Der irakische Informationsminister gibt bekannt:
Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Wikipedia, Humor
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Edit: Der Artikel war ein wenig irreführend und hätte bisheriger Form mißinterpretiert werden können.
Ich habe einen interessanten Artikel über Osama bin Laden und die Taliban gefunden.
An diesem Abend gab Premierministerin Benazir Bhutto ein Dinner für Journalisten in Islamabad. Unter den Gästen war Generalleutnant Hamid Gul, der Chef des ISI (dem pakistanischen Geheimdienst Interservices International) und der feurigste islamische Ideologe in der Armee nach Zia ul Haqs Tod. General Gul war in triumphaler Stimmung über den Rückzug der Sowjets. Ich fragte ihn, ob er nicht mit dem Feuer spielte, wenn er moslemische Radikale aus islamischen Ländern einlud, die vergeblich Verbündete Pakistans waren. Würden diese Radikalen nicht Differenzen (Spannungen) in ihren eigenen Ländern erzeugen und damit Pakistans Außenpolitik in Gefahr bringen? “Wir kämpfen einen Jihad und dies ist die erste internationale islamische Brigade der modernen Ära. Die Kommunisten haben ihre internationalen Brigaden, der Westen hat die NATO, warum können sich die Moslems nicht vereinigen und eine gemeinsame Front bilden?” antwortete der General. Das war die erste und einzige Rechtfertigung die ich jemals bekam für das, was bereits Arabische Afghanen genannt wurde, obwohl niemand Afghane war und viele nicht einmal Araber. […]
Drittens widmete Casey die Unterstützung des CIA einer alten ISI-Initiative, radikale Moslems aus der ganzen Welt zu rekrutieren und nach Pakistan zu kommen, um mit den Afghanischen Mudjahedin zu kämpfen. Der ISI hat dies seit 1982 gefördert und nun hatten alle anderen Mächte ihre Gründe diese Idee zu unterstützen. Präsident Zia wollte die Einheit des Islams voranbringen, Pakistan in die Führung der moslemischen Welt verwandeln und eine islamische Opposition in Zentralasien hervorbringen. Washington wollte demonstrieren, dass die ganze moslemische Welt Seite an Seite mit den Afghanen und ihren amerikanischen Gönnern die Sowjetunion bekämpfte. Und die Saudis sahen darin sowohl eine Gelegenheit den Wahabismus zu befördern als auch seine verstimmten Radikalen loszuwerden. Keine der Parteien beachtete, dass diese Freiwilligen auch ihre eigenen Pläne haben könnten, welche ihren Hass auf die Sowjets auch gegen ihre eigenen Regimes und gegen die Amerikaner richten könnten.
Auch wenn allgemein die Muslimbruderschaft als der Vater des heutigen radikalen Islam gesehen wird, so hatnach diesem Artikel gerade der Kampf in Afghanistan die Ausbreitung des sog. “Islamismus” gefördert:
Zwischen 1982 und 1992 würden ungefähr 35.000 radikale Muslime aus 43 Ländern des Nahen Ostens, Nord und Ostafrika, Zentralasien und dem fernen Osten ihre Feuertaufe mit den afghanischen Mudjahedin passieren. Zehntausende weitere auswärtige radikale Muslime kamen, um in den hunderten neuen Medrassen (Koranschulen) zu lernen, die Zias Militärregierung in Pakistan entlang der afghanischen Grenze zu gründen begann. Schließlich kamen mehr als 100.000 radikale Moslems in Kontakt mit Pakistan und Afghanistan und wurden beeinflusst von dieser Version des Jihad. […]
Keiner der beteiligten Nachrichten- und Geheimdienste wollte die Konsequenzen bedenken was es bedeuten würde, tausende Islamisten aus aller Welt zusammenzubringen. “Was war wichtiger im Weltblick auf die Geschichte? Die Taliban oder der Fall des Sowjetimperiums? Ein paar aufgebrachte Muslime oder die Befreiung Osteuropas und das Ende des Kalten Krieges?” fragte Zbigniew Brzezinski, ein ehemaliger US-Sicherheitsberater.
