Rush Limbaugh Quote of the Day

"I hope I didn't shock you, folks, by telling you that Iran may be working on a bomb, but the UN just announced that that's what they think might be going on."
28. November 2009

Positive Signale aus Russland

Der russische Präsident Medvedev hat eine Videobotschaft online gestellt, die man gar nicht überbewerten kann:

Klar, es sind erstmal nur Worte, aber es ist nicht das erste mal, daß Medvedev solch ein Signal setzt. Lange hat kein russischer Präsident so offen über die dunkle Vergangenheit seines Landes gesprochen. Ich möchte einfach nicht alles schwarz sehen und dieser Präsident macht mir Hoffnung auf ein freieres und demokratischeres Russland. Mir sind all die Probleme mit Russland sehr wohl bewußt und ich finde, daß Russland auf internationaler Ebene sehr unglücklich agiert, aber das ist eben nur eine Dimension. Als bekennendem Neokonservativen liegt mir eben auch anderer Länder Innenpolitik am Herzen - soviel bösartigen Imperialismus gönn ich mir - und da ist Medvedev sehr verheißungsvoll! Ob er mein Vertrauen rechtfertigen kann, weiß ich nicht. Ich weiß ja nicht einmal, ob er es tatsächlich will, aber ich weiß, daß ich mir eine Portion Naivität und Hoffnung erhalten möchte. Alles in Allem: Respekt für diesen Auftritt, Herr Medvedev!

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Russland
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22. November 2009

Rechte Gewalt steigt an…

…zumindest steht das bei SAT1 im Videotext:

Rechtsextreme Gewalt steigt an

“Rechtsextreme Gewalt steigt an” steht da rot auf weiß in der Überschrift. Im weiteren Text findet man denn dankenswerterweise Zahlen, die diese Aussage belegen sollen:

Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten von Januar bis September 2009: 517

Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten von Januar bis September 2008: 585

Hm… 517 sind also mehr als 585? Nach Adam Riese nicht ganz, aber das beweist höchstens, daß Herr Riese ein Nazi gewesen sein muss. Nach dem Rechtegewalttheorem steigt Rechte Gewalt, auch wenn sie fällt, weil sie steigen muss, denn ihre Bekämpfung schafft Unmengen Arbeitsplätze. Sollten sich die Rechtsextremen einmal zurücknehmen, müssten wir die Nazis subventionieren. Es gibt allerdings auch erste Überlegungen an muslimische Kulturbereicherer outzusourcen. Bisherige Testläufe im Bereich der Propagandadelikte sollen erfolgreich verlaufen sein.

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Nachrichtenfälschung, Nazis (die echten), Medienwelt, Left Trash
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14. November 2009

McCain zu Political Correctness und Nationaler Sicherheit

Im Gegensatz zu uns, die sich mit verschiedenen Spielarten der Sozialdemokratie auf dem Wahlzettel rumärgern dürfen, hatten die Amerikaner die Wahl. Nur um noch einmal zu zeigen, wie sehr sie es verbockt haben:

Kernaussage: “This may sound a little harsh, but I think we ought to make sure that political correctness never impedes national security.”

“Es mag ein bisschen hart klingen, aber wir sollten sicherstellen, daß “political correctness” niemals die nationale Sicherheit behindert.”

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Political Correctness, USA
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13. November 2009

Wer im Glashaus sitzt…

… der werfe Stein um Stein um Stein. Zumindest scheint n-tv das so zu sehen. Ich habe mir vor der Wahl mal die Mühe gemacht, die Artikel über McCain und Obama, die auf n-tv.de zu lesen waren, nach ihrer Ausrichtung zu analysieren. Das Ergebnis war eindeutig: Obama hui, McCain pfui! Gestern konnte man auf n-tv.de nun lesen:

Aus seiner politischen Ausrichtung hat der in den USA stärkste Sender aus Murdochs Medienkonglomerats News Corp. nie einen Hehl gemacht. Doch die Angriffe haben eine neue, bisher nicht gekannte Dimension erreicht.

