Die ersten 100 Tage der Präsidentschaft von Barack Hussein Oama sind um und allenthalben werden Bilanzen gezogen. Ralph Peters hat auf IraPundit eine solche eingestellt, die in dem einen oder anderen Punkt ein wenig überspitzt sein mag, aber recht klar deutlich macht, was Obamas Art der Gestaltung der Außenpolitik für die USA (und uns) bringt. Keine erfreulichen Aussichten:
Nach gerade mal 100 Tagen ist die „Obama-Doktrin“ zu unserer Außen- und Sicherheitspolitik aufgetaucht. Und sie ist Furcht erregend. Die Kombination aus Schwindel erregender Naivität, Abneigung gegenüber unseren Verbündeten, Geringschätzung unseres Militärs, Misstrauen gegenüber unseren Geheimdiensten und Ekel vor unserem eigenen land verspricht die schlimmste Außenpolitik unserer Lebzeiten.Das schließt die abgrundtief fehl geschlagene Bilanz von Präsident Jimmy Carter ein.Die Kern-Lehrsätze der Obama-Doktrin bis heute würden ein Gründungsmitglied des Weather Underground* jubeln lassen:
Wir sind schuld: Gibt es irgendwo Probleme, dann ist Amerika schuld. Diese zentrale Überzeugung linker Ideologie scheint im Verlauf der langen Freundschaft mit Extremisten das Bewusstsein des Präsidenten derart gründlich durchdrungen zu haben, dass es für ihn jetzt eine wie zweite Haut ist.
Probleme können wegverhandelt werden: Von somalischen Piraten bis hin zu Moskaus Kriegsbereitschaft betrachten Obama und sein Kabinett nette Plauderstündchen als beste Antwort auf die Herausforderung. Unser Präsident kam durch Reden ins Oval Office, nicht durch Taten; und sein Vertrauen in seine Überzeugungskräfte kennt keine Grenzen. Ein Bekannter, der die Russen vielleicht am besten versteht, schüttelt angesichts des Tons in Washington den Kopf. Das derzeitige Mantra lautet: „Wir müssen das Denken des Kalten Krieges überwinden.“ Großartig – bis auf den Fakt, dass es die Russen sind, die die Feindseligkeit des Kalten Krieges wiederbelebt haben.
Die Taliban vertilgen Pakistan und wir wollen mit ihnen reden. Präsident Hugo Chavez vernichtet die Demokratie Venezuelas und wir wollen mit ihm reden. Der Iran verfolgt die Entwicklung von Atomwaffen mit aufgefrischtem Enthusiasmus … und wir wollen reden.
Probleme, die nicht durch Reden beseitigt werden, können mit Geld beseitigt werden: Pakistan, ein atomar bewaffneter Staat mit 170 Millionen Muslimen, die vor von unseren „Freunden“ angestacheltem Antiamerikanismus kochen, steht vor dem Auseinanderbrechen, weil sein einst monolithisches Militär zersplittert. Obamas Antwort? Lasst uns Milliarden Dollar schicken, die verschwinden werden und Waffen, die bald gegen uns einsetzt werden könnten.
Außenministerin Hillary Clinten glaubt, die Lösung für die Piraterie sei ein großzügiges Programm zum Wiederaufbau Somalias. (Haben wir alles schon hinter uns.) Sie würde auch der Hamas gerne ein Million Dollars aushändigen.
Es gilt das „Las Vegas-Gesetz“: Du kannst Sex kaufen, aber nicht dauerhafte liebe. Wir können den Terror nicht mit Sozialamts-Schecks besiegen.
Islamistischen Terror gibt es nicht: Der Begriff ist sogar im Sprachgebrauch der Ministerien verboten worden. Wenn ein muslimischer Extremist unschuldige Opfer zu Tausenden abschlachtet, dann wird uns versichert, der Islam sei eine „Religion des Friedens“, die enorm zur Entwicklung unseres Landes beigetragen hat. (Hä?)
Als hatte es 9/11 nie gegeben. Die „Nichtterroristen“, die den Nahen Osten mit Blut tränken und uns bedrohen, so laut sie können, sind lediglich Opfer unserer Aggression. Es ist alles unsere Schuld.
Aber es gibt Terroristen – unter den zurückkehrenden Veteranen und unter denjenigen Amerikanern, die sich nicht dem Umschwung von MoveOn.org in unserem Land verschreiben.
Israel ist das Hindernis zum Frieden im Nahen Osten: Die Palästinenser sind alle Opfer. Die Hamas besteht aus kämpfenden Sozialarbeitern. Die Terroristen befinden sich im israelischen Militär.
Unsere Atomwaffen bedrohen den Weltfrieden und wir müssen sie los werden: Andere Staaten behalten Atomwaffen nur oder streben sie nur an, weil wir ihnen Angst machen. Wenn wir auf Null Atombomben herunterkommen, wir auf Erden der Friede regieren.
Vergesst, dass nur unsere Atomwaffen den dritten Weltkrieg verhinderten und dass sie immer noch potenzielle Feinde abschrecken. Seht einfach zu, dass wir sie loswerden, okay?
Unser Militär ist gefährlich: Über Obamas zynisch orchestriertes Auftauchen bei unseren Soldaten hinaus verachten er und sein Klüngel klar und deutlich militärischen Rat und den Dienst in Uniform. Die Administration betrachtet unsere Soldaten als primitive Kreaturen, die an die Leine gelegt werden müsse, nicht als Teil irgendeiner Lösung.
Unsere Geheimdienste sind noch gefährlicher als unser Militär: Die Administration hat bereits begonnen unsere geheimdienstlichen Fähigkeiten zu demontieren. Carter gab wenigstens noch vor über das Problem nachzudenken. Obama stürzt sich direkt in die Demoralisierung unserer Schattenkrieger.
Nur wenn wir es tun, ist es Folter.
Macht Präsident George W. Bush dafür verantwortlich: Sollte die Obama-Doktrin zu neuen Terroranschlägen führen (sorry, Frau Politano, ich meinte: „von Menschen verursachte Katastrophen“) oder zu außenpolitischen Demütigungen, dann wird das nicht Obamas Fehler sein, sondern der von Bush.
Wir werden zu einem Land der Dritten Welt, das einer krank machenden Kultur der Schuldzuschreibung erliegt. Und diese Kultur wird von atemberaubender Ignoranz genährt.Wir haben jetzt einen Präsidenten, der nicht weiß, dass Pakistan als Demokratie gegrndet wurde; eine Außenministerin, die glaubt, wir hätten die Taliban geschaffen; eine Leiterin der Heimatschutzbehörde, die nicht glaubt, dass es islamistische Terroristen gibt und einen Vizepräsidenten, der behauptet Franklin D. Roosevelt habe während der Weltwirtschaftskrise übers Fernsehen zum Volk gesprochen.
Wenn Bush sich solche Ausrutscher erlaubt hätte, hätten sich die Medien über ihn lustig gemacht. Aber Obama und sein Gefolge lösen bei den Journalisten orgastische Vergebung aus. Was uns zum letzten Grundsatz der Obama-Doktrin führt:
Unsere Medien-Schlampen werden Niederlagen als Sieg hinstellen.
* Der Weather Underground war eine linke Terrorgruppe in den USA, die in den 1960-er und 1970-er Jahren durch Bombenattentate berüchtigt wurde.