Gegossenes Blei

Den täglichen Rückblick auf Interessantes und Abstruses aus der internationalen Medienwelt und Blogosphäre in Bezug auf die aktuelle israelische Antiterror-Operation "Gegossenes Blei" gibt's bei Helplev. Lesen!
03. November 2008

Ein Aufruf, der leider zu spät kommen dürfte …

… aber trotzdem zeitlos richtig bleibt. Eine frühere Miss America ergreift Partei für das Leben und gegen die “Kultur des Todes”.

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Autor: topiltzin | Abgelegt unter Abtreibung, Gesunder Menschenverstand, Gesellschaft, USA
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03. November 2008

Polizeiruf 110: Kommunistenverfolgung in Deutschland?

Ich kann mir Euer ungläubiges Kopfschütteln vorstellen, wenn ich sage, dass ich Schwerin für die wahrscheinlich schönste Stadt der Welt halte. Es ist einfach so. Dass meine zukünftige Ehefrau und ich vor 2 Jahren in gewisser Weise dort “offiziell” zusammengekommen waren, ist da nicht einmal das Entscheidende, denn ich empfand Schwerin zuvor schon als das, was es für mich ist (und seither umso mehr…). Obwohl man in Neu Zippendorf “vergessen” hatte, die Lenin-Statue aus “DDR”-Zeiten abzuräumen, obwohl Straßen nach tollwütigen Kommunisten wie Konstantin Ziolkowski benannt sind und nicht nur Nazis im Landtag sitzen, sondern Schwerin seit ein paar Tagen auch die zweifelhafte Ehre hat, als bisher einzige deutsche Landeshauptstadt eine SED-Oberbürgermeisterin zu haben.

(In dem Hochhaus, das bei 2:58 rechts zu sehen ist, hab ich mal gewohnt :) )

Zu verdanken ist Letzteres nicht zuletzt der “Schweriner Volkszeitung” (früher Verlautbarungsblatt des Genossen Staatsratsvorsitzenden), die tagein, tagaus biederste politisch korrekte Schonkost bietet und nur einmal für eine kurze Zeit den Kampagnenjournalismus in alter Agitprop-Tradition wiederentdeckt hatte, nämlich als sie die Mehrheit der Wähler davon überzeugen konnte, dass nicht die sorgepflichtigen, asozialen Eltern, sondern vielmehr der frühere CDU-OB Norbert Claussen und sein glückloser Sozialdezernent Junghans dafür verantwortlich gewesen sein sollen, dass in Mitten des Plattenbauviertels Lankow ein 5-jähriges Mädchen verhungert war…

Der SVZ ist es noch nicht einmal aufgefallen, aber in zahlreichen anderen Zeitungen war es zu lesen, dass Schwerin nunmehr auch sein “Polizeiruf 110″-Team verlieren wird. Stattdessen wird die Sendung künftig aus dem - hässlicheren, aber wirtschaftlich bedeutenderen - Rostock kommen.

Das Besondere daran: Einer der bisherigen Darsteller, der Kabarettist Uwe Steimle, der den Kommissar Hinrichs spielte, wittert eine Polit-Intrige und bezichtigt die ARD indirekt einer Neuauflage des McCarthyismus - das Wort fiel wohl nur deshalb noch nicht, weil in und um Schwerin vll keiner weiß, was das überhaupt ist… :)

Schwerin Pfaffenteich

Eine Solidaritätserklärung des Kabarettisten für den “Tatort”-Kommie-Kollegen Peter Sodann und schon bekommt man in Deutschland “Berufsverbot”: Es gab schon Verschwörungstheorien, die glaubhafter klangen. Was man tun muss, um “Berufsverbot” im deutschen Fernsehen zu bekommen, sieht man an Eva Herman. Aber für linkes Engagement, egal wie extrem, hat es noch zu keiner Zeit je irgendwelche Konsequenzen gegeben. Höchstens in Form einer Beförderung oder der Überschüttung mit Preisen - so etwa wie Anus Praeter vor kurzem…

Möglicherweise liegt die - aus meiner Sicht unabhängig von der Qualität der Krimis bedauernswerte - Entscheidung, das Schweriner 110-Team aufzulösen, wohl eher daran, dass die Stadt jedes Mal der eigentliche Star und manchmal das einzig Sehenswerte daran war.