Nein, eine Medienkampagne gegen Republikaner hat es bestimmt nie gegeben. Wenn ich nicht das Gefühl hätte, daß der Autor des Artikels sich überwiegend über MSNBC informiert, würde ich ihn gerne fragen, ob er von dem Sender schon mal gehört hat. Für mich gilt: Lieber Chris Wallace als Chris Matthews! FOX News tendiert unbestritten in eine Richtung. GOTT SEI DANK, denn alle anderen haben heftigen Linksdrall. Obama hat den Krieg gegen FOX begonnen, weil es das einzige Netzwerk war, daß sich nicht absolut hinter ihn gestellt hat. Gemessen am Umgang der Medien mit George W. Bush wirkt das Gejammer aus dem Weißen Haus schon sehr hilflos und übersensibel! In einem Kommentar zu seinem eigenen Artikel schreibt Markus Mechnich:

Aber beim Betrachten des “Nachrichtensenders” Fox muss man schon sagen, dass da eine unglaubliche Kampagne läuft. Ich hätte den angeführten Beispielen noch einige weitere hinzufügen. Das hat kaum noch was mit Journalismus zu tun, wenn wirklich jedes Register gezogen wird um den Präsidenten zu verunglimpfen. Ich hatte auch keinen Platz mehr die furchtbare Kampagne darzustellen, mit der Obama konsequent als Rassist gebrandmarkt wird. Das hätte an der Stelle zu weit geführt.

Gerade n-tv sollte sich zurückhalten, anderen mangelnden journalistischen Geist vorzuwerfen. Vor nicht allzu langer Zeit haben sie dort einen Artikel über “Plame-Gate” veröffentlicht ohne einmal den Namen Richard Armitage zu erwähnen. Das ist entweder üble Propaganda oder schlechter Journalismus. Bei n-tv sollte man lieber schweigen, wenn es darum geht, ob ein Sender ein “News” verdient oder nicht.

Bis zum nächsten mal bei Gegenstimme-News… *hüstl*

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Medienwelt, USA
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13. November 2009

Abkehr von der Islamkritik

Sollte der eine oder andere aus dieser Überschrift schließen, daß ich mich habe bekehren lassen und lautstark in den “Islam ist Frieden”-Chor einstimme, so irrt er. Überschriften geben gewöhnlich nur eine verkürzte Fassung des Sachverhalts wieder, aber eine Abkehr von der Islamkritik als Fokus und teilweise sogar einzigen behandelten Thematik rechtsliberalen Denkens in Deutschland sollte ein Ende haben. Der Ausstieg des Autors gw bei PI, nicht daß ich ihm Beiträge tatsächlich hätte zuordnen können, hat mich zum Nachdenken gebracht.

Ich will hier nicht über die Qualität der Beiträge auf PI philosophieren. Als Freund der Marktwirtschaft habe ich unbedingten Respekt vor PI’s Erfolg, als Kritiker der momentanen politischen Zustände in Deutschland bin ich dankbar für die Gegenöffentlichkeit, die PI geschaffen hat. Als gesellschaftlich Konservativer mit liberalem Einschlag allerdings kann ich gw’s Entscheidung verstehen. Die Problematik ist nicht neu. Der Teil der deutschen Blogosphäre, die sich mit dem Islam beschäftigt, hat sich nach meinen bescheidenen Erinnerungen überwiegend entwickelt, als der Krieg gegen den Irak bevorstand beziehungsweise in der Anfangszeit dieses Konflikts. Ich persönlich stieß auf PI und auch die Gegenstimme als ich nach Unterstützern der Amerikanern in diesem Krieg suchte, da deutsche Politik und Medien lieber Frieden wollten und sich mittelbar als Sprachrohre all der Unterdrücker dieser Welt verdingten. Vor lauter Friedensliebe wurde das Streben nach Freiheit kurioserweise in die Nähe der Nazis gerückt. Wer erinnert sich nicht an die zahlreichen Vergleiche zwischen Bush und Hitler. Die Welt der Blogs war damals noch einiges kleiner und beschaulicher. Zwischendurch sind viele gekommen und viele gegangen und viel hat sich getan. Die Gegenstimme ist klein und beschaulich geblieben und PI wurde zum Rockstar der “Islamkritik”. Wenn PI heute einmal einen positiven Artikel über Amerika - in diesen Tagen die amerikanische Opposition - bringt, dann liest man in der Kommentarspalte viel Kritik und gelegentlich schreiben die einen oder anderen gefühlten Experten, daß PI sich langsam zu einem Sprachrohr der Amis entwickele, zu einem Pudel der amerikanischen Republikaner sozusagen. Wer PI seit der Anfangszeit kennt, weiß, daß sich der Blog beileibe nicht dazu entwickelt hat, sondern von daher kam. Der Umstand, daß viele der Leser des Blogs um diese Entwicklung nicht mehr zu wissen scheinen, spricht eine deutliche Sprache.

