Rush Limbaugh Quote of the Day

"Obama is doing to the US economy what Godzilla did to Tokyo -- stomping all over it."
10. Dezember 2009

Partielle Homoheilung

Homoheilung ist möglich! Das beweist ausgerechnet der bekannte und bekennende homosexuelle Buchautor und Nachrichtenchef des TV-Senders TIMM, Dirk Ludigs, der bei uns in der Vergangenheit auch schon kommentiert hat. Nicht dass er von seiner Homosexualität geheilt worden wäre, aber er hat es scheinbar wenigstens geschafft, den fast untrennbar erscheinenden Zusammenhang zwischen Homosexualität und Totalitarismus zu  durchbrechen und sich auch mal kritisch mit den linken und homosexuellen Aktivisten zu befassen, die wir hier in diesem Jahr schon so häufig kritisieren mussten. In seinem heutigen Artikel auf queer.de Standpunkt: Queere Jakobiner wäscht er der linken Homoszene ordentlich den Kopf:

…Ob Wissenschaftler wie Edith Düsing ein gestörtes Verhältnis zu Homosexuellen haben, weiß ich nicht. Dass ihre Kritiker ein gestörtes Verhältnis zur Freiheit haben, ist aber gewiss.

Die Freiheit der Wissenschaft und die Meinungsfreiheit gehören zu den höchsten Gütern unserer Grundordnung. Mutige Menschen haben sie zum Teil um den Preis ihres Lebens in den vergangenen Jahrhunderten gegen Kirchen und totalitäre Staatsformen errungen. Wer diese Freiheiten einschränken möchte braucht sehr gute Gründe. Die queeren Protestler von Marburg und Köln haben sie bis heute nicht vorgebracht. Wohl aber haben sie ihr gestörtes Verhältnis zur Freiheit selbst unter Beweis gestellt.

Natürlich müssen Menschen in einer freien Gesellschaft die Frage stellen dürfen, ob Homosexualität eine Krankheit sei. Natürlich müssen sie dazu forschen dürfen. Natürlich stimmt es, dass Homosexuelle mehr als andere an psychischen Krankheiten leiden. Natürlich muss die Frage erlaubt sein, ob das alles nur an der bösen Gesellschaft liegt. Nicht dass ich die Meinung evangelikaler Christen teile, aber: Wer sie verbieten will, macht den ersten Schritt in Richtung Gesinnungsdiktatur. In Marburg und Köln offenbarte sich also vor allem das alte Problem der Linken mit der Freiheit. An beiden Orten war ein queeres Jakobinertum am Werk, das, so schwant mir, auch die sprichwörtlichen Guillotinen auszupacken bereit wäre, geriete nur ein Quäntchen zu viel Macht in seine Hände.

Besonders augenscheinlich wurde das in der Kampagne gegen die Professorin Dr. Edith Düsing. Da fordern also Homosexuellen-Aktivisten ein Rede- und Berufsverbot für jemanden, dessen Gedankenverbrechen darin besteht, sich für die Rede- und Wissenschaftsfreiheit einzusetzen. Wie tief ist diese Bewegung nur gesunken! Auch wenn den Protestierenden, wie mir, die Richtung dieser Meinung und Forschung nicht passt: Die Grundrechte schützen eben nicht nur die richtige Meinung oder die kluge Forschung. Wer das nicht aushält, sollte sein Verhältnis zur Demokratie überprüfen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich gibt es ebenso ein Recht, gegen Forschungsinhalte, religiöse Dogmen oder fragwürdige Therapien zu protestieren und zu argumentieren. Darum geht es nicht. Es geht um den Ruf nach Verboten. …

Wer hätte es jemals für möglich gehalten, auf der Gegenstimme einen Lesebefehl für einen Artikel auf queer.de zu finden?! Und dann auch noch von mir! ;-)

Hervorhebungen in den Zitaten durch mich

Nachtrag 11.12.2009:

Der Philosoph Robert Spaemann äussert sich im Rahmen eines Interwiews mit der WELT u.A. auch zu diesem Thema. Als jemand, der mehrere homosexuelle Freunde hat, kommt er nicht so leicht unter Homophobieverdacht. Seine klaren und passenden Worte:


WELT ONLINE: Dennoch bleibt Selbstbestimmung – mehr als Gott – gesellschaftlich ein brennend heißer Konfliktpunkt. In Köln wurde vom „Autonomen Lesben- und Schwulenreferat“ gerade versucht, eine Ringvorlesung von Professorin Edith Düsing zu sprengen, weil sie im Frühjahr in Marburg eine Erklärung gegen den Druck unterzeichnet hatte, mit dem Homosexuellenverbände den Kongress „Psychotherapie und Seelsorge“ verhindern wollten.

