Deutsche Hilfe bei der Befreiung Iraks?
Der Spiegel berichtet: BND versorgte US-Militärs mit entscheidenden Informationen zur Kriegsführung.
Sollte es sich wie im Bericht geschildert zugetragen haben, so wäre dies natürlich ein gefundenes Fressen für die links-gutmenschliche Empörungsindustrie in unserem Land (aber auch sonst, schließlich spielen Fakten da selten eine Rolle). Bei dem Thema kann man wieder populistisch schimpfen, mit ernster Miene moralisierende Kommentare vom Teleprompter ablesen und oberlehrerhaft in die Kamera sprechen, und man kann seine Zeilen füllen - und zwar politisch total korrekt, was ja viel angenehmer ist, als jene wirklich brisanten Themen aufgreifen zu müssen, die für die Zukunft unseres Landes viel mehr von Bedeutung wären.
Die Wahrheit lautet aber natürlich unverändert: Der Krieg gegen das Regime des Menschenschlächters Saddam brachte Millionen Menschen die Freiheit und zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine Perspektive für die Zukunft ihres Landes. Eine Zukunft, in der die Menschen in Freiheit und ohne Angst vor den Schergen des Diktators leben und in der sie sich selbst am politischen Prozeß beteiligen können. Und natürlich eine Zukunft, in der die Bürger endlich auch selbst vom natürlichen Reichtum ihres Landes profitieren, indem nämlich die Einnahmen aus dem Erdölgeschäft nicht in goldene Paläste und Waffen, sondern in Schulen, Krankenhäuser, Straßen und die Versorgung mit Elektrizität und Trinkwasser fließen. (So zumindest die Theorie, denn obwohl die Fortschritte bei deren Umsetzung inzwischen selbst von den verbohrtesten Antiamerikanern nicht mehr zu leugnen sind, wird sich erst zeigen müssen, ob dies auch von Dauer sein kann).
Sollten Mitarbeiter des BND daran beteiligt gewesen sein, daß die Befreiung des Irak besser und auf allen Seiten mit geringeren Verlusten gelingen und diese neue Chance für das Land Wirklichkeit werden konnte, dann gebührte ihnen dafür Dank und Anerkennung nicht nur von Seiten der Amerikaner und Iraker, sondern auch von Seiten der Deutschen (und zwar mindestens schon deshalb, weil der Verbleib in Bagdad während der Kampfhandlungen ohne jede Frage ein nicht geringes Risiko für Leib und Leben darstellte). Darauf können sie aber wohl aufgrund des politischen Klimas hierzulande lange warten. Jedoch: Sollte sich die Meldung im Spiegel-Artikel als korrekt erweisen, daß aufgrund von Informationen der Deutschen verhindert werden konnte, daß die Schergen Saddams wie schon im zweiten Golfkrieg 1991 eine große Zahl von Ölquellen in Brand stecken konnten, dann sollte doch wenigstens das auch unseren stets so sehr um den angeblich menschengemachten Klimawandel besorgten Gutmenschen einen Dank wert sein?
Voriges gilt aber natürlich in erster Linie nur dann, wenn die Weitergabe von Informationen auf Geheiß oder mindestens mit Wissen der Bundesregierung geschehen sein sollte, was bisher ja auch nicht klar ist. Sollte es dagegen “von oben” die Anweisung gegeben haben, den Amerikanern die eigenen Erkenntnisse vorzuenthalten, wäre besagte Anweisung zwar sehr kritikwürdig, ein Verstoß dagegen würde aber selbstverständlich dennoch nicht einfach hinnehmbar sein.
Sollte hingegen die Regierung von Gerhard Schröder davon gewußt haben, so bliebe sein populistisches und vom Wahlkampf bestimmtes Auftreten gegenüber den amerikanischen Verbündeten natürlich inakzeptabel. Auch hätte es ihm besser angestanden, schon damals eine rationale und realistische öffentliche Diskussion über Gründe sowie Vor- und Nachteile einer Befreiung Iraks anzustoßen, wie sie in anderen europäischen Ländern ja auch möglich war. Aber wie dem auch sei: In dem Fall hätte er sich jedenfalls weniger obstruktiv verhalten als dies damals den Anschein hatte und wie es von einem großen Teil der Bevölkerung leider (vor allem als Folge der schäbigen Berichterstattung unserer Massenmedien) gewünscht wurde. Immerhin.
Autor: Mir | Abgelegt unter Irak, Germanyland
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