Die Folgen waren für den Westen offensichtlich nicht absehbar:
“Der Krieg hinterließ eine schwierige Koalition aus islamistischen Organisationen, darauf erpicht den Islam gegen alle nichtmuslimischen Kräfte voranzubringen“, schrieb Samuel Huntington. Er hinterließ auch ein Potenzial von erfahrenen Kämpfern und Spezialeinheiten, Trainingslagern und logistischen Einrichtungen, sorgfältig organisierten transislamischen Netzwerken personeller und organisatorischer Beziehungen, ein beachtliches Depot militärischer Ausrüstung einschließlich 300-500 (nicht erwiesener) Stinger-Raketen - und das wichtigste: einen Sinn für Macht und Selbstvertrauen über das was erreicht worden war und einen motivierenden Drang zu weiteren Siegen zu gelangen. […]
Die meisten dieser Radikalen spekulierten, dass, wenn der afghanische Jihad eine Supermacht besiegt hatte, ob sie nicht auch die andere Supermacht besiegen könnten: die USA und ihre eigenen Regimes? Die Logik dieses Arguments basierte auf der einfachen Annahme, dass der afghanische Jihad allein den sowjetischen Staat in die Knie gezwungen hatte. Die vielfältigen internen Gründe die zum Zusammenbruch des Sowjetsystems führten, von denen der Jihad nur einer war, wurden geflissentlich ignoriert. Während also die USA den Zerfall der Sowjetunion als Scheitern des sozialistischen Systems sahen, sahen es viele Muslime einzig als Sieg des Islam. Für Militante war diese Vorstellung inspirierend und erinnerte sie an die Welle der Verbreitung des moslemischen Glaubens durch die Welt in den siebten und achten Jahrhunderten. In ihrer Vorstellung konnte aus den Opfern und dem Blut einer neuen Generation von Märtyrern und weiteren Siegen eine neue islamische Umma geschmiedet werden. […]
Im Frühjahr 1997 bildete der CIA eine Spezialeinheit, die in Peschawar eintraf und versuchte eine Fangoperation durchzuführen, um Bin Laden aus Afghanistan herauszuholen. Sie warben Afghanis und Pakistanis an, um ihnen zu helfen, brachen die Operation jedoch ab. Die US-Operation trug dazu bei, Bin Laden zu überzeugen, in die sichereren Engen von Kandahar zu ziehen. Am 23. Februar 1998 beschlossen alle mit der Al Quaeda verbundenen Gruppen auf einem Treffen im ursprünglichen Lager Khost ein Manifest, in dem unter der Ägide einer “Internationalen Islamischen Front der Jihad gegen Juden und Amerikaner” verkündet wurde. […]
Die Versammlung sprach eine Fatwa aus. “Die Entscheidung Amerikaner und ihre Verbündeten zu töten - Zivilisten wie Militärs - ist eine Pflicht für einen jeden Moslem, die er in jedem Land, in dem dies möglich ist, verfolgen muss.” […]
Bill Clinton hatte seinen Anteil daran, den Osama bin Laden von heute zu erschaffen:
Es waren jedoch die Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenya und Tanzania im August 1998, die 257 Menschen töteten und die Bin Laden in der moslemischen Welt und dem West zu einem in jedem Haushalt bekannten Namen machten. Nur 13 Tage nachdem die USA Bin Laden beschuldigten, den Angriff verübt zu haben, führten sie Vergeltungsschläge aus, indem sie 70 Cruise Missiles gegen Bin Ladens Lager rund um Khost und Jalalabad feuerten. […]
Innerhalb weniger Wochen nach den Bombenanschlägen in Afrika verteufelte die Clinton-Administration Bin Laden so sehr, dass sie ihn für alle Grausamkeiten, die in der muslimischen Welt gegen die USA verübt wurden, verantwortlich machte. In der darauffolgenden Anklage gegen ihn durch ein Gericht in New York wurde Bin Laden beschuldigt verantwortlich zu sein für die 18 im Jahre 1993 in Mogadischu, Somalia, getöteten amerikanischen Soldaten; den Tod von fünf Beamten im Bombenanschlag von Riyad 1995 und für den Tod von 19 weiteren US-Soldaten in Dhahran 1996.
