Rush Limbaugh Quote of the Day

"I hope I didn't shock you, folks, by telling you that Iran may be working on a bomb, but the UN just announced that that's what they think might be going on."
26. Februar 2010

LINKE von Abstimmung über den Afghanistaneinsatz ausgeschlossen?

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) schloss die Linksfraktion von der Sitzung aus, weil sie mit Protestplakaten gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan demonstriert hatte. Nach Angaben der Linken betrifft der Ausschluss auch die Abstimmung über die Verlängerung des Mandats! Linksfraktionssprecher Hendrik Thalheim sagte: “Der Ausschluss betrifft die Sitzung heute. Das heißt: alle Tagesordnungspunkte und auch die Abstimmung.”

weiter …

Ströbele hatte Lammert gebeten, seine Entscheidung zu überprüfen. Er empfinde es als ein “falsches Zeichen nach Afghanistan und in die Welt”, wenn in Deutschland Parlamentarier des Saals verwiesen würden, weil sie den Opfern eines von Deutschland zu verantwortenden Luftangriffs gedacht hätten.

Die SPD unterstützte dagegen die Entscheidung Lammerts. “Der Präsident hat richtig entschieden. Das Parlament ist Ort der Debatte, nicht der Demonstration. Im Parlament zählt das Argument, nicht das Transparent”, erklärte ihr Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann.

Der CDU-Abgeordnete Jürgen Hardt sagte in der Debatte, er finde es “sehr schmerzhaft”, in welcher Art und Weise der Einsatz von der Linken instrumentalisiert werde. Er dankte Lammert für seine Entscheidung, die Abgeordneten der Linksfraktion auszuschließen.

Bei der Abstimmung des Bundestags gilt eine breite Mehrheit als sicher. Neben den beiden Koalitionsfraktionen Union und FDP wollen auch die meisten SPD-Abgeordneten für das neue Mandat stimmen. Der größte Teil der Grünen-Fraktion wird sich voraussichtlich enthalten. Die Linke wollte geschlossen mit Nein stimmen. Die neue Afghanistan-Strategie der Regierung sieht eine Aufstockung des Bundeswehrkontingents von 4500 auf bis zu 5350 Soldaten vor.

Eine mutige Entscheidung des Bundestagspräsigenten Lammert! Mein Lieblingspolitiker Thierse hätte das Verhalten der LINKEn wahrscheinlich als Zivilcourage gewertet.

Autor: Heinz | Abgelegt unter Afghanistan, Left Trash, Germanyland
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23. Januar 2010

Die gelähmte Armee

Autor: Huwi | Abgelegt unter Afghanistan, Militär, Gesellschaft, Germanyland
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12. Januar 2010

Nichts ist gut in Afghanistan

Das Behauptete die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, in ihrer Neujahrsansprache. Sie forderte eine Abkehr von der „Logik des Krieges“ und plädierte für andere Formen der Konfliktbewältigung. Bei den Unions-Parteien, der SPD und dem Bundeswehrverband stieß sie damit auf heftige Kritik. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) lud die EKD-Chefin daraufhin zu einer Aussprache ein.

Das Gespräch zwischen Guttenberg und Käßmann sei in konstruktiver und harmonischer Atmosphäre verlaufen, hieß es anschließend. Beide Seiten seien sich darin einig, dass die ethische Dimension des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan geeignet sei, dieses Thema „weiter in die Öffentlichkeit zu tragen und dort auch kritisch zu diskutieren“. Ebenso herrsche Einigkeit, dass für die Soldaten der Rückhalt der Gesellschaft wichtig sei – dem könne eine offene Debatte nur dienlich sein“.

Der Verteidigungsminister lud Margot Käßmann zu einem Truppenbesuch in Afghanistan ein, was diese nun “wohlwollend prüfen” will.
Ich wünsche ihr, dass sie von dieser Reise wohlbehalten und geläutert zurück kehrt!
Vielleicht nimmt sie sich das Bibelwort des Apostel Paulus zukünftig mehr zu Herzen: “Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen, sondern, daß sie sich in der Stille halte!”(1.Tim 2,12) und “…, denn es ist schändlich für eine Frau, in der Gemeinde zu reden!” (1.Kor 14,35)  ;-)

Autor: Heinz | Abgelegt unter Afghanistan, Feminazis, Christen & Kirche
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28. November 2009

Opa kam nie so weit nach Osten!

war der Spruch auf einem T-Shirt, das in Afghanistan in den deutschen Lagern durch Einheimische angeboten wurde. Auch zumindest vor kurzem erhältlich: “Du sollst nicht stehlen”, zusammen mit dem Bild von zwei Tanklastern…

Dummerweise hatte der Kommandeur weniger Humor als Soldaten, Maketender, und ich… Siehe dazu auf dem empfehlenswerten WSP und Augen geradeaus!

