Rush Limbaugh Quote of the Day

"I hope I didn't shock you, folks, by telling you that Iran may be working on a bomb, but the UN just announced that that's what they think might be going on."
15. März 2009

Ein paar Gedanken zu Waffen in Deutschland

Zunächst einmal eine Klarstellung: Ich bin für liberaleren Waffenbesitz.

Ich habe vor kurzem einen Artikel auf Opponent verlinkt der erklärt, daß ein strenges Waffengesetz vor allem den Kriminellen hilft, nicht aber den unbescholtenen Bürgern. Die Ausführungen dazu sind durchdacht und logisch. Auch wird erwähnt, daß bereits Amokläufe durch bewaffnete Zivilisten verhindert oder erschwert wurden. Kriminelle würden ohnehin immer an Waffen kommen, daher schade das Verbot nur den Unbescholtenen. Dies ist soweit völlig korrekt. Auch richtig ist, daß die Verbreitung von Schusswaffen noch lange keinen Aufschluß über die Wahrscheinlichkeit von Amokläufen gibt oder zwangsläufig einen Einfluß auf die Kriminalitätsstatistik hat.

An anderer Stelle, die ich leider nicht mehr finde, wurden Frankreich und die Schweiz als Beispiel genannt. Dort sei die Feuerwaffendichte durch Jäger respektive Milizsystem extrem hoch, zu Amokläufen sei es dort jedoch nicht gekommen. Dies ist insoweit nur richtig, als daß es dort wohl noch keine Amokläufe an Schulen gegeben hat. Allerdings gab es beispielsweise 2001 den Amoklauf von Zug, der sich gegen Parlamentarier richtete. Es mag ein Unterschied sein ob man statt Kindern “nur” Politiker erschießt, groß ist dieser Unterschied jedoch sicherlich nicht.

Auch völlig richtig mag sein, daß nur bei 0,3% der Straftaten mit Waffengebrauch legale Waffen eingesetzt werden. Interessant wäre hierzu vielleicht mal eine - wohl kaum existierende - Statistik, wie viele Straftaten durch legalen Waffenbesitz vereitelt werden.

Dennoch greift das zu kurz.

Was bei all den Ausführungen pro privaten Waffenbesitz immer unbeachtet zu bleiben scheint ist, daß es auch zahlreiche Beispiele gibt, wo das bestehende Verbot positiv war! Bestes Beispiel hierzu ist der Amoklauf von Emsdetten: Hierbei versuchte ein 18jähriger Amokläufer die Tat des Robert Steinhäuser nachzuahmen. Wegen der strengen Waffengesetze verfügte er jedoch lediglich über ein illegal besorgtes Kleinkalibergewehr und Perkussionswaffen, sprich Vorderlader mit extrem geringer Schussfolge und ein paar offensichtlich recht ineffektive Rohrbomben. Nicht zuletzt deshalb gab es außer dem Täter keinerlei Todesopfer, fehlende Möglichkeiten zu Schießübungen mögen ebenfalls daran beteiligt gewesen sein.

Auch wenn es richtig ist, daß Kriminelle in Deutschland dennoch über Schusswaffen verfügen, so ist es doch so, daß nicht jeder kleine “Hassu Problem?” Penner die Möglichkeiten hat, an Schusswaffen zu kommen. Bei einem liberalerem Waffengesetz wäre es all den Kleinkriminellen vielleicht statt mit Messern mit Schusswaffen ausgestattet. Wie wäre es wohl dem Opfer der “U-Bahnschläger von München” ergangen, hätten seine Täter Schusswaffen gehabt? Wie viele Messerstechereien, von denen auf PI ja fast täglich berichtet wird, würden mit Schusswaffen tödlich enden? Ich fühle mich im Moment noch relativ sicher, da ich auf solche durch meine Statur wohl recht furchteinflößend wirke. Entsprechend böse schauend könnte ich ja selber ein Messer haben, was allerdings nie der Fall ist. All die, die bislang durch meine Statur abgeschreckt wurden werden mit einer Feuerwaffe keine Angst mehr haben müssen, oder nicht?

Klar, ein seinerseits mit einer Waffe armiertes Opfer ist wehrhafter, aber würde das nicht die Wahrscheinlichkeit erhöhen, daß der Täter noch schneller gewalttätig wird um eine Gegenwehr zu unterbinden? Außerdem: Wer von uns würde sich wirklich trauen seine Schusswaffe einzusetzen, wenn er um die deutschen Gerichte weiß? Fast jeder von uns hat doch schon von Fällen gehört, bei denen ein Notwehr oder Nothilfe leistender unbescholtener Bürger wegen “unverhältnismäßiger Gewaltanwendung” verurteilt oder sogar eingesperrt wurde.

