Rush Limbaugh Quote of the Day

"Obama is doing to the US economy what Godzilla did to Tokyo -- stomping all over it."
06. August 2010

Was die Leute nicht alles wissen

Je mehr ich Kommentare lese, ob auf Blogs oder auch Zeitungen, desto mehr mache ich mir Sorgen, um die Zukunft unseres Landes. Dieser Artikel wird wahrscheinlich nicht jedem gefallen, aber ich will es doch mal gesagt haben.

Nehmen wir den Fall Kirsten Heisig und die Gewissheit so vieler, dass sie sich nicht umgebracht hätte.
Ich habe an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass jeder für seine Überzeugungen einstehen soll, weshalb gerne jeder weiter an einen Mord von Heisig glaube soll, aber ich möchte es nicht unwidersprochen lassen, da es für mich in eine Kategorie mit 9/11-truthern gehört und ich möchte mich damit nicht gemein machen, weil ich am Ende verstehen könnte, dass mich keiner mehr ernst nimmt.
Bei der “Beweisführung”, dass die mutige, aber offensichtlich sensible Richterin sich umgebracht haben könnte, kommt es dann zu hahnebüchenen Aussagen wie (der Autor dieser Zeilen ist keineswegs persönlich gemeint, sondern nur ein Beispiel von vielen):

Bei allen Ungereimtheiten in der Recherche von Herrn Wisnewski: das, was übrig bleibt, reicht. Es ist so ungeheuerlich wie unfassbar. Was zu beweisen war: Suizid ist ausgeschlossen, zumindest in der angegebenen Art und Weise.

Suizid ist also ausgeschlossen? Warum?

Es fehlt das Motiv.

Diese Behauptung kommt nicht mal in die Nähe eines Arguments. Dass ein Mensch, der die Öffentlichkeit nicht gesucht hat, jedoch zu seinen Überzeugungen steht und dadurch zur öffentlichen Person wird, anschließend nicht in der Lage ist, die mit brachialer Gewalt über ihn hereinbrechenden Attacken seelisch zu verarbeiten, ist also ausgeschlossen? Ich finde die zynische Selbstherrlichkeit vieler Internetkommentatoren ziemlich verstörend.
Ja, klar, ihr seid alle Hengste, an denen Kritik abperlt, denen nichts an die Nieren geht, die über allem stehen und so weiter und so fort. Reality Check: Nicht alle sind so geil wie ihr.

Frau Heisig hatte ein Motiv, sich umzubringen, was ihren Tod aber nicht weniger erschreckend macht. Das Problem ist die Gesinnungsdiktatur in unserem Land, die jeden medial hinrichtet, der sich dem linken Mainstream nicht beugt. Wer weiß, wieviele Hass-Mails Heisig bekommen hat? Mir gefällt es übrigens auch nicht, wenn jemand meint, sich in Kommentaren unter meinen Artikeln mit Beschimpfungen verewigen zu müssen. Aber ich bin anonym und nicht wichtig! Ich kann mir ohne weiteres vorstellen, dass ein Mensch daran zerbrechen kann. Also nochmal an all die Übermenschen: Frau Heisig hatte ein Motiv, auch wenn es für viele nicht nachvollziehbar sein mag.

Die Tötungsart ist untypisch.

Untypisch für was?

Die Auffindungsstory ist abenteuerlich und in der Hektik von Dilettanten frei erfunden.

Die Auffindungsstory mag abenteuerlich sein, aber wenn denn solche Dilletanten am Werk waren, wie haben sie die Wahrheit vertuschen können? An der Suchaktion sind zahlreiche Menschen beteiligt gewesen! Saßen die alle mit im Boot? Keiner hat was gemerkt? Alles IM des Staatsschutze so wie ich? Das einzig Abenteuerliche und von Dilletanten frei erfunden an der ganzen Sache ist die Verschwörungstheorie.

Ein Abschiedsbrief fehlt. Die SMS (so sie denn in der angebenen Form existiert) kann Frau Heisig so nicht geschrieben haben, zumindest nicht freiwillig.

Die SMS KANN (!!!) Frau Heisig so nicht geschrieben haben. Das weiß der Kommentator ganz genau! Die SMS mag ein Indiz sein, dass etwas nicht stimmt, aber sie beweist überhaupt nichts. Die SMS mag nicht der Ratio eines Menschen entsprechen, der im seelischen Gleichgewicht vor seinem Bildschirm sitzt, aber kategorisch auszuschließen, dass gebrochene Menschen, die mit ihrem Leben abgeschlossen haben, sich irrational verhalten, ist schon eine sehr gewagte These.

Und das Wichtigste: Es fehlen Informationen. Der “Fall Heisig” ist Sprengstoff. Nichts wäre für Politik und Staatsanwaltschaft besser, als ein eindeutiger Suizid, der sich im Obduktionsbericht wiederspiegelt. Die Fakten, die Details wären dann längst veröffentlicht.

Ist die Veröffentlichung von Fakten aus Obduktionsberichten neuerdings üblich? Der Selbstmord wurde von der Gerichtsmedizin bestätigt. Natürlich auch IM des Staatsschutzes. Klar.

Aber [die Fakten] sind nicht [veröffentlicht] - weil es sie nicht gibt. Der Suizid der Jugendrichterin Kirsten Heisig ist eine Lüge.