Spaemann: Das ist ungeheuerlich und wird leider immer schlimmer. Generell ist die Meinungsfreiheit jetzt schon auf katastrophale Weise eingeschränkt im Vergleich zu den 50er Jahren. Wir lebten damals in einem viel freieren Land. Heute liegen Tretminen überall. Das ist neu. Das Tolle ist aber jetzt, dass Frau Düsung nicht über Homosexualität sprechen wollte, sondern über Schiller und Nietzsche. Als Person darf sie jetzt also nicht mehr auftreten, weil sie einmal – wie zum Beispiel auch der bekannte sozialdemokratische Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde – Freiheit der Rede auch für Leute verlangte, die Homosexualität für einen Defekt halten.

WELT ONLINE: Wundert sie das?

Spaemann: Es empört mich. Hat Frau Düsing denn gegen Schwule geredet? Nein, sie hat ein Manifest unterschrieben, das verlangt, dass die Leute frei reden dürfen. Der Vorgang ist nicht nur absurd, sondern gefährlich.

WELT ONLINE: Warum?

Spaemann: Unter meinen guten Freunden sind mehrere Homosexuelle. Mit denen bin ich darin einig, dass die Abwesenheit der Anziehungskraft des anderen Geschlechts ein anthropologisches Manko ist.

WELT ONLINE: Wieso?

Spaemann: Weil auf dieser Anziehungskraft die Fortexistenz der menschlichen Gattung beruht. Darum kann man nicht sagen, die Abwesenheit dieser Anziehungskraft sei so normal wie die Existenz dieser Anziehungskraft. Auf dem einen beruht die Fortexistenz der Gattung und auf dem anderen eben nicht. Da fehlt etwas. Das muss jemand doch sogar, wenn es falsch wäre, sagen dürfen, ohne dass ihm Homosexuellenhass angehängt wird. Das ist geradezu lächerlich, wenn ich an meine homosexuellen Freunde denke.

Hervorhebungen in den Zitaten durch mich

Dieser Beitrag wurde von Heinz am Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 23:31 Uhr veröffentlicht und unter Homos & Co., Leseempfehlung, Gesunder Menschenverstand, Gesellschaft, Germanyland abgelegt. | Sie können ihn per E-Mail versenden und ausdrucken. | Schreiben Sie einen Kommentar oder richten Sie einen Trackback auf Ihrer Website ein.

Bisher gibt es 27 Kommentare zu “Partielle Homoheilung”

  1. 1 Ba'ay (Freitag, 11. Dezember 2009; 09:28): 

    Sicher gibt es Homos, die unglücklich sind und gerne “geheilt” werden möchten, aber das ist sicher nur eine kleine Zahl. Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Es geht um die Freiheit der Forschung. Es ist ja typisch für viele schwule “Aktivisten”, die sofort jedem das Wort verbieten wollen, der etwas sagt, was ihnen nicht passt.

    Deshalb: Guter Beitrag.

    Aber “partiell” würde ich trotzdem mit “t” schreiben.

    Ba’ay

  2. 2 Heinz (Freitag, 11. Dezember 2009; 10:40): 

    Ich hatte erst “partiell”, dann habe ich etwas gelesen wo “parziell” verwendet wurde und habe es “korrigiert”! :-)
    Danke für den Hinweis!