Er wurde auch verdächtigt bei den Anschlägen in Aden 1992, auf das World Trade Center 1993 und bei einem Komplott gegen Präsident Clinton auf den Philippinen seine Hände im Spiel gehabt zu haben. Ebenso für die im Jahre 1995 geplante Sprengung eines Duzend ziviler US-Flugzeuge. Es gab allerdings große Skepsis - selbst bei US-Experten - dass er an allen diesen letzteren Operationen beteiligt war. Die Clinton-Administration war jedoch verzweifelt auf der Suche nach einer Ablenkung, als sie durch die Untiefen der Monica Lewinsky-Affaire durchwatete und brauchte auch eine auf alles zielende simple Erklärung für die unerklärten Terrorakte. Bin Laden wurde zum Zentrum dessen aufgebaut, was Washington zur Verschwörung gegen die USA aufbaute.
Der Demokrat Bill Clinton, der nicht nur an der heutigen Weltwirtschaftskrise schuld ist, hat also bin Laden zu dem gemacht was er heute ist. Es ist nichts neues von internen Problemen durch einen Sündenbock abzulenken, mit bin Laden hatte Bill Clinton nun endlich das was er brauchte um die Öffentlichkeit von seinem Meineid abzulenken.
Er ist weder ein islamischer Gelehrter noch ein Lehrer und kann daher rechtlich keine Fatwas aussprechen - obwohl er dies tut. Im Westen wurden seine “Tod den Amerikanern”-Aufrufe als Fatwas interpretiert, obwohl sie in der moslemischen Welt kein moralisches Gewicht haben bzw. nicht bindend sind. Arabische Afghanen, die ihn aus der Zeit des Jihad kannten, sagen, er sei weder intellektuell noch rhetorisch auf der Höhe dessen was in der muslimischen Welt getan werden müsse. In diesem Sinne war er weder der Lenin der islamischen Revolution noch war er der internationalistische Ideologe einer solchen so wie es Che Guevara für die Dritte Welt war. Bin Ladens frühere Verbündete beschreiben ihn als leicht zu beeindrucken, immer auf der Suche nach Mentoren, die mehr über den Islam und die moderne Welt wussten als er.
Es lohnt sich wirklich, den Artikel zu lesen. Darin wird auch darauf eingegangen, wie die islamischen Länder, die heute massiv unter dem Terror zu leiden haben ihn doch selbst erst hervorgebracht haben.
Übrigens soll es auch Bill Clinton gewesen sein, der Osama bin Laden zu seinem Terrorfeldzug inspiriert hat. Nachdem Bill Clinton angesichts schlechter Presse und Unzufriedenheit in der Bevölkerung wegen der verstörenden Bilder aus Mogadishu die US Armee fluchtartig das Land verlassen ließ soll Osama bin Laden gesagt haben:
So habe ich gelernt, die Amerikaner zu besiegen.
Wollen wir hoffen, daß der jetzige demokratische Präsident etwas mehr Durchsetzungsvermögen besitzt. In Mogadishu reichten 18 tote US-Soldaten, deren Leichen durch die Stadt geschleift wurden um die Amerikaner zu verjagen, in Afghanistan werden es demnächst wohl eine Menge mehr werden:
Die Stationierung von zusätzlich rund 17.000 US-Soldaten im umkämpften Süden Afghanistans wird nach Einschätzung von NATO-General Mart de Kruif zunächst zu einem deutlichen Anstieg der Gewalt führen.