Autor: Huwi | Abgelegt unter Political Correctness, Afghanistan, Militär, Humor
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27. November 2009

Bzgl. Tanklaster-Vorfall

Auf breiter Front wird gerade gegen den ehemaligen Verteidigungsminister Jung Front gemacht, sein Kopf wird gefordert.
Hier zunächst ein Video das Angriffs:

Was passiert wenn ein Fahrzeug dieser Größe als Bombe eingesetzt wird zeigt dieses Video aus dem Irak:

Das Weblog-Sicherheitspolitik, auf dem ich auch beide obige Videos gefunden habe, hat zwei sehr lesenswerte Beiträge zu dem Thema verfasst:
Kommentar zu den Vorfällen
Voreilige Schlussfolgerungen über zivile Kollateralschäden

Autor: Huwi | Abgelegt unter Leseempfehlung, Afghanistan, Militär, Mittlerer & Naher Osten, Kommentare
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26. November 2009

Wieviel darf’s denn sein? Oder: Quo vadis Afghanistan?

Guttenberg will mehr Soldaten für Afghanistan titelt die ARD.

Nach der Afghanistan Konferenz im Frühjahr soll die deutsche Truppenstärke vor Ort erhöht werden. Dringendster Bedarf besteht vorher wohl wirklich nicht mehr, da das Wetter die nächsten Monate großartige Aktionen der Taliban ohnehin beindern dürfte.
Danach  stellt sich jedoch die Frage, wie viel es wohl statt der bisherigen 4.500 Mann werden wird. 5.000, 6.000, 8.000 oder gar 10.000? Je mehr Truppen wir schicken, desto weniger lässt sich das Ganze in Deutschland als Friedenseinsatz verkaufen.  Je mehr geschickt werden, desto teurer wird das Ganze auch und desto mehr Verluste können folgen. Daher ist nicht daovn auszugehen, dass Heinz Guderians Grundsatz “Nicht kleckern, klotzen” zur Anwendung kommen wird. Dabei wäre genau das nötig!

Afghanistan steht am Wendepunkt. In den letzten acht Jahren wurde zunächst aus Naivität, dann aus Dummheit und inzwischen aus politischer Feigheit verschlafen, das Richtige zu tun. Anfangs glaubte man, ein paar Mann hin, Straßen und Schulen bauen und alles ist in Butter.
Dann hörten die Kämpfe im Süden nicht mehr auf . Statt wie zu Anfang nur noch verbliebene Talibanhöhlen auzuräuchern zeigte sich langsam aber stetig, dass sich der Widerstand wieder verstärkte. Offensichtlich reorganisierten sich die Taliban und die Kampfhandlungen stiegen wieder an. Statt hieraus die richtige Konsequenz zu ziehen und sich auf das logische Ausbreiten der Taliban nach Norden vorzubereiten, schob man alles auf die Amis und machte im Inland Propaganda. “Wir sind die Guten. Wir bauen Schulen und Straßen, die bösen Amis bomben alles platt.” Dabei wurde überhaupt nicht berücksichtigt, dass der Großteil der Taliban Paschtunen sind, die es in unserem Abschnitt überhaupt nicht (in nennenswerter Menge) gibt. Laut Umfragen wollen nur 4-7% der Afghanen eine Talibanherrschaft, womit es selbst bei den Paschtunen nur eine Minderheit ist.
Wie zu erwarten war, ist mit steigendem Druck im Süden auch das von den Taliban heimgesuchte Gebiet gewachsen. Einerseits zeigt jeder propagandistisch ausgenutzte Erfolg gegen die Koalitionstruppen, dass sich das Kämpfen aus Sicht des Terroristen lohnt, andererseits wird dem Druck ausgewichen. Dass das kaum besetzte Gebiet im Norden da ein logisches Ziel ist war nur natürlich. Immerhin sei unser Abschnitt halb so groß wie Deutschland, hieß es heute. Darin dann 3.000 Soldaten… Nunja, wie gut die BW damit das von ihr “kontrollierte” Gebiet abdecken kann, muss nicht erleutert werden.