  3. 3 Dirk Ludigs (Freitag, 11. Dezember 2009; 10:58): 

    Ich bin ungeheilt weiterhin glücklich, danke, Heinz. Es geht mir um Freiheitsrechte, nicht um die Inhalte. Homo-Heilung bleibt wissenschaftlicher Blödsinn und die Ergebnisse des Ex-Gay-Movements in den USA - das weiß ich aus eigener Anschauung - sind erbärmlich bis gefährlich, Alle geheilten Ex-Gays, die ich bei Recherchen in den USA treffen konnte waren Ritter von extrem trauriger Gestalt, Opfer einer fanatischen Ideologie in die sie zumeist hineingeboren wurden, ohne je dic Chance zu haben, über sie hinauszuwachsen. Solange deutsche evangelikale Christen schweigen, zum Beispiel zu der geplanten Todesstrafe für Homosexuelle in Uganda - die eine direkte Folge des unseligen Einflusses dieser fundamentalen Sekten sind, solange sind sie eben keinen Deut besser und weniger totalitär in ihren Ansichten, wie jene Minderheit linker Schwuler, die m. E. ihrer Sache einen Bärendienst erweisen. Ich kann mit dem Freudengeheul von der falschen Seie ebenso leben, wie mit dem Wutgebrüll auf Queer.de. Beide Seiten scheinen ein grundsätzliches Problem mit einem argementativen Diskurs zu haben, das kennt man von ziemlich jeder antidemokratischen und antipluralen Ideologie zur Genüge, ob fundamentaler Islam, fundamentales Christentum, Marxismus-Leninismus, Faschismus usw. usf.

  4. 4 Dirk Ludigs (Freitag, 11. Dezember 2009; 11:01): 

    P: Aber wenn man nun wenigstens gegenseitig die Websites liest und kommentiert, dann ist das doch besser als dieses ewige Verkaufen von Bibeln an den Vatikan. (oder sagt man da: Pornos an den Sex-Shop?)

  5. 5 Sir Winston (Freitag, 11. Dezember 2009; 11:11): 

    @ Dirk Ludigs
    Ich bin zwar kein evangelikaler Christ, aber ich habe weder hier noch in den USA jemanden getroffen, der auch nur im Entferntesten Bestrafung bis hin eben zu Todesstrafe gegen Homosexuelle auch nur mit dem kleinsten Anflug von Schadenfreude oder Genugtuung hingenommen hätte. Ich glaube, daß Homosexuelle sich da wesentlicher Unterstützung durch Konservative gewiss sein können. Ihr seid vielleicht nicht so akzeptiert, wie ihr gern wärt, aber so verhasst, wie ihr vielleicht manchmal denkt, seid ihr auch nicht.

  6. 6 Heinz (Freitag, 11. Dezember 2009; 12:08): 

    @Dirk Ludigs
    Ich bin christlicher Fundamentalist und sehe keinen Widerspruch darin Homos die Freiheit zu lassen, einen aus meiner Sicht falschen Lebensstil zu wählen und auch das Christentum abzulehnen. Andersherum ist das selten gegeben, Homos wollten anderen nicht zugestehen, über Homosexualität anders denken zu dürfen als sie es genehmigen! Deshalb fand ich Deinen Artikel sehr mutig und habe ihn positiv aufgenommen, auch wenn klar ist, dass es nicht zum Umdenken bezüglich Homosexualität gekommen ist.

    Dein Rumgehacke auf dem Christentum ist wahrscheinlich der Tribut, der von Dir jetzt erwartet wird! Wenn Du den nicht leistest, kommst Du in die gleiche Situation wie Frau Düsing in den letzten Wochen: Berufliches Aus!

    Für die geplante Todesstrafe für Homos in Uganda die 1,2% Evangelikalen und nicht die 12% Moslems verantwortlich zu machen spricht für sich. Außerdem scheint es in dem Zusammenhang um HIV-positive Homosexuelle zu gehen. Als drakonisch abschreckende Maßnahme gegen die Verbreitung von AIDS muss man das etwas anders sehen als wenn es nur um die Verletzung von moralischen Regeln ginge. Die Todesstrafe erscheint mir dabei trotzdem zu hart.

  7. 7 Heinz (Freitag, 11. Dezember 2009; 12:26): 

    Ernüchternd, die Kommentare zu Dirk Ludigs Beitrag auf queer.de zu lesen!!!

  8. 8 Ba'ay (Freitag, 11. Dezember 2009; 12:31): 

    Dirk:

    Alle geheilten Ex-Gays, die ich bei Recherchen in den USA treffen konnte waren Ritter von extrem trauriger Gestalt.

