"I hope I didn't shock you, folks, by telling you that Iran may be working on a bomb, but the UN just announced that that's what they think might be going on."
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Im Gegensatz zu den Überzeugungen einiger moderner anti-christlicher Autoren, brachte das Christentum sofortige und dramatische Verbesserungen für die Lebensbedingungen der Sklaven, der Armen und der Unterdrückten im römischen Reich mit sich. In meinem Buch ‚Holy Warriors’ werde ich zeigen, wie die Kirche in den frühen Jahrhunderten Stück für Stück die Sklavenhaltung moralisch unvertretbar machte, und so half, die gesamte Institution abzuschaffen. Und gerade als das Christentum unablässig daran arbeitete die Lebensbedingungen der Sklaven zu mildern, führte dieser Einfluss zu einer Revolutionierung des Strafgesetzbuchs und so zu einer humaneren Behandlung der Gefangenen. Der erste Schritt wurde von Constantin gemacht, der aus Respekt vor den Christen, den barbarischen Brauch der Kreuzigung abschaffte. Konstantin versuchte auch (ohne Erfolg) die Gladiatorenwettkämpfe abzuschaffen, obwohl diese barbarische Unterhaltung tatsächlich in etwas weniger als einem Jahrhundert später geächtet wurde, nachdem ein Mönch namens Telemachus von Zuschauern ermordet wurde, während er versuchte zwei Gladiatoren in der Arena von Rom zu trennen.
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Es ist weithin bekannt, dass die Inquisition ihre spirituelle Heimat in Spanien hatte: Warum das so war ist weder bekannt, noch kann man es verstehen. Erklärungen haben die Tendenz, chauvinistische oder offene rassistische Aussagen über den Charakter der Spanier festzustellen. Auch Schaff weist in diese Richtung, wenn er auf die spanische Leidenschaft des Stierkampfs hinweist. Aber es gibt eine sehr viel rationalere Erklärung: eine die Sinn macht, wenn man die Fakten berücksichtigt. Einzig Spanien unter den Nationen des westlichen Europas, hat mehrere Jahrhunderte unter der Herrschaft des Islam gelebt. Nun hatte der Islam, wie das Christentum, keine Schwierigkeiten mit barbarischen Formen des Tötens, so wie der Kreuzigung und der Folter. Die Folter wurde vom Propheten selbst angewendet, und bei einem bekannten Vorfall ließ er den jüdischen Führer einer Gemeinschaft so lange foltern, bis er das Versteck der städtischen Schätze gestand. Als der Mann zusammenbrach und das Geheimnis verriet, ließ Mohammed ihn dennoch hinrichten.
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Der Judenchrist Avi Lipkin räumt in den folgenden vier Videos mit weit verbreiteten positiven Vorurteilen über den Islam und seinen Ansprüchen auf. Er stellt Aussagen der Bibel denen des Koran gegenüber und zeigt sehr klar, dass der Gott der Bibel nicht der Gott des Koran sein kann. Lipkins Analyse eignet sich nicht nur für naive Christen, die meinen, dass Moslems “irgenwie doch an den gleichen Gott glauben” sondern auch für Atheisten und Agnostiker, die “irgendwie immer an das Gute im Menschen” glauben und dass “alle Religionen prizipiell ähnlich” sind. Lipkin zeigt die Gefahren, die vom Islam ausgehen klar auf, ohne Hass gegen Moslems zu schüren. Er vermittelt jenes Grundwissen über den Islam, das denen fehlt, die Islamkritikern immer empfehlen, sich erst einmal über den Islam zu informieren, bevor sie über den Islam reden! Jenes Grundwissen, das Innenministern, Integrationsbeauftragten, Päpsten und Gutmenschen fremd zu sein scheint:
Endlich - wie versprochen: Die deutsche Übersetzung des brillanten Vortrages des bekannten US-amerikanischen Comedians und politischen Kommentators Evan Sayet über die Denkweise hinter der Political Correctness, dem aggressiven Atheismus und dem gesellschaftspolitischen Erbe der 68er-Generation… viel Vergnügen!
Ich würde mich selbst als Republikaner des 13. September bezeichnen. Aufgewachsen war ich als liberaler New Yorker Jude, wesentlich liberaler geht`s kaum noch – obwohl es noch im Kleinformat war im Vergleich zu dem, was man heute „liberal“ nennen würde. Ich ging von der High School und wusste über Politik nur eines: Dass die Demokraten gut und die Republikaner böse sind.
Am besten, ich erzähle eine Geschichte – es ist keine wahre Geschichte, aber auf diese Weise lässt sich nachvollziehen, wie sich mein Denken veränderte und ich zum Konservativen wurde: Stell Dir vor, Du sitzt in einem Restaurant mit einem alten Freund, irgendwie kommt Ihr auf das Thema und er sagt: „Ich hasse meine Frau.“ Du grinst in Dich hinein, weil er das ja immer sagt, wenn Ihr zusammen sitzt, aber Du weißt, er hasst seine Frau doch nicht, sie sind 35 Jahre verheiratet und er liebt seine Töchter, die genau so sind wie sie. Nein, er hasst seine Frau doch nicht.
