Klimaschwurbeleien und vernünftige Stimmen aus dem Off
Das ist für mich einer der wesentlichen Gründe, schnellstens vom Erdöl wegzukommen, aber ganz sicher nicht der gefährliche, pseudoreligiöse Alarmismus sogenannter Wissenschaftler, Klimaspinner und verblendeter Öko-Politideologen, die zu nichts fähig sind, als die Menschheit mit ständig neuem Unsinn zuzumüllen. Unsinn wie beispielsweise nachfolgenden aktuellen aus SPON, den eh schon kaum mehr jemand ernst nimmt:
NEUE KLIMASTUDIE — Deutschland wird bis zu 4,5 Grad wärmer
KLIMAFORSCHER DIPPNER — Erderwärmung bedroht Ostsee-Robben
Großartige Neuigkeiten auch vom hysterischen Chefapokalyptiker der weltweiten klimareligösen Bewegung, Al Gore: Die gesamte Eiskappe am Nordpol könnte in fünf Jahren geschmolzen sein.
(Danke für den Hinweis, Gudrun!)
Da lobe ich mir doch die leider immer noch viel zu seltenen Stimmen gesunden Menschenverstandes:
1. Soziologe Gerhard Schulze in einem Interview mit der WiWo (in dem er übrigens auch sehr Richtiges zum Thema Finanzkrise und Kapitalismus sagt):
Wir haben keine Erfahrung mehr im Umgang mit wirklichen Ernstfällen. Das führt dazu, dass wir Katastrophen geradezu lustvoll herbeifantasieren. Zum Beispiel die Klimakatastrophe, die ich für ein erstaunliches Phänomen massenhafter Verblendung halte. Es ist in keiner Weise nachgewiesen, dass die Erderwärmung von Menschen verursacht ist.
Doch ausgerechnet die Naturwissenschaft, für die Skepsis konstitutiv ist, lässt keine offene Diskussion zu, sondern hält mit einem an die römische Kurie gemahnenden Dogmatismus an einem einzigen Erklärungsansatz fest. Trotzdem ist die Resonanz riesig – warum? Weil die Urangst der Saturierten hier ihr Ventil findet.
2. Prof. Dr. Josef H. Reichholf — lehrt Naturschutz und Ökologie an der TU München und leitet die Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung München — in Bild der Wissenschaft; Hervorhebung von mir:
bdw: Vor Kurzem haben Sie über die Medien einen Streit mit Professor Stefan Rahmstorf über die Folgen des Klimawandels ausgefochten. Sie sind – im Gegensatz zu Rahmstorf – der Auf- fassung, dass eine gemäßigte Erwärmung nicht zwangsläufig zu einer Bedrohung der Natur führt, sondern sogar Perspektiven eröffnet. Was haben Sie aus diesem Disput gelernt?
REICHHOLF: Erstens, dass man sich eine kritische Position zum Mainstream nur leisten kann, wenn man selbst nicht mehr auf Forschungsmittel schielen muss. Und zweitens vor allem, dass keineswegs immer der seriöse Weg eingeschlagen wird, wenn es um politische Positionen in der Wissenschaft geht. Herr Rahmstorf hat mich und andere Kritiker mit persönlichen Angriffen öffentlich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in anderen Medien zu diskreditieren versucht. Es ging ihm darum, skeptische Journalisten und Wissenschaftler zum Schweigen zu bringen, die seine politischen Strategien gefährden könnten. Mir haben Rahmstorfs Angriffe jedoch so viel öffentliche Aufmerksamkeit und viele Einladungen zu Vorträgen und Diskussionen eingebracht, dass ich ihm nachgerade dankbar bin.
[…]
bdw: Mit Ihrer Ansicht, dass der Klimawandel zunächst einmal keine Gefahr für die Artenvielfalt bedeutet, stehen Sie abseits der herrschenden Lehrmeinung. Fühlen Sie sich dabei als einsamer Wolf?
REICHHOLF: Ganz und gar nicht, denn ich gehe von Befunden und nicht von Befürchtungen aus. Eine der interessantesten Erfahrungen der Auseinandersetzung mit Rahmstorf war, dass die Mehrheit meiner Kolleginnen und Kollegen der unabhängigen Wissenschaft die Lage ganz ähnlich wie ich einschätzt. Es ist eine Minderheit, die die öffentliche Meinung dominiert und so die politischen Richtlinien prägt. Der Mainstream wird erst über die Medien erzeugt. So glaubt zum Beispiel kein einziger der Kollegen in der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften den klimatischen Weltuntergangsszenarien. Doch für die Symposien der neutralen Bayerischen Akademie der Wissenschaften interessierte sich weder die überregionale Presse noch das baye- rische Umweltministerium.
bdw: Soll das heißen, dass die jetzige Situation der Klima- forschung vergleichbar ist mit der Waldforschung Anfang der Achtzigerjahre, als nur jene Wissenschaftler medial wahrgenommen wurden, die erklärten, der deutsche Wald stürbe bis zum Ende des 20. Jahrhunderts?
REICHHOLF: Genau dies trifft zu. Denn auch damals wurde gegen diejenigen, die eine kritische Haltung einnahmen und vor einer Hysterie warnten, ein Kesseltreiben veranstaltet. Und obwohl der deutsche Wald heute grüner und stärker dasteht als zu Beginn des „Waldsterbens“, wurden die Skeptiker bis heute nicht rehabilitiert.
bdw: Was lief denn damals schief?
REICHHOLF: Es war ein grober Fehler, davon auszugehen, dass ein Wald aus hundert Prozent gesunden Bäumen besteht. Das gibt es in keiner Population – nicht bei Tieren, nicht bei Menschen. Die Waldgesundheit wurde nicht an realen Mittelwerten gemessen, sondern an unwirklichen Höchstnormen. Die Methode der Schadenserhebung war zudem ganz unwissenschaftlich.
bdw: Wir werden heute aus allen Richtungen überschüttet mit wissenschaftlichen Prognosen, Trends oder Szenarien. Wem soll man glauben?
REICHHOLF: Ich vertrete die Auffassung, dass Wissenschaftler für etwaige Folgekosten zur Rechenschaft gezogen werden sollen, wenn sie diese durch ihre falschen Prognosen mitverursacht haben. In der Privatwirtschaft ist das längst so. Dort werden die Manager gefeuert, wenn sie die Erwartungen nicht erfüllen und ihre Prognosen nicht eintreten. Bei Professoren begleicht der Staat den Schaden – und zwar pausenlos in vielen Bereichen!
bdw: Heißt das, dass wissenschaftliche Dispute verstärkt in der Öffentlichkeit ausgetragen werden sollten?
REICHHOLF: Gerade Forschungseinrichtungen, die öffentlich finanziert werden, sollten auch Rechenschaft darüber abgeben müssen, was sie aus den Mitteln machen und wie zuverlässig ihre Prognosen sind. Es verstößt gegen das Grundprinzip der Naturwissenschaften, abweichende Meinungen zu unterdrücken. Die Naturwissenschaften sind deshalb so erfolgreich geworden, weil Skepsis hier eine wesentliche Rolle spielt – das stete Hinterfragen von Befunden, Konzepten und Interpretationen.
Dieser Beitrag wurde von Jürgen am Dienstag, 16. Dezember 2008 um 03:43 Uhr veröffentlicht und unter Wüste(n) Länder, Wirtschaft & Finanzen, Umwelt- & Weltenrettung abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.











