Rush Limbaugh Quote of the Day

"These Democrats are so arrogant and condescending, and they have all this power now so they're not even bothering to put masks on. So we're seeing what they really are, all of them. They're nuts. They're kooks, liars, freaks."
01. Februar 2009

Das Kreuz der Juden mit dem Kreuz

Als Israel in den letzten Wochen sehr stark unberechtigter Kritik und Verleumdung ausgesetzt war und weltweit ein erschreckendes Maß an Antisemitismus an den Tag gelegt wurde, haben wir und ähnliche Blogs wiederholt Solidarität mit Israel bekundet und demonstriert. Zu leicht kann dabei der Eindruck entstehen, dass wir blind für Misstände in Israel sein. Diesem Eindruck möchte ich mit diesem Beitrag entgegenwirken.

„Israel“, so liest man immer wieder, ist „die einzige Demokratie und der einzige Rechtsstaat im Nahen Osten“. Dies trifft sicherlich weitgehend zu, nur gibt es dort auch Bestrebungen, Israel wieder zu einer „Theokratie“ um zu gestalten. Symptome dafür sind die weit überproportionale Vertretung orthodoxer Juden in der Knesset sowie die extremen Privilegien, die dieser Personenkreis in Israel genießt. Dazu gehören die Freistellung vom Wehrdienst, von der Pflicht seinen Lebensunterhalt selbst verdienen zu müssen u.s.w., sowie die Tatsache, dass Gruppen, die bei diesem Personenkreis in Ungnade fallen, nicht damit rechnen können, dass für sie Gleichheit vor dem Gesetzt gilt! In besonderem Maße haben dies in den letzten Jahren die Messianischen Juden in Israel erfahren müssen. Messianische Juden sind Menschen, die ihre jüdische Herkunft und Identität wahren, aber zu der Überzeugung gekommen sind, dass Jesus Christus, sie nennen Ihn „Jeshua Mashiach“ (Jesus der Messias), doch der von den Propheten der vorchristlichen Zeit verheißene Messias ist. Dazu muss man wissen, dass das Wort „Jesus“ in orthodoxen Kreisen, und zum Teil in Israel allgemein, eine ähnliche Wirkung hat, wie „Autobahn“ in Deutschland – Es kann einen die Existenz kosten!

Auf Betreiben orthodoxer Organisationen wie der SCHAS-Partei oder „Jad le-Achim“ verloren in den letzten Jahren sehr viele Messianische Juden Arbeitsplätze, Wohnungen und Freunde. Noch krasser ist die Möglichkeit, aufgrund des Glaubens an Jesus Christus die Staatsbürgerschaft anulliert zu bekommen! Über die Anullierung der Staatsbürgerschaft oder die Verweigerung der Einwanderung nach dem Rückkehrgesetz entscheidet nicht etwa ein Gericht, sondern ein kleines Gremium, gegen dessen Entscheidung sich der Betroffene vor keinem Gericht wehren kann! Das Bekanntwerden des Glaubens an Jesus Christus hat bereits in hunderten von Fällen zur Anullierung der Staatsbürgerschaft mit anschließender Ausweisung geführt! Auch zu Paketbomben-Attentaten und Brananschlägen ist es bereits gekommen.

Gespenstisch muten im Land der Kinder der Überlebenden des Holocaust folgende Szenen an:

Orthodoxe jüdische Studenten haben Mitte Mai in der israelischen Kleinstadt Or Jehuda hunderte Bibeln des christlichen Neuen Testaments verbrannt. Die Bücherverbrennung soll auf Weisung des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt, Usi Aharon von der orthodoxen Schass-Partei, erfolgt sein. Der Vorfall machte weltweit Negativschlagzeilen und rief scharfe Debatten über mangelnde religiöse Toleranz im Land hervor. Die Bücherverbrennung in Or Jehuda ist ein neuerliches Zeichen für die steigende Spannung zwischen Orthodoxen und den messianischen Juden in Israel. Die Gruppe der messianischen Juden, auch als «Juden für Jesus» bekannt, die in Israel auf ca. 15.000 Vertreter geschätzt wird, glaubt an die Ankunft des Messias Jesus, versteht sich jedoch als Juden. Ihr wird missionarische Tätigkeit in Israel vorgeworfen. […]

In den letzten Monaten häufen sich Fälle von physischer Gewalt gegen die messianischen Juden in Israel. Erst zu Beginn dieses Jahres wurde der Sohn eines prominenten christlichen Missionars bei einer Paketbombe, die vermutlich aus orthodoxen Kreisen stammte, schwer verletzt. Letztes Jahr steckten Unbekannte eine Kirche in Jerusalem, die von messianischen Juden genutzt wird, in Brand. Calev Myers, der als Anwalt die messianischen Juden in Israel vertritt, meinte in einem Interview gegenüber der «Jerusalem Post», dass sich eine zunehmend institutionalisierte Diskriminierung gegen die Jesus gläubigen Juden in Israel abzeichne. Myers erachtet die Eröffnung eines Rechtsstreits in Israel über die missionarischen Aktivitäten in Israel für sinnvoll.