Inzwischen ist auch der Norden umkämpftes Gebiet. Mehrfach pro Woche gibt es TIC, Troops in Contact. Angesichts der Wirkungslosigkeit der bisherigen Strategie im Bezug auf die Sicherheit müssen daher Konsequenzen folgen.

Die bislang maximal 4.500 Soldaten sind alleine quantitativ viel zu wenig. Zudem ist 80% von ihnen immer im Lager, der Rest fährt raus in Patrouillen, die meist aber auch nur in “Hörweite”  des Lagers bleiben, sprich in wenigen dutzend Kilometer. Das hat dazu geführt, dass mehr und mehr Bezirke in “unserem Abschnitt” inzwischen wieder ganz offen unter Kontrolle der Taliban stehen. Dort ziehen sie Steuern ein, rekrutieren neue Kämpfe und halten Gericht.

Nicht nur zu wenig Soldaten sind vor Ort, die Soldaten sind zudem auch zu schlecht ausgerüstet und haben noch immer unangemessene Einsatzregeln, was sich nun allerdings dank Guttenbergs “kriegsähnlichen Zuständen” ändern dürfte.
Austrüstung:
Die Bundeswehr verfügt vor Ort weder über schwere Unterstützung durch Kampfpanzer noch über Artillerie. Kampfpanzer sind zwar nicht gegen feindliche Panzer nötig, die Berichte aus Afghanistan zeigen jedoch dass sie furchteinflößend auf feindliche Kämpfer wirken. Dazu sind sie durch die vorhandenen Panzerfäuste praktisch nicht zu knacken und eine 120mm HE-Granate verwandelt eine Mauer samt dahinter verschanzten Taliban zu Staub. Zudem sind Kampfpanzer wichtig  für “Show of Force”, sprich es zeigt Feinden und Zivilisten: “Wir sind hier, wir sind mächtig, wir sind böse. Lege Dich besser nicht mit uns an.” Alleine dieser psychologische Faktor hat große Auswirkungen.
Das Fehlen von Artillerie bedeutet, im Falle einer Unterstützung immer erst von Verbündeten Flugzeuge anfragen zu müssen, die auch erst zahlreiche Minuten zum Einsatzort fliegen müssen. Eine Panzerhaubitze kann Feinde hingegen bis in 40km Reichweite umgehend bekämpfen ohne dazu erst lange um Erlaubnis bitten zu müssen. Zudem ist es eine adäquate Antwort auf Beschuss des Lagers, wenn unmittelbar danach am Abschussort zahlreiche Granaten einschlagen. Das verringert nicht nur den Beschuss und die Beschussdauer, es verschafft zudem die Möglichkeit die Feinde samt Gerät umgehend zu erledigen.
Hubschrauber hat die Bundeswehr ebenfalls kaum vor Ort. Die vorhandenen  dürfen meist Nachts nicht fliegen, weshalb schonmal Offensiven Nachts gestoppt werden da keine Evakuuierung von Verwundeten möglich ist - obwohl unsere Truppen dank moderner Technik Nachts fast noch besser sehen könnte als am Tag.
Kampfhubschrauber gibt es gleich gar nicht. Der deutsche Tiger kommt nicht zum Einsatz und ist zudem nach wie vor für Einsätze gegen russische Panzerspitzen im Fulda Gap und der Norddeutschen Tiefebene vorgesehen, er verfügt noch nicht einmal über ein Kinngeschütz wie alle anderen vergleichbaren Hubschrauber, die verwendbaren MG-Pods sind kein andäquater Ersatz. Dabei zeigen gerade die Amis in Afghanistan und dem Irak wie hervorragend der Apache gegen Aufständische einzusetzen ist. Sie können außer Hörreichweite beobachtet werden, die Videos werden simultan an die Einsatzzentrale geschickt, und wenn der Befehl kommt wird mittels Explosivmunition der ganze Trupp ausgeschaltet ohne dass 100m daneben spielende Kinder gefährdet wären. Deutschland hingegen verfügt aktuell nicht einmal über die notwendigen Mittel. Doch statt dass wir unsere Panzer mit den französischen Rüstsätzen versehen (diese haben ein Kinngeschütz) oder bei Verbündeten anfragen passiert - nichts. Die Polen beispielsweise hätten den Hubschrauber, den ich für Afghanistan am geeignetsten halte, die Mil Mi-24 Hind. Ein Kampfhubschrauber mit schwerer Panzerung und einer dem Apache vergleichbarer Bewaffnung, zugleich aber mit der Möglichkeit 7 ausgerüstete Soldaten zu transportieren. Hätte Oberst Klein in der Nacht der Bombardierung der Tankwagen eine Handvoll davon gehabt, hätten diese die Tanklastwagen umstellen können, Truppen absetzen können und man hätte alle schnappen können:  Durch die Feuerkraft der Hubschrauber wäre im Gefechtsfall umgehend die Entscheidung erzwungen worden, durch die Soldaten vor Ort hätte man sich ergebende Zivilisten von Terroristen trennen können. Doch auch hier passiert nichts, obwohl der große Nutzen von Kampfhubschraubern in anderen Teilen Afghanistans Tag für Tag neu bewiesen wird.
Positiv zu bemerken ist jedoch, dass man nun inzwischen wohl scheinbar endlich die notwendigen geschützen Fahrzeuge zur Verfügung hat um wenigstens nicht mehr durch einfachen Gewehrbeschuss im Fahrzeug in Gefahr zu geraten.

