Rush Limbaugh Quote of the Day

"I hope I didn't shock you, folks, by telling you that Iran may be working on a bomb, but the UN just announced that that's what they think might be going on."
25. Februar 2010

Gaddafi ruft Heiligen Krieg gegen die Schweiz aus


„Lasst uns kämpfen gegen die Schweiz, den Zionismus und ausländische Aggression“, sagte Gaddafi und fügte hinzu: „Das ist kein Terrorismus“, im Gegensatz zu den Aktionen der El Kaida, die er „eine Art Verbrechen und Geisteskrankheit“ bezeichnete. Es gebe einen großen Unterschied zwischen Terrorismus und dem Heiligen Krieg, der das Recht auf bewaffneten Kampf einschließe, sagte er. Der Kampf gegen die Schweiz müsse mit allen Mitteln geführt werden.

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Ist Terrorismus nicht “Kampf mit allen Mitteln”? Gaddafis Rumgeprotze zeugt nur von Eifersucht gegenüber Bin Laden!

Autor: Heinz | Abgelegt unter Nahost-Konflikt, Afrika, Islam allg., Mittlerer & Naher Osten, Wüste(n) Länder
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07. Januar 2010

Weihnachtsfeier auf ägyptisch

Tagesschau:

Vermutlich muslimische Fanatiker haben nach einer Messe zum koptischen Weihnachtsfest in Ägypten sieben Menschen getötet. Mindestens neun weitere Menschen wurden verletzt, als drei Männer aus einem vorbeifahrenden Auto heraus das Feuer auf die Gläubigen eröffneten. Es war der folgenschwerste Angriff auf koptische Christen in Ägypten seit zehn Jahren. Bei den Toten handele es sich um sechs Kopten und einen Muslim, der als Wachmann für die Kirche gearbeitet habe, hieß es weiter.

Ein Wachmann ist auch nicht ohne Grund nötig. In Schweden zwingen Muslime Kirchen bereits zu muslimischen Wachmännern - auch eine Art ihre Kopfsteuer einzuziehen…

Autor: Huwi | Abgelegt unter Afrika, Islam allg., Mittlerer & Naher Osten, Endsieg (Dār al-Islām)
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12. September 2009

Südafrika droht mit “Drittem Weltkrieg”

Der Fall um die 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya aus Südafrika, die sich nach einem Geschlechtstest scheinbar als Zwitter herausgestellt hat, schlägt immer höhere Wellen. Jetzt droht Südafrika mit dem “dritten Weltkrieg” falls die Sportlerin von künftigen Wettkämfen ausgeschlossen wird!

Autor: Heinz | Abgelegt unter Afrika, Sport, Der andere Rassismus
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07. September 2009

Etwas Neues in Afghanistan

 Auf SpOn mal was anderes als die üblichen “Böse Bundeswehr”Lamentiererei:

“Großer Fehler”, “Debakel”, “Fehleinschätzung” - die Bundeswehr ist nach dem Bombenangriff auf zwei Tanklastzüge in Afghanistan heftig in der Kritik. Doch jetzt erhält die Truppe auch Lob: Provinzgouverneur Omar nennt das Vorgehen der Deutschen nach SPIEGEL-Informationen vorbildlich.

Berlin/Kunduz - War der von einem deutschen Offizier angeforderte Luftangriff auf zwei von Taliban gekaperte Tankfahrzeuge im Norden Afghanistans ein richtiges und angemessenes Manöver - oder ein “großer Fehler”, wie beispielsweise Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner sagte? Seit Tagen steht die Bundeswehr in der Kritik - jetzt bekommt sie Rückendeckung. Der Gouverneur der afghanischen Provinz Kunduz bezeichnete das Vorgehen der Deutschen als vorbildlich. Der zuständige Oberst Georg Klein habe “die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit getroffen und dabei sehr besonnen gehandelt”, sagte Mohammed Omar dem SPIEGEL.

Man habe in der Vergangenheit die deutschen Soldaten immer wieder dafür kritisiert, dass sie nicht robust genug aufträten. “Entweder fliehen sie in ihr Camp oder sie sitzen da und weinen“, sagte Omar. Die Bevölkerung habe schon den Eindruck gewonnen, die Deutschen arbeiteten mit den Taliban zusammen. Nun habe man endlich eine Bande von Verbrechern auf frischer Tat ertappt.

