Krise im Wahrheitsministerium
Die intensiven Bemühungen (wir berichteten), der Wahrheit auf die Füße zu helfen, scheinen gescheitert zu sein!
Spiegel Online hatte sich besonders engagiert und muss jetzt zurückrudern und entschuldigt sich bei seinen Lesern:
An dieser Stelle stand eine Meldung über einen Bericht der “Frankfurter Rundschau” (FR), demzufolge die Zahl rechtsextremer Straftaten im Jahr 2008 auf einen neuen Höchststand zusteuerte. Die Meldung basierte jedoch auf fehlerhaften Zahlen, die auch von den Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, AFP und AP verbreitet wurden.
Tatsächlich liegt die von der FR, anderen Medien und in der Folge auch von SPIEGEL ONLINE berichtete vorläufige Zahl von Straftaten bis Ende Oktober 2008 (knapp 12.000) mit mutmaßlich rechtsextremem Hintergrund deutlich unter der endgültigen Zahl, die das Bundesinnenministerium für 2007 veröffentlichte (gut 17.600). Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
Die Mitarbeiter des Wahrheitsministeriums wurden zu einer Krisensitzung aus dem Urlaub zurück geholt. Es wurden Stimmen laut, die den Rücktritt des Wahrheitsministers forderten. Die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Wahrheit hätten versagt. Es dürfe auf keinen Fall zu einer Abnahme rechtsradikaler Straftaten kommen, da dies zum Zusammenbruch aller Parteiprogramme führen könnte!
Was der Speigel in seiner Entschuldigung verschweigt, ist dass die 12000 “rechtradikale Straftaten” auch noch als “rechtsradikale Gewalttaten” verkauft wurden.
Nebenbei wirkt die Werbung für “Bündnis 90/Die Grünen” innerhalb des o.g. Spiegel Online Artikels wie Realsatire:
Dieser Beitrag wurde von Heinz am Donnerstag, 01. Januar 2009 um 23:57 Uhr veröffentlicht und unter Lug & Betrug, Medienwelt abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.












Jetzt weiß man immerhin, wer bei den Qualitätsmedien von wem abschreibt.