Seit ihren Anfängen hat sich die Blogosphäre entwickelt und ein regelrechter Bürgerkrieg fegte durch Klein-Bloggersdorf, der bis heute das eine oder andere kleinere Scharmützel bietet. Jeder distanzierte sich von jedem und alle hatten Angst, irgendwer könnte ein verkappter Nazi sein. Die Gegenstimme, Gott sei dank zu unbedeutend, um sich um ihre Außenwirkung Gedanken machen zu müssen, war mittendrin. Aber in Zeiten wo sogar die Bundesregierung merkt, daß Einseitigkeit keinen Sinn macht und beginnt ihren Fokus bei der Extremismusbekämpfung nach Links und auf den Islam ausdehnt, sollten vielleicht auch die Islamkritiker einen Moment in sich gehen. Mir ist sehr wohl bewußt, daß PI sich mit extremistischen Phänomenen der linken Szene auseinandersetzt, aber man hat sich offensichtlich entschlossen, auf das Pferd Islamkritik zu setzen. Davon sollten wir alle uns aber lösen, denn Islamkritik ist keine ausreichende Basis für eine gesellschaftliche Entwicklung. Mir scheint, daß bei aller Entschlossenheit und Fokussierung auf das “wogegen” bei dem einen oder anderen das Gespür dafür verloren gegangen ist, wofür man eigentlich steht. Der Kampf gegen die Politideologie Islam ist wichtig, aber mit gleicher Entschlossenheit sollte man sich auch dem rechten und linken Flügel des Sozialismus entgegenstellen. Was vereint denn den Islam, die Nazis und die Internazis? Freiheitsfeindlichkeit! Mir ist schon klar, daß das jeder selber wußte, aber dennoch scheint es mir gelegentlich vergessen zu werden, wenn ich mir den einen oder anderen Redner anschaue, den Pro-Köln auf Veranstaltungen einlädt, oder auch den einen oder andere Artikel auf PI lese. Wir müssen wieder mehr betonen, wofür wir sind und nicht wogegen. PI und all die anderen Islamkritiker täten sich meines Erachtens einen Gefallen, wenn sie sich in ihrer Selbstdarstellung wieder von “islamkritisch” zu “freiheitsfreundlich” entwickeln. Freiheitsfreundlich bedeutet hierbei ein tatsächliches Bekenntnis zur Freiheit in Verantwortung und einer Freiheit, die wehrhaft ist. Es sollte gelingen, den Pseudofreiheitlichen, die “Bürgerrechte” von Terroristen über das Sicherheitsbedürfnis der Bürger stellen, sich einen Dreck um die Unterdrückten dieser Welt scheren und bei Amtsantritt als erstes Geschenke an HartzIV-Empfänger verteilen, das Label der Freiheit entreißen zu können. Islamkritik ist die logische Folge eines Bekenntnisses zur Freiheit, aber die Liebe zur Freiheit ist eben noch mehr.