Dass eine Kette von mehr oder weniger stichhaltigen Indizien, soviele Menschen zu der Gewissheit führt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein KANN, spricht für sich. Es ist interessant, was die Leute alles WISSEN, obwohl es nicht den Hauch eines Beweises gibt. Es geht ja nicht nur um Heisig. Es gibt Menschen, die rennen mit Gewissheiten durchs Leben, die an der unteren Grenze der Skala des überhaupt Möglichen kratzen. Den Selbstmord Heisigs in Zweifel zu ziehen ist legitim und sollte in einer freien Gesellschaft ohne Weiteres möglich sein. Sich in der Annahme zu verrennen, dass man WÜSSTE, dass es sich um keinen Selbstmord handelte, ist gefährlich. Eine Ermordung Heisigs durch das Schweine-System würde nur zu gut in das Weltbild einiger Paranoiker passen, weshalb sie es sich flugs “herbeibeweisen”.

Dabei bräuchte es das doch gar nicht! Die Gefahr für unsere Demokratie durch politische Korrektheit ist doch offensichtlich und ohne wilde Spekulationen zu belegen. Eva Hermann hat ihren Job für eine willentlich mißinterpretierte Aussage verloren. Und es geht mir hierbei nicht einmal um Inhalte. Ich kann mich mit Frau Hermanns Aussagen nicht im Geringsten identifizieren. Ein anderer steht mir inhaltlich näher: Thilo Sarrazin wurden bei der Bundesbank die Kompetenzen gekürzt, obwohl er sachlich kaum angreifbare Dinge geäußert hat. Staatsanwalt Roman Reusch wird strafversetzt, weil er Daten erhebt und veröffentlicht, die den Alt-68ern und ihren Erben nicht in den Kram passen. In Aachen wird ein Polizeibeamter zum Kreisvositzenden des PRO-NRW-Kreisverbandes gewählt und von seinem faschistoiden Vorgesetzten, der Meinungsfreiheit für einen Angriff auf die Menschenrechte hält, auf eine Posten “mit wenig Publikumskontakt” gesetzt. Außerdem werden disziplinarrechtliche Schritte geprüft. Und in Berlin soll Rene Stadtkewitz aus der CDU fliegen, weil er den mutigsten Mann Europas, Geert Wilders, nach Berlin einlädt. Und genehmigte Demos können oft genug nur durchgeführt werden, wenn es dem Pöbel und dem Ossi-Bär genehm ist. Und dies sind nur wenige Beispiele von vielen. Ich muss mit diesen Menschen nicht einmal einer Meinung sein, - oft bin ich es nicht - um ihre Freiheit zu verteidigen. Ich frage mich nur jedes Mal auf’s neue, wen verbieten die Tugendwächter morgen? Wer wird als nächstes dem steineschmeißenden Mob der AntiFa-Faschisten ausgeliefert?

Meine Annahme ist, dass solche Menschen mit ihrer Blockwartmentalität und ihrem totalitären Hersschaftsverständnis, dass den erlaubten Meinungskorridor auf ein Minimum zusammenschrumpfen lässt, Kirsten Heisig in den Tod getrieben haben. Denn Demokratie heißt in Deutschland 2010 leider nicht mehr der Wettkampf um die besten Ideen sondern die Dämonisierung und persönliche Vernichtung aller, die sich dem herrschenden sozialistischen Duktus nicht unterwerfen wollen.

Wer sagt, dass ich diese Sichtweise auf den Fall Heisig auch verfolge, weil sie in mein Konzept passt, dem sei diese Auffassung gerne belassen.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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28. Juli 2010

Politische Korrektheit und das Unglück bei der Love Parade

Nein, hier soll es nicht darum gehen, ob die Love Parade Sünde und die Tragödie Gottes Rache war. Das sind so Themen, für die ich mich nicht erwärmen kann. Ich finde die Love Parade ebenso verzichtbar wie zynische Kommentare über ihre Todesopfer. Ich möchte auf einen ganz anderen “Zusammenhang” hinweisen. Ich setze das “Zusammenhang” bewußt in Anführungszeichen, da ich nur einen indirekten Zusammenhang zwischen einem hirnlosen Akt politischer Korrektheit und den Vorgängen auf der Love Parade herstellen kann.

Erinnert sich noch jemand an Klaus Schäfer? Ich meine, bevor er ständig im TV als wichtigster Zeuge der Anklage gezeigt wurde? Klaus Schäfer ist Sicherheitsexperte und ehemaliger Chef der Dortmunder Feuerwehr. Das ist auch die Berufsbezeichnung, mit der er im Fernsehen vorgestellt wurde. Klaus Schäfer ist nicht nur Ex-Chef der Dortmunder Feuerwehr, nein, er ist auch Ex-Leiter des Instituts für Feuerwehr-Rettungstechnologie. Momentan ist Klaus Schäfer suspendiert.