    Leider kenne ich viele Homos (ohne Heilungswunsch), die ebenfalls Ritter von extrem trauriger Gestalt sind. Ob das davon kommt, dass wir sie “unterdrücken”?

  9. 9 Sir Winston (Freitag, 11. Dezember 2009; 12:48): 

    Was mich am meisten ankotzt, ist der Verweis “schließlich haben wir doch Demonstrationsfreiheit”. All diese Degeneraten sollten sich mal damit beschäftigen, welche Bedingungen an diese Freiheit geknüpft sind:

    Demonstrationsfreiheit
    Grundrechtlich geschütztes Recht, sich öffentlich unter freiem Himmel zu versammeln und dabei gemeinsam private oder öffentliche Angelegenheiten zu erörtern.

    Die Demonstrationsfreiheit ist Ausprägung der Versammlungsfreiheit aus Art. 8 des Grundgesetzes (GG) und der Meinungsfreiheit (Art. 5 Absätze 1 und 2 GG).

    Die Freiheit steht grundsätzlich jedem Menschen zu, soweit er friedlich demonstriert und nicht die Grundrechte anderer Demonstranten oder unbeteiligter Personen verletzt werden.
    Dabei ist auch das Recht erfasst, Ort, Zeitpunkt, Art und Inhalt der Demonstration selbst zu bestimmen.

    Das Grundgesetz selbst bestimmt jedoch, dass eine Beschränkung des Grundrechts durch oder aufgrund eines Gesetzes zulässig ist (Art. 8 Absatz 2 GG).
    Entsprechende Regelungen enthält das Versammlungsgesetz (VersammlG) in den §§ 14 bis 20.

    Demonstration unter freiem Himmel müssen danach mindestens 48 Stunden vor Beginn bei der zuständigen Behörde angemeldet werden (§ 14 Absatz 1 VersammlG).
    Eine Genehmigung ist nicht erforderlich.
    Bei der Anmeldung sind anzugeben:

    •der Gegenstandes der Versammlung
    •der Leiter / die Leiterin der Versammlung
    Nach § 15 Absatz 1 VersammlG kann die Behörde eine Demonstration verbieten oder von bestimmten Auflagen abhängig machen, wenn nach den zur Zeit des Erlasses der Verfügung erkennbaren Umständen die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bei Durchführung der Versammlung oder des Aufzuges unmittelbar gefährdet ist.

    Die Auflösung einer Demonstration ist möglich, wenn (Art. 15 Absatz 3 GG):

    •sie nicht angemeldet war
    •von den bei der Anmeldung gemachten Angaben abgewichen wird
    •Auflagen zuwider gehandelt wird
    •die Voraussetzungen für ein Verbot vorliegen

    Deren Verständnis von “Demonstrationsfreiheit” ist nicht demokratisch sondern anarchisch und willkürlich.

  10. 10 Huwi (Freitag, 11. Dezember 2009; 13:06): 

    @7
    Stimmt!

    @Dirk
    Super Beitrag. Schwule wie Du können sich meiner Unterstützung sicher sein.

  11. 11 Biker (Freitag, 11. Dezember 2009; 18:44): 

    OT:

    Für die, die es interessiert: Die neueste Fjordman-Übersetzung ist online:

    Der Vernunftkult – die dunkle Seite der Aufklärung

    Viel Spass beim Lesen!

  12. 12 Tödliche Symbiose « Steven Milverton (Samstag, 12. Dezember 2009; 08:04): 

    […] Exkurs: Ludigs liefert an anderer Stelle einen wunderbaren Einblick, was er von Menschen hält, die nicht denken, was er […]

  13. 13 rosa ratte (Samstag, 12. Dezember 2009; 20:20): 

    zu spaemann:

    “Nein, sie hat ein Manifest unterschrieben, das verlangt, dass die Leute frei reden dürfen”

    nunja, da steht noch mehr drin in diesem manifest…

    “Unter meinen guten Freunden sind mehrere Homosexuelle.”
    schade, dass der mann wie so viele andere auch nicht die eier hat, ohne kronzeugen zu seinen ansichten zu stehen und seine “schwulen freunde” als argument missbrauchen muss. (hab sowas nur ein einziges mal in den kommentaren bei euch gelesen, was für euch spricht, gegenstimme)

