Rush Limbaugh Quote of the Day

"Obama is doing to the US economy what Godzilla did to Tokyo -- stomping all over it."
27. Februar 2009

Antisemitismus: Wenn mit zweierlei Maß gemessen wird

Bei der Verurteilung von Antisemitismus wird mit zweierlei Maß gemessen, je nachdem ob er von christlicher oder muslimischer Seite kommt.

Das beobachtet der württembergische Beauftragte für den christlich-jüdischen Dialog, Pfarrer Michael Volkmann (Denkendorf bei Stuttgart). Während die Rehabilitation des katholischen Bischofs Richard Williamson, der der juden-feindlichen Pius-Bruderschaft angehört und den Holocaust leugnet, im Januar zu weltweiter Kritik geführt habe, habe es kaum Proteste gegeben, als der iranische Parlamentspräsident und bekennende Holocaustleugner Ali Laridschani zur selben Zeit bei der Münchner Sicherheitskonferenz sprach. Ein weiterer Unterschied sei, dass die innerkatholische Selbstkritik funktioniert habe, „was man ja analog im Fall islamischer Holocaustleugnung schmerzlich vermisst“. Volkmann zufolge wurde die Kritik an der päpstlichen Entscheidung vielfach zur Generalabrechnung mit der katholischen Kirche benutzt.

Judenhass von Neonazis, Linken und Islamisten

Während des Gaza-Kriegs im Januar habe sich ein lang nicht gekannter Judenhass gezeigt, der Neonazis, Linke und vor allem Islamisten einte. Ihre antisemitischen Proteste gegen Israel seien erschreckend häufig gewalttätig geworden, heißt es in Volkmanns Rundbrief „Ölbaum“. Bei etlichen Demonstrationen seien israelische Flaggen in Flamme aufgegangen. An einigen Orten sei Rufe wie „Juden raus“ und „Tod den Juden“ zu hören gewesen. In Berlin sei ein Mann ins Gesicht geschlagen worden, weil er eine israelische Flagge trug. Bei einer pro-israelischen Kundgebung in Kassel hätten Muslime einen Pfarrer niedergebrüllt. Dagegen seien die Demonstrationen von Israel-Freunden friedlich gewesen. Berichte, dass von diesen Veranstaltungen Gewalt ausgegangen wäre oder dabei menschenverachtende Parolen verbreitet worden wären, seien nicht bekannt.

(Quelle; Hervorhebung durch mich)

Autor: Jürgen | Abgelegt unter Islamkunde, Antisemitismus, Germanyland
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27. Februar 2009

Blinde Blindenführer

Nicht, dass Bush in Bezug auf den Islam den Durchblick gehabt hätte — ganz im Gegenteil.* Erschreckend ist jedoch, dass sein Nachfolger in der Sache genauso eine Pfeiffe ist:

Kritik an Obamas Äußerungen zum Islam

Vor über 3.500 Gästen hatte er (Obama) am 5. Februar gesagt, alle Religionen lehrten Brüderlichkeit und der Islam verbiete wie jede andere Religion, Unschuldige zu töten. Diese Aussagen seien im Blick auf den Islam unzutreffend, erklärte der in den USA lebende Islamwissenschaftler Prof. Mark Gabriel Mitte Februar bei einem Vortragsabend in München. […]

Nach seinen Angaben beruhen die Aussagen des US-Präsidenten auf Unkenntnis über die islamische Lehre. Im Westen werde der Islam „durch die Brille der Aufklärung“ gelesen. Muslime verstünden unter „Brüdern“ nur Glaubensgenossen. Menschen, die sich nicht zum Islam bekennen, seien grundsätzlich schuldig, weil sie Allahs Aufforderung, Moslem zu werden, nicht befolgten. Da Unschuldige nach islamischem Verständnis nur Muslime sein könnten, beziehe sich das Tötungsverbot ebenfalls nur auf Muslime. Gabriel forderte die mehr als 400 Zuhörer auf, „sich nicht durch schön klingende Aussagen islamischer Geistlicher verwirren zu lassen“. Auch die Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation, Ingrid Seigis (München), mahnte, Aussagen über den Islam sorgfältig zu prüfen.