Klaus Schäfer wurde illegal und aus rein politischen Gründen Anfang Mai seines Amtes enthoben. Man hatte ihn auf einer Neonazi-Demo erwischt. Nun habe ich wenig Sympathien für Schäfers scheinbare politische Überzeugungen, aber die Demo war legal und die anmeldende Vereinigung war legal. Sie - ausschließlich weil man sie nicht mag - eigenwillig für illegal zu erklären ist nichts anderes als Selbstjustiz. Nun ließe sich in einem Staate, der das Gewaltmonopol so sträflich links liegen lässt, dass das Abkommen zwischen Bürgern und Staat, bei dem der Bürger sein Gewaltmonopol im Austausch für Schutz dem Staat überlässt, hinfällig scheint, trefflich streiten, aber hier bestraft der Staat unrechtmäßig einen seiner Beamten. Das hat nichts mit bürgerlicher Reaktion auf ein aufgekündigtes Abkommen zu tun, sondern zeigt alle Merkmale eines Unrechtsstaats. Eines solchen Unrechtsstaats, den die Akteure vorgeben, zu bekämpfen. Sollte die Demonstration verboten gewesen sein, könnte ich Verständnis aufbringen für Schäfers Dienstherren, aber das war sie wie beschrieben nicht. Sollte der Radikalenerlass ernsthaft und nicht nur einseitig umgesetzt werden, sogar dann ließe sich rational diskutieren. Aber solange Islamofaschisten und Internationalsozialisten in diesem Land ohne negative Folgen für ihre Karrieren zu Hasspredigern oder kommunistischen wie antisemitischen Demos laufen dürfen, solange gibt es weder eine moralische, noch eine legale, noch eine rationale Begründung für das Vorgehen gegen Schäfer und es muss unter behördlicher Willkür verbucht werden.

Diese Diskussion ist zwar kalter Kaffee, aber nun könnte diese, damals aus einem Impuls politischer Korrektheit heraus getroffene, Willkürentscheidung der Dortmunder Behörden einen Rattenschwanz nach sich ziehen, denn Schäfer hat vor den Gefahren des Love Parade-Konzepts in Duisburg gewarnt:

Zu den Teilnehmern des Seminars gehörten Vertreter verschiedener Ämter. Und denen gab Schäfer u.a. mit auf den Weg, dass er aus fachlicher Sicht die im Rohentwurf stehenden Pläne insbesondere für den Ein- und Ausgang zum Loveparade-Gelände durch lange Tunnel für „Irrsinn“ halte. Die Duisburger Fachleute hätten ihm sogar zugestimmt, aber auf politischen Druck für das Festhalten an den Loveparade-Plänen verwiesen.

In einer E-Mail an eine stellvertretende Amtsleiterin in Duisburg habe er später seine Bedenken wiederholt, berichtete Schäfer. „Ich wäre aber im Traum nicht darauf gekommen, dass die dieses Konzept stumpf umsetzen.“

Nun stellt sich die Frage, ob Schäfer in seiner alten Funktion Kenntnis davon hätte erlangen können, dass die Duisburger nach wie vor planten, das falsche Konzept “stumpf umzusetzen”. Nach seiner Suspendierung konnte er keinen Einfluss mehr nehmen. Lassen wir seine womöglich wirren politischen Ansichten mal außen vor, so scheint Schäfer sehr wohl etwas von seiner Arbeit zu verstehen und wie eine andere Episode zeigt, nimmt er seine Verantwortung ernst und hat keine Hemmungen sich an die Öffentlichkeit zu wenden:

„Unfassbar”, kommentierte OB-Kandidat Ullrich Sierau [Schäfers Teilnahme an der Demo]. Schäfer sei zwar immer für eine Überraschung gut gewesen, in der rechten Ecke hatte man ihn allerdings nicht vermutet. Er selber habe mal als Stadtdirektor ein Diszplinarverfahren gegen Schäfer anstrengen müssen, weil er im Vorfeld der Love-Parade vor der offiziellen Erörterung der Öffentlichkeit bereits seine Sicht der Dinge mitgeteilt hatte.

Natürlich bewegen wir uns hier im Bereich der Spekulationen, aber ich halte es nicht für gänzlich abwegig, dass Schäfer in seiner alten Position von dem Festhalten der Duisburger an ihrem Konzept hätte erfahren können und versucht hätte, zu intervenieren…

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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17. Juli 2010

Irgendwas läuft falsch in diesem Land…

Darf ich mal ein paar gesellschaftskritische Worte wagen? Und die sind nicht einmal gegen links, sondern eher allgemein gehalten. Wenn ich die Kommentare unter diesem Bericht lese, wird mir ganz komisch. Da werden Schülerinnen heimlich über ihre Webcam beoachtet und rund die Hälfte der Kommentatoren findet, sie haben selbst schuld. Irgendwelche Computerfreaks, die alles wissen und alles können, meinen Computer sollten nur ihnen offenstehen. Nur weil etwas durch Firewalls oder Virenschutzprogramme verhindert werden könnte, wird es doch nicht rechtmäßig. Ich treffe solche widerlich zynischen Kommentare verstärkt in letzter Zeit: “Selbst schuld, wenn ein Mädchen vergewaltigt wird, wenn sie sich mit einem “Musel” eingelassen hat!” oder eben auch “Selbst schuld, wenn ein Mädchen unfreiwillig zur Wichsvorlage wird, wenn sie Technik nicht ins letzte Detail durchschaut”..
Am besten schließen sich diese Mädchen oder auch männliche Opfer “vermeidbarer” Straftaten in den Keller ein.
Wahrscheinlich waren Menschen schon immer so, aber solchen zynischen Besserwissern, die auf den Gefühlen der Opfer herumtrampeln, wünsche ich, unter uns gesagt, eine Kollision mit einem Schwerlasttransporter.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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04. Juli 2010

Späte Anerkennung

Die Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue, die für ihre Weltfremdheit und die resolute Verteidung ihrer Scheinwelt vor der Realität bekannt ist, hat sich zum Tod Heisigs geäußert:

Von der Aue zeigte sich tief erschüttert über den Tod Heisigs. „Mein Mitgefühl gilt ihrer Familie“, sagte die Senatorin. Den Tränen nahe würdigte sie die Arbeit und das Schaffen der „außerordentlichen“ Juristin: „Wir werden Frau Heisig und ihr großes Engagement vermissen. Sie hat sich um die Berliner Justiz verdient gemacht.“ Sie habe sich nie gescheut, auch ungeliebte Wahrheiten auszusprechen und sei auch mutig in den Dialog mit Eltern getreten.