Ich fände es gut mir eine Schusswaffe kaufen zu dürfen. Ich hätte gerne die Möglichkeit, mich gegen Verbrecher zu verteidigen. Auch würde ich angesichts geleisteten Militärdienstes und Mitglied einer Jägerfamilie (wenngleich noch ohne eigenen Jagdschein) mit der Waffe umgehen können, was das Risiko einer Selbstverletzung oder der unabsichtlichen Verletzung Anderer ausschließen würde.
Doch würde ich wirklich wollen, daß sich Hinz und Kunz ebenfalls bewaffnen dürfen? Klar, man kann Andere mit jeder Art von Waffe umbringen. Es gab auch in Deutschland schon Amokläufe mit Stich- und Schlagwaffen wie Samuraischwertern,  mit Messern, oder mit Äxten. Doch wie wären diese Amokläufe ausgegangen, hätten die Täter Schusswaffen gehabt? Natürlich hätten sie vielleicht durch ihrerseits bewaffnete Passanten gestoppt werden können, doch ich möchte nicht unbedingt in so einer Situation auf den Täter schießen. Das Risiko von hysterischen anderen Waffenträgern dann selber für den Täter gehalten und beschossen zu werden ist wohl nicht von der Hand zu weisen… Bei mir im Ort wurde ein ehemaliger Arzt in die geschlossene Anstalt verlegt weil er seiner Tochter mit der Axt hinterhergelaufen ist. Mit einer Schusswaffe hätte er nicht laufen müssen…

Ich will mich ausdrücklich nicht für eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes aussprechen. Auch wenn es durchaus seltsam erscheint, daß man zur Selbstverteidigung idR keine Schusswaffen führen darf, wenn man sie sammelt oder in einem Verein schießt sie jedoch dennoch besitzen darf, so wäre ein Verbot jeglichen Waffenbesitzes doch unsinnig. Auch wäre es mal wieder eine typische Reaktion unseres sozialistischen Vaterlandes, wenn es Sportschützen, sprich legalen Waffenbesitzern, zwar den teuren Kauf einer Waffe erlauben würde, sie diese jedoch unter Zwang in ihren Vereinsheim lassen müssten.
Ich persönlich würde sehr gerne das Recht haben, mich mit einer Schusswaffe selber zu verteidigen. Dennoch sollte man sich die Sache durchaus von mehreren Seiten ansehen, denke ich.

Wenn ich etwas durch meine eigene Vergangenheit gelernt habe, dann daß man sich drastisch irren kann obwohl man absolut von der Richtigkeit seines Weltbildes überzeugt ist, und daß jede Medaille zwei Seiten hat. Ich will deshalb nicht die Existenz von Schwarz und Weiß negieren und wie manch anderer erklären, die Welt sei grundsätzlich grau, doch sollte man sich immer aller Argumente bewußt sein.

Auf Kommentare und eine Diskussion im Kommentarbereich freue ich mich.

Autor: Huwi | Abgelegt unter (Selbst-)Kritisches, Gesellschaft, Germanyland
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15. März 2009

Warum Araber Purim nicht begreifen können

Original: Elder of Ziyon, 11. März 2009

Was wird an Purim gefeiert?

Wikipedia sagt, dass Purim eine Fest ist, dass an die Rettung des jüdischen Volkes im antiken persischen Reich vor Hamans Komplott zur seiner Ausrottung erinnert.

Judaism 101 (Einmaleins des Judentums) sagt: „Es erinnert an eine Zeit, als das in Persien lebende jüdische Volk vor der Auslöschung gerettet wurde.“

Jewish Virtual Library: „Es erinnert an eine Zeit, als das in Persien lebende jüdische Volk vor der Auslöschung gerettet wurde.“

Man beachte, was Purim nicht ist. Es wird nicht als militärischer Sieg gefeiert. Juden feiern nicht den Tod von Haman und seinen Verbündeten. Hamas Tod ist zwar integraler Bestandteil der Purim-Geschichte und es war nötig, dass er starb, damit seine Erlasse widerrufen werden konnten, aber wir bejubeln Hamans Tod nicht außer in Bezug auf seine Rolle bei der Rettung der persischen Juden. Aus der Perspektive des Judentums wäre es vorzuziehen gewesen, wenn die Juden überhaupt nicht in Gefahr gewesen wären (und wenn sie von sich aus Reue gezeigt hätten statt als Resultat einer direkten Bedrohung ihres Lebens).