Mannstärke:
Das größte Problem ist die Mannstärke. Taliban sind mehrheitlich Paschtunen oder Ausländer, sie verdingen sich aber auch teilweise sogar Wochenendkrieger vor Ort. Da sie nicht unformiert sind ist ihre Identifizierung praktisch unmöglich, so lange keine Hinweise aus der Bevölkerung kommen. Diese kommen jedoch zunehmend nicht mehr. Der Grund dafür ist einfach:
Eine deutsche Patrouille fährt in eine Ortschaft und spricht mit dem Dorfältesten. “Waren Taliban hier, was sind ihre Probleme?” etc. Der Dorfälteste hat nun nur wenige Möglichkeiten:
a) Er kann denunzieren. Er sagt dieser und jener sind Taliban, die verstecken sich zudem dort. Daraufhin passiert… - nichts! Die Bundeswehr hat im Rahmen der ISAF selber so gut wie keine offensiven Maßnahmen unternommen, die Amerikaner dürfen theoretisch nicht informiert werden, da OEF und ISAF getrennt sind. Die ANA kann informiert werden ist jedoch selber viel zu schwach. Als Resultat kommen die Taliban aber so oder so nach der Abfahrt der deutschen Patrouille ins Dorf um den Dorfältesten als westlichen Spion zu bestrafen. Dies droht ihm auch wenn er nichts gesagt hat, denn woher soll der Taliban das schon wissen?
b) Er sagt nichts oder bleibt wage. Damit schützt er sich, damit lassen sich aber die Taliban nicht bekämpfen.

Die richtige Lösung wurde von den Amis im Irak vorgemacht: Man geht in Ortschaften und bleibt drin! Weiß die Bevölkerung dass die deutschen Soldaten im Ort dafür sorgen dass die Taliben eben nicht mehr nach Dunkelheit in den Ort kommen um dann alle verwestlichten nicht genug Gläubigen und alle “Kollaborateure”  zu bestrafen, so steigt die Bereitschaft, mit den westlichen Truppen zu kooperieren. Wenn man will dass die Einheimischen einem beim Kampf gegen die Taliban unterstützen, so muss man ihnen die Angst vor Racheakten nehmen, das ist die einzige Chance! Sie sind mehrheitlich durchaus dazu zu bewegen, denn wie erwähnt will kaum jemand eine Herrschaft der Taliban! Außerdem sind es ja Paschtunen aus dem Süden, die man mitunter sowieso nicht haben will!
Indem man dann die Ortschaften kontrolliert, schneidet man den Feind zugleich von seinen Quellen für Geld, Informationen und Rekruten ab.
Um das zu bewerkstelligen sind jedoch Soldaten nötig, viele Soldaten! Diese müssen dann auch ausreichend Unterstützung herbeirufen können, da sich 50 Mann in einem Dorf mit 200 Seelen nur eine bestimmte Zeit gegen einen organisierten Angriff halten können - der folgen wird! Dazu bräuchte die BW vor Ort also auch alles für einen Krieg notwendige: Kampfpanzer, Artillerie, Kampfhubschrauber und Kampfflugzeuge.