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Autor: topiltzin | Abgelegt unter Aus dem Irrenhaus, Medienwelt, Gesellschaft, Germanyland, In eigener Sache
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03. November 2008

“Spiel nicht mit den Schmuddelkindern”

sang Franz Josef Degenhardt, Barde der Linken, der in den Sechziger- und Siebziger-Jahren den Beweis erbrachte, dass proletarische Gesinnung, beschissene Texte und schlechte Musik klaglos zusammen passen. Sie hätte es also wissen müssen, die Ypsilon aus Hessen. Nun steht sie da, vor den Trümmern ihrer verantwortungslosen Machtgeilheit und Deutschland darf noch einmal aufatmen. Sie und ihre Partei haben eine Blamage eingefahren, an der sie noch lange zu kauen haben mögen. Erfreulich, doch der Gedanke, dass lediglich die demokratiepolitisch einwandfreie Haltung einiger Genossen das Zusammengehen der SPD mit einer kommunistischen Partei verhindert hat, stimmt bedenklich.
“Hessen hat ein Gewissen bekommen” titelte die “WELT”. Nicht Hessen, nur die SPD. Die vier “Abweichler”, denen eine innere Stimme sagte, dass ein Koalieren mit einer Partei, die für den Gulag steht, die eine direkte Verbindung (und noch immer eine gewisse Personalgleichheit) mit den stalinistischen Mördern hat, nicht möglich sein dürfe, haben verhindert, dass eben jene Partei in einem weiteren Bundesland ihr wenig segensreiches Wirken antreten konnte.
Vier Abgeordnete, denen man sehr wohl ein ein “Gewissen” zubilligen darf, haben dafür gesorgt, dass es in Zukunft vielleicht schwieriger werden dürfte, mit dem Totalitarismus Hand in Hand in eine wenig erfreuliche Zukunft zu gehen. Vier Abgeordnete, ausreichend, den Sprung der Ypsilon an die Macht zu verhindern, herzlich wenig für eine Partei, die in der Vergangenheit für ein demokratisches Deutschland stand. Es ist an der Zeit, dass der Rest der Partei - und auch der Wähler - sei Gewissen wieder entdeckt!

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Autor: tankdriver | Abgelegt unter Left Trash, Germanyland
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03. November 2008

Lügilanti abserviert

Huwi hat es vorhin bereits angedeutet, nach der Pressekonferenz der vier SPD-Abweichler Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts ist es amtlich: es gibt keine Mehrheit für die hessische Lügenbaronin und ihre Kür zur Ministerpräsidentin ist damit passé.

Dass ich mich darüber überaus freue, ist sicher kein Geheimnis. Dass man dabei, wie Müntefering in seiner PK eben verdeutlichte, den Vieren (resp. dreien von ihnen, denn Frau Metzgers Position war von Anfang an klar) vorwerfen kann, mit ihrer kurzfristigen Entscheidung politisch unverantwortlich gehandelt zu haben, ist unbestreitbar eine legitime Sicht von der einen Seite. Die andere Seite ist jedoch die, die Walter, Tesch und Everts klar machten, dass nämlich ihre Entscheidungsfindung ein Prozess war, der eben nach dem erfolgten Wortbruch von Ypsilanti in Gang kam und der in einer gewissen Zerrissenheit zwischen Parteidruck und -verbundenheit, Wähleraufträgen und -meinungen und schließlich dem eigenen Gewissen hinsichtlich einer Duldung durch eine Partei mit “verfassungsfeindliche Tendenzen” (Everts) zustandekam und erst am Wochenende, nach dem SPD-Landesparteitag am Samstag, sein Ende fand.