    “Mit denen bin ich darin einig, dass die Abwesenheit der Anziehungskraft des anderen Geschlechts ein anthropologisches Manko ist.”
    1.) unfug. es gibt auch techniken, mit denen sich auch homosexuelle fortpflanzen können (und dass mir keiner mit natur kommt: der mensch zeichnet sich dadurch aus, techniken zu entwickeln, die ihn von der natur unbahängig machen. wir kommunizieren hier ja auch nicht mit rauchzeichen). und man wird ja auch nicht unfruchtbar als homosexueller, befreundete schwule und lesben beispielsweise könnten sich immer noch überwinden, dem kinderwunsch wegen. so was phantasieloses nennt sich philosoph?
    2.) selbst wenn es kein unfug wäre: na und?

  14. 14 Heinz (Samstag, 12. Dezember 2009; 22:28): 

    nunja, da steht noch mehr drin in diesem manifest…

    Werde doch mal konkret und erkläre uns, welche Passage euch Homos so stört !

  15. 15 rosa ratte (Sonntag, 13. Dezember 2009; 00:40): 

    es ging in erster linie darum, dass der werte herr unsinn erzählt, wenn er dieses manifest auf die forderung nach freier rede reduziert, um kritiker desselben als gegner der redefreiheit aussehen zu lassen. der rest wird zwar von der redefreiheit gedeckt, teilt aber nicht ihre unangreifbarkeit.

    “Werde doch mal konkret und erkläre uns, welche Passage euch Homos so stört !”
    naja, dieses ding stört “uns homos” doch naturgemäß. du hast ja letztens was von bitterer medizin erzählt ;) irgendwie blöde frage. aber es ist nicht nur unbequem, sonden auch unfug, was da drin steht.

    der bezug auf spitzers unwissenschaftliche studie (leuten, die von ex-gay-organisationen vorgeschlagen wurden und die behaupten, sie seien therapiert zu fragen, ob sie therapiert seien…ohne worte) zum beispiel, sich auf narth zu stützen ist auch irgendwie albern. (superneutrale quelle und so.) dass der anteil der leute mit psychischen problemen unter homos höher ist als unter heten, damit erzählen diese leute nun auch nichts neues. von mir aus kann man da gerne diskussionen drüber anfangen, ob das nun am homosexuellen lebensstil liegt. wobei erstmal zu klären wäre, ob es überhaupt ein einheitliches gebilde gibt, das so bezeichnet werden dürfte, da man als homosexueller ja nicht zwangsläufig einen bestimmten lebensstil pflegt. das aber als fakt zu präsentieren finde ich reichlich gewagt, ist ja nicht so, dass keine anderen ursachen möglich wären. zum beispiel die, dass man gefahr läuft, dass dumme spießer einem das leben schwer machen.

    nun will ich auch akademikern nicht das recht absprechen, unfug zu unterschreiben. solange frau düsing wenigstens bei schiller ihr hirn anstellt -davon ist ja auszugehen- darf sie gerne über ihn referieren. konnte sie ja auch…

    dass aber auch die gegenseite ihr recht auf freie meinung und rede in anspruch nimmt, das muss sie aushalten. (bekam nicht alles mit, sollte die forderung nach berufsverbot nicht nur schreckgespenst konservativer netzschreiber gewesen sein, gingen diese natürlich zu weit.)

  16. 16 Sir Winston (Sonntag, 13. Dezember 2009; 09:36): 

    es ging in erster linie darum, dass der werte herr unsinn erzählt, wenn er dieses manifest auf die forderung nach freier rede reduziert, um kritiker desselben als gegner der redefreiheit aussehen zu lassen.

    Das ist doch genau die gleiche alberne Diskussion wie nach den Mohammed-Karikaturen. Die Homosexuellen dürfen ihr eigenes Manifest verfassen, sie dürfen meinetwegen auch klagen, aber sie dürfen keine Veranstaltungen stürmen. Das ist NICHT durch deutsches Recht gedeckt und somit keine Demonstrationsfreiheit sondern reine Selbstjustiz. Es geht um die Militanz. Die Spinner dürfen meinetwegen auch Berufsverbote fordern, nur Recht dürfen sie nicht bekommen.

