Der Unterschied zwischen Pazifismus und Friedensliebe
ist gerade in Afrika zu sehen. Während der Pazifist jede Gewalt ablehnt und lieber ein Volk unter seinem Diktator leiden läßt, ist jemand, der den Frieden liebt im Notfall bereit Gewalt einzusetzen.
Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu hat sich für militärische Gewalt zum Sturz des simbabwischen Staatschefs Robert Mugabe ausgesprochen. Mugabe müsse auch angesichts der verheerenden Cholera-Epidemie in seinem Land endlich von der internationalen Gemeinschaft zum Rücktritt gezwungen werden, sagte der anglikanische Erzbischof in einem Interview des niederländischen TV-Programms Nova.
“Wir müssen das Leiden so vieler Menschen jetzt beenden”, sagte der 77-jährige Tutu. Für den Fall, dass Mugabe nicht freiwillig die Macht abgeben wolle, müsse er vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt werden, erklärte der Erzbischof, der sich bislang eher für Bemühungen um eine diplomatische Lösung der Simbabwe-Krise ausgesprochen hatte. Die Lage sei nun so ernst, dass die Afrikanische Union und die Gemeinschaft der südafrikanischen Staaten mit Unterstützung der Europäischen Union für den schlimmsten Fall eine militärische Intervention vorbereiten sollten, so Tutu.
Wohl gemerkt, ein Friedensnobelpreisträger und Erzbischof fordert militärische Gewalt…
Dieser Beitrag wurde von Gegenstimme am Freitag, 05. Dezember 2008 um 16:26 Uhr veröffentlicht und unter Afrika, Gesunder Menschenverstand abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.












Wer die Lage in Zimbabwe in der letzten Zeit verfolgt hat, kann zu keinem anderen Schluss kommen.
Nur einige Beispiele:
Vor einigen Tagen wurde in Harare der Hauptstadt von Zimbabwe das Wasser abgestellt, weil bestimmte Chemikalien zur Behandlung des Wassers nicht vorhanden sind. Ich überlasse es eurer Fantasie zu überlegen, was dies in einer Grossstadt bedeutet.
Die Choleraepedemie fordert immer mehr Opfer. Ärzte und Krankenhäuser können nicht helfen, weil keine Medikamente und sonstige Hilfsmittel vorhanden sind. Eine Demonstration von Ärzten und Krankenschwestern gegen die unzumutbaren Zustände in den Krankenhäusern wurde von der Polizei niedergeknüppelt.
Googelt mal bei Youtube unter dem Stichwort “Zimbabwe”.
Hier ein Beitrag für Menschen mit Sinn für schwarzen Humor:
http://www.youtube.com/watch?v=PVVE9H7z7Ww
Ein Nachtrag:
Oben Satire, hier die Wirklichkeit von BBC:
http://www.youtube.com/watch?v=Z0OtsrY9F0M&NR=1