Und im Golf von Aden wurde auch noch ein Pirat erschossen. Mal sehen wann Ströbele runterfliegt um nach den anderen zu sehen oder wann er eine “Soldaten sind Mörder” Erklärung rausgibt…

Nachtrag: Bundeswehr in Kunduz “Das war ein sauberer Treffer”

Der beste Beleg dafür, dass sein Kommandeur alles richtig gemacht hat, ist für Jörg K. der Jubel, mit dem er am Kunduz-Fluss begrüßt worden ist. Rund hundert afghanische Soldaten und Polizisten hätten stolz ihre Waffen in die Luft gestreckt, ihre Daumen gezeigt.

“Einige haben uns sogar Geldscheine zugesteckt”, sagt der Feldwebel und zieht ein fingerdickes Bündel Banknoten, Hundert-Afghani-Scheine, aus der Hosentasche. Allein von dem, was er eingesteckt hat, könne eine Familie Brot und Gemüse für eine Woche kaufen. Der Mullah im benachbarten Dorf habe sich zum Dank für die getöteten Taliban sogar vor ihnen verneigt und seine rechte Hand auf die Brust gelegt.

Das erinnert mich an die Schädelphotos, als die deutschen Medien geradezu flehend um einen antideutschen Aufstand in Afghanistan bemüht waren…

Autor: Huwi | Abgelegt unter Afghanistan, Militär, Afrika, Gesellschaft
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05. Dezember 2008

Der Unterschied zwischen Pazifismus und Friedensliebe

ist gerade in Afrika zu sehen.  Während der Pazifist jede Gewalt ablehnt und lieber ein Volk unter seinem Diktator leiden läßt, ist jemand, der den Frieden liebt im Notfall bereit Gewalt einzusetzen.

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu hat sich für militärische Gewalt zum Sturz des simbabwischen Staatschefs Robert Mugabe ausgesprochen. Mugabe müsse auch angesichts der verheerenden Cholera-Epidemie in seinem Land endlich von der internationalen Gemeinschaft zum Rücktritt gezwungen werden, sagte der anglikanische Erzbischof in einem Interview des niederländischen TV-Programms Nova.

“Wir müssen das Leiden so vieler Menschen jetzt beenden”, sagte der 77-jährige Tutu. Für den Fall, dass Mugabe nicht freiwillig die Macht abgeben wolle, müsse er vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angeklagt werden, erklärte der Erzbischof, der sich bislang eher für Bemühungen um eine diplomatische Lösung der Simbabwe-Krise ausgesprochen hatte. Die Lage sei nun so ernst, dass die Afrikanische Union und die Gemeinschaft der südafrikanischen Staaten mit Unterstützung der Europäischen Union für den schlimmsten Fall eine militärische Intervention vorbereiten sollten, so Tutu.

Wohl gemerkt, ein Friedensnobelpreisträger und Erzbischof fordert militärische Gewalt…

Autor: Huwi | Abgelegt unter Afrika, Gesunder Menschenverstand
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30. November 2008

Immer dasselbe

Ausschreitungen in Nigeria:

Moslems und Christen kämpfen
Fast 400 Tote in Nigeria

Bei blutigen Unruhen zwischen Christen und Moslems nach einer Kommunalwahl sind in Nigeria mehrere hundert Menschen getötet worden, tausende sind vor der Gewalt auf der Flucht. In die Moschee der Hauptstadt des Bundesstaats Plateau, Jos, seien in den vergangenen zwei Tagen fast 400 Leichen gebracht worden, sagte der Imam des Gotteshauses.

Moslems und Christen kämpfen also? Warum? Wer hat das bloß angefangen?

Auslöser der Unruhen waren die Kommunalwahlen am Donnerstag. Die Gewalt eskalierte, als Gerüchte über eine Wahlniederlage der mehrheitlich muslimischen Partei ANPP gegen die christlich dominierte PDP die Runde machten. Inzwischen gab die Wahlkommission bekannt, dass die PDP in 16 der 17 Kommunen gewonnen habe. Seit Beginn der Kämpfe am Freitag wurden nach Angaben von Anwohnern mehrere Moscheen und Kirchen zerstört.