Weitere Quellen: 1 | 2

Persönliche Anmerkungen:

An Jesus Christus wirst Du, Israel, nicht vorbei kommen! Niemand kann Dir helfen, als Er allein. Solange Du Ihn, den Jeshua Mashiach, ablehnst, machst Du Dir das Leben unnötig schwer!
Und Du, christlich geprägte „westliche Welt“, die Du meinst, jetzt ohne Ihn besser fahren zu können, glaube nicht, dass es Dir besser ergehen wird, als den Juden in den letzten 2000 Jahren!
Auch wenn es niemand hören oder wahrhaben will: Die Haltung gegenüber diesem, inzwischen überall verhaßten Jeshua, wird das Schicksal aller Völker entscheidend bestimmen!

Dieser Beitrag wurde von Heinz am Sonntag, 01. Februar 2009 um 02:38 Uhr veröffentlicht und unter Christophobie, Religion, Israel abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.

Bisher gibt es 7 Kommentare zu “Das Kreuz der Juden mit dem Kreuz”

  1. 1 Jürgen (Sonntag, 01. Februar 2009; 02:56): 

    Danke, dass Du das hier mal thematisiert hast, Heinz! Und zu diesem Thema gäbe es noch viel, viel mehr zu sagen …

    Das derzeitige Israel ist beileibe nicht unantastbar und unangreiflich, und so mancher Israelfreund — gerade auch unter den Evangelikalen — verschließt zu voreilig seine Augen in seinem “Pro-Israel-Rausch”.

    Oh, bevor wir uns falsch verstehen: ich bin auch absolut pro Israel. — Was seinen Kampf und seine Behauptung gegenüber seinen aktuellen äusseren Feinden betrifft (Islam, EU, UNO etc.). Ich bin aber ebenso pro Israel (nach dem Verständnis des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs), wenn es um seine INNEREN Feinde geht. Und die sind genaugenommen wesentlich schlimmer und destruktiver!

  2. 2 Heinz (Sonntag, 01. Februar 2009; 12:21): 

    Und zu diesem Thema gäbe es noch viel, viel mehr zu sagen …

    Ja, ich weiß, eigentlich wollte ich auch viel mehr dazu schreiben, aber leider hatte ich nicht genug Zeit.

  3. 3 Robin Renitent (Sonntag, 01. Februar 2009; 21:23): 

    Sehr interessant, danke!

    Wird aber meine Pro-Israelhaltung nicht destabilisieren.

    Orthodoxe sind überall Spinner, ob bei den Juden, den Katholiken, den Muslimen, und ich kenne sie nicht, sollte es die da geben, keine Ahnung, aber wenn ja, vermutlich auch bei den messianischen Juden.

    Ich lebe, erstmals in meinem Leben, für 4 Monate genau neben der größten Budapester Synagoge. Und habe hier im öffentlichen Raum täglich orthodoxe Juden um mich. Also die mit den Kringellöckchen. Alles etwas merkwürdig, aber total friedlich. Vater vorneweg, dann Muttern und dann ein ganzes Schock Gören.

    Was mir Leid tut: Es muß schrecklich sein, ein ganzes Leben nur unter Polizeischutz in die Synagoge gehen zu können. Na jedenfalls stehen hier am Sonntagmorgen immer 8 Polizisten rum.

  4. 4 Heinz (Montag, 02. Februar 2009; 00:56): 

    @ Robin Renitent
    Meine grundsätzliche Pro-Israel Haltung wird durch diese Tatsachen auch nicht beeinträchtigt!
    Aber die messianischen Juden verdienen unsere Solidarität!