Ja, Frau von der Aue, das Aussprechen ungeliebter Wahrheiten ist insbesondere unter Ihrer Ägide ein mutiger Akt, wenn man bedenkt, dass Roman Reusch für das Aussprechen sehr ähnlicher Wahrheiten in die Wüste geschickt wurde! Vielleicht bringt dieser tragische Fall aber ja sogar tiefrote Realitätsverweigerer zum Nachdenken. Da Nachdenken aber pietätlos wäre, habe ich leider meine Zweifel.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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04. Juli 2010

Pavlov’sche Linke

In einem Forum, dass ich jetzt nicht verlinke, kann ja jeder selber googeln, habe ich folgende Reaktion eines vermutlich eher links orientierten Mitmenschen auf die Verlinkung meines Beitrags gefunden:

“Bleib mir weg mit so einem Schund. Es ist Pietätslos den Tod eines Menschen für die eigene politische Propaganda so hemmungslos auszunutzen!
Man war ich froh solch einen Müll wenigstens in diesem Forum nicht lesen zu müssen.”

Was sehen wir? Empörung lauthals rausgepöbelt, um sich ja nicht mit Hintergründen beschäftigen zu müssen. Die Herrschaften bleiben sich treu. Zu versuchen,zu verstehen, warum Frau Heisig sich umgebracht hat, ist im Übrigen nicht pietätlos. Ihre Überzeugungen jetzt mit ihr sterben zu lassen, wäre pietätlos. Das aber wollen die Linken. Deshalb verteilen sie Maulkörbe und werfen anderen Pietätlosigkeit vor.

Es gibt da eine schöne Parallele nämlich die Opferzahlen sozialistischer Tyrannen. Rechnet man einem Linken vor, dass Stalin, Mao und Pol Pot Hitler in Nichts nachstanden, so bekommt man umgehend zu hören, dass man Opfer jawohl nicht gegeneinander aufrechnen dürfte. Es gibt keinen ethischen Grund dies nicht zu dürfen, im Grunde gibt es sogar eine ethische Verpflichtung es zu tun, da die Geschichtsklitterei der Linken eine Respektlosigkeit gegenüber den Opfern des internationalen Sozialismus ist.

Empörung darf keine Argumente mehr ersetzen. Sollte meine These auch nur im Ansatz stimmen, dann hat “unser” Schweigen seinen Teil zu Heisigs Verzweiflung beigetragen. Sollen sie ruhig pöbeln. Ich kann die Unausgeglichenheit der Linken ja irgendwie verstehen. Es muss hart sein, wenn das eigene Weltbild permanent so gnadenlos an der Realität scheitert.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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03. Juli 2010

Kirsten Heisig ist tot… ein Erklärungsversuch

Kirsten Heisig ist tot. Allem Anschein nach hat sie ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt. Alle anderen Behauptungen verlege ich in den Bereich kruder Verschwörungstheorien. Ich habe für diese Gewissheit auch einen Grund: Heisigs Freitod macht Sinn.

Vor einigen Monaten diskutierten wir an dieser Stelle kontrovers den Selbstmord des Torwarts Robert Enke, der bei uns auf wenig Mitgefühl stieß, da er seine Familie im Stich ließ und einem Zugführer das Leben ruinierte. Heisigs Selbstmord allerdings macht mich nachdenklich und traurig, denn ich kann die Frau verstehen. Das macht ihren Schritt nicht richtiger, aber wenigstens hat sie keinen Lokführer mit sich ins Verderben gerissen.

Ich kann nicht ausschließen, dass Heisig persönliche Gründe für ihren Schritt hatte, aber ich denke eher, dass sie dem linken Gesinnungsterror in diesem Lande nicht mehr gewachsen war. Die Richterin hatte sich mit Meinungen und Fakten an die Öffentlichkeit gewagt, die dem Großteil der Medien, Politiker und Schreihälse in diesem Land nicht passten. Und diese haben sie es spüren lassen:

Die Juristin hatte vor einigen Wochen in einer dpa-Reportage auch gesagt, dass ihr der Erfolg zu schaffen mache. „Ich hab keine Freunde hinzugewonnen. Ich fühle mich oft als Exot wahrgenommen“, meinte sie nachdenklich.

Heisig hatte sich durch ihre Äußerungen und Taten offensichtlich isoliert, woran sie als augenscheinlich sensibler Mensch zerbrochen ist. Dies ist keine Schuldzuweisung, denn Heisig hätte sich trotz allem nicht umbringen müssen. Während ich die rote Gesinnungsdiktatur sehr wohl als Auslöser für den Freitod Heisigs identifiziere, suche ich die Schuld allerdings nicht bei den Linken. Ich möchte jenen aber nahelegen, die Schuld bei sich zu suchen. Da Linke die Schuld für Verbrechen nie beim Kriminellen sondern immer in der Gesellschaft vermuten, sollten sie die Gründe für Heisigs Schicksal nun auch in der Gesellschaft suchen… und dort im eigenen Umfeld und zuvorderst bei sich selbst. Um eines klarzustelllen: Ich gebe den Linken nicht die Schuld, aber ich weise entschieden daraufhin, dass sie sich ihrer eigenen Logik folgend die Schuld geben sollten.

