Rush Limbaugh Quote of the Day

"I hope I didn't shock you, folks, by telling you that Iran may be working on a bomb, but the UN just announced that that's what they think might be going on."
04. Oktober 2009

Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord

So beginnt ein bekantes Volkslied, nach dessen Melodie inzwischen sehr viele Texte gesungen werden. Es entstand 1934 mit einem Bezug zu Ereignissen wärend des ersten Weltkriegs. Ich habe mir erlaubt einen aktuellen Text zu dichten:

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Autor: Heinz | Abgelegt unter Musik, Satire
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04. Oktober 2009

Thilo Sarrazin und die Türken

Nachdem Dr. Thilo Sarrazin, ehemaliger SPD-Finanzsenator der Stadt Berlin und aktuelles Vorstandsmitglied der Bundesbank, der Berliner Kulturzeitschrift “Lettre International” ein Interview gab, rieben sich die politisch Korrekten und andere Dauerempörte bereits, voller Vorfreude auf ihre baldige Redezeit in den Medien, die Hände, denn Thilo Sarrazin ist dafür bekannt, dass er sagt was er denkt.

“Türkenfeindliche Tiraden” und “unerhört” sollen seine Äußerungen gewesen und er selbst “durchgeknallt” sein, titelte Spiegel-Online und ließ den Grünen-Politiker Özcan Mutlu zu Wort kommen der hinzufügte: “In Berlin gibt es allein 6000 deutsch-türkische Unternehmer, die nahezu 20.000 Arbeitsplätze geschaffen haben.” Der Sprecher des Türkischen Bunds Berlin-Brandenburg, Safter Cinar, behauptete, dass Thilo Sarrazins Aussagen einseitig und unüberlegt seien, sowie “absolut unter der Gürtellinie und inhaltlich völliger Quatsch”(1) und Hüsnü Özkanli, der Vorstandsvorsitzende der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung (TDU), legte nach und sagte: “Es gibt 80 türkischstämmige Ärzte, die in Berlin eine Praxis haben, und 70 türkische Anwälte. Wir tragen zum deutschen Wirtschaftssystem bei, indem wir Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen, unsere Jugend studiert.”(2) und weil Gewerkschafter ebenfalls nicht fehlen dürfen, nannte Uwe Foullong von der ver.di die Äußerungen „skandalös“ und „rechtsradikal“, damit auch er eine erholsame Nacht hat.(3)
Zum Schluss gab es noch eine Anzeige wegen Volksverhetzung und der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, forderte eine Entschuldigung.(4)

Doch wer derart reagiert, sollte besser, ohne dabei überhaupt Sarrazins Aussagen zu beachten, seine eigenen Äußerungen auf “Einseitigkeit” und “Unüberlegtheit” prüfen.

Die Stadt Berlin hatte 2008 3,4 Millionen Einwohner wovon etwa 200.000 türkischstämmig waren.(5) Berlin hatte 2008 5.513 berufstätige Ärzte(6), 11.557 Rechtsanwälte(7) und 2007 128.717 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen.(8)
Rechnet man nun diese Zahlen auf eine pro Kopf Basis herunter und teilt diese, unter Berücksichtigung aller oben genannten Zahlen, zwischen türkischstämmigen und nichttürkischstämmigen Berlinern auf, kommt man zu dem Ergebnis, dass es statt nur 80 Ärzten 344 (x3,4) und statt 70 Anwälten 722 (x10,3) sein müssten, um mit der Summe der nichttürkischen Berliner mithalten zu können. Bei den sonstigen Unternehmen sieht es auf den ersten Blick wesentlich besser aus, denn hier kommen auf die türkischstämmigen Berliner 8,3x so viele Unternehmen pro Kopf wie auf die nichttürkischstämmigen Einwohner. Hier bleiben jedoch Zweifel, ob es sich bei den genannten 6000 Unternehmen tatsächlich bei allen um umsatzsteuerpflichtige Unternehmen handelt. Zudem täuscht es nicht darüberhinweg, dass 42% aller Türken im erwerbsfähigen Alter 2001 arbeitslos waren.(9). Im Rest der Berliner Bevölkerung lag die Arbeitslosenquote 2001 bei 17,9%.(10) Alles in allem keine besonders überzeugenden Argumente der Empörten.

Thilo Sarrazin hat sich mittlerweile entschuldigt und Kenan Kolat nahm es entgegen: “Sarrazin hat sich entschuldigt und eingeräumt, dass seine Aussagen missverständlich waren. Der Fall ist damit für uns erledigt. Wir hoffen, dass Sarrazin in Zukunft keine Äußerungen dieser Art mehr macht. Wir sollten jetzt zur Tagesordnung übergehen. Die Türkische Gemeinde in Deutschland sei jedoch zu einer Diskussion über die von Sarrazin angesprochenen Probleme bereit.”(11)
Wie genau man jedoch über Probleme sprechen soll, die angeblich inhaltlich falsch und unter der Gürtellinie seien, vermutlich gar nicht existieren und zu einem Sturm der Entrüstung führen sowie zu zahlreichen Diffamierungen, konnte er nicht erklären.