Als schwächstes Glied der vier SPD-Abweichler empfand ich SPD-Landesvizechef Jürgen Walter, der sich augenscheinlich erst dann zu seinem Entschluss durchringen konnte, als die drei Damen am Wochenende an ihn herantraten. Seine Äusserungen auf der PK ließen ihn aus meiner Sicht als den mit dem geringsten Rückgrat erscheinen, denn aus seinen Worten war herauszuhören, dass er, wäre er alleine gestanden, seiner inneren Überzeugung nicht öffentlich Audruck durch die ZUstimmungsverweigerung verliehen hätte (”Der Weg ist ein schwerer. Ich bin froh, dass ich hier oben nicht alleine sitze”).

Aber wie auch immer: Ypsilanti ist erstmal weg vom Fenster, und mit ihr ihr öko-fanatischer “Sonnengott” Hermann Scheer, von dem sogar die Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie sagt, er habe von Wirtschaftspolitik so viel Ahnung wie die für Ypsilantis Wahl benötigten Linken, und der auch gerne mal für ein Interview bei den anderen “grünen Extremisten” zur Verfügung steht.

Schaun wir mal, ob sich in Hessen das leidige Thema Ypsilanti nun endgültig erledigt hat und die Dame ihre folgerichtigen Konsequenzen zieht, oder ob sie das Land trotz allem irgendwann in den Abgrund zu ziehen die Stirn hat.

Nachtrag: Sehr treffend der Welt-Kommentar: Was für Ypsilanti eine Katastrophe ist, ist eine Sternstunde für die Demokratie

Nachtrag 2: Sehr geil die Unausstehlichkeit in Person der deutschen Politik, die notorische Betroffenheits- und Empörungsbeauftragte der Grünen, Claudia R.:

Den Abweichlern in der Hessen-SPD warf Roth eine “politische Verkommenheit” vor, das zu Politikverdrossenheit führen werde.

Ne, Claudia, Typen wie du, samt deinen Ansichten, sind es, die zu Politikverdrossenheit führen und die beispiellos sind für eine politische Verkommenheit in Deutschland.

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Autor: Jürgen | Abgelegt unter Lug & Betrug, Politik allg., Germanyland
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03. November 2008

Die Lügnerin wird gestoppt!

So scheint es nun zumindest zu sein, wie hr berichtet:

Der zweite Anlauf von SPD-Chefin Andrea Ypsilanti zum Machtwechsel in Hessen ist gescheitert. Nach hr-Informationen sollen mindestens vier SPD-Landtagsabgeordnete heute ihren Austritt aus der SPD-Fraktion erklären.

Schade! Schade, daß sie das schon jetzt bekannt gegeben haben. Ich hatte so etwas erhofft und auch erwartet, immerhin kann ja es nicht allen SPD-Abgeordneten egal sein, daß Ypslilanti die Zusammenarbeit mit der SED ausgeschlossen hatte (denn auch sie werden dann ja wohl bei der nächsten Wahl abgestraft), doch hatte ich auf einen Ablauf wie in Schleswig-Holstein bei Heide Simonis gewünscht.

So oder so wird Ypsilanti nun gestoppt. Dabei verändern sich die Verhältnisse deutlich:

Damit verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse im Wiesbadener Landtag deutlich. Falls die CDU mit ihren 42 Abgeordneten mit den 11 Abgeordneten der FDP eine Koalition bildet und diese von den vier abtrünnigen SPD-Abgeordneten toleriert würde, ergäbe sich eine Mehrheit von 57 Abgeordneten. Die Mehrheit im Landtag liegt bei 56 Abgeordneten.

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Autor: Huwi | Abgelegt unter Politik allg., Left Trash, Germanyland
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03. November 2008

Obamerica ?

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Autor: Heinz | Abgelegt unter USA, Humor
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