  17. 17 rosa ratte (Sonntag, 13. Dezember 2009; 11:19): 

    als student sich in eine vorlesung zu setzen ist also stürmen? zumal es ja äußerst militant ist, auf eine bitte hin wieder abzuziehen…

    (den bezug du dem zitierten satz sehe ich auch nicht)

  18. 18 rosa ratte (Sonntag, 13. Dezember 2009; 11:31): 

    (weil das in #15 irgendwie aussieht, als würde ich es anders sehen: natürlich darf sie auch unsinn referieren. auch mit einem akademischen titel muss man menschen ja nicht zwangsläufig ernst nehmen.)

  19. 19 Sir Winston (Sonntag, 13. Dezember 2009; 11:45): 

    Eine Vorlesung zu stören ist nicht das gleiche wie sich in eine Vorlesung zu setzen. Der Bezug zum zitierten Satz besteht darin, daß es sich nicht um Kritiker sondern Störer handelt, die andere Leute nicht zu Wort kommen lassen wollen. Es sind keine Kritiker, es sind Chaoten.

  20. 20 rosa ratte (Sonntag, 13. Dezember 2009; 11:51): 

    ich zitiere mich: “zumal es ja äußerst militant ist, auf eine bitte hin wieder abzuziehen…”

    und den eindruck zu erwecken, es ginge in dem manifest nur um redefreiheit, ist ganz unabhängig davon falsch.

  21. 21 Sir Winston (Sonntag, 13. Dezember 2009; 12:05): 

    Und ich zitiere mich: “Eine Vorlesung zu stören ist nicht das gleiche wie sich in eine Vorlesung zu setzen.”

    Worum es in dem Manifest geht, ist mir egal. Das wiederholte und penetrante Auftreten der Gegenseite nervt. Sollen ihr eigenes Manifest schreiben und gut ist.

  22. 22 rosa ratte (Sonntag, 13. Dezember 2009; 17:13): 

    “Das wiederholte und penetrante Auftreten der Gegenseite nervt.”

    die gegenseite reagiert nur auf das anmaßende getue, das penetrant um sie gemacht wird, nerven durch wiederholtes und penetrantes auftreten ist also durchaus nicht unangebracht.

    (meine assoziationen bei penetrant, wiederholt, nervig sind ja kirchglocken. jetzt haben wir die lösung: die christen schreiben ein manifest, und gut ist. ja, die idee gefällt mir.)

  23. 23 Jens T.T (Dienstag, 29. Dezember 2009; 22:35): 

    Die Behauptung das Ex Homos zu tiefst unglücklich sind, ist ein lüge. Homosexualität besteht aus Polygamie, Untreue, Geschlechtskrankeheiten, hohe Selbstmordrate. Ein Studie unter Ex Homos bewies, dass die änderung keine geistigen Schäden hervorbrachte. Das beste Beispiel, dass Ex Homos glücklicher sind, als Homos ist Michael Glatze. Er sagte:

    ” Homosexualität ist der Tod, ich wähle das Leben”

    Nach dem führenden Psychologen Robert Spitzer, liegt die Änderungswahrscheinlichkeit bei ca. über 50%.

  24. 24 Eikenflei (Montag, 30. August 2010; 14:25): 

    Tut mir sehr leid, Ihnen das sagen zu müssen, aber Ihr Beitrag ist der größte Schwachsinn, den ich jemals gelesen habe, und Sie sind ein kurzsichtiger Vollidiot. Seit wann besteht in Österreich oder Deutschland völlige Meinungsfreiheit??? Die Meinungsfreiheit wird u.a. durch diverse Gesetze wie zum Beispiel durch das Anti-Wiederbetätigungsgesetz (Heißt das so? Ist ja auch egal) eingeschränkt. Und das ist auch gut so, um zu verhindern dass dumme Menschen, die keine Ahnung von garnix haben (ja damit sind wieder Sie gemeint :-)) Weltkriege und ähnliche unschöne Dinge auslösen. Man muss dabei bedenken, dass Schwule im 20. Jahrhundert (unter anderem im dritten Reich) schlimme Dinge erleben mussten. Sie wurden zusammen mit Juden und politischen Gefangenen vergast. Sie würden sich bestimmt nicht darüber aufregen, wenn ein Nachfahre eines jüdischen Holocaust Opfers auf eine typische Äußerung Herrn Haiders oder aktueller Herrn Straches sensibel reagiert und dadurch bei außenstehenden Heteros und Nicht-Juden, die noch nie mit solchem Hass konfrontiert waren, vielleicht sogar einen leicht radikalen Eindruck hinterlassen.