Heisigs mutige Stimme wird fehlen. Sie hatte Mut, aber am Ende fehlte die Kraft. Sie ist aufgestanden, aber sie konnte nicht stehenbleiben. Es ist tragisch und ich frage mich, was hätte ich tun können? Vielleicht doch einmal eine E-Mail an Frau Heisig zu schreiben und ihr dafür zu danken, dass sie aufgestanden ist? Eine Anerkennung, um ihr das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine ist oder ihr zu dem Mut zu gratulieren, den ich nicht habe.

Die Linken haben die Meinungshoheit übernommen. Wie oft hauen mir Menschen, die ich kaum kenne, ihre Meinungen um die Ohren. Ich neige nicht dazu, Gespräche über Politik offensiv zu beginnen. Meine Erfahrung ist, dass Linke diese Hemmungen nicht haben. Überraschend oft treffe ich Menschen, die viele meine Überzeugungen teilen, wobei sie diese aber erst nach gegenseitigem Abklopfen merklich äußern. Sage ich dann doch mal etwas politisch unkorrektes in Gegenwart eines Linken ernte ich Empörung und keine Gegenargumente. Es ist diese arrogante, widerliche Behandlung von oben herab, die einen Menschen zweifeln läßt. Ich meine, dass ich oft weiß, wovon ich rede und ich bin jedesmal auf’s Neue erschrocken, wenn meine Argumente einfach, ohne die geringste Bemühung sie zu widerlegen, weggebügelt werden. Linke befinden sich im permanenten Kriegszustand und sind alarmistisch bis ins Mark. Es ist fast amüsant, dass Menschen, die die Übernahme des Landes durch eine obskure rechte Macht permanent zu fürchten scheinen, George W. Bush eine “Politik der Angst” und Rechten und Liberalen grundsätzlich das Schüren von Ängsten vorwerfen. Im Lichte dieser Beobachtungen ergibt auch Heisigs Abschied-SMS einen Sinn:

Ihr letztes Lebenszeichen war eine SMS an ihre Tochter: „Das ist alles zu viel für mich“, schrieb sie. Sie glaubte, dass sie „alles falsch“ macht.

Ich könnte mir denken, dass Heisig inzwischen dachte, dass sie alles falsch machte, weil ihr von vielen eben dieses Gefühl gegeben wurde und sie zu wenig Zuspruch erfuhr. Weil zuviele Menschen, die zwar keine Ahnung von der Materie hatten, aber dachten, dass es ihre gesellschaftliche Verantwortung sei, reaktionäre Kräfte wie Heisig zu stoppen, ihr kategorisch den Mund verboten, könnte Heisig die Kraft verlassen haben. Claudia Roth ist nur das penetranteste Beispiel für den Umstand, dass Empörung die Notwendigkeit von Fakten und Erklärungen in der politischen Auseinandersetzung hat obsolet werden lassen. Es kann wehtun, wenn man das Beste will und pausenlos als Teufel karikiert wird, weil man nicht ins Weltbild der Meinungsmonopolisten passt. Vergessen wir nicht, dass “Rechte” heute ihre Arbeitsplätze verlieren, vom sozialen Status ganz zu schweigen. Die Forderung nach Rücktritten und die Zerstörung von Karrieren ist insbesondere durch die Grünen, die die inhaltliche Auseinandersetzungen zu scheuen scheinen wie der Teufel das Weihwasser, zum alltäglichen Mittel der Politik geworden. Auch Gewalt und Nötigung scheinen wie an den “Protesten” gegen Pro-Köln zu sehen, ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung zu sein.

Es ist schade, dass Kerstin Heisig die Kräfte verließen. Ihr Mut verdient dennoch Bewunderung, auch wenn sie an der Aufgabe, die sie sich setzte letztlich scheiterte, denn nur weil wir nicht immer an unsere Ideale heranreichen, wird das Streben nach ihnen nicht sinnlos, denn: “Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.”

Wir haben heute verloren.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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03. Juli 2010

Obama als Vorbild

Gleich vorneweg: Ein Versprecher beim Amtseid ist für mich im Grunde keine Meldung wert. Wir sind alle nur Menschen und jeder verspricht sich mal. Die Parallelen, die Wulff zu seinem Versprecher zieht, vermögen eher zu beunruhigen:

Der neue Bundespräsident Wulff ging auch auf seinen Versprecher beim Amtseid ein, als er nochmals ansetzen musste. „Es ist vielleicht eine Aufregungssekunde gewesen.“ Als er damit getröstet wurde, dass auch Barack Obama seinen Amtseid verpatzt hatte, entgegnete er schlagfertig: „Das macht mir Mut, dass es noch was werden kann.“

Ich mein, ok, es ist nicht so, dass in Deutschland viel bessere Politik gemacht werden würde als in Obamas Amerika, aber dass Wulff sich ausgerechnet den glücklosen* Obama als Vorbild nimmt, macht mir eher keinen Mut…

*Obama mangelt es selbstverständlich nicht an Glück sondern einzig an Kompetenz und Werten.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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28. Juni 2010