Gewinnen oder nicht?
Angesichts dieser Aufzählungen sollte klar sein, dass wir am Scheideweg stehen. Eine Vergrößerung des Mandats auf 6.000 wäre genauso unsinnig wie auf 8.000 und würde nur von der Unfähigkeit der Deutschen Parlamentsarmee zeugen. Wenn Parlament, Kanzerin und Verteidigungsminister nicht in der Lage sind die wirklich notwendigen Dinge zu tun, sollten sie besser nichts tun!
Die Konsequenz des Siegeswillen zeigt gerade Obama, wofür man ihn nur loben kann (ja genau, ich lobe ihn!). General McCrystal forderte weitere 40.000 Mann und wie es aussieht bekommt er sie. In Deutschland wird man wohl statt dessen die Truppenstärke weiter auf einem lächerlichen Niveau lassen

Der Bundestag sollte entscheiden, was er in Afghanistan eigentlich will. Will er gewinnen oder nicht? Wenn nicht, dann sollten wir umgehend die Konsequenzen daraus ziehen. Das Mindeste wäre ein Abgeben der Verantwortung in Kundus an einen der gewinnen will und ein Unterstellen unserer Truppen an die neuen Kommandierenden. Konsequenz wäre jedoch, dann offen zu sagen: “Wir können das nicht machen” und binnen drei Monaten abzuziehen. Statt dessen könnte man ja mal wieder das Scheckbuch zücken… So jedoch fallen deutsche Soldaten in einem nutzlosen Einsatz. Einen Krieg den man nicht gewinnen will sollte man umgehend durch eine Kapitulation beenden, sprich sich zurückziehen. Kein einziges Leben ist das Hinauszögen der eigenen Niederlage wert, steht diese bereits fest.

Will man den Krieg jedoch gewinnen, so müssen die notwendigen Konsequenzen kommen. Ausweiten der Einsatzregeln um einen erkannten Feind auch umgehend vernichten zu können, Bereitstellung des notwendigen schweren Geräts - und sei es durch Leasing oder bezahltem Anheuern von Verbündeten - und eine drastische Truppenverstärkung.
Das Mandat in Afghanistan sollte entweder ohne Obergrenze, oder aber wenigstens mit 50.000 Mann Obergrenze beschlossen werden. Damit könnte man die notwendigen Truppen schicken um verlorene Gebiete zu erobern, zu sichern und anschließend zu halten. An sich  heißt es ohnehin, dass gegen Guerillas eine zehnfache Übermacht nötig sei.
Zugleich könnten zahlreiche neue Ausbilder die einheimischen Truppen im großen Stil ausbilden und ihnen dann nach und nach vor Ort die Verantwortung übergeben. Eine neue Mandatsgrenze von 50.000 muss dabei dann keineswegs ausgereizt werden. Es könnten durchaus auch 20.000 oder gar nur 15.000 Mann reichen. Allerdings würde ein solches Mandat in Richtung Verbündete, Afghanen, Taliban aber auchin Richtung der eigenen Bevölkerung aussagen: Wir wollen und wir werden siegen!

Alles andere hat überhaupt keinen Sinn.  Wenn wir nicht bereit sind auch alles notwendige für einen Sieg zu tun sollten wir die Niederlage lieber heute als morgen eingestehen!

Afghanistan wäre dann halt ein weiterer Sieg des radikalen Islams im Krieg gegen den Westen und würde den Feind nur weiter ermutigen, wie es seine bisherigen Siege ja schon getan haben. Afghanistan gegen die Sowjets, Somalia gegen den Westen und die USA unter Clinton, Libanon gegen die USA, Irak gegen Italien und Spanien…
Jedes Mal waren Nationen nicht bereit die notwendigen Schritte zu unternehmen, die zwangsläufigen Verluste zu verkraften und den notwendigen Durchhaltewillen zu zeigen um zu gewinnen. Alleine Bushs Truppenverstärkung im Irak war hier bislang eine Ausnahme. Wollen wir hoffen dass der Abzug der USA unter Obama die gemachten Erfolge nicht zunichte macht, die Attentate haben sich zumindest seit dem Rückzug in ihre Basen wieder deutlich vermehrt.
Dass der radikale Islam jedoch nach der “Befreiung” aller islamischen Länder an unseren Außengrenzen halt macht bleibt wohl ein Wunschtraum. Fällt Afghanstan wird das Ganze aber wohl ohnehin irrelevant, da danach auch Pakistan mit seinen Atomwaffen fallen dürfte…

