Der diskrete Charme der Religion
Österreich ist anders, und wer das als gefährliche Drohung auffasst, liegt nicht ganz unrichtig. Meistens hinkt diese sympathische Alpenrepublik ein wenig hinter der allgemeinen Entwicklung nach, was nach Meinung vieler russischer Touristen und deutscher Gastarbeiter ihren eigentlichen Charme ausmacht, aber manchmal prescht Österreich gnadenlos vor. So wurde in diesem Land bereits 1982 der islamische Religionsunterricht an Schulen eingeführt, allerdings auf typisch österreichische Weise, also ohne Endverantwortlichen. Kurzum, wer dabei auf irgendwelche Probleme stösst, kann sich beim “Salzamt” beschweren. Dieses Salzamt ist eine alte österreichische Redewendung und bedeutet, er kann seine Sorgen in eine Papiertüte reden und diese entsorgen.
Nun machte sich ein Religionssoziologe an die Arbeit und analysierte diesen Unterricht und die Lehrer, die diesen Unterricht erteilen und was dabei herauskam, überraschte höchsten jene, die an das Schlagwort von der “Religion des Friedens” glauben, also Medien, Politik - vornehmlich jene, die als Leitlinie gutmenschlich rot-grüne Masstäbe anlegen - und natürlich die islamische Glaubensgemeinschaft.
Es ist ja auch nicht easy, was bei dieser Untersuchung ans Tageslicht kam. Mouhanad Korchide, der Autor der Studie, stellte fest, dass 21% der befragten Religionslehrer die Demokratie ablehnen, 27 % haben Probleme mit Menschenrechten und 18% befürworten die Todesstrafe für Muslime, die vom Glauben abfallen. 28 % der Befragten verneinen die Möglichkeit, gleichzeitig Muslim und Europäer zu sein. Diese beruhigenden Statements kamen aus einer Befragungsmenge von 200 Lehrern, von denen ein Teil bereits seit Jahren unterrichtet und so “unkündbar” geworden sei.
Nun könnte man sich beruhigt zurücklehnen und meinen, wenn 21% der Islamlehrer die Demokratie ablehnen, wird sie von 79% befürwortet. Ein Wert, der eine durchaus tragfähige Mehrheit darstellt, allerdings glauben solche Leute auch an den Osterhasen.
In Österreich erhalten etwa 30.000 Schüler Unterricht dieser Art, vornehmlich an Hauptschulen, was den Bildungsstandard der Angehörigen dieser liebenswerten Religion charakterisiert.
Der Ansatz, diesen Schülern statt Bildung ein “islamisches Überlegenheitsgefühl” zu vermitteln birgt Sprengstoff und so ist in Österreich zur Zeit Panik im Hühnerhof. Die Grünen nennen die Ergebnisse dieser Studie “besorgniserregend”, die FPÖ will islamistische Lehrer sofort suspendieren und die ÖVP fordert die islamische Glaubensgemeinschaft auf, sicherzustellen, dass der islamische Religionsunterricht mit der österreichischen Werteordnung übereinstimmt. Die Sprecherin der islamischen Glaubensgemeinschaft zog sich elegant aus der Affäre, ihr ist die Studie noch nicht bekannt.
Nun, eigentlich alles im Lot. Eine Studie, die nicht wirklich überrascht, eine Religionsgemeinschaft, die - wieder - mit den Fingern im Mustopf ertappt wurde, Lehrer die von Hizb ut al Tahrir rekrutiert wurden , ein Religionsbuch von Yusuf Al-Karadawi und eine Sprecherin der islamischen Gemeinschaft, die als Edelkonvertite mit Kopftuch und deutschem Akzent von nichts weiss.
Änderung der Politik dem Islam gegenüber? Vergesst es!
Nicht mit Österreichs islamverliebten Politikern und Medienleuten. Diese Religion muss irgendetwas Charmantes, Einnehmendes besitzen, irgendetwas, dem man sich nicht verschliessen kann. Auch wenn es nur die Drohung ist, Kritiker und Feinde in die Hölle zu befördern.
Autor: tankdriver | Abgelegt unter Aus dem Irrenhaus, Islamkritik
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