Intelligenztests für Politiker…

…möchte man fordern, wenn man die reflexhaften unsachlichen Reaktionen auf die Forderung nach Intelligenztests für Zuwanderer liest. Dabei böte der Vorschlag sicherlich reichlich Diskussionsstoff, denn über seine Sinnhaftigkeit bin ich mir selbst nicht im Klaren. Ich weiß zu wenig darüber, was ein IQ-Test wirklich aussagt, um die Forderung richtig beurteilen zu können, aber eine Einordnung der Reaktionen fällt mir nicht sonderlich schwer. Beginnen wir mit Maria Böhmer:

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, findet den Vorstoß „abwegig und nicht von besonderer Intelligenz geprägt. Zuwanderern pauschal Dummheit zu unterstellen, ist eindeutig diskriminierend“

Das Kompliment, eine abwegige nicht von besonderer Intelligenz geprägte Äußerung gemacht zu haben, fällt wohl auf Frau Böhmer zurück. Wer unterstellt den Zuwanderern denn eigentlich pauschal Dummheit? Welch ein absurder Vorwurf? Unterstellen wir Menschen auch pauschal Fahruntüchtigkeit und die Unfähigkeit an einer Hochschule zu studieren? Sind denn die Führerscheinprüfung und das Abitur auch diskriminierend? Wer der Meinung ist, dass Zuwanderer an einem IQ-Test scheitern würden, unterstellt ihnen pauschal Dummheit, nicht der, der testen möchte. Zuwanderern pauschal zu unterstellen, dass sie eine Bereicherung seien, ist übrigens auch eine Diskriminierung.

Auch Björn Böhning, Sprecher der SPD-Linken, hält solche Tests für „höchst fragwürdig“. Der 32-Jährige sagte WELT ONLINE: „Der Vorschlag der Unionspolitiker ist menschenverachtend. Wir sollten den Nachzug von Kindern und Ehepartnern erleichtern.“ Böhning hat das Gefühl, dass das Einwandern erschwert werden solle, und warnt: „Wir brauchen junge Menschen, um den Fachkräftebedarf in Deutschland zu decken.“ Das Fördern von Stärken oder das Erkennen von Schwächen sei Aufgabe von Schulen, so der Politiker. Dafür gebe es bereits entsprechende Förderprogramme.

Ja, Herr Böhning, so menschenverachtend wie das Abitur und die Führerscheinprüfung. Wir brauchen keine jungen Menschen, um den Fachkräftebedarf zu decken, wir brauchen Fachkräfte. Wie toll die Schulen es schaffen, die intellektuell unzureichend ausgestatteten Zuwanderer in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integieren, zeigt die Schulabbrecher- und Arbeitslosenquote unter Mohammedanern.

Ali Al Dailami, Mitglied des Parteivorstandes der Linken, sieht mit dem geforderten Intelligenztest bewiesen, dass es um das Wissen der Unionspolitiker über die Migrationspolitik „nicht gut bestellt sei“. Dailami sieht in ihrer Forderung „Nützlichkeitsrassismus“: „Hätten sich die Unionspolitiker intensiv mit Migrations- und Integrationspolitik beschäftigt, so wüssten sie, dass im letzten Jahrzehnt mehr Menschen aus der BRD aus- als eingewandert sind.“

Ali Al Dailami beweist eindrucksvoll, dass er den zugrunde liegenden Sachverhalt nicht im entferntesten verstanden hat. Er kontert ein Qualitätsargument mit einem Quantitätsargument und rennt ins Leere. Hätte Herr Dailami sich mit Migration und nicht Migrationspolitik beschäftigt, dann wüßte er, dass auf der einen Seite Hochqualifizierte abwandern während auf der anderen Seite Arge-Kunden zuwandern.
Und was soll “Nützlichkeitsrassismus” schon wieder sein? Wo spielt hier Rassismus eine Rolle? Das klingt, als würde man Herpes Lippenkrebs nennen. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun, klingt aber gefährlicher. Würde der Kampf gegen tatsächlichen Rassismus wirklich am Herzen liegen, sollte er aufhören, jeden Scheiß “rassistisch” zu nennen. All diese Hansel sollten sich noch mal “Die Geschichte des Jungen, der immer “Wölfe” rief” zu Herzen nehmen.

Auch der SPD-Politiker Ralf Stegner reagiert dort und erklärt: „Union will Intelligenztests für Einwanderer. Was Alkohol alles anrichten kann… Wie wärs mit Intelligentests für solche Politiker?“

Nein, Herr Stegner, wie wäre es mit Intelligenztests für alle Politiker nicht nur für die Ungenehmen! Aber danke, dass sie noch einmal zeigen, wer wirklich diskriminatorische Gedanken hegt.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter Political Correctness, Aus dem Irrenhaus, Kulturelle Bereicherung
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24. Juni 2010