Noch etwas:

Singh hat Obama gegenüber gestern erklärt, er unterstütze seine Afghanistanstrategie. Dabei steht kein einziger Mann des über eine Million Mann starken Heers der Inder in Afghanistan. Auch von chinesischer Seite sind keine Soldaten da, obwohl diese gerade angesichts Sinkiangs den radikalen Islam eindämmen wollen sollten. Auch die islamischen Staaten stellen , von der NATO-Nation Türkei abgesehen, keine Soldaten. Ein Weg wäre, ihnen klar zu machen dass sie sich schleunigst beteiligen solllen, wenn sie künftig weiter Hilfe, Technologie und Waffen erhalten wollen. Gleichzeitig könnte man dabei betonen dass man sie ja so unheimlich ernst nehme und daher ihre Hilfe bräuchte…

Autor: Huwi | Abgelegt unter Militär, Afghanistan, Kommentare, Endsieg (Dār al-Islām), Gesellschaft, Germanyland
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26. November 2009

Neues aus der Welt

Nachdem der Friedensnobelpreisträger und Messias Obama eine Reduktion der CO2 Produktion seines Landes um 83% angekündigt hat, zeigt er nun seine Friedfertigkeit mit dem Entsenden von 40.000 zusätzlichen Soldaten nach Afghanistan (Was ich begrüße).

Seine Verhandlungsbereitschaft mit Diktaturen zeigt des weiteren Wirkung! Nein, der Iran stoppt seinen Atomwaffenbau nicht, nein Nordkorea hört nicht mit seinem Atomwaffenprogramm auf und nein, auch in Dafur werden weiter Christen ermordet.
Nein, da der US-Präsident zeigt wie er mit Diktaturen umzugehen gedenkt meldet sich eine alte vergammelnde zurück um ja nicht vergessen zu werden. Ob das so geplant war?

Watch CBS News Videos Online

Autor: Huwi | Abgelegt unter Der Messias, Afghanistan, Militär, Kuba, USA
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15. November 2009

Strohfeuer in Waziristan

Der Spiegel zeigt eine Photoserie, die bezeichnend ist. Sollten das die spektakulärsten verfügbaren Photos sein, so hinterlässt das ein vernichtendes Bild von der großen pakistanischen Offensive, auf die gerade viele ihre Hoffnung stützen:

waziristan1

Beschreibung: Pakistanische Soldaten bei der Festnahme von Taliban in Südwaziristan.

Das Photo ist offensichtlich gestellt, vielleicht wurden extra ein paar Dorfbewohner für die Photos angeworben. Dass jedoch solche Photos veröffentlicht werden zeigt, dass entweder selbst das pakistanische Militär keine Kriegsberichterstatter dabei hat - oder aber dass es an sich nichts zu zeigen gibt.

Weit bezeichnender ist jedoch ein anderes Bild:

waziristan2

“Stolz zeigen pakistanische Soldaten Waffen, die sie den Taliban abnahmen.”

Was für Waffen? Zu sehen sind ein paar RPG-7 Sprengköpfe, ein dazugehöriger Werfer, drei RPG-18 und drei RPG-22 - möglicherweise gebraucht und damit nichts als Altmetall. Dazu noch ein paar Kisten, einige hundert Schuss Munition, 3 bis 7 Gurte und - ein Messer!

Doch: Keinerlei Schusswaffen! Wohlgemerkt, das sind offizielle Bilder, freigegeben von der Pakistanischen Armee. Die Ausbeute nach vielen Tagen ist so gering, dass man noch nicht einmal ein richtiges Waffenlager ausgehoben hat. Das völlige fehlen von Schusswaffen zeigt, dass zumindest wo dieses Bild aufgenommen wurde lediglich verlassene Lager ausgeräumt wurden. Das wiederum bedeutet, die Taliban sind geflohen.

