Claudia macht Stunk
Kaum setze ich mich nach langer, unvermeidbarer Abwesenheit an meinen Computer und checke meine Emails, da erblicke ich auch schon die erste böse Nachricht. Herr Heinz ist sauer und Claudia ist Schuld. Es geht um diesen Beitrag und die nachfolgenden Kommentare.
Hier ist die Mail:
Sehr geehrter Herr Meyn,
Sie haben auf den Artikel in MEDRUM hingewiesen, der über die Vorwürf an eine Professorin für Religionsphilosophie berichtet hat.
Dazu sind in Ihrem Blog mehrere Kommentare veröffentlich, die schwere Beleidigungen wie “linker Dreck” und “Pack” usw. enthalten. Diese Art von Äußerungen sind hasserfüllt und verhetzend. Derartige Äußerungen sind mit einem freiheitlichen und demokratischen Geist und den Prinzipien unseres Rechtsstaat völlig unvereinbar und inakzeptabel.
Ich distanziere mich ausdrücklich von derartigen Äußerungen und bitte Sie, sämtliche Äußerungen dieser Art aus Ihrem Blog zu entfernen.
Für den Fall, dass Sie dazu nicht bereit sein sollten, distanziere ich mich ebenso ausdrücklich vom Blog “Gegenstimme” und fordere Sie auf, Links zu MEDRUM zu entfernen und keine MEDRUM-Berichte in Ihren Blog aufzunehmen bzw. MEDRUM-Berichte aus ihrem Blog zu entfernen.
Mit freundlichen Grüßen
Kurt J. Heinz
MEDRUM-Redaktion
Als begeisterter Hobbydiplomat sah ich hier natürlich eine Gelegenheit, meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nach kurzem Fingerknacken setzte ich mein Antwortschreiben auf, tippte munter drei bis vier Stunden, löschte anschließend den gesamten Text und schrieb dann kurz folgendes:
Lieber Herr Heinz,
vielen Dank fuer Ihre Mail. Ich nehme hiermit zur Kenntnis, dass Sie sich von den Auesserungen bezueglich Ihres Artikels auf dem Blog Gegenstimme distanzieren. Leider kann ich Ihrer Aufforderung, besagte Kommentare zu entfernen, nicht nachkommen. Ich hoffe jedoch, dass Sie sich ebenso schnell bei mir melden werden, sollten unsere Autoren als Rechtsextremisten, Nazischweine, Schwulenhasser oder Aehnliches verschrieen werden. Dies soll gelegentlich vorkommen, entspricht aber nicht wirklich der Realitaet. Desweiteren sehe ich keinen Grund, die Links zu Ihrer Seite zu entfernen. Sie haben die Entscheidung getroffen, im Internet aufzutreten; unsere Autorin traf die Entscheidung, mit dem Finger auf Sie zu zeigen. Das kann man moegen oder auch nicht, ist aber mit einem freiheitlichen und demokratischen Geist und den Prinzipien Ihres Rechtsstaates voellig vereinbar und akzeptabel.
Gruss und Kuss
Michael Meyn
P.S. Ich habe den Beitrag auf Gegenstimme bislang nicht gelesen. War schlimm?
Zwar habe ich den Artikel immer noch nicht gelesen, aber das wird Konsequenzen haben, Claudia!
Autor: Michael Meyn | Abgelegt unter Militär, Polen, Natur, Innere Sicherheit
6 Kommentare . .