  5. 5 tankdriver (Montag, 02. Februar 2009; 20:46): 

    @Heinz. die messianischen juden haben nur ein problem, sie sind genaugenommen keine juden. die quintessenz des judentums ist - neben glauben an die thora etc. - die erwartung des messias, was bedeutet, dass er noch nicht da gewesen sein kann.
    genaugenommen gibt es drei kathegorien. die, die noch auf den messias warten, die juden; die, die glauben, dass er schon da war, die christen und die, die weder glauben, dass er schon da war noch dass er kommen wird, typen wie ich.
    unserer solidarität mit israel sollte dies alles keinen abbruch tun.
    :-)

  6. 6 Heinz (Montag, 02. Februar 2009; 21:59): 

    @tankdriver

    die messianischen juden haben nur ein problem, sie sind genaugenommen keine juden

    Sie sehen sich aufgrund ihrer Abstammung als Angehörige des Volkes Israel und ihr messianischer Glaube steht nicht im Widerspruch zum ursprünglichen Judentum sondern nur im Widerspruch zu dem Judentum der Zeit nach Christus. Sie nenen sich bewußt nicht “Christen” sondern “messianische Juden”, weil sie sich als Juden fühlen. Komischerweise wird Israelis, die Atheisten, Esotheriker, Budhismussympathisanten u.s.w. sind, oder den Schweinefleisch liebenden Neu-Israelis aus Rußland und GUS nicht die Einwanderung verweigert oder ihnen die Staatsbürgerschaft anulliert, wenn sie bei schweren Verstößen gegen die Gesetze der Thora ertappt werden oder sie schlicht keine Ahnung vom Judentum haben! Die Prostitution boomt in Israel. Bordellkunden sind, was soll man auch den ganzen Tag machen, wenn man seine Brötchen nicht selbst verdienen muß: primär orthodoxe Juden! Bemerkenswert ist, dass sie dies nicht als Verstoß gegen das Gebot “Du sollst nicht Ehebrechen” sehen, schließlich würden sie an ihrer Ehe weiterhin festhalten!
    Israel sollte ursprünglich ein Staat für ethnische Juden sein und nicht ein judaistischer Staat. Die Nazis haben nicht danach gefragt ob ein Jude seinen Glauben praktiziert, sondern ob ein Mensch von Juden abstammt. All denen, die aufgrund ihrer jüdischen Abstammung verfolgt wurden, wollte Israel Heimat sein.
    Die Einzigen ethnischen Juden, denen Israel aufgrund des Glaubens Heimat verweigert, scheinen die messianischen Juden zu sein.
    Es scheint keinen anderen Namen zu geben, gegen den jüdische Menschen so allergisch und feinseelig reagieren wie es bei Jeshua der Fall ist! Orthodoxe sprechen den Namen noch nicht einmal aus, und wenn, dann nur in Verbindung mit den schlimmsten Flüchen und Verwünschungen. Oder sie nenen ihn einfach “J.” oder wählen andere Abkürzungen des Namens, so dass z.B. auch ein sehr abwertendes ähnlich klingendes Wort wie “Jeshua” gerne gewählt wird.
    Die Juden scheinen ein grosses Problem mit diesem Namen zu haben. Jeshua war der verheißene Messias Israels und Israel hat Ihn verworfen und verwirft ihn bis heute immer wieder neu. So wird Er sein Volk weiterhin schweren Bedrängnissen aussetzen müssen, bis ihnen die Augen aufgehen!
    Treibende Kraft bei der Verwerfung Jeshuas sind die Orthodoxen. Sie sind die geistigen Nachkommen der Pharisäer, mit denen schon Jeshua so manches Problem hatte! Die hoffnungbringende Gegenbewegung gegen diese heuchlerische Religiösität der Orthodoxen sind die Messianischen!

    P.S. Es war auch kein Problem, dass der bekennende Atheist Michel Friedmann jahrelang Vorsitzender des ZDJ war und sich immer wieder als “Jude” outet. Ist er nicht genaugenommen “kein Jude” ?

  7. 7 Heinerich (Mittwoch, 04. Februar 2009; 12:19): 

    Sehr guter, weil interessanter Beitrag von Heinz!

    Ich bin auch ein Freund des derzeitigen säkularen Israel (komplett christlich wäre natürlich ein Traum - würde aber momentan zu seiner schnellen Vernichtung führen).

    Zum Thema:
    Die ersten Christen waren ja allesamt messianische Juden! Dank Paulus (Jude mit römischen Bürgerrechten) hat sich die Kirche für die Atheisten und sonstige Heiden geöffnet. Freilich war das schon recht früh.
    Messianische Juden hat es also schon immer und wird es auch immer wieder geben. Und wenn alle Juden Christen geworden sind, dann ist (laut der Offenbarung von Johannes, glaub ich?!) Feierabend hier on earth!

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