Also esst Ihr Euer Abendessen und Du schaust aus dem Fenster und erblickst plötzlich seine Frau, wie sie gerade direkt vor dem Restaurant zusammengeschlagen wird. Du packst Deinen Freund und sagst „Los, steh auf, wir müssen ihr helfen. Wir müssen Deiner Frau helfen!“ Aber er sagt nur: „Ach, nee. Ich bin mir sicher, sie hat es verdient.“ In diesem Moment weißt Du: Er hasst seine Frau wirklich.
Und genau das war der 11.September für mich. Über Jahre hinweg hatte ich meine linken Freunde reden gehört, wie böse und furchtbar und rassistisch und imperialistisch und unterdrückerisch Amerika doch sei und ich grinste in mich hinein und dachte: „Das sagen sie doch immer, aber in Wirklichkeit lieben sie Amerika.“ Dann kam der 11.September, der Tag, an dem wir alle zusammengeschlagen wurden, und ich wollte meine Freunde am Kragen packen und sagen: „Los, steht auf. Wir müssen unserem Land helfen, wir müssen Amerika helfen.“ Aber sie sagten: „Ach, nee. Amerika hat`s doch verdient.“
In diesem Augenblick wusste ich: Sie hassen Amerika wirklich. Und da begann mein mehr als fünfjähriger Versuch, zu begreifen, welches Denken dahinter steht. Wie kann man nur im freiesten Land auf Erden leben und nur Unterdrückung sehen? Wie kann man in der am wenigsten imperialistischen Weltmacht der Menschheitsgeschichte leben und uns als die Ausgeburt des Imperialismus schlechthin betrachten? Wie kann man in der am wenigsten mit Vorurteilen beladenen Nation der Menschheitsgeschichte leben und – wie Joe Biden – aus jeder dunklen Ecke den Rassismus hervorlugen sehen?
In diesen fünf Jahren entstand aus dem, was ich durchgedacht hatte, was ich gelernt hatte, was ich in Gesprächen und Studien, durch Hören und Lesen herausgefunden hatte, dieser Vortrag und bald wird es auch das Buch geben: „Das Wiederhochwürgen des Apfels: Wie moderne Liberale denken“.
Ich nehme an, jeder hier im Raum stimmt mir zu, dass die Demokraten in so gut wie jeder Frage falsch liegen. Ich sage Euch, sie sind es nicht nur in so gut wie jeder Frage, sondern richtiggehend in jeder Frage, und sie liegen nicht nur falsch, sondern so falsch wie falsch nur sein kann, 180° vom Richtigen weg, diametral entgegengesetzt zu allem, was gut, richtig und erfolgsträchtig ist.
Und was ich herausgefunden habe, ist, dass das nicht durch Zufall so ist. Es ist ein Teil einer Philosophie, die derzeit ganz Westeuropa und die Demokratische Partei dominiert. Ich nenne sie wie viele andere auch „modernen Liberalismus“. Der moderne Liberale wird ausnahmslos das Böse dem Guten vorziehen, das Falsche dem Richtigen, Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen, jenen Verhaltensweisen, die zum Erfolg führen. Gib dem modernen Liberalen die Wahl zwischen Saddam Hussein und den USA, und er wird nicht nur selbst auf der Seite von Saddam Hussein stehen, sondern er wird von Amerika und den anderen Amerikanern verlangen, das Gleiche zu tun. Gib ihm die Wahl zwischen dem bösartigen, korrupten, massenmörderischen und terroristischen Diktator Yassir Arafat und der wunderbaren, kleinen Demokratie Israel, er wird Landkarten nachmalen, gefakte Dokumente hervorkramen, Schmähschriften unterfertigen (wie unser früherer Präsident Jimmy Carter), um die terroristischen Organisationen zu bestärken und die kleine Demokratie Israel zu attackieren.
Und es ist nicht nur in der Außenpolitik so, sondern in jedem Bereich der Politik. Haben sie die Wahl, entweder Abstinenz unter Teenagern oder Promiskuität unter Teenagern zu fördern – und glauben Sie mir, ich kenne das aus meiner Heimatstadt Hollywood – dann werden sie ihre Filme, ihre TV-Shows, ihre Lieder, ja sogar die Schulen benutzen, um Promiskuität unter Teenagern als cool hinzustellen: Wie in dem Film „American Pie“, in dem man als Verlierer hingestellt wird, wenn man nicht schon in seiner Kindheit Sex mit der Mutter seines besten Freundes gehabt hat. Passend dazu unterhält NARAL, eine Pro-Abtreibungsgruppe, die sich als „Pro-Entscheidungsfreiheit“ tarnt, eine Spendenkampagne mit dem Namen „F*** Abstinenz“ (und zwar nicht nur mit F***, sondern als ausgeschriebenes Wort – denn Vulgarität zu fördern ist Teil ihrer Agenda).
Es stellt sich nur die Frage nach dem Warum. Wie kommen sie darauf, zu glauben, auf diesem Wege eine bessere Welt zu schaffen? Der erste Gedanke, der einem kommt, wenn man so verzweifelt wie ich versucht, so etwas zu verstehen, ist, dass sie, wenn sie sich ständig auf die Seite des Bösen schlagen, auch selbst böse sein müssen. Aber mit diesem Gedanken haben wir ein Problem, oder? Wir alle kennen viele Leute, die in diese Kategorie passen, aber die nicht böse sind: viele meiner Freunde fürs Leben, Menschen, mit denen ich aufgewachsen war, enge Verwandte.