Islamkritik nicht mehr als Selbstzweck sondern konsequent als Folge freiheitlichen Denkens zu vermitteln, wird den einen oder anderen heißblütigen Unterstützer vergraulen. Aber jeder, der bereit ist sich mit Sozialisten, ganz gleich ob der braunen oder roten Coleur, zu verbünden, um den Islam zu bekämpfen, findet sich entweder in der gescheiterten Gedankenwelt des Realismus wieder oder hat in der Tat ein Problem mit der Freiheit. Erstere sollten aufwachen, letztere sollten gehen.

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Islamkritik, In eigener Sache
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04. November 2009

Machtwort zu Schwulen und Lesben

So, jetzt komm ich und sprech ein Machtwort. Ha, ha, als ob ich die Autorität dazu hätte. Aber egal, ich räum jetzt auf. Wo stehen Schwule und Lesben im Kampf um die Freiheit nach rechtsliberalem, also meinem Verständnis? In ihrer Qualität als Homosexuelle per se erst mal nirgendwo. Sie tauchen nicht auf. Im Kampf um Freiheit sind für mich andere Qualitäten entscheidend als die sexuelle Orientierung.

Ich halte es aber für wichtig, dass Kinder mit einem Vater (männlichen Geschlechts) und einer Mutter (weiblichen Geschlechts) aufwachsen, da Männer und Frauen für gewöhnlich über unterschiedliche Qualitäten verfügen, die gleichermaßen für die Entwicklung eines Kindes wichtig sind. Das mit der Unterschiedlichkeit von Mann und Frauen sehen vermutlich auch Homosexuelle so, sonst wären sie wohl bi-sexuell. Ich weiß schon welche Einwände man gegen meine Wunschvorstellung einer “Vater-Mutter-Kind” Familie ins Feld führen wird: Es gibt sie doch immer seltener. Promiskuitives Verhalten sowie Unfähigkeit und Unwilligkeit an einer Ehe zu arbeiten führen zu einem enormen Anwachsen sogenannter Alleinerziehender. Was soll ich sagen? Diese traurige Entwicklung ist Fakt, deshalb gleich zu Beginn die erste Überraschung: Ich bin grundsätzlich nicht gegen Adoptionsrecht für Homosexuelle, da es ganz gewiss schlimmere Konstellationen für ein Kind gibt als einen soliden Haushalt Homosexueller. Ich spreche Homosexuellen nämlich in keinster Weise ab, einen solchen führen zu können. Warum auch?

So, ich fürchte, viel progressiver werde ich allerdings nicht mehr, denn während ich ein Adoptionsrecht unter gegeben Umständen also sehr wohl für im Sinne eines Kindes halte, lehne ich anderes Entgegenkommen an alternative Formen des Zusammenlebens ab. Eben weil mein gesellschaftliches Idealbild wie beschrieben ein anderes ist und nur weil gleichgeschlechtliche Adoptiveltern nicht die schlechteste aller Alternativen sind, ist diese Konstellation noch lange nicht wünschenswert. Die Ehe zwischen Mann und Frau mit möglichst folgendem Nachwuchs ist die meines Erachtens beste Konstellation für eine funktionierende Gesellschaft, weshalb sie gefördert gehört. Andere Formen des Zusammenlebens gehören von einem Null-Standpunkt aus nicht benachteiligt, sondern lediglich nicht gefördert und auch nicht staatlich beworben.