Es wird ja aktuell gemunkelt, dass sich zahlreiche Trecks auf den Weg nach Afghanistan befinden und unter seinem Kaftan kann man eine AK-47 sehr gut verstestecken. Es ist daher also davon auszugehen, dass die Pakistanische Armee ein gewaltiges PR-Spektale veranstaltet und zumindest die meisten der Taliban entkommen. Sei es weil die pakistanische Armee unfähig oder nicht gewillt war die Fluchtrouten, abzuschneiden, sei es weil nach Lagebesprechungen einzelne Offiziere mal schnell eine SMS mit “Mahmoud, wir kommen!” verschickt haben.
Wenn die Pakistanischen Streitkräfte es wenigstens jetzt richtig machen bleiben sie vor Ort und verhindern eine Rückkehr.  Das würde eine verstärkung der Kämpfe im Süden Afghanistans bedeuten, wohin sie aktuell ja fliehen. Je nachdem wieviel Druck die Amis dort machen,  und wieweit sie vor dem Winter einfach Unterschlupf suchen und untertauchen geht es dann im Frühjahr im Weichen Bauch Afghanistans, dem Norden weiter.

Die “deutschen” Taliban wissen natürlich genau über die Situation Bescheid, weshalb mit einer Verstärkung der Kämpfe in “unserem Abschnitt” ab dem Frühjahr zu rechnen sein dürfte. Sollten sie es schaffen uns große Verluste beizubringen, würde die Bundesregierung vermutlich dem öffentlichen Druck nachgeben und sich zurückziehen - und damit einen weiteren Sieg in die bereits seit Jahrzehnten dauernde Serie der radikalislamischen Siege einreihen…

Autor: Huwi | Abgelegt unter Afghanistan, Militär, Kommentare, Lug & Betrug
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13. November 2009

“Die Politiker gehören auf die Anklagebank”

sagt der ehemalige Generalinspekteur Kujat.

Ein bedrückendes Video über den Umgang mit unseren Soldaten.

Autor: Huwi | Abgelegt unter Militär, Afghanistan, Mittlerer & Naher Osten, Ratiophobie, Gesellschaft, Germanyland
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08. November 2009

Es ist Krieg… - und die Bundeswehr geht nicht hin

SpOn:

Es war die größte und härteste Offensive in der deutschen Zone Afghanistans: Nahe des Bundeswehr-Camps bei Kunduz haben US-Elitetrupps mit afghanischen Soldaten eine Großoffensive gegen Taliban geführt. Fünf Tage und Nächte fielen Bomben, die Rede ist von 133 Toten. Die Deutschen wollten sich nicht beteiligen.

Gouverneur Omar ist euphorisch an diesem Samstag. In einem weiten, strahlend weißen Gewand sitzt er lässig auf einem der großen Sofas in seinem Gästehaus im nordafghanischen Kunduz. Sehr gerne will er von “einem großen Erfolg” berichten, sagt Omar, “vom ersten richtigen Schlag gegen die Taliban”. Endlich habe man dem Feind einmal gezeigt, wie ein Einsatz aussieht. “Wir haben die Taliban eingekesselt und dann fünf Tage bombardiert. Nur diese Sprache verstehen sie.

Nein, die Taliban verstehen nur Schulenbau, Straßenbau, Verzicht auf Rotes Kreuz an Krankenwagen und  Suche nach den Moderaten unter ihnen! Wissen das die Afghanen etwa nicht?

Elitekämpfer der US-Armee haben gemeinsam mit einheimischen Einheiten und massiver Luftunterstützung in der vergangenen Woche zugeschlagen - und afghanischen Angaben zufolge 133 Taliban getötet, 13 verletzt und 25 inhaftiert. Es war der bisher folgenschwerste Einsatz in dem Gebiet, das eigentlich Revier der Bundeswehr ist. Angeführt wurde sie von US-Kämpfern im Rahmen der “Operation Enduring Freedom” (OEF), also nicht unter dem Mandat der Schutztruppe Isaf. Ziel es war, hochrangige Taliban-Führer rund um den Ort Gul Tepa nordwestlich des deutschen Armeecamps bei Kunduz zu jagen.Gouverneur Omar lobt die Härte des Angriffs: “Das erste Mal in den vergangenen fünf Jahren haben wir richtig zugeschlagen”, sagt er und macht einen aus seiner Sicht entscheidenden Zusatz: “Das ging nur, weil uns die USA endlich beim Kampf gegen die Taliban geholfen haben.” Auch Oberst Abdul Wakil, Chef der afghanischen Einheit, lobt die Effizienz des US-Militärs. “Zum ersten Mal hatten wir Luftunterstützung - das hat den entscheidenden Unterschied gemacht”, sagt der Anführer der zweiten Brigade des 209. Chors der afghanischen Armee.

Tatsächlich könnte der brachiale Einsatz in der Region Kunduz einen Wendepunkt darstellen - auch für die deutschen Soldaten dort.