Wenn sie also nicht böse sind, dann ist das nächste, was einem in den Sinn kommen kann, dass sie einfach nur unglaublich dumm sein müssen. Dass sie es gar nicht beabsichtigen, immer auf der Seite des Bösen, Gescheiterten und Falschen zu stehen, aber dass sie es einfach nicht besser wissen. Aber mit diesem Gedanken haben wir auch ein Problem. Man kann nicht sagen, mein früherer Chef Bill Maher wäre dumm. Man kann nicht sagen, Ward Churchill und die vielen anderen Akademiker wären dumme Menschen. Und mal ehrlich, wenn es bloß Dummheit wäre, hätten sie viel öfter Recht. Wie sagt man? „Selbst eine kaputte Uhr geht zwei Mal am Tag richtig“ oder „auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn“.
Aber wenn sie weder böse noch dumm sind, was bezwecken sie? Wie kommen sie darauf, eine bessere Welt zu schaffen, indem sie Saddam Hussein die Stange halten, ihm helfen, seine Vergewaltigungs- und Folterräume offen zu halten und sein Ziel der Zerstörung eines demokratischen Staates der Juden weiterzuverfolgen? Ich weiß nicht, ob Sie schon einmal die im Internet kursierende Liste aller mit dem Nobelpreis ausgezeichneter Wissenschaftler gesehen haben, die aus dem kleinen Staat Israel kommen…
Wie kommen diese Leute nur darauf, eine bessere Welt zu schaffen, indem sie Kinder Verhaltensweisen lehren, die unpassend sind, zu Krankheiten und ungewollten Schwangerschaften führen oder das Leben von Menschen ruinieren?
Was ich herausgefunden habe, ist, dass der moderne Liberale auf 50000 oder 100000 Jahre menschlicher Zivilisation zurückblickt und nur eines sicher weiß, nämlich dass keine Idee, mit der die Menschheit sich entwickelt hat – keine Religion, keine Philosophie, keine Ideologie, keine Staatsform – es geschafft hat, eine Welt ohne Krieg, Armut, Verbrechen und Ungerechtigkeit zu schaffen. Also sind sie davon überzeugt, dass – wo doch alle diese Ideen sich als falsch herausgestellt hätten – der einzige Grund für Krieg, Armut, Verbrechen und Ungerechtigkeit im Versuch erblickt werden muss, das Richtige zu tun.
Denn wenn niemand jemals denken würde, er mache das Richtige, worüber sollte man sich dann uneinig sein? Wenn wir miteinander nicht uneinig sind, streiten wir nicht. Wenn wir uns nicht streiten, gibt es keinen Krieg. Ohne Krieg gibt es keine Armut, ohne Armut gäbe es kein Verbrechen und ohne Verbrechen gäbe es keine Ungerechtigkeit.
Es ist eine Utopie und alles, worauf es ankommt, um diese Utopie zur Wirklichkeit werden zu lassen, ist es, alle Fakten, alle Vernunft, alle Offenkundigkeiten, alle Logik, alle Wahrheit, alle Moral und allen Anstand von sich zu weisen – und damit alles, was Menschen wie Du und ich benutzen, um bessere Menschen zu werden, um die Welt mehr zum Richtigen zu führen, indem wir selbst das Richtige tun, warum wir uns auf die Seite des Richtigen stellen, indem wir erkennen, was das Richtige ist und uns darum bemühen, es zu tun.
Als mir das erstmals dämmerte, wollte ich meine liberalen Freunde befragen – und glauben Sie mir, in Hollywood findet man sehr viele davon. Das Wesentliche an Hollywood ist, dass es durch und durch liberal ist: Hardcore-liberal, nicht kleinformatig-liberal. Man kann zwar davon ausgehen, dass es mehr von uns Konservativen gibt als wir vermuten mögen, aber die haben Angst. Es ist schwer, sich als solcher zu erkennen zu geben, denn was das Orwellianische an dem Ganzen ist – und definitiv alles an dieser Philosophie ist orwellianisch -, ist: Die Liberalen sind das Illiberalste, was man sich überhaupt vorstellen kann. So sehr sie selbst „McCarthyismus“ schreien: Es gibt eine „graue Liste“, auf der Leute stehen, die nicht eingestellt werden, weil sie nicht mit am linksextremen Strang ziehen.
Wir haben es mit Leuten zu tun, die denken, der beste Weg, um rationales Denken zu eliminieren, um den Versuch, das Richtige zu tun, zu eliminieren, ist es, am Beweis dafür zu arbeiten, dass das Richtige nicht richtig und das Falsche nicht falsch wäre. Man sieht es in John Lennons Song „Imagine“: „Stell Dir vor, es gäbe keine Länder“. Nicht etwa, stell Dir vor, es gäbe keine großen Länder, oder dass die Nazis besiegt werden, sondern stell Dir vor, es gäbe keine Religionen, und der Schlüsselsatz lautet, stell Dir eine Zeit vor, wo alles, was Menschen lieb und teuer ist, bis zu einem Punkt herabgewürdigt ist, an dem es nichts mehr gibt, was es wert wäre, dafür zu töten oder zu sterben.