Was im Zuge dieser Überlegungen übel aufstößt, ist die Entwicklung, daß man in Deutschland und anderen Teilen der westlichen Welt suggeriert bekommt, Homosexualität wäre gleich gut wie Heterosexualität. In Zeiten der Gleichmacherei, wo es kein besser und schlechter mehr geben darf, werden Vor- und Nachteile unter einen Mantel des Schweigens gelegt. Die einzige zulässige Debatte geht um Gleichartigkeit oder sogar Überlegenheit der “neuen” Form. Hier tritt das Phänomen auf, daß viele als Totalitarismus empfinden. Kritik an oder Ablehnung von Homosexualität sind ein Tabu. Von geäußerter Kritik und Ablehnung bis zum Baukran ist es übrigens ein sehr langer Weg. Man kann sehr wohl den Hype um Homosexualität ablehnen und dennoch ernsthaft mit den homosexuellen Menschen empfinden, die im Iran aufgeknüpft werden. Das ist bei Weitem kein schmaler Grat.

Was nicht sein kann, ist, daß jede Debatte über Therapierbarkeit von Homosexualität im Keim erstickt und in die Nazi-Ecke abgeschoben werden soll. Sicher, die meisten Schwulen fühlen sich nicht krank, aber heißt das, daß man anderen die Aussicht auf Hilfe verwehren muss? Ich könnte die Wut und Empörung verstehen, wenn es sich um Zwangstherapien handeln würde, aber das tut es nicht. Es geht darum, Angebote für Menschen zu entwickeln, die sich unwohl fühlen und Hilfe suchen. Es gibt auch Dicke, die sich wohl fühlen, aber sollen wir deshalb jede Forschung in Richtung Essgewohnheiten einstellen? Gibt es eine Mißbrauchsgefahr? Ja klar, aber wo gibt es die nicht?

Ich persönlich finde Homosexualität unappetitlich, genau wie Piercings, Tätowierungen und Rosenkohl. Aber wer bin ich, daß mein ästhetisches Wohlbefinden anderer Leute Freiheit beschränken sollte. Ich möchte mich allerdings nicht dafür schämen, daß ich einander küssende Männer nicht anschauen mag, genauso wenig wie Homosexuelle sich ihrer Homosexualität schämen sollten. Ich möchte ihre Lebensauffassung nicht steuerlich unterstützen und nicht nicht mit ihr konfrontiert werden, genauso wenig übrigens wie mit Menschen, bei denen man vor lauter Piercings nicht mehr weiß, ob noch Mensch oder schon Android, und unzähligen anderen Phänomenen, aber ich möchte sie gewiss auch nicht verbieten.

Vermutlich habe ich in der mir eigenen Art nun beide Seiten der Debatte verschreckt oder verärgert, aber ich kann halt nicht vom selber denken lassen, wobei das keine Unterstellung ist, daß andere das täten.

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Homos & Co.
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20. Oktober 2009

Schuhwerfer in Genf bejubelt

Ich kann nicht von ihm lassen, dem Schuhwerfer von Baghdad, wobei er selbst mir eigentlich nicht wirklich wichtig ist. Was mich viel mehr beschäftigt, ist seine Rezeption in der westlichen Welt. So hat es mich auch nicht überrascht, diese Schlagzeile zu lesen: “Iraqi shoe thrower gets hero’s welcome in Geneva“.