Die Bundeswehr, die in Kunduz ein Camp mit rund 675 Soldaten hat, kennt die Angaben über Tote und Verletzte. Allerdings kann sie sie weder bestätigen noch dementieren. Denn die Deutschen haben bei dem Einsatz nicht mitgemacht. Die USA hatten sie zwar vorab informiert - der deutsche General Jürgen Setzer, der das Regionalkommando Nord führt, lehnte jedoch eine Beteiligung ab.

[…]

Dass die OEF-Einheiten des US-Militärs immer häufiger im Einsatzgebiet der Bundeswehr aktiv sind, ist kein Geheimnis. Gut ein Dutzend Mal wurde dies 2009 sogar öffentlich. Mehrfach kam es wegen unangekündigter und teils sehr harter Zugriffe oder gezielter Tötungen zu Reibereien zwischen deutschen und US-Militärs. Kleine Trupps der in Masar-e-Sharif stationierten US-Spezialeinheit 373, deren Existenz das Militär noch nicht einmal bestätigen würde, waren fast jede Nacht im Raum Kunduz aktiv. Einmal kam bei einem Raketenangriff ein unschuldiger Schäfer ums Leben, als die US-Soldaten den berüchtigten Mullah Abdul Salam jagten.

Doch der jetzige Einsatz mit 133 Toten und massiven Luftschlägen über fünf Tage hinweg sprengt die bisherigen Vorstellungen über die Aktionen des US-Militärs. Die Bundeswehr befand sich in der unwirklichen Lage, die massivsten Kämpfe seit Beginn ihres Einsatzes in der Region nur als Zuschauer beobachten zu können - obwohl sie in unmittelbarer Nähe des eigenen Camps stattfanden.

Wie die Deutschen mit dem offensiven Verhalten der US-Eliteeinheiten umgehen, ist ein heikles Thema, auch für den neuen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Die Bundeswehr muss einen Stimmungsschwenk in der Bevölkerung fürchten, wegen der vielen Opfer. Bisher sind es nur unbestätigte Hinweise - doch im Bundeswehr-Camp denken viele, dass der Einsatz kaum ohne tote Zivilisten abgegangen sein kann. Diese hätte am Ende Isaf-Kommandeur Stanley McChrystal zu verantworten. Er ist auch der Chef der “Operation Enduring Freedom”.

Nichts gegen Unterstützung durch Verbündete. Wenn wir etwas nicht haben was benötigt ist, dann liefern es Verbündete, genau dafür hat man ja Bündnispartner. Wozu wir allerdings überhaupt noch Truppen da haben, wird mehr und mehr zur Farce.

Dass wir uns getreu dem Motto der ISAF - I Saw Americans Fight - aus den Kämpfen im Süden rausgehalten haben war ja noch irgendwie zu begründen, dass wir aber nun selbst in “unserem” Sektor das Kämpfen von den Amis machen lassen ist ein Witz. Schon vor Monaten haben mir Kameraden aus dem Einsatzgebiet berichtet,  die Stimmung vor Ort sei erbost über die deutsche Politik.

Man schickt sie hin, sie dürfen aber nichts machen. Bislang war es sogar so, dass Taliban mit ihren Waffen herumspielen konnten ohne angegriffen werden zu dürfen, da sie ja noch nicht angegriffen haben. Nach einem Angriff auf der Flucht durften sie ebenfalls nicht mehr angegriffen werden.
Auch wenn sich das inzwischen etwas geändert hat, so ist  wird der Einsatz mehr und mehr zur Farce.  Wofür haben wir überhaupt noch Soldaten da, wenn wir das Kämpfen lieber von den Verbündeten machen lassen?

Aber gut, wir überlegen ja auch den Oberst anzuklagen, der an die 100 Feinde auf einmal durch einen Luftschlag hat erledigen lassen. Die deutschen Rules of Engagement hätten wohl ein vorheriges Gesprächsangebot verlangt…

Zum kotzen das Ganze, wenn wir unsere Verbündeten - aber auch unsere eigenen Soldaten - so verarschen, sollten wir die Truppen wirklich besser abziehen. Ihre Haut sinnlos zu Markte tragen brauchen sie nun wirklich nicht!

Autor: Huwi | Abgelegt unter Militär, Afghanistan, Mittlerer & Naher Osten, Aus dem Irrenhaus, Gesellschaft, USA
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