Natürlich geschieht das nicht über Nacht. Es wird immer noch Religionen geben, aber sie werden alles daran setzen, um sie schlecht zu machen. Es wird immer noch Länder geben, aber sie werden alles tun, um unsere nationale Souveränität an weltweite, übernationale Einheiten abzutreten. Zwischenzeitlich folgt alles, was sie in unseren Schulen lehren, was sie in ihre Filme packen, die Botschaften dahinter, die TV-Shows, die Art, was und wie sie in den Zeitungen schreiben, nur einem Kriterium: Macht es runter, was gut ist und preist es, was böse ist? Macht es runter, was richtig ist und preist es, was falsch ist? Macht es Verhaltensweisen runter, die zum Erfolg führen, und preist es Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen, sodass nichts mehr übrig ist, woran man glauben kann?
Sie müssen dies zum Beispiel als das Paradigma hinter einem der erfolgreichsten liberalen Filme aller Zeiten erkennen, „Fahrenheit 9/11“. Kein Mensch glaubt ernsthaft, dass Michael Moores Film ein ernsthafter Versuch war, die wahren Geschehnisse dieses entsetzlichen Tages und seiner Folgen darzustellen. Jeder weiß, dass Michael Moore ein Linksextremist ist und dass das ein Propagandafilm war, in dem willkürlich Fakten herausgegriffen wurden, Beweise manipuliert wurden und die Erzählweise fast der eines Geisteskranken glich, aber alles für ein Ziel. Die Frage zur damaligen Zeit war: „Sollen wir Krieg führen gegen Saddam Hussein und die irakische Regierung?“ Und deshalb benutzte Moore alle Tricks, Manipulationen und Lügen, die er auf Lager hatte, um zu zeigen, dass Amerika nicht gut genug wäre, um dafür zu kämpfen, und Saddam nicht böse genug wäre, um dagegen zu kämpfen, alles zu dem Zweck, unsere Bemühungen zu unterminieren, in den Krieg zu ziehen.
Wie gesagt, es gibt definitiv nichts in Hollywood, in den Zeitungen, in unseren Schulen, was nicht diesem als einzigem Kriterium folgt. Es gibt beispielsweise keine journalistischen Standards, die es rechtfertigen würden, eine Seite-1-Geschichte in der „New York Times“ zu machen aus den Verfehlungen einer Handvoll Nachtwachen in einem obskuren Gefängnis für Terroristen, Verfehlungen, durch die niemand getötet oder ernsthaft verletzt wurde. Nicht für einen einzigen Tag. Trotzdem war diese Nicht-Geschichte über 44 Tage hinweg die Titelseitengeschichte in dieser Zeitung. Warum? Weil es keinen journalistischen Standard erfüllt außer dem einen und einzigen modernen liberalen Standard: „Du glaubst, Amerika ist gut? Wir fanden etwas heraus, was Dich dazu bringen wird, das nicht länger zu glauben. Du glaubst, der islamistische Faschismus ist schlecht? Nein, nein, nein, das ist der einzige Grund, warum sie es tun. Kein Wunder, dass sie Flugzeuge in unsere Häuser fliegen“.
Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Es gab keinen journalistischen Standard, der es rechtfertigen würde, dass „Newsweek“ die Geschichte vom Koran druckte, der angeblich zur Toilette heruntergespült wurde. Es war nicht nur eine erfundene Geschichte, sie ist nie passiert – es war eine schlichtweg unmögliche Geschichte. Denken Sie einfach einmal nach: Kann man ein Buch zur Toilette runterspülen? Jedes 5-jährige Kind weiß, dass man kein Buch zur Toilette runterspülen kann. Ein rechteckiger Quader passt nicht in ein rundes Loch. Warum also hat „Newsweek“ eine Geschichte verbreitet, die nicht nur erfunden war, sondern die sogar an den einfachsten Anforderungen logischen Denkens scheiterte? Es ist, weil ihnen das völlig egal ist. Es gibt keinen Standard, denn ein Standard würde voraussetzen, dass sie erkennen würden, dass es Verhaltensweisen gäbe, die besser wären als andere und das liefe ihrer kompletten Philosophie zuwider. Mir ist wieder einmal vor Augen geführt worden, dass das einzige Kriterium für Wahrheit für „Newsweek“ war, Amerika zu attackieren und die islamofaschistischen Terroristen zu rechtfertigen.
Das Gleiche gilt für die Welt der Kunst. Es gibt keinen künstlerischen Standard, kein ästhetisches Kriterium, nach dem – Tschulligung – ein Pisspott mit einem Kreuz darin schön sein könnte. Kein ästhetisches Kriterium würde es rechtfertigen, dass ein Museumsdirektor sagt: „Nimm den Monet runter und häng den Pisspott auf“, aber es ist nun mal der eine unverrückbare Kunststandard, der für den modernen Liberalen existiert.