Gemäß dieses Artikels wurde er in Genf sogar herzlicher empfangen als im Irak selbst. Al-Zeidi bezeichnet sich als Opfer der Besatzung und seine europäischen Huldiger klatschen. Al-Zeidi fabuliert von einer Million Toten im Irak und Europas Intellektuelle himmeln ihn an. Was zeigt uns das? Hass auf den Westen, Ablehnung freiheitlicher Werte und abendländischer Kultur sind weder Bildungs- noch Armutsproblem. Des Schuhwerfers Speichellecker in Genf und anderen Teilen dieser Welt sind weder arm noch ungebildet. Sie mögen selten dämlich sein, aber auf dem Papier haben sie vermutlich hochwertige Bildung genossen. Al-Zeidi kann sich bei seiner Geschichte nur dann als ein Opfer der Besatzung bezeichnen, wenn er vorher Teil von Saddams Elite war. Al-Zeidi ist mit relativ kurzer Gefängnisstrafe davon gekommen, bei der er laut widersprüchlicher Angaben zwischen drei Tagen und drei Monaten gefoltert wurde, wobei wir es hier einmal mehr mit “Folter” zu tun haben, die offensichtlich keine bleibenden Schäden hinterlässt. Kurz nach seiner Verhaftung hieß es, ihm wurden die Arme gebrochen, was ihm allerdings kurz darauf nicht mehr anzusehen war. Saddams Schergen haben Arme nicht nur gebrochen, sondern gelegentlich sogar amputiert, sie haben Menschen lebendig gebraten und so unter Strom gesetzt, daß sie zu qualmen anfingen. Setzen wir die vergleichsweise pflegliche Behandlung und milde Strafe Al-Zeidis im neuen Irak also in Relation zu Saddams Regime, wo ein Vergehen wie das von Al-Zeidi, nämlich der tätliche Angriff auf einen befreundeten Staatsgast, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit dem Tode bestraft worden wäre, allerdings nicht ohne vorhergehende Folter, die den Namen verdient, so ist Al-Zeidi nicht Opfer sondern eindeutig Begünstigter der Besatzung. Eine Denkübung, der viele Intellektuelle dieses Kontinents zu folgen wohl nicht in der Lage sind. Sie beklatschen in Folge einen Sympathisanten des Schlächters von Baghdad.

Wahrscheinlich handeln sie in eigener Wahrnehmung völlig rational. Jedoch basiert ihr Weltbild auf absurden Zahlen. Eine Million Tote im Irak? Das Projekt Iraqi Body Count, das nicht sehr pro-amerikanisch ist, zählte knapp über 100.000 Tote. Wo kommt diese 1.000.000 her? Auf einer friedensbewegten Seite, die ich leider nicht wiederfinden kann, wurde die Methode einmal erläutert, was ich bei dem grenzdebilen Ansatz, der gewählt wurde, ausgesprochen mutig fand. Zu Grunde liegen die glaubhaft diskreditierten Zahlen der bekannten “Lancet Studie”, was man ja noch machen kann, denn immerhin war sie mit guter Reputation ausgestattet und ich prüfe auch nicht jede Studie, die ich zu Rate ziehe, aber der Folgeansatz war noch viel abenteuerlicher, denn die offensichtlich falschen Zahlen werden einfach linear weiter hochgerechnet, als ob es keinerlei Veränderung der Situation im Irak gegeben hätte, gibt oder geben wird.

Eingeladen war der Schuhwerfer im Übrigen vom Anwalt Mauro Poggia von der augenscheinlich rechtsgerichteten “Genfer Bürgerbewegung”, was nur einmal mehr zeigt, daß nicht jeder der sich rechts nennt, ein Verbündeter im Kampf um Freiheit ist. Auch Le Pen und Strache sind dabei genauso wenig Verbündete wie ein Jörg Haider es war. Ernsthaft freiheitliches Denken ist ein zartes Pflänzchen in Europa und neo-nationale Bewegungen nehmen ihm nur die Luft zum Atmen.

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Irak, Left Trash
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09. Oktober 2009