Wer das Interview lesen möchte um sich eine eigene Meinung zu bilden, findet es bei fact-fiction.net (12)

1. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,652637,00.html
2. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,652571,00.html
3. http://www.focus.de/politik/deutschland/auslaender-schelte-gewerkschaft-nennt-sarrazin-rechtsradikal_aid_441072.html
4. http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1480100.html
5. http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin
6. http://www.aerztekammer-berlin.de/40presse/30_Statistik_index/index.htm
7. http://www.brak.de/seiten/pdf/Statistiken/2008/MGklein2008.pdf
8. http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/pms/2009/09-04-08a.pdf
9. http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2219142
10. http://www.gsi-berlin.info/redirectA.asp?filename=TG0102222000200800.xls
11. http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iwBWPopmpDtqh3uMzyTn75Km-paA
12. http://fact-fiction.net/?p=2990

Gastbeitrag von Postdemokratie

Autor: Huwi | Abgelegt unter Gesunder Menschenverstand, Political Correctness, Kommentare, Gesellschaft, Kulturelle Bereicherung, Germanyland
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04. Oktober 2009

Atombombe für den Iran - Kein Wasser für die “amerikanische Rechte”

Wasser auf die Kriegspropaganda-Mühlen” so titulierte Ralph Sina vom WDR-Hörfunkstudio Washington seinen Kommentar zu einem NYT-Artikel vom 3.10.09, in dem dieses renomiertre Flagschiff der Liberalen resumiert, der Iran könne offenbar eine “funktionierende” Atombombe bauen.

Sina beginnt: “Die nicht gerade als Kriegstreiberin bekannte “New York Times” zündete einen nicht ungefährlichen Sprengsatz: Der Iran könne jederzeit die Atombombe bauen. Ausreichendes Wissen und Material seien vorhanden, meldet die Zeitung - und beruft sich auf einen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO).”
Anschließend zitiert er vor den neuen IAEO-Einschätzungen in sich stimmig klingende Aussagen “der amerikanischen Rechten” um schließlich folgendermassen schwach und inkonsequent zu enden: “Reißerische New-York-Times-Aufmacher, die längst bekannte Fakten mit unbewiesenen Vermutungen kombinieren, leisten nicht nur in Tel Aviv der “Pro-Krieg”-Fraktion Vorschub.”
Hier findet Ihr den kompletten Kommentar:
http://www.tagesschau.de/kommentar/atomruestungiran100.html

Ich wusste nicht richtig, was das jetzt für eine Eigensubstanz sein sollte, die man ja von einem gut bezahlten deutschen in Washingtonm stationierten Journalisten erwarten dürfte und meldete mich auf dem Tagesschau-Server mit folgendem Kommentar zum Kommentar, der offensichtlichmittlerweile schon durch die ARD-Zensur gekommen ist:
http://meta.tagesschau.de/id/28358/wasser-auf-die-kriegspropaganda-muehlen#comment-1350

Sehr geehrter Herr Sina,
verstehe ich Sie richtig, dass der einzige Punkt, der Ihnen im Zusammenhang mit der New-York-Times-Meldung zur iranischen Atombombe Sorgen bereitet, die Tatsache ist, dass die “amerikanische Rechte” nachträglich Recht behalten und in Ihrem Einfluß gestärkt werden könnte? Wie ideologisch hilflos kann man denn noch argumentieren?
Soweit ich es mitbekommen habe, werden iranische atombestückte Mittelstreckenraketen neben Israel auch deutsches Territorium bedrohen. Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben … Ich habe welche und um die mache ich mir nun sehr große Sorgen und nicht darum, dass bitte bitte Bush und seine Neokonservativen nicht doch noch Recht behalten sollten … sie werden wahrscheinlich noch in einigen anderen Punkten Recht behalten!
Wenn Obama das Raketenschild über Osteuropa aus dem Grund abziehen wollte, dass Iran von der Produktion der Atombombe noch über 10 Jahre entfernt sei … dann müsste er es jetzt konsequenterweise um so stärker forcieren … und bitte schön gerne auch in Deutschland!
In der Hoffnung auf einen mutigen israelischen Präventivschlag verbleibe ich mit freundlichen Grüßen aus Brandenburg

Einen Nachtrag hätte ich mittlerweile für Herrn Kollegen Sina: Möge er doch mal folgenden Kommentar vom liberalen NYT-Chefkommentator Friedman lesen:
http://www.nytimes.com/2009/10/04/opinion/04friedman.html?
Fazit: Wir werden müde im Krieg gegen den Terror … die Bad Boys allerdings werden immer kreativer (inzwischen explodieren beispielsweise die ersten Bomben im Rektum der Jihad-Kämpfer!!). Wir brauchen daher nicht nur mehr Truppen, sondern auch mehr Überzeugung … und das gelte vor allen Dingen für Obama: “If he seems ambivalent, no one there will stand with us and we’ll have no chance. If he seems committed, maybe — maybe — we’ll find enough allies. Remember, the bad guys are totally committed — and they are not tired.

In diesem Sinne … bleibt wach und schreibt Kommentare!
Euer wanderprediger

Autor: Huwi | Abgelegt unter Nahost-Konflikt, Iran / Persien, Afghanistan, Militär, Mittlerer & Naher Osten, USA
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