Ähnlich bei den Filmen vom letzten Jahr: Sie erfüllten kein Kriterium des Erzählerischen oder der Kinematographie. Jene fünf Filme, die für den „besten Film“ nominiert wurden, genügten nur einem Kriterium. „Brokeback Mountain“ sagte aus, dass die heterosexuelle Ehe unwichtig sei und dass Du homosexuell sein sollst, wenn Du es gerade willst. „München 1972“ sagte aus, es gäbe keinen Unterschied zwischen Terroristen und Menschen, die sie daran hindern wollen, wieder zu morden. Und wenn man die anderen Filme betrachtet, gipfelt es sozusagen in dem Siegerfilm „Crash“, der aussagte, Amerika wäre die böse, fürchterliche Nation, in der jeder Augenblick jeden Tages durch Vorurteilen und Rassismus gekennzeichnet ist.
Es gibt wirklich keinen Standard, kein Kriterium für Wahrheit, Schönheit, Gerechtigkeit oder sonst etwas unter modernen Liberalen, die die dominierende Kraft in der Demokratischen Partei sind; nicht alle Demokraten denken so, aber diejenigen, für die es ohne jede Frage und ohne jeden Selbstzweifel feststeht, dass wir nur in den Irak gegangen sind, um das Öl zu stehlen, weil Amerika so etwas nun mal macht; es gibt keinen Grund, über eine andere Möglichkeit auch nur nachzudenken. Nicht jeder, der John Kerry gewählt hat und in diese Kategorie fällt ist sich bewusst, wie die Blaupause für die Utopie der Elite aussieht und ich denke nicht, dass alle so etwas befürworten wären, wenn sie sich dessen bewusst wären.
Worin die Elite Erfolg hat, ist es, schon von klein auf die Kinder und Jugendlichen in all jenen Institutionen zu indoktrinieren, die wir ihnen zu kontrollieren erlaubt haben – und wenn wir Amerika retten wollen, müssen wir sie zurückgewinnen: Die Schulen, die Universitäten, die Medien, die Unterhaltungsindustrie.
Es beginnt schon, wenn die Kleinen zum ersten Mal die „Sesamstraße“ oder „Buster Bunny“ anschalten, es geht in späteren Jahren weiter wenn man ihnen erzählt „Hey, kleiner Junge, bist Du schwul, bist Du cool“ oder „Hey, kleines Mädchen, es ist völlig egal wie cool Du bist, wenn Du vorhast, später einmal eine verheiratete, heterosexuelle Frau zu werden, wirst Du als Desperate Housewife enden“.
Und so viele andere Shows, die täglich ausgestrahlt werden, zeigen Ehe und Familie und alles, was traditionell ist und was wir als gut empfinden, als wäre das alles ein Kampfplatz. Sie würden Shows wie „Make Room for Daddy“ nicht erlauben, weil sie angeblich nicht realistisch wären, stattdessen haben wir nun die Bundys, wo Mutter und Vater einander hassen und sich das Leben so gut es geht zur Hölle machen und alles sonst, was diesem Denken entspricht. Und es geht weiter bei Ward Churchills Ethnologiestudien.
Was sich vollzieht, ist eine Indoktrination zu dem, was ich einen „Kult der Wertfreiheit“ nenne. Unsere Elite macht das, indem sie unsere Kinder schon von klein auf dazu erzieht, rationales und moralisches Denken als Akt der Voreingenommenheit zu begreifen; egal, wie ehrlich man sich bemüht, die Fakten zusammenzutragen, egal, wie ernsthaft man auf das Offenkundige schaut, egal, wie diszipliniert man in seinem Denken ist, Deine Schlüsse sind so stark von Deinen persönlichen Vorurteilen gefärbt, von Deiner Erziehung, von Deiner Religion, von Deiner Hautfarbe, von der Herkunftsnation Deines Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urgroßvaters, dass sie – egal wie sie ausfallen – jedenfalls nutzlos sind. Sie sind nichts anderes als das Resultat Deiner Vorurteile, und der einzige Weg, diese Vorurteile zu überwinden, ist es, das rationale Denken als solches zu überwinden.
Es gibt ein brillantes Buch von Professor Allan Bloom, das heißt „The Closing of the American Mind“. Professor Bloom versucht darin schon während der 80er-Jahre herauszufinden, warum seine Studenten plötzlich so dumm sind, und was er herausgefunden hat, war, dass sie dazu erzogen worden waren, Wertfreiheit als moralischen Imperativ zu betrachten, weil deren Gegenteil das Böse in Form einer Diskriminierung wäre. Ich übersetze es in meine eigenen Worte: „Um Diskriminierung zu eliminieren, hat sich der moderne Liberale dazu entschieden, völlig wertfrei zu werden“.
Ich gebe Ihnen ein Beispiel: An den Flughäfen haben wir uns absichtlich dumm gestellt, nur um nicht zu diskriminieren. Wir müssen so tun als ob wir Dinge, die wir wissen, nicht wüssten, und dass es genauso wahrscheinlich wäre, dass die 87-jährige schwedische Ur-Ur-Urgroßmutter ein Flugzeug in die Luft jagt, als dass es die vier frisch aus Syrien angekommenen 27-jährigen Imame tun würden, die „Allahu Akbar“ schrien, bevor sie an Bord gingen. Um Diskriminierung zu eliminieren, hat sich der moderne Liberale dazu entschieden, völlig wertfrei zu werden.