Deutschland - Die Zuwanderungsgesellschaft

Die Volkserziehung des Propagandaministeriums (in Neusprech: Öffentlich-Rechlicher Rundfunk) während der WM ist faszinierend. Wir haben ja bekanntermaßen eine Nationalmannschaft aus Spielern mit vielen verschiedenen ethnischen Hintergründen. Mir persönlich ist das recht egal, deshalb will ich darüber auch nicht viel schreiben. Unsere Volkserzieher allerdings finden das erstens toll und meinen es zweitens all den xenophoben Dünnbrettbohrern, die sie vor den Fernsehern vermuten, auf’s Brot schmieren zu müssen. Die Nationalmannschaft sei ein Abbild unserer Gesellschaft und wer könne angesichts dieses Teams noch bestreiten, dass Deutschland eine Zuwanderungsgesellschaft sei? Nun hat allerdings nie jemand bestritten, dass Deutschland ein Zuwanderungsland sei! Insbesondere jene, die sich über zuviele Einflüße anderer Kulturen beschweren, sind die letzten, die bestreiten würden, dass Deutschland ein Zuwanderungsland ist. Es geht doch vielmehr darum, ob Deutschland ein Zuwanderungsland sein sollte! Die einen sagen ja, die anderen sagen nein. Die Volkserzieher drehen den vermeintlich Xenophoben aber eine lange Nase, befinden Deutschland sei ein Zuwanderungsland, weil so viele “Ausländer” in der Nationalmannschaft spielen und beenden die Debatte. Wie so oft. Der Beschluss der Volkserzieher: Dieser Ethno-Mix ist jetz deutsch und deutsch ist jetzt ein Ethno-Mix. Basta.

Die Nationalmannschaft sei jetzt die Generation Rap und der Sprechgesang verbinde die Spieler aller Hintergründe, erzählen sie auch. Und dann wird der Bogen zu Bushido geschlagen, dessen Lied die Spieler vor dem Spiel aufputscht. Nun hoffe ich inständig, dass die Nationalmannschaft nicht auch intellektuell ein Abbild der deutschen Gesellschaft ist, aber mir schwant Böses… Egal, zurück zum Thema: Bushido darf in einem kurzen Filmchen dann sinngemäß verkünden, dass er und seinesgleichen schon lange deutsch sei, auch wenn nicht alle das akzeptieren wollten. Deutsch meint hierbei nicht die Nationalität sondern eine kulturelle, ethnische, usw. Kategorie. Das böse “deutsch” wurde erfolgreich von den Zuwanderern gekapert und die Volkserzieher freuen sich. Bushido ist Deutschland! In diesem Moment geht es auch nicht mehr um ethnische Hintergründe oder Hautfarben. Es geht um Kultur, Zivilisation und Werte!

Was die Volkserzieher nicht verstehen, ist, dass die vermeintlichen Xenophoben, genau davor Angst haben! Bushido und seinesgleichen sind das Problem. Wenn deutsch jetzt wie Bushido ist, dann können wir uns entweder in unser Schicksal ergeben oder nur noch stärker aufbegehren. Wenn das jetzt deutsch ist, dann will ich nicht mehr deutsch sein. Das Grundproblem bleibt bestehen. Bushido ist retardierter Höhlenmenschenhabitus in Reinkultur und wenn das jetzt deutsch sein soll, zeigt es nur, dass all die bösen “Xenophoben” Recht hatten mit ihren Warnungen! Wer behauptet hat, dass unsere Kultur islamisiert oder anderweitig beseitigt wird, hatte offensichtlich recht, wie die Volkserzieher auf diese Weise indirekt und unfreiwillig eingestehen.

Die Nationalmannschaft sei übrigens nicht nur ein Abbild sondern auch ein Vorbild der Gesellschaft, hört man immer wieder! Diese Einheit in Heterogenität sei einfach vorbildlich. An dieser Stelle danke ich dann auch immer im Stillen dafür, dass der Özil sein Messer stecken lässt, der Podolski nur sein eigenes Auto nach Hause fährt und der Kroos als einziger Ossi im Team, seine Probleme mit all den Slaven und Maximalpigmentierten offensichtlich auch ohne Baseballschläger und Kampfhund in Griff zu bekommen scheint. Gott sei Dank… und bestimmt auch ein bisschen den fleißigen Volkserziehern.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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19. Juni 2010

Käßmann und kein Ende

Käßmann will irgendwo nochmal von vorne anfangen. Schöne Sache, insbesondere wenn sie’s nicht in Deutschland tut. Aber sie hat, ganz wie es ihre Art ist, noch einiges zu sagen:

Den Medienwirbel um ihren Rücktritt findet sie heute „unverhältnismäßig“. „Für eine Fahrlässigkeit hat die ganze Angelegenheit eine große Dimension bekommen.“

Vielleich fährt Frau Käßmann lässig, wenn sie sturzbetrunken ist, eine Fahrlässigkeit wird’s deshalb noch lange nicht. Was war denn so fahrlässig? Dass Käßmann bei jener Trunkenheitsfahrt eine rote Ampel überfahren und sich von der Polizei hat erwischen lassen? Vorher hat sie wohl immer besser aufgepasst.

Welcher Medienwirbel in der Tat übertrieben ist, ist der, den Frau Käßmann bekommt, wenn sie sich zu politischen Themen äußert. Da kommt nämlich Nichts besonderes bei rum, nur Allgemeinplätze mit denen uns auch die Politiker von der SED bis zum linken Rand der CDU, Sozialverbände, Gewerkschaften und die meisten Vertreter der Medien vollsülzen. Alles schon tausendmal gehört, aber einer ehemaligen Vorsitzenden der evangelischen Kirche, die unter ihr auch nur zu einer linken Lobbygruppe mehr geworden ist, muss unbedingt noch mal einen Platz eingeräumt werden, damit sie uns noch einmal dasselbe wie alle anderen erzählt:

„Wir müssen wachsam sein, dass der soziale Friede nicht gefährdet wird“,Wer mehr leisten könne, sollte auch mehr zur Solidargemeinschaft beitragen als andere. Reiche sollte stärker am Sparprogramm als vorgesehen beteiligt werden.

