Andere Länder, anderer Antisemitismus
Im Zuge meiner Forschungen bezüglich Japan bin ich auf einen anderen Schwerpunkt meiner Forschungen gestoßen: Auf den Antisemitismus. Wie man sich vorstellen kann, war Japan nicht gerade das Land mit der größten historischen jüdischen Minderheit. Auch wenn es sogar in China eine jüdische Minderheit gibt, so würde man bei dem Stichwort Juden nicht wirklich an Japan denken.
So war der erste nennenswerte Kontakt der Japaner zu den Juden auch erst im 20. Jahrhundert. Bei dem “Sibirischen Abenteuer” der Japaner, ihrer Intervention im russischen Bürgerkrieg, waren Inuzuka Koreshige und Yasue Norihiro mit den Protokollen der Weisen von Zion in Kontakt gekommen Statt nun jedoch ebenfalls an eine Gefahr durch eine jüdische Weltverschwörung zu glauben, traf die in der bekannten Fälschung geschulderten Macht auf reges Interesse der Japaner. Nachdem sie gerade einmal 50 Jahre zuvor begonnen hatten, sich aus dem Mittelalter in die Neuzeit zu katapultieren waren sie begierig danach, von allen ihnen aktuell noch Überlegenen zu lernen. Ein so möchtiges Volk, das in der Lage ist mit nur wenigen Menschen sich ernsthaft daran zu machen die Welt zu kontrollieren - so die Schlussfolgerung aus der Lektüre der Protokolle - könne nur eine Bereicherung für die Japanische Nation sein.
Zusammen mit anderen Offizieren und zunehmend auch Geschäftsleuten begannen die beiden, sich weitere antisemitische Literatur zu beschaffen. Die meist auf den Protokollen aufbauenden Werke schilderten wieder und wieder die Macht der Juden und verschaffte den beiden Japanern die notwendige Unterstützung, ein “Anwerben” dieser mächtigen Menschen zu finden. Zunehmend wurden immer konkretere Pläne geschmiedet, Juden in Japan anzusiedeln um von ihren finanziellen und intellektuellen Fähigkeiten profitieren zu können.
Nach der Reichspogromnacht gab es dann eine Sitzung von Inuzuka und Yasue mit dem Innen- und Außeminister, sowie Staatssekretären oder stellvertretenden Ministern aus den meisten anderen Ministerien. Bedauerlicherweise konnte man sich dort jedoch nicht auf ein Anwerben jüdischer Siedler aus Europa einigen, um die wachsenden Beziehungen zwischen Deutschland und insbesondere der damals politisch dominierenden Armee zu gefährden.
Dennoch wurden die auch ohne besondere Anwerbung ankommenden Juden in Kobe angesiedelt (später teilweise jedoch auf deutschen Druck in einem Ghetto in Shanghai interniert).
Ganz besonders hervorgetan hat sich dabei Chiune Sugihara, der als Konsul in Litauen ohne Erlaubnis seiner Regierung zahllose Visa für Juden ausstellte und damit viele tausend Juden rettete.
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Rafael Leónidas Trujillo, bot 1938 100.000 Juden die Aufnahme in der von ihm diktatorisch regierten Dominikanischen Republik an. Dies geschah allerdings nicht, weil er sie retten wollte, er wollte mit ihnen die ihm zu dunkle Haut seines Volkes aufhellen. Die vor einem Rassisten fliehenden Juden sollten einem anderen Rassisten helfen…
Bedauerlicherweise nahmen nur 600 Juden an.
Dieser Beitrag wurde von Gegenstimme am Samstag, 04. Juli 2009 um 18:13 Uhr veröffentlicht und unter Nazis (die echten), Dies & Das, Antisemitismus abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.












Dabei ist Japan wahrscheinlich das ausländerfeindlichste Land der Welt!
Zu Chiune Sugihara lese ich gerade auf Wiki:
Scheiss Kommunistenpack! Menschen in Not noch mal richtig ausnehmen. Sie waren auch ganz traurig, als sie in Auschwitz hauptsächlich Juden befreiten statt der erhofften Kommunisten.