Das Problem daran ist bloß, dass die Fähigkeit, zu unterscheiden („diskriminieren“ im eigentlichen Sinne), also in durchdachter Weise die bessere aus mehreren vorhandenen Optionen auszuwählen – so wie etwa eine „mündige Konsumentin“ beim Einkauf unterscheidet – die Essenz rationalen Denkens ist; und deshalb weisen ganz Westeuropa und die heutige Demokratische Partei, da sie von dieser Philosophie dominiert wird, rationales Denken als „Hassverbrechen“ zurück.
Das, was also nach 10, 12, 14 oder 20 Jahren linksextremer Indoktrination in Schulen und auf Universitäten übrig bleibt, sind Staatsbürger im wahlberechtigten Alter, die in keiner Weise gewillt oder auch nur fähig wären, die Sinnhaftigkeit jener Positionen kritisch zu hinterfragen, die sie nicht mehr hinterfragt hatten, seit sie 5 Jahre alt und zum ersten Mal in den linksextremen Indoktrinationsprozess eingetreten waren.
Ungefähr zur selben Zeit wie das Buch Professor Blooms kam ein Buch heraus, das vielleicht in manchen Bereichen sogar noch besser die Denkweise moderner Liberaler beschreibt und erläutert. Es war Robert Fulghums „Alles, was ich wissen muss, lernte ich im Kindergarten“, und es liest sich wie eine Bibel des modernen Liberalismus oder das Drehbuch der Demokratischen Partei.
Das Satzfragment „Schlagt nicht zu“, das eine der Lektionen darstellt, auf die Fulghum verweist, ist jetzt, wo sie volljährig geworden sind, zu einem kompletten Satz geworden: „Krieg ist nicht die Antwort“. Aber sie müssen gar nicht alles wissen, denn selbst wenn sie um Neville Chamberlain wissen und um das, was passiert, wenn man Annäherungspolitik gegenüber dem Bösen betreibt, würden sie es nicht wissen müssen, denn egal ob sie es wissen oder nicht, es würde ihre Position, die sie seit ihrem fünften Lebensjahr vertreten, nicht verändern.
Als ich fünf Jahre alt war, zog ich mit meinen Freunden an Halloween durch die Nachbarschaft, „Süßes oder Saures“ verlangend, und in der einen Hand trugen wir den Beutel für die Süßigkeiten und in der anderen eine kleine Sparbüchse, um Geld für UNICEF zu sammeln, denn für uns als Fünfjährige war die UNO eine tolle Sache. „Schlagt nicht zu, sondern redet“ und eine andere Lektion von Robert Fulghum lautete „Teilt alles“. Gut, dann teilen wir also die Macht, teilen wir unseren Wohlstand, zahlen wir für die Vereinten Nationen. Lasst uns alles durch Reden klären. Wie toll, wie klasse.
Dann wird man 10, 15, 20 und man erfährt einige Dinge über die UNO, die die eigene Meinung darüber verändern. Man erfährt etwas über die Korruption. Man erfährt etwas über den Antisemitismus und darüber, dass sie vor dem Völkermord in Ruanda weggelaufen waren, keinen Finger gerührt hatten, als im Sudan ein Völkermord verübt wurde – sie haben sogar noch während dieser Völkermord angedauert hat, Sudanesen zu Mitgliedern der Menschenrechtskommission gemacht! Leute wie Du und ich ändern unsere Meinung, weil das Dinge sind, über die man wirklich Bescheid wissen sollte, der moderne Liberale hingegen wird immer noch an seiner Position als Fünfjähriger festhalten und glauben, dass die UNO eine tolle, klasse Sache wären und alles ignorieren, was er seither erfahren hat.
Zu jener Zeit kam auch ein Song raus, der „Goodbye Stranger“ hieß und von einer Gruppe namens „Supertramp“ gesungen wurde – klar, ein „Tramp“ zu sein ist ja super… Und in diesem Song hängen ein Junge und ein Mädel für zwei Wochen zusammen rum, alles ist offenbar ganz toll, bis sie eines Tages etwas sagt in der Art „Liebling, unser Essen wird knapp, warum gehst Du nicht mal in die Kaufhalle, holst ein paar Sachen, und wir haben dann wieder für 1-2 Wochen was im Kühlschrank“. Er darauf: „Ich soll einkaufen gehen? Nein, so stelle ich mir mein Paradies nicht vor. Ich gehe“. Und als er zur Tür hinausgeht, meint er: „Nun, ich denke, was Du sagst, ist unbestreitbar richtig, aber ich muss die Dinge auf meine eigene Weise betrachten, um mich selbst in meiner Jugend zu erhalten“.
Und das beschreibt so gut wie kaum etwas anderes die Denkweise der modernen Liberalen. Es ist nicht das Problem, dass sie sich nicht der Dinge bewusst wären, deren sie sich bewusst sind, sondern dass sie sich verpflichtet fühlen, diese zu leugnen, um sich jene Utopie erhalten zu können, von der man ihnen als sie 5 Jahre alt waren erzählt hatte, dass sie die einzige Hoffnung für die Menschheit wäre: die gedankenlose Wertfreiheit.