Was den sozialen Frieden angeht, so zitiere ich mich an dieser Stelle selbst:

Der soziale “Frieden” ist nicht anderes als Schutzgeldzahlungen an eine imaginäre Prekariatsmafia, die uns droht aufs Dach zu steigen, wenn wir ihre großzügige Alimentierung einstellen. Das ist soziale Unterwerfung und nicht Frieden!

Wer mehr leisten kann, trägt schon immer mehr zum “Solidar”gemeinschaft bei als andere. Schon mal was von unserem PROGRESSIVEN Steuersystem gehört, Frau Ex-Bischöfin? Selbst wenn es linear wäre, würden “Reiche” mehr beitragen als “Arme”. Eine solche “Einbahnstraßensolidarität”, wie wir sie in Deutschland haben, hat mit Solidarität im eigentlichen Sinne nichts zu tun. Wenn nämlich auf der einen Seite Leute stehen, die sich aushalten lassen, verhalten sie sich asozial. Vor zwanzig Jahren nannte man sie auch noch so, heute sind die Asozialen die Leistungsträger… zumindest in der Wahrnehmung oder besser den Wahnvorstellungen der Ex-Bischöfin.

„Geiz gehört schon in der Bibel zu den Lasterkatalogen und ist überhaupt nicht geil”, sagte die evangelische Theologin. Es sei falsch, 30 Milliarden Euro ausgerechnet bei den Armen einzukürzen. „Die Entsolidarisierung der Gesellschaft ist ein großes Problem“, sagte Käßmann weiter: „Ich beklage, dass sich niemand verantwortlich fühlt.”

Ja, aber Zügellosigkeit gehört zu den Grundtugenden, oder was? Es war falsch, den sogenannten Armen überhaupt soviel zu geben, obwohl die Haushaltslage es nicht zuließ! Das Problem sind doch nicht die Kürzungen, sondern die viel zu hohe zügellose Alimentierung! Die Entsolidarisierung der Gesellschaft ist die logische Folge des Sozialstaats: Wir haben Nächstenliebe an den Hegemon “outgesourcet”. Das Befinden unseres Nächsten ist nicht mehr unsere Sache sondern Sache des Staates, dem wir dafür einen betrachtlichen Batzen unseres Geldes geben müssen. Was bedeutet überhaupt Entsolidarisierung? Wann war eine Gesellschaft schon einmal “solidarischer” im Sinne Käßmanns? Wann haben Menschen, die keine gesellschaftliche Leistung erbracht und nichts erwirtschaftet haben, einen höheren Lebensstandard genossen? Ich beklage auch, dass Menschen sich untereinander nicht mehr helfen, dass die Gesellschaft anonymer geworden ist, aber ich sehe den Hauptgrund darin, dass Menschen durch den Staat aus der Verantwortung genommen wurden. Käßmanns Problem verstehe ich jedoch nicht, denn für das staatliche Raubrittertum, dass uns als Solidarsystem verkauft wird, steht doch ständig irgendwer auf und fühlt sich verantwortlich. Ich habe weiter oben ja schon einmal eine unvollständige Auflistung erstellt.

Käßmann erneuerte außerdem ihre Kritik am Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Dass Menschen aufgrund einer Anweisung eines deutschen Soldaten sterben, sei „für die Gesamtgesellschaft ein Schock“, sagte sie. „Auf einmal ist klar: Wir laden als Nation wahrscheinlich Schuld auf uns. Das ist viel zu lange tabuisiert worden.“

Dass Millionen Menschen aufgrund unterlassener Hilfeleistung in Tyranneien sterben, weil Pazifisten denken, dass nur Menschen, die im Krieg sterben richtig tot sind, ist leider nur für wenige ein Schock. Wegsehen könnte Käßmann mit ihrem Gewissen wahrscheinlich viel besser ausmachen. Die Taliban sind ja nun auch wirklich keine schlechten Menschen. Im Gegensatz zu deutschen Soldaten kann Käßmann mit denen alles bei einem Glässchen Tee ausdiskutieren. Die Denke linker Gutmenschen, die jedem Faulenzer in Deutschland ein Heimkino zugestehen, versklavte Menschen in anderen Ländern aber anteilnahmslos ihren Schlächtern und Vergewaltigern überlassen wollen, ist mir unbegreiflich. Ich beklage, dass sich niemand verantwortlich fühlt

Margot Käßmann war im Februar als EKD-Ratsvorsitzende und hannoversche Landesbischöfin zurückgetreten. Sie zog damit die Konsequenz aus einer Alkoholfahrt am Steuer ihres Dienstwagens. Eine neuen Job hat die 52-Jährige noch nicht gefunden, im August will sie zu einem viermonatigen Studienaufenthalt in die USA gehen.

Nein, lieber Welt-Autor, Frau Käßmann zog keineswegs ihre Konsequenzen aus der Alkoholfahrt, die ja nur eine zu vernachlässigende Fahrlässigkeit war, sondern einzig aus dem Druck der Medien. Was Frau Käßmanns Pläne angeht, in die USA zu gehen, so bleibt nur zu hoffen, dass sie da bleibt. Dort wird sie nämlich bei weitem nicht soviel Schaden anrichten können wie hier.

Autor: Sir Winston (IM des Staatsschutzes) | Abgelegt unter In eigener Sache
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