Purim ist ein freudiger Feiertag, weil er nicht den Tod feiert, sondern die Rettung von Leben.

Manchmal ist Krieg notwendig und Leben muss verloren gehen, damit andere gerettet werden. Die Araber tendieren dazu die (wirkliche oder eingebildete) Niederlage ihrer Feinde zu feiern; sie nehmen an, dass Juden an Purim und Hanukka (und am Jerusalemtag und Unabhängigkeitstag) dasselbe tun. Und genau das ist falsch: Die Juden feiern ihr Überleben und, ja, ihren Sieg – aber nicht die Niederlage ihrer Feinde. Die zwei hängen offensichtlich zusammen, aber eine die Denkweise ist eine völlig andere.

Die einen feiern das Leben und die anderen feiern den Tod.

Hanukka repräsentiert einen geistigen Sieg mehr als einen militärischen; der Unabhängigkeitstag repräsentiert das Überleben eines Jahrtausende alten Traums der jüdischen Eigenstaatlichkeit im eigenen Land; am Jerusalemtag feiert man die Rückkehr der heiligsten Stadt des Judentums unter jüdische Kontrolle. All diesen Ereignissen ist gemein, dass man vorgezogen hätte, es wäre kein Blut vergossen worden. Es ist nicht die Niederlage der Feinde, die gefeiert wird; diese ist ein notwendiges Übel, keine Ursache für Jubel.

Obwohl es natürlich nicht zu leugnen ist, dass die Juden auf ihre militärischen Siege stolz sind, würden sie es vorziehen, wenn ein solches Gefecht gar nicht erst stattgefunden hätte.

Die Araber können ihren Geist nicht um diese Vorstellung wickeln. Für sie sind militärische Siege Beweis ihrer Männlichkeit, eine Quelle der „Ehre“ und – für Muslime – Beweis dafür, dass ihre Glaubenssätze überlegen ist. Umgekehrt sind militärische Niederlagen Grund für Schande und zeigen ein problematisches Glaubenssystem auf: Warum sollte Allah erlauben, dass sein Volk entehrt wird? Der springende Punkt ist die vollkommene Niederlage – und noch wichtiger: die Erniedrigung – ihrer Feinde.

Deshalb können die Araber Purim nicht begreifen und sie können die Juden nicht begreifen. Sie projizieren ihre eigenen Glaubenssätze und die Ehre/Scham-Kultur auf ihre Feinde. Sie können sich nicht vorstellen, dass die Niederlage eines Feindes nicht das alles überragende Ziel eines kampfbereiten und umzingelten Volkes ist. All das über den „Zionisten“ wegen ihrer angeblich rassistischen und völkermörderischen Ziele ausgegossene Gift ist nichts anderes als arabische Projektion ihrer eigenen Glaubenssätze auf die Juden.

Adin Steinsaltz vermerkt, dass es für Juden nur zwei Wege gibt gegen den Antisemitismus sowohl Hamas als auch der Hamas vorzugehen.

Die Schlussfolgerung dazu ist, dass wir zwei mögliche Antworten haben. Erstens können wir unser Bestes tun, wie es in den Tagen von Esther und in anderen Generationen getan wurde, um uns gegen das Böse zu verteidigen und es zu bekämpfen. Das muss in jedem Fall getan werden, selbst wenn es nur darum geht eine Unterbrechung der Ausbrüche des Hasses zu gewinnen.

Die zweite Möglichkeit besteht darin zu lachen. Nicht nur über die Niederlage unserer Feinde lachen, sondern auch über die Absurdität, Lächerlichkeit und inhärenten Widersprüche des Antisemitismus. Das Gelächter bedeutet nicht, dass es eine Antwort gibt, doch ist dies unsere Art zu erklären, dass wir uns von der irrationalen Wechselwirkung des Hasses auf Haman entfernt haben. Wir lachen über Haman, Ahasveros und all ihre Nachfolger, weil über sie, nachdem wir die Oberhand behalten haben und weiter vorhanden sind, Witze gemacht werden.

Darum geht es an Purim – das Überleben der Juden zu feiern. Die Niederlagen unserer Feinde sind nebensächlich und letztlich komödiantisch, aber sie spielen keine zentrale Rolle.

(Querposting mit Heplev)

Autor: Uebersetzer | Abgelegt unter Islamkunde, Israel
3 Kommentare  . .













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