Was also bleibt, sind zwar nicht erwachsene, aber wahlberechtigte Staatsbürger, die nicht nur nicht in der Lage sind, ihre eigene Position zu beurteilen, sondern die auch noch blindwütig feindselig gegenüber jeder Position eingestellt sind, die anders ist als ihre eigene. Warum? Wenn Du selbst dazu erzogen wurdest, die Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung als moralischen Imperativ zu betrachten, muss zwangsläufig jede Position, die anders ist als Deine eigene, durch Wertung und Diskriminierung zustande gekommen sein. Deshalb ist Bush Hitler, war Reagan Hitler, ist Giuliani Hitler.
Wie kann eigentlich ein denkender Mensch überhaupt Giuliani und Hitler in einem Zusammenhang nennen? Ganz einfach: Hitler hat Juden diskriminiert, Giuliani diskriminiert die drogensüchtigen Nutten äääh „Sexarbeiterinnen“, die am Times Square Leute belästigen. Hitler diskriminierte Katholiken, Giuliani diskriminiert die Köpfe der organisierten Kriminalität. Hitler diskriminierte die Zig… äääh Sinti und Roma, Giuliani diskriminiert die Terroristen vom 11. September und darüber hinaus. In anderen Worten: JEDE Form der Diskriminierung ist falsch.
Die modernen Liberalen wissen, dass ihre Position daraus resultiert, dass sie die Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung als moralischen Imperativ betrachten; deshalb muss zwingend jede Position außer der eigenen durch Wertung und Diskriminierung zustande gekommen sein. Deshalb liegen wir aus deren Sicht nicht nur falsch in unseren Ansichten und den Themen, die uns bewegen. Sie denken nicht einmal über unsere Ansichten und die Themen, die uns bewegen, nach. Sie brauchen es ja gar nicht. Selbst wenn sie es wollten, selbst wenn sie dazu in der Lage wären, sie brauchen es nicht. Würden Sie etwa dasitzen und Hitlers Sozialpolitik diskutieren? Nein, Sie würden Hitler bekämpfen.
Was nach 10, 12, 14 oder 20 Jahren in diesen Indoktrinationszentren bleibt – und es ist kein Zufall, dass man, je länger man der Indoktrination ausgesetzt ist, umso mehr moralisch introvertriert wird, sodass man, um Chef der Ethnologieabteilung werden zu können, der Meinung sein muss, die islamofaschistischen Terroristen vom 11. September wären die Guten und die Opfer wären alle kleine Eichmanns gewesen – sind Leute, die schlichtweg nicht unterscheiden können zwischen Gut und Böse, zwischen richtig und falsch, zwischen besser und schlechter.
Aber Wertfreiheit des Denkens führt nicht zwangsläufig zu Wertfreiheit der Politik. Wertfreiheit des Denkens bringt moderne Liberale zwangsläufig dazu, auf der Seite des Bösen gegenüber dem Guten zu stehen, auf der Seite des Falschen gegenüber dem Richtigen und auf der Seite jener Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen gegenüber jenen, die zum Erfolg führen. Warum? In einer Welt der Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung, in der kein Verhalten als besser angesehen werden darf als ein anderes, wird erwartet, dass alle Verhaltensweisen auch zu gleichermaßen guten Ergebnissen führen. Wenn in der realen Welt verschiedene Verhaltensweisen zu verschiedenen Ergebnissen führen, wissen Menschen wie Du und ich, warum das so ist – weil wir darüber nachdenken. Wir wissen, warum Gesellschaften, die Promiskuität unter Teenagern fördern, in höherem Maße dazu neigen, zu scheitern, als Gesellschaften, die Abstinenz unter Teenagern fördern. Es ist ganz einfach deshalb, weil Abstinenz unter Teenagern und Promiskuität unter Teenagern keine gleichen oder gleichwertigen Verhaltensweisen sind. Abstinenz unter Teenagern ist schlicht und einfach die bessere Verhaltensweise.
Und das gilt selbst dann, wenn man die moralische Komponente komplett außer acht lässt und allein die praktische betrachtet: Wenn Dein Junge irgendwo da draußen rumhurt, ist er nicht zu Hause, um ein Buch zu lesen. Wenn Deine Tochter wieder einmal unten in der Abtreibungsklinik ist, sitzt sie nicht in der Bibliothek, um für ihr Examen zu lernen. Wenn Dein Sohn irgendwo im Krankenbett liegt und an AIDS stirbt, macht er sich keine Gedanken um sein Kursprogramm für die nächsten Semester.
Leute wie Du und ich erkennen, warum Gesellschaften, die Abstinenz unter Teenagern fördern, besser dastehen als solche, in denen die Promiskuität unter Teenagern in Musik, Filmen und Schulen propagiert wird. Aber für einen modernen Liberalen, der eine solche Wertung nicht treffen kann – schon alleine, weil er sie nicht treffen darf – wäre das Diskriminierung. Sie können es nicht erklären. Aus diesem Grunde ist ihre Erklärung für Erfolg, dass dieser auf irgendeine Weise durch Betrug zustande gekommen sein musste. Alleine schon die Tatsache, dass es Erfolg überhaupt gibt, ist für moderne Liberale der Beweis dafür, dass Schwindel und vermutlich Bigotterie dahinter stecken müssen. Alleine schon die Tatsache, dass es etwas wie Scheitern gibt, ist hingegen der Beweis dafür, dass der, der gescheitert ist, ein Opfer sein muss.