Obama gewinnt Anti-Freiheitspreis

Wie kriegt man den Friedensnobelpreis? Freiheitliche Werte zu verachten und das Schicksal von Millionen dem “Frieden” zuliebe, ihren Schlächtern zu überlassen soll helfen. Gestern hat eine Deutsche, die über ihre Eindrücke einer Diktatur schreibt, den Preis gewonnen. Literaturnobelpreise will ich gar nicht beurteilen, da Lobpreisungen wie “mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit” zu schaffen, mir soviel sagen wie die neuesten Erkenntnisse höherer Mathematik. Klingt für mich gestelzt und nutzlos, womit ich den Lebensweg und die Arbeit Herta Müllers keinesfalls herabwürdigen möchte. Die Verleihung des Preises kommt insofern überraschend, da sich bei oberflächlicher Google-Suche nicht einmal eine abfällige Aussage Müllers über den ehemaligen Präsidenten George W. Bush finden läßt, was in der jüngeren Vergangenheit allzu oft Grundvoraussetzung für eine Auszeichnung war. Nun scheint es aber so, daß die Juroren des Friedensnobelpreiskomitees so begeistert von Frau Müllers Werken waren, daß sie dachten, daß dieses Biotop namens Diktatur, das Frau Müllers Schaffen so immens stimuliert hat, nicht vergehen darf. Weil es aber nicht so gut wirken würde die so wichtigen Musen der Unterdrückten wie Kim Jong-Il, Ahmadinedjad oder Chavez selbst auszuzeichnen, bedachten sie deren Schutzpatron und Welt-Popbeauftragten mit der Auszeichnung. Der Barack Obama, der gegen die Befreiung der Iraker war, der in seiner bisher jungen Amtszeit die freiheitssuchenden Iraner verraten und die Regierung Honduras’, die sich gegen einen geplanten sozialistischen Staatsstreich behauptete, aktiv bekämpfte, hat sich um den Frieden verdient gemacht. Und nicht nur das! Er tut auch sein Bestes, daß es noch Morgen Menschen geben wird, die uns aus eigener Erfahrung “Landschaften aus Heimatlosigkeit” in Diktaturen beschreiben können. Es wäre doch zu schade, wenn der Welt solche Inspirationen verloren gingen.

P.S.:Kann sich das Nobelpreiskomitee, das jährlich Millionen im Kampf gegen die Freiheit verteilt, mal einen Sprecher suchen, der verständliches Englisch liest?

UPDATE: Ich habe gerade gehört, daß die Entscheidung für Obama gefallen ist, nachdem er 10 Tage im Amt war! ZEHN Tage! Unglaublich.

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Left Trash
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03. Oktober 2009

Zweierlei Maß

Der linke Teil der Republik hält Guido Westerwelle für ungeeignet, den Job des Außenministers zu übernehmen, weil sein Englisch zu schlecht sei. Wie meistens messen diese Leute mit zweierlei Maß, denn an Westerwelles Vorgänger wurden offensichtlich keine Ansprüche dieser Art gestellt:

Diese Effekthascherei ist albern. Westerwelle kann kein Englisch? Na und? Die Denke, die dahintersteckt, ist, daß es nur um die Verpackung geht und nicht um Inhalte. Wenn Westerwelle im Sinne einer menschenrechtsfreundlichen Politik durch die Weltgeschichte radebricht, ist mir das tausend mal lieber als ein Steinmeier, der in fließendem Englisch Millionen Menschen dieser Welt an ihre Schlächter verrät.

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Germanyland
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23. September 2009

Die Symbiose von Marxismus und Mohammedanertum

Es ist keine Neuigkeit, daß Linke oft als willige Steigbügelhalter für Islamofaschisten herhalten. Es ist ebenso nichts neues, daß Hugo Chavez und Mahmud Ahmadinedjad ein enges Bündnis pflegen. Wie tief dieses Bündnis auch ideologisch geht, war mir bisher nicht bewußt. Zufällig bin ich über diesen Beitrag gestolpert, der sich mit der “Hezbollah Venezuela” beschäftigt:

“If the United States were to attack Iran, the only country ruled by God, we would counter-attack in Latin America and even inside the United States itself. We have the means and we know how to go about it. We will sabotage the transportation of oil from Latin America to the US. You have been warned”. The usual communiqué from Ahmadinejad? Wrong. This document is by Hezbollah Latin America, also known as Hezbollah Venezuela.

Die Entwicklung dieser Gruppe ist nicht irgendeiner Parallelkultur oder Immigration zu verdanken, sondern ganz offensichtlich staatlich gewollt. Während Chavez katholische und protestantische Missionare als amerikanische Spione verunglimpft und aus dem Land wirft, hat er iranische Missionare herzlich willkommen geheißen. Der Bericht ist außerordentlich interessant.

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Iran / Persien, Kommunismus, Islam allg.
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