Immer dasselbe. Was soll man dazu noch schreiben…?

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Afrika, Islam allg.
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19. November 2008

Zitat der Woche (34)

Im Wilden Westen wurden Pferdediebe erhängt, und am Horn von Afrika ist Wilder Westen und kein Claudia-Roth-Deeskalations-Seminar!

(Kewil in seiner unnachahmlichen, wunderbar polemischen, manchmal überzogenen, aber stets ehrlichen und treffenden Schreibe; hier aus seinem lesenswerten und aufschlussreichen Beitrag “Der Westen scheißt in die Hosen wegen ein paar somalischen Schlauchbooten“)

Nachtrag:
Die Inder machen’s vor: Piraten vor Somalia — Indische Marine versenkt Piratenschiff

Autor: Jürgen | Abgelegt unter Militär, Großbritannien, Afrika, Aus dem Irrenhaus, Zitate, Germanyland
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28. Oktober 2008

Niger wegen Sklaverei verurteilt

Diese überraschende Schlagzeile habe ich auf der Seite der Tagesschau entdeckt.

Die westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS hat den Staat Niger erfolgreich wegen Menschenhandels verklagt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Land seine Bürger nicht ausreichend vor der Versklavung schützt. Das Urteil dürfte in der ganzen Region für Wirbel sorgen. […]
Verkauft für 350 Euro
Im Alter von zwölf Jahren wird Hadijatou Mani für umgerechnet rund 350 Euro verkauft. Zehn Jahre lang muss sie hart im Haushalt und auf dem Feld arbeiten. Immer wieder wird sie in dieser Zeit von ihrem Besitzer geschlagen und vergewaltigt, sagt sie. Erst 2005 wird sie offiziell freigelassen. Nun soll ein neues Leben anfangen. Sie lernt einen Mann kennen, heiratet ihn.
Doch ihr ehemaliger Besitzer erhebt Einspruch. Er behauptet, sie sei bereits mit ihm verheiratet. Ein Gericht gibt ihm Recht. Hadijatou Mani wird wegen Bigamie zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. “Sie wollte der Sklaverei entkommen – und fand bei den Behörden kein offenes Ohr”, sagt Aderrahmane Chaibou, einer ihrer Anwälte. Deswegen habe sie Anzeige erstattet. Mit dem Urteil sei ein für alle mal klar, dass sie keine Sklavin mehr ist, sagt ihr Anwalt.

Wer dachte, Sklaverei sei etwas aus der frühen Neuzeit, aus der Zeit der Piraten und Legenden, der wird mal wieder in die Realität zurück geholt.

Im Niger wird erst seit rund fünf Jahren die Sklaverei strafrechtlich verfolgt. In dieser Zeit wurde nur ein einziger Sklavenhalter verurteilt. Die Organisation Anti Slavery International schätzt die Zahl der Sklaven in dem Land auf aktuell mehr als 40.000. Selbst zwei Jahre alte Kinder werden verkauft, bevor sie Bindungen zu ihrer Familie aufbauen, heisst es.

Erst seit rund fünf Jahren ist die Sklaverei also offiziell verboten, verfolgt wird aber praktisch keiner. Doch das Gerichtsurteil wird auch Auswirkungen in anderen Ländern haben, berichtet die Tagesschau. Auch in Mali und Mauretanien sei Sklaverei noch immer eine gängige Praxis.

Faszinierend bei diesem Artikel ist nicht nur, daß die Sklaverei immer noch existiert und in einigen Staaten offensichtlich nach wie vor eine offizielle Duldung genießt, sondern auch wie die Tagesschau es schafft, die Hintergründe beharrlich zu verschweigen. Niger, Mali und Mauretanien sind nämlich nicht nur Nachbarländer, sie haben auch eine weitere Gemeinsamkeit…
Um genau zu sein eine (Niger, Mali, Mauretanien), die der Sklaverei äußerst positiv gegenübersteht. Aber vermutlich sind Details dieser Art einfach irrelevant, weshalb das Staatsfernsehen uns den Gefallen tut, uns nicht mit I- oder M- Wörtern zu belästigen…

Autor: Huwi | Abgelegt unter Afrika, Der andere Rassismus
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10. Oktober 2008

… und raus bist du!

