bau oder bei Briefzustellern. Bei einer großen Mehrheit der Deutschen wächst die Zustimmung für solche Lohnuntergrenzen - sogar bei Anhängern der FDP. Nun machen die Gewerkschaften Druck auf CDU und CSU.
Die Zustimmung für die Einführung von Mindestlöhnen in Deutschland wird größer. Vier von fünf Deutschen sind für solche Lohnuntergrenzen, wie aus einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervorgeht.
Die Gewerkschaften wollen die Ergebnisse der Umfrage nutzen, um CDU und CSU zum Umdenken zu bringen. IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel sagte, bei einer so großen Zustimmung in der Bevölkerung könne die Politik “nicht einfach wegschauen“. DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki mahnte, nicht nur mit Blick auf die Bundestagswahl sollten sich die “Gegner einer menschenwürdigen Entlohnung, namentlich in der CDU/CSU, überlegen, ob sie den Widerstand gegen die Einführung weiterer Lohnuntergrenzen aufrecht erhalten wollen“.
Mindestlöhne sind Arbeitsplatzvernichter und ein weiterer Sargnagel der freien Marktwirtschaft. In Deutschland muß niemand verhungern, daher muß auch niemand eine Arbeit annehmen, die ihn trotz Arbeit schlechter als mit Sozialhilfe dastehen läßt.
Würden daher Friseure und Putzfrauen die Konsequenz aus ihrem zu geringen Gehalt ziehen und statt auf einen Mindestlohn zu spekulieren einfach einen anderen Job suchen, würden ihre Arbeitsplätze nicht mehr besetzt werden können. Die Folge daraus wären deutlich bessere Auftragslagen für alle, die diese Arbeiten noch ausführen können, was zu steigenden Preisen der Firmen führen würde. Um bei guter Auftragslage Angestellte zu finden, müßte diesen mehr bezahlt werden. Die direkte Folge wäre ein selbstregulierter Lohnanstieg, der auch marktgerecht - und damit mitunter vielleicht sogar deutlich über dem angestrebten Mindestlohn wäre.
Statt dessen verläßt sich der dumme Deutsche lieber mal wieder auf Vater Staat und wünscht sich einen weiteren Bereich, in dem der Staat alles regelt und kontrolliert.
Wozu Mindestlöhne führen hat sich bei der Firma PIN gezeigt, die nach der Einführung des Mindestlohns tausende Stellen streichen mußte. Tausende waren damit arbeitslos, obwohl sie vorher eine Anstellung hatten, die ihnen den Stolz gab ihr Geld selber verdienen zu können…
Siehe dazu Focus:
PIN-Chef Günter Thiel übte scharfe Kritik an den Plänen von Union und SPD zur Einführung eines Mindestlohns für Briefträger. Damit würden „Investments in Milliardenhöhe“ zunichte gemacht und Tausende von Arbeitsplätzen bei den Konkurrenten des Ex-Monopolisten Deutschen Post vernichtet. Die große Koalition hatte sich vor wenigen Tagen auf einen Mindestlohn für die Postbranche geeinigt, der zwischen acht Euro und 9,80 Euro liegen soll. Diesen Lohn hatte die Deutsche Post mit der Gewerkschaft Ver.di vereinbart.
Pin entlässt ein Viertel der Beschäftigten
Der angeschlagene Postdienstleister PIN hat bisher insgesamt ein Viertel seiner 11 400 Beschäftigten in die Arbeitslosigkeit geschickt.
HB KÖLN. Betroffen seien 2770 Mitarbeiter, sagte der Vorstandsvorsitzende der Pin Group AG S.A., Horst Piepenburg, am Montag in Köln. 500 Arbeitsplätze seien durch den Verkauf von drei Tochtergesellschaften definitiv gerettet.Für 8000 Mitarbeiter werde eine Investorenlösung gesucht. „Wenn uns das nicht gelingt, sind sämtliche Arbeitsplätze bedroht“, sagte der Sanierungsexperte. Bis Mitte April solle über das endgültige Schicksal der Gruppe Klarheit herrschen.
Mindestlohn-Folgen Post-Chef macht Kasse, PIN entlässt Mitarbeiter
Als Reaktion auf die Einführung des Mindestlohns für Briefzusteller hat die PIN-Group die Entlassung von zunächst 1000 Mitarbeitern angekündigt. Gleichzeitig macht Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel Kasse und verkauft Aktien. Der Kurs profitierte von der Mindestlohnentscheidung.
Autor: Huwi | Abgelegt unter Libertophobie, Gesellschaft, Germanyland
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