* Nachzulesen in den Kommentaren dieses Idea-Artikels:

“Americans hold a deep respect for the Islamic faith, which is professed by a growing number of my own citizens,” Bush said. “We know that Islam is fully compatible with liberty and tolerance and progress…Terrorists who claim Islam as their inspiration defile one of the world’s great faiths” (George W. Bush am 22.10.2003 bei einer Pressekonferenz mit Indonesiens Präsident Megawati im Bali International Airport).

Autor: Jürgen | Abgelegt unter Islam allg., USA
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27. Februar 2009

“Wir haben alle besiegt, bis auf diese Frauen”

Auszüge aus einem Interview mit dem Schriftsteller Said in der Frankfurter Rundschau. Fangen wir gleich mit der FR-Überschrift und somit der guten Nachricht an:

“Noch nie war der Islam im Iran so verpönt wie heute”

[…] Ich vergleiche den Dialog zwischen dem Westen und dem Islam mit dem eines Tauben mit einem Blinden. Der Taube ist der Westen, der Blinde ist der Islam, der zurzeit nur um sich schlägt. Ich frage mich, ob man mit den Maßstäben eines Tauben die Handlungen eines Blinden verstehen kann. Wir müssen die westlichen Maßstäbe hinterfragen, nur so haben wir eine Chance, die islamische Revolution zu begreifen. […]

Die ganze (iranische) Gesellschaft kämpft jetzt mit ihren Mitteln gegen das Regime. Ich weiß, dass man diesen Kampf in Europa übersieht. Aber bedenken Sie: Allein in Teheran gibt es mehr als 100 Galerien, und das in einem Regime, in dem die Bildende Kunst als Feind bezeichnet wird. Handke und Grass werden übersetzt, allein von Uwe Timm sind jüngst drei Bücher erschienen. Die Hoffnung der Gesellschaft, mit Kultur ein anderes Leben anzustreben, haben die Machthaber nicht besiegen können. […]

(…) die zweite große Hoffnung sind die Frauen. Schleier müssen sie tragen, Sandalen dürfen sie nicht tragen. Täglich werden junge und alte Frauen verhaftet, bis heute werden Frauen gesteinigt. Und doch sind die Frauen noch nicht besiegt. Selbst Rafsandschani hat als Präsident in einer Rede gesagt: “Wir haben alle besiegt, bis auf diese Frauen. Bleibt gefälligst zu Hause, gebt endlich Ruhe!” Schauen Sie, allein 60 Prozent der Studenten sind Frauen. Das heißt: Das Mullah-Regime hat genau das Gegenteil von dem bewirkt, was es erreichen wollte. Das immerhin gibt Hoffnung.

Aber das ist noch kein Indikator dafür, dass das Regime scheitert.

Aber es gibt Tendenzen, leider auch fatale. Noch nie wurde so viel Alkohol getrunken, noch nie waren so viele Jugendliche drogenabhängig. Nirgends im Nahen Osten sind die Moscheen so leer wie im Iran. Dieser Islam, der als Allheilmittel gepriesen worden ist, bekommt nicht einmal die Tomatenpreise in den Griff. Kurz gesagt: Diejenigen, die mit Parolen gegen die gottlose Dekadenz an die Macht gekommen sind, sorgen nun dafür, dass die Religion immer mehr Anhänger verliert. Ich wage zu behaupten, dass der Islam im Iran nie so verpönt war wie heute. […]

Fabriken mit mehr als 1000 Arbeitern gehören zu 51 Prozent dem (iranischen) Staat. Das heißt: Der Staat versucht, die Wirtschaft zu regulieren - allerdings ohne Erfolg. Unter Ahmadinedschad sind Obst und Gemüse um 50 Prozent teurer geworden. Die Mieten sind gestiegen, die Inflation ist verheerend. Ich weiß gar nicht, wie sich dieses Land ernährt. Teilweise erinnert mich die Wirtschaft an die der DDR. Das Gesetz der Rentabilität wird den Gesetzen des Machterhalts völlig untergeordnet. Wir wissen aus der Geschichte, dass das irgendwann nicht mehr funktioniert.

Und dann?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht mal, was passiert, wenn Ahmadinedschad nicht mehr wiedergewählt wird. Nichts Besseres, fürchte ich.

Autor: Jürgen | Abgelegt unter Mittlerer & Naher Osten, Wüste(n) Länder, Islamkritik
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