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Sozialistisches Quotendenken in der CDU
Posted By Heinz On 28. Oktober 2009 @ 23:19 In Ratiophobie, Gesellschaft, Politik allg., Left Trash, Germanyland | 5 Comments
Mehrere ostdeutsche CDU-Abgeordnete haben Angela Merkel bei der Kanzlerwahl im Bundestag offensichtlich die [1] Stimme verweigert. Ein thüringischer Parlamentarier, der nicht genannt werden wollte, sagte der “Hannoverschen Allgemeine Zeitung”, dass dies eine Reaktion auf die mangelnde Vertretung von Ostdeutschen in der neuen schwarz-gelben Regierung gewesen sei.
“Die Empörung über das neue Personaltableau von Schwarz-Gelb ist groß”, sagte der Abgeordnete, der Merkel nicht gewählt hatte. “Dieses westdeutsche Kartell dient sicherlich nicht dem Zusammenwachsen Deutschlands.”
Auf dem kleinen CDU-Parteitag, bei dem der Koalitionsvertrag am Montag abgesegnet worden war, hatte es bereits Kritik an der geringen Berücksichtigung ostdeutscher CDU-Politiker gegeben. So beschwerte sich der sächsische Abgeordnete Arnold Vaatz über eine mangelnde Beteiligung der Ostdeutschen an den Koalitionsverhandlungen und wies darauf hin, dass die Ostdeutschen mit 45 Abgeordneten genau so stark seien wie die CSU-Landesgruppe, die im neuen Kabinett mit drei Ministern vertreten ist.
Nicht die mangelnde Beteiligung ostdeutscher Politiker am Kabinett verhindert das Zusammenwachsen Deuschlands, sondern dieses Quotendenken: DIE haben … WIR haben nur … ! Dass zur Zeit sowohl die Bundeskanzlerin alsauch der Bundespräsident Ostdeutsche sind, sollte nach dieser Logik das Gemüt der Westdeuschen schwer belasten, da sie in den beiden höchsten Staatsämtern überhaupt nicht repräsentiert sind, obwohl sie die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung stellen. Diese Vorgänge zeigen, dass die Ostdeutschen zum Teil noch nicht wirklich in Deutschland angekommen sind. Das sozialistisch geprägte Gefühl für Gerechtigkeit, bei dem ungleiches gleich zu sein hat, und nur bedingungslose gleichmäßige Verteilung als gerecht empfunden wird, und das Jahrzehnte lang eingetrichterte Feindbild von denen, die hinter dem “antifaschistischen Schutzwall” wohnen, scheint immer noch viele zu beeinflussen, selbst in der CDU.
Hervorhebungen in den Zitaten durch mich.
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