Es gibt sie noch, Staaten, die wissen wie man mit Schwerverbrechern umzugehen hat:

Seit er 2006 verhaftet wurde befindet er sich im Hochsicherheitsgefängnis Mai Sirwa. Er wird als sehr gefährlich eingestuft, …

Ein Ende fand dagegen die unangemessene Behandlung einer Rechtgläubigen.

Aber keine Sorge, solche Verbrecher, wie die in Eritrea, werden wir hier auch bald angemessen behandeln!

Autor: Heinz | Abgelegt unter Afrika, Christen & Kirche, Islamkritik
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20. September 2008

Ein Afrikaner in Moskau

Vor einiger Zeit habe ich auf einem Flohmarkt ein Buch mit dem Titel “Ein Afrikaner in Moskau” gefunden. Es ist die Geschichte des jungen Togolesen, Michel Ayih, in Moskau Ende der 50er Jahre:

Zwei Jahre, von 1958 bis 1960, war der junge Togolese Michel Ayih einer der 40000 Studenten an der Lomonossow-Universität in Moskau. 1957, bei den Moskauer Welt Jugendfestspielen, hatte er die Sowjetunion kennengelernt. Damals war er so begeistert, daß er den Entschluß faßte, sich dort auf den diplomatischen Dienst vorzubereiten. […] Er war kein Anhänger des Kommunismus. Doch er glaubte dessen Versprechungen.

Ayih wurde enttäuscht. Er beschreibt in seinem Buch das Leben eines Afrikaner in der klassenlosen, antiimperialistischen Gesellschaft. Er kommt zu dem Schluß, daß die Kolonialherren, denen er zutiefst kritisch gegenüber steht, gegen diese Freunde der afrikanischen Völker ziemlich harmlos waren. An einer Stelle schreibt er:

Ja, in der Sowjetunion hat man - besonders wenn man längere Zeit dort lebt - immer ein Gefühl der Angst. Ob man Ausländer ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Es scheint so, als sei die Angst die Grundlage der sowjetischen Gesellschaft. Diese Angst erzeugt Schweigen, und dieses Schweigen erweckt den Anschein vorbildlicher Ordnung und Disziplin.

Das Interessante an dem Buch ist natürlich nicht nur die Geschichte eines anfänglich sympathisierenden Ausländers, der sich anschließend vom System abwendet, sondern die Geschichte eines schwarzen Ausländers. Warum ist das interessant? Weil die Standardantwort der Sowjets, wenn die Amerikaner Menschenrechtsverletzungen anklagten, jedes mal war: “Sorgt ihr erstmal für Gleichberechtigung der Schwarzen zu Hause”. Ich will die Validität dieses Vorwurfs der Sowjets gar nicht anzweifeln. Aber Michel Ayih zieht den Sowjets den moralischen Grund einfach unter den Füßen weg. Es gab Ende der 50er sehr gute Gründe, die USA für Ungleichbehandlung von Schwarzen und Weißen zu kritisieren, aber die SU hatte das Problem selbst nicht im Griff:

Da man in der UdSSR Ordnung und Disziplin mit moralischem Zwang verwechselt, ist die sowjetische Jugend von einer Überheblichkeit, die besonders uns Afrikanern schmerzlich bewußt wurde. In derselben Sowjetunion, die so lautstark gegen die Rassenpolitik der Europäer und Amerikaner streitet, sind wir schwarzen Studenten immer wieder wegen unserer Hautfarbe angepöbelt worden. Indirekt trug zu diesem entwürdigenden Verhalten sowjetischer Bürger die sowjetische Pressepropaganda bei. Seit Jahren schildern die sowjetischen Zeitungen uns Afrikaner als erbärmlich lebende, von den Weißen im Zustand der Primitivität gehaltene Wesen.

[…] es war für uns immer wieder kränkend, wenn die Sowjets in ihrer Propaganda das Maß unserer afrikanischen Armut und Unwissenheit übertrieben. Weil man aus propagandistischen Gründen nicht zugeben wollte, daß es auch ohne sowjetische Hilfe eine fortschrittliche Entwicklung geben kann, verschwiegen die Sowjets die Existenz einer afrikanischen Intelligenzschicht, und die sowjetischen Bürger erfuhren nichts oder fast nichts von den Fortschritten unserer Nationen.

