Dass die Kirchen sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert haben, als es darum ging den Naziterror im Dritten Reich zu verhindern, ist keine Neuigkeit. Es gelang Hitler viele Christen hinter sich zu bringen, obwohl sein mittelfristiges Ziel auch die Vernichtung des Christentums, das er zutiefst verachtete, war. Auch, dass sich Geschichte wiederholt, haben wir gelernt. Dass sie sich in der Regel nicht 1:1 wiederholt, sondern manchmal unter anderen Vorzeichen, ist vielen zu hoch und so fangen sie an, es heute besser machen zu wollen als ihre Väter und Großväter, indem sie den Kampf gegen die aufnehmen, denen ihre Väter erlagen: Die Nazis. Das Problem ist nur, dass die Nazis seit vielen Jahrzehnten besiegt sind. Da der heutige “Antifaschist” sich den Kampf gegen Nazis in seiner Fantasie aber so glorreich, heldenhaft, sinnstiftend und schön ausgemalt hat, kann er eine Welt ohne Nazis nicht mehr ertragen. Der einzige Weg wieder glücklich zu werden ist, sich massenhaft Ersatznazis herbeizufantasieren und mit diesen so zu verfahren, wie man sich gewünscht hätte, dass unsere Väter es vor 75 Jahren mit den Nazis getan hätten. Natürlich dürfen diese Ersatznazis nicht so gefährlich sein, wie die von damals, man will schließlich garantiert als siegreicher Held aus diesem Kampf hervorgehen! Da bieten sich doch die Christen an, was aber genau wie damals, einige iskariotisch veranlagte “Jünger” in den Kirchen nicht davon abhält, mit ihren Feinden zu kooperieren und sich im sogenannten “Kampf gegen Rechts” einzuschleimen.
Geschichte wiederholt sich, aber nicht jedem fallen die Parallelen ins Auge und so arbeiten die selbsternannten “Antifaschisten” und entgeistlichten Pfaffen mit Nachdruck daran, die Fehler ihrer Väter zu wiederholen, obwohl sie diese gerne kompensieren möchten! Den Ersatznazis droht das Schicksal der Juden im dritten Reich, während die “Antifaschisten” sich immer weniger von den Nazis unterscheiden!
Eins der peinlichsten Exemplare “antifaschistischer” Pfäflein dürfte der Evangelische Pastor Hans Christoph Stoodt aus Frankfurt sein. Dieser hat Nazis in den Reihen der SPD ausgemacht, vor allem den früheren Verteidigungsminister Hans Apel, den er als “Teil des rechtsnationalen Milieus” bezeichnet. Apel hatte ihn daraufhin verklagt, seine Klage aber in letzter Minute zurückgezogen. Dies feiert Stoodt nun als Sieg.
Interessant sind die Kriterien, nach denen man heute als “Nazi” eingestuft wird. Hier eine kleine “Auswahl der deutlichsten Belege”, mit denen Stoodt Apel als Quasinazi einstuft:
- 1995 gehörte Apel zunächst zu den Unterzeichnern eines von Rainer Zitelmann initiierten geschichtsrevisionistischen Aufrufs zum 8. Mai 1945, dessen Wortlaut in weiten Teilen einer Rede Alfred Dreggers (CDU) entlehnt war. Zwar zog er später seine Unterschrift wieder zurück, distanzierte sich aber nie inhaltlich von dem Aufruf, sondern erklärte, ihm „passe die Gesellschaft“ nicht, in der er sich dort befinde;
- Ende der 90er Jahre trat Apel aus der Evangelischen Kirche aus und in die evangelikale Freikirche SELK ein. Begründung war die Segnung homosexueller Paare durch die Landeskirche, die Apel ablehnte. Apel gehörte auch zum Unterzeichnerkreis für den soeben in Marburg abgehaltene evangelikalen „6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“, auf dem homophoben Positionen ein Forum geboten wurde
- Mehrere Male äußerte sich Hans Apel in der Wochenzeitschrift „Junge Freiheit“, einem zentralen Organ der Neuen Rechten. So verteidigte er dort in einem Leserbrief Eva Herman, griff die CDU-Führung Angela Merkels als zu wenig konservativ an und äußerte sich auf seine Weise zu kirchenpolitischen Fragen …
- im März 2007 trat Apel als Referent einer Tagung der neu-rechten Gruppierung „Stimme der Mehrheit“ auf – gemeinsam unter anderem mit Karl Feldmeyer (FAZ), Karlheinz Weissmann vom neu-rechten „Institut für Staatspolitik“ und Brigadegeneral aD. Gerd Schultze Rhonhof. Hierüber wurde wiederum in der Jungen Freiheit, aber auch in der Zeitschrift „Der Rechte Rand“ berichtet, wo eine Abbildung veröffentlicht wurde, die Apel neben Hohmann (gemeinsam mit Erika Steinbach, Alexander von Stahl, Heiner Kappel, Rainer Röhl und anderen Mitbegründer von „Stimme der Mehrheit“) sitzend zeigt;
…
Den zweiten Punkt haben wir hier schon mehrfach thematisiert: 1 2 3 4 5 6.
“Es ist nicht lange her, daß Homosexualität in Deutschland strafbar war – im Faschismus konnte sie den Tod bedeuten. Wer jetzt wieder in diese Richtung zielt, trägt dazu bei, den Boden für erneute Diskriminierung zu bereiten ” sagt Stoodt in der Junge Welt. Dies ist falsch! Die Nazis waren anfangs, wie alle Sozialisten, ehr aufgeschlossen Homosexuellen gegenüber. Die Homobewegung war damals sogar eine der extremsten Unterstützergruppen der Nazis. So war die SA unter Ernst Röhm anfangs praktisch ein Club von Führerergebenen Homoerotikern! Erst als Röhm Hitler zu mächtig erschien, fing man an Homosexualität plötzlich als “Schande” zu bezeichnen, was aber hauptsächlich der Entmachtung der frühen homosexuellen SA-Eliten dienen sollte. Und im Mai haben Homos und Linke ihren Hang zum Totalitarismus und zur Intoleranz, sowie ihre Neigung Andersdenkende zu diskriminieren und zu kriminalisieren, eindrucksvoll demonstriert! Es finden sich auch sofort Antipfaffen, die bereit sind, diesen Anlauf Satans gegen Jüdisch-Christlich geprägte Werte zu unterstützen. So ähnlich hatten wir das schon mal …