    Bitte nicht falsch verstehen, Meinungsfreiheit ist ein wichtiges Gut aber nicht um jeden Preis. Wenn die Meinungsfreiheit partiell geopfert werden muss, um die Verbreitung gefährlicher Sichtweisen, die außerdem wissenschaftlich widerlegt sind, wie der Ihren im Keim zu ersticken, dann soll es so sein.

    Frau Düsing hätte sich eben vorher überlegen müssen, wo sie ihre Unterschrift druntersetzt. Jetzt gibts halt keine Schiller und Nietzsche Vorlesungen. Wenn Frau Düsing öffentlich “Heil Hitler” gerufen hätte, dann würde sie vermutlich auch keine Vorlesung halten können höchstens aus der staatlichen Vollzugsanstalt :-).

  25. 25 Eikenflei (Montag, 30. August 2010; 14:47): 

    @Jens T.T

    Wenn man sein Wissen schon vorderangig aus Wikipedia Artikeln bezieht, sollte man die Artikel halt auch bis zum Ende lesen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_L._Spitzer

    Die Arbeit von Herrn Spitzer zu diesem Thema ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben ist, da die verwendete Methodik an Wahnsinn grenzt. Wie der Artikel beschreibt, wurde Herrn Spitzers Studie mit Fragebögen durchgeführt. Das ist so ähnlich, als wenn man einem Christen einen Fragebogen mit der Frage “Gibt es Gott?” gibt und die Antwort als wisschenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes interpretiert. Natürlich kann Homosexuellen heterosexuelle “Funktionalität” attestiert werden. Auch ich schlafe manchmal mit Frauen, wenn mich die Frau als Person fasziniert. Sexuelle Verhaltensweisen sind eben nicht mit der sexuellen Orientierung zu verwechseln.

  26. 26 Eikenflei (Montag, 30. August 2010; 15:04): 

    @Sir Winston

    Den Begriff “Chaot” würde ich nicht so negativ verwenden. Entgegen dem weit verbreiteten christlichen Irrglaube ist Chaos nicht negativ. Schöpfung besteht zum Teil auch immer aus Chaos, wenn man das Universum betrachtet, denn dort wo nichts zerstört wird, kann auch nichts neues geschaffen werden, da es ansonsten keinen Platz gibt.

    Genau aus diesem Grund braucht die Gesellschaft auch Chaoten, da sie sich ansonsten nicht wandeln kann. Sowas wie kontinuierliche Verbesserung innerhalb der Gesellschaft gibt es aus meiner Sicht nicht wirklich. Veränderungen geht immer Chaos und Zerstörung voraus, selbst wenn zwischen der Revolution und der eigentliche Änderung, die dann meist gemäßigt abläuft, häufig ein größerer Zeitraum liegt wie zum Beispiel die franz. Revolution. Gemäßigte Menschen brauchen in Wahrheit Chaoten, da gemäßigte Menschen anonsten ihre gemäßigten Ä*__-e nicht hochkriegen, um notwendige Änderungen vorzunehmen.

  27. 27 Heinz (Montag, 30. August 2010; 21:48): 

    @Eikenflei (Montag, 30. August 2010; 14:25)
    Da Ihnen nichts Besseres einfällt, als mit Beleidigungsversuchen auf meinen Beitrag zu reagieren, muss ich annehmen, dass Sie getroffen sind. Die Wahrheit tut manchmal weh!
    Dabei mache ich hier eigentlich nur auf einen lesenswerten Artikel Ihres Bruders im Schwanze aufmerksam und zitiere eine Passege aus einem Interview der WELT mit dem Philosophen Spaemann. Da Sie scheinbar alles besser wissen, als Ludigs und Spaemann, sollten Sie sich bei denen auskotzen und nicht hier!

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