Eine Gesellschaft, die den Rassismus überwunden hatte, hatte Michel erwartet. Er wurde enttäuscht. Über einen Vorfall, in dem er als Affe beschimpft wurde, schrieb er:

Ich empfand die Beleidigung um so schwerer, als sie von Menschen geäußert wurde, die akademisch gebildet waren. Diese Menschen, die sich “Sowjetbürger” nannten und sonst so taten, als hätten sie den Fortschritt für sich gepachtet, verglichen mich mit einem Tier! Wie gesagt, es waren keine bornierten amerikanischen Südstaatler, keine südafrikanischen Arpatheids-Apostel, sondern Sowjetmenschen, vielleicht sogar Mitglieder des Kommunistischen Jugendverbandes.

Nachdem ein schwarzer Kommilitone von sowjetischen Studenten zusammengeschlagen wurde, schrieb Ayih folgendes:

Wenn in einem anderen Land etwas Ähnliches geschehen wäre, wenn amerikanische, französische oder deutsche Studenten sich ähnlich gegenüber farbigen Studenten verhalten hätten - wäre ich sicher, daß die Sowjets eine Staatsaktion daraus gemacht und gegen das Vorgehen der “brutalen Imperialisten” mit großem Stimmaufwand protestiert hätten. Nun, der alte Satz gilt auch hier - wenn zwei das gleiche tun, ist es durchaus nicht immer dasselbe.”

Auf diesen Vorfall hin schreiben die afrikanischen Studenten einen Beschwerde an den Ministerpräsidenten und die Universitätsleitung. Kurze Zeit später wird einer von ihnen, Hila Dreye aus Senegal, ins Büro für ausländische Studenten zitiert.

“Herr Hila”, sagte ein Vertreter des Büros für ausländische Studenten, “sind Sie sich über die Folgen Ihres Vorgehens überhaupt im klaren? Dieser Brief ist eine Beleidigung für unsere Gesellschaft, und was Sie darin berichten, ist offensichtlich unwahr. Solche Vorfälle sind bei uns einfach unmöglich.”

Michel Ayih hat sich den sowjetischen Behörden niemals unterworfen. Und wie viele andere Afrikaner wurde unter fadenscheinigen Gründen aus der UdSSR geworfen. Über seine Abreise schrieb er:

“Als am Morgen des 7. Juli die Maschine der SABENA vom Moskauer Flughafen Scheremetjewo startete, um mich nach Paris zurückzubringen, stieß ich einen Seufzer der Erleichterung. Ich wußte zum erstenmal, was es bedeutet, in Freiheit zu leben.”

Ich fand das Buch dieses jungen Mannes sehr fesselnd. Zum einen, weil er die oft gepriesene Abwesenheit von Rassismus in der Sowjetuion gekonnt karikiert und zum anderen, weil er viel über Freiheit und ihre Bedeutung schreibt. Er schließt sein Buch mit folgendem zeitlosen Absatz:

Die sowjetischen Kommunisten wollen die Welt beherrschen - uns alle, ob schwarz oder weiß, ob Europäer oder Afrikaner. Angesichts dieser Absichten (von denen Chruschtschow immer wieder offen gesprochen hat) sollten wir erkennen, daß es heute ein Interesse aller freien Völker gibt. Von uns, von den Menschen der freien Welt, hängt es ab, ob die Sowjets den Sieg über uns alle davontragen werden oder nicht. Wenn es uns gelingt, die westliche Welt so zu ordnen, daß wir einheitlich und solidarisch handeln, daß wir die sozialen, rassischen und politischen Ungerechtigkeiten in unseren eigenen Reihen beseitigen, und wenn wir Freiheit und Brüderlichkeit nicht nur predigen, sondern auch vorleben können - dann wird der Weltkommunismus sowjetischer Prägung sein Ziel nicht erreichen.

1961 hat der junge Togolese diese Worte geschrieben. 47 Jahre später ist der Weltkommunismus sowjetischer Prägung zwar erledigt, aber es gibt andere Gefahren, gegen die die westliche Welt zusammen stehen sollte…

Autor: Sir Winston | Abgelegt unter Afrika, Literatur, Russland, Left Trash
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