Aber gut, selbst wenn er hier durchhält, so setzt er Amerikas Zukunft zugleich an anderer Stelle aufs Spiel. Vermutlich wird die Zahl der noch zu prodzierenden F-22 noch einmal drastisch gekürzt werden. Die für die Luftüberlegenheit der USA gegen China und Russland essentiellen Jagdflugzeuge sind nämlich teuer und gegen die Taliban nicht zu gebrauchen. In bester militärischer Kurzsichtigkeit wird daher überlegt die Produktion schon 2011 auslaufen zu lassen, was eine Wiederaufnahme der Produktion fast unmöglich macht.
Angesichts von Billionen Defizit will Obama vermutlich ein Zeichen setzen indem er die Militärausgaben um ein paar Millionen kürzt - auf Kosten der US-Zukunft. Einen treffenden Kommentar dazu habe ich gestern in einem Militärforum gelesen:
Wenn es nicht so traurig wäre könnte man ja nur noch drüber lachen.
Gestern hat irgendein Mitarbeiter der FED “1.000.000.000.000,00$” in ein Eingabefeld geschrieben und schon hatte man eine Billion US-$ zum ausgeben.
Eine Billion US-$, das wäre genug für über 5.000 F-22.
Aber für 63 weitere ist keine Kohle da.Scheiß egal wie viele Billionen man in den Finanzsektor versenkt, solange man der Verteidigungshaushalt um 20 Milliarden kürzen kann ist alles gut.[…]
Und es ist vor dem Hintergrund das Barak Obama es geschafft hat in 3 Monaten mehr Schulden anzuhäufen als ALLE US Präsidenten zuvor GEMEINSAM lächerlich und absurd. Wer mit Billionenbeträgen jongliert und dann meint man könne sich die F-22 nicht leisten ist nur eines: Ideologisch Hoffnungslos verblendet.
Die F-22 wird im Krieg gegen den Terror kaum eingesetzt werden, richtig. Die F-22 ist aber auch nicht dafür da. Amerika und auch Europa brauchen die F-22 um für die nächsten fünf Jahrzehnte (!) die Luftüberlegenheit in jedem potentiell denkbaren Konflikt erringen zu können.
Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Militär, Islamkunde, Left Trash, USA
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Nein, liebe Leser, dies wird keine seitenlange philosophische Abhandlung, sondern nur ein kleiner Einblick in die Gefühlswelt eines Alt68-ers. Reinhard Mohr wurde gestern die Gelegenheit gegeben die Rückkehr von Dieter Althaus in die Politik zu analysieren. Man mag ihm in vielem was er schreibt zustimmen, aber bei dieser Passage werden der Tunnelblick und die Wahrnehmungsstörungen der 68er mal wieder richtig deutlich:
Das Gedankenspiel sei erlaubt: Wenn ein amtierender Außenminister Joschka Fischer beim Sport eine 41-jährige Mutter zu Tode gebracht hätte und in einem österreichischen Blitzverfahren wegen fahrlässiger Tötung zu 33.000 Euro Strafe verurteilt worden wäre, dann wäre ein Comeback vermutlich anders ausgefallen. Wenn es überhaupt stattgefunden hätte.
Ausgerechnet bei Fischer wäre ein politisches Comeback nach so einem tragischen Unfall also unwahrscheinlicher gewesen? Althaus wurde bestraft, wenn auch recht milde. Er hat den Hinterbliebenen Schmerzensgeld gezahlt und will sie noch weitergehend entschädigen. Wann ist der Schlägertruppenführer Fischer bestraft worden? Inwiefern hat er die Opfer seiner Gewaltverbrechen entschädigt, ja wieviele Jahrzehnte hat er sich geziert, sich auch nur zu entschuldigen?
Bis 1975 war er Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein, wollte sich aber gleichzeitig nicht von ihr distanzieren. Er beteuerte zudem, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben.
Als natürliche Konsequenz wurde dieser Mann Umweltminister in Hessen, dann Außenminister und Vizekanzler!
Herr Mohr, Sie haben ihre Schuldigkeit getan, Sie können gehen!
Autor: Heinz | Abgelegt unter Left Trash, Germanyland, Polemik
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