Boykottiert “Durban II”
Nachdem bereits Kanada, die USA und Italien von der antisemitischen UN-Hetz- und Propagandakonferenz “Durban II” Abstand genommen haben, wird es Zeit, dass sich auch Deutschland seiner Verantwortung bewusst wird, ebenfalls Rückgrat zeigt und diese antiisrelische, antijüdische Hassveranstaltung boykottiert. Dazu ruft der Koordinierungsrats deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus zusammen mit weiteren Verbänden und Organisationen in einer gemeinsamen Presseerklärung und einem Schreiben (pdf) an Bundesaussenminister Steinmeier auf.
Zudem findet morgen die Pressekonferenz der Initiative “Boycott Durban II” in Berlin statt, bei der erneut über die Hintergründe dieser abstoßenden Veranstaltung aufgeklärt werden wird.
Interessant übrigens auch — wenngleich nicht verwunderlich —, dass bereits jetzt an einer Abschlusserklärung geschraubt wird, in der es heißt, Israel verletze in den Palästinensergebieten brutal die Menschenrechte und etabliere eine Art Apartheid. Spätestens damit ist klar belegt, dass diese Konferenz zu nichts anderem dient, als Israel einmal mehr zu dämonisieren. Eine ergebnisoffene Diskussion ist durch diese bereits in ihrer Rohfassung vorliegenden Erklärung ebenfalls von vornherein ausgeschlossen. Aber dies erstaunt selbstverständlich nicht, wenn man liest, dass Libyen den Vorsitz im Planungskommitee und der Iran den Vizevorsitz bei “Durban II” innehaben.
Lesen Sie unbedingt die Website der bereits oben verlinkten Initiative “Boycott Durban II”. Darin finden sich viele wichtige Informationen, wie beispielsweise die bisherigen Ergebnisse der Vorbereitungsverhandlungen für Durban II:
- Einschränkung der Rede-, Presse- und Meinungsfreiheit – indem man den “Missbrauch” dieser Freiheiten verfolgt
- Gängelung der Medien mit einem “freiwilligen ethischen Verhaltenskodex”
- Forderung nach Verbot “negativer, beleidigender und abwertender Darstellungen von Religionen oder religiösen Persönlichkeiten”
- Forderung nach gesetzlicher Einschränkung elementarer Freiheiten zum Schutze “des Rufs, der öffentlichen Moral und vor rassistisch oder religiös motiviertem Hass”
- Die Behauptung, neben Individuen könnten auch Religionen, “insbesondere der Islam“, diffamiert werden
- Der Kampf gegen den Terrorismus habe zu mehr Rassismus und Intoleranz geführt
- “Islamophobie” als drängendstes Problem unserer Zeit: Islam dürfe nicht mit Terrorismus oder Gewalt in Verbindung gebracht werden; beleidigende Karikaturen oder “Hass-Dokumentationen” sollten unterbleiben.
- Einführung des Begriffs des “Antiarabismus” als Form religiöser Intoleranz
- Antrag, Hinweise auf die Zahl der im Holocaust ermordeten Juden zu streichen, weil diese zweifelhaft seien
- Das Konzept Israels als jüdische Heimstatt sei rassistisch
- Israel habe Verbrechen gegen die Menschheit begangen
- In Israel gelte eine moderne Form von Apartheid
- Israels Sicherheitszaun sei eine “Mauer der Rassentrennung”
- Kuhhandel der islamischen Länder: Ihr gebt uns “Israel ist rassistisch”, wir geben euch eine Erwähnung des Holocaust. Oder auch: Einzigartigkeit des Holocaust gegen Einzigartigkeit der rassistischen Diskriminierung der Palästinenser.
- Verurteilung Israels in sechs Artikeln (kein anderes Land der 191 UN-Mitgliedstaaten wird erwähnt)
Oder wie die Initiative an anderer Stelle einmal zusammenfassend schrieb:
“Neben der üblichen Dämonisierung Israels (”Apartheid”) werden nunmehr auch Angriffe auf die Presse-, Meinungs- und Redefreiheit an Bedeutung gewinnen. Unter dem Vorwand des Kampfes gegen religiöse Intoleranz (und zwar nur gegenüber dem Islam) werden die Menschenrechte Schritt für Schritt pervertiert und in ein Unterdrückungsinstrumentarium im Namen der Religion umfunktioniert.”
(Hervorhebung in der Liste von mir)
Auszug aus der Sparte “Background” (Hintergründe):
Vor kurzem hatte bereits der französische Romancier und Essayist Pascal Bruckner zum Boykott der Durban-Nachfolgekonferenz aufgerufen. “Der Antirassismus ist in der Uno zur Ideologie der totalitären Bewegungen geworden, die ihn für ihre Zwecke benutzen”, begründete Bruckner seinen Appell. “Diktaturen oder notorische Halbdiktaturen bemächtigen sich einer demokratischen Sprache und instrumentalisieren juristische Standards, um sie gegen die Demokratien in Stellung zu bringen und sich selbst niemals in Frage zu stellen.” Bruckner befand, es etabliere sich eine “Neue Inquisition”, die mit dem Begriff der “Verunglimpfung der Religion” operiere, “um jede Regung des Zweifels, besonders in islamischen Ländern, zu unterdrücken”. Der von den Despoten verfochtene Antirassismus diene dazu, “genau die Dinge zu rechtfertigen, gegen die er ursprünglich formuliert wurde, die Unterdrückung, die Vorurteile, die Ungleichheit”.
Man muss es ganz klar sagen: Wenn Deutschland an dieser Konferenz teilnimmt, macht es sich bewusst zu Handlangern von verbrecherischen, freiheitsfeindlichen, dschihadistisch-expansorischen, antisemitischen Ländern und Diktaturen — und sich damit schuldig an Hass und Hetze gegenüber Israel sowie des Verrats an den freiheitlichen Standards der westlichen Welt!
Dieser Beitrag wurde von Jürgen am Mittwoch, 11. März 2009 um 16:21 Uhr veröffentlicht und unter Islam allg., UNO, Endsieg (Dār al-Islām), Judeophobie, Antisemitismus abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.











Ich habe nicht die Hoffnung das Deutschland absagt.
Mit anderen Worten: Unsere Verantwortlichen haben keine Eier!
Ausserdem wurde die Aktion zu früh beendet. Oder zu spät gestartet. Es gibt nur etwas über 1000 Unterschriften. Schade!
Hallo Jürgen,
was Durban II angeht, musst Du hier niemanden überzeugen. Du rennst bei uns offene Türen ein. Durban I war ein Fiasko und Durban II wird noch schlimmer.
Ausgerechnet die Bundesregierung, die vertreten durch Frau Merkel es für notwendig hielt den Papst, der wie kaum ein anderer dazu beigetragen hat, dass Verhältnis Katholiken und Juden zu verbessern, abzufertigen, wegen einem nicht anerkannten “Bischoff” aus Argentinien, setzt sich zusammen mit bekennenden Antisemiten aus Iran und anderen islamischen Ländern an einen Tisch.
Lässt sich diese Heuchelei noch übertreffen?
Hi freinsheimer,
hier lesen nicht nur Gleichgesinnte. Dass ich Dich und viele hier nicht überzeugen muss, ist klar, aber wie gesagt, die Leserschaft geht über “uns” hinaus.
LG,
Jürgen
[…] zu Führers Geburtstag in Genf beginnen. Mal sehen, ob sie auch brav den Arm heben. Jedenfalls hat Jürgen von der Gegenstimme eine kleine Zusammenfassung geschrieben, die informiert. Ausführlich findet man es natürlich auf […]