Also werden auch die gedankenlosen Fußtruppen, die zur Nicht-Elite gehören, die Blaupause für die Utopie der Elite unterstützen, Partei für das Böse und gegen das Gute ergreifen, für das Falsche gegen das Richtige und für die Verhaltensweisen, die zum Scheitern führen, gegen jene, die zum Erfolg führen, und das aus einem Gerechtigkeitsempfinden heraus. Wie ich schon anfangs sagte, diese Leute sind nicht böse. Es ist einfach eine gedankenlose Akzeptanz ohne irgendein wirkliches Sokratisches Begehren, über die wahren Konsequenzen nachzudenken. Es bedeutet ihnen nichts und das ist der Grund warum auch John Lennon sagte, die Utopie bestünde auch darin, dass Menschen nur für den Tag leben.
Es ist im Übrigen kein Zufall, dass diejenigen, die nur für den Tag leben, so viele Schulden haben. Was sind Schulden? Sie sind Ausdruck des Scheiterns daran, heute die Versprechen von gestern einzulösen. Und sie wählen sich nichts außer weitere und weitere Verpflichtungen und die sind was? Etwas, was mich angeht. Ich mache mir Sorgen darüber, wer dafür später die Zeche bezahlen wird.
Dasselbe gilt für Gut und Böse. Weil nichts als gut bewertet werden kann, kann auch nichts als böse bezeichnet werden. Das, was die Gesellschaft als gut erkennt, muss das sein, was aus irgendeiner Form des Vorurteils Nutzen zieht. Das, was die Gesellschaft als böse erkennt, muss ein Opfer dieses Vorurteils sein. Also werden die gedankenlosen Fußtruppen wiederum jedwede Politik unterstützen und ohne nachzudenken akzeptieren, die versucht, alles runterzumachen, was gut ist – Amerika, Israel, Wal-Mart – und alles das unterstützen, was böse ist, bis sich alles in der Mitte trifft und es nichts mehr gibt, worüber es sich zu streiten lohnt.
Nimm irgendein Thema aus den Nachrichten und denke wie ein moderner Liberaler und hast Du einmal erkannt, wie das funktioniert und bist Du einmal in dieser Weise indoktriniert worden, gibt es keine andere Wahl. Gehörst Du einmal zu diesem Kult der Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung, gibt es keine andere Schlussfolgerung, als dass Gut Böse und Böse das Opfer des Guten ist.
Wir wissen, warum es zur offiziellen Ausrichtung der linksextremen Medienformate gehört, niemals den Islamischen Dschihad, Al-Kaida, Hisbollah, Hamas, Harakat ul-Mujahidin oder irgendeine andere islamofaschistische, terroristische Gruppe als „terroristisch“ zu bezeichnen. Es gibt sogar offizielle Dienstanweisungen an Reporter, nicht diese – völlig passende - Bezeichnung zu benutzen.
Der Grund hierfür ist, dass „des einen Terrorist des anderen Freiheitskämpfer“ ist und warum sollte es uns zustehen, darüber ein kritisches, rationales Urteil zu fällen?
Aber könnten wir uns denn als Mindeststandard nicht wenigstens darauf einigen, dass ein „Freiheitskämpfer“ in irgendeiner Weise für die Freiheit kämpfen sollte? Wir wissen, wofür Osama Bin Laden kämpft: es ist eine unterdrückerische Theokratie, in der Frauen von Kopf bis Fuß verschleiert sein müssen und geschlagen werden, wenn auch nur eine Ferse unbedeckt ist, und in der wir alle, sofern wir nicht die Religion wechseln, als Abkömmlinge von Schweinen und Affen angesehen werden, die es verdient haben, geköpft zu werden. Leute wie Cindy Sheehan und Michael Moore werden Osama bin Laden als „Freiheitskämpfer“ betrachten, weil Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung sie buchstäblich unfähig machen, den Unterschied zu erkennen zwischen Leben in Freiheit und den Kopf abgeschlagen zu bekommen. So krank ist diese Mentalität.
Aber wenn die New York Times oder CNN oder Newsweek und der ganze Rest der linken Medienformate wirklich richtig liegen und es keinen objektiven Unterschied zwischen einem Terroristen und einem Freiheitskämpfer gibt, wie kommt es, dass Leute wie Sie und ich unseren Kindern beibringen, dass George Washington ein Held war und dass Yassir Arafat und Saddam Hussein Schurken sind? Wir wissen es, denn wir denken darüber nach.
George Washington riskiertes sein persönliches Wohlergehen, indem er persönlich seine Truppen in den Kampf führte: es war ein Krieg, ehrenhaft gegen andere uniformierte Einheiten ausgefochten mit dem Ziel, die freieste Nation in der Geschichte der Menschheit zu gründen. Sehr ehrenhaft, eine wirklich heroische Angelegenheit. Yassir Arafat hingegen stahl das Geld seines Volkes und schickte 14-Jährige in den Krieg: diese kämpften gegen Kinder, Frauen und Zivilisten, die gerade in Pizzerias saßen oder bei Festprozessionen mitgingen, mit dem Ziel, seine korrupte Diktatur aufrechtzuerhalten. Ein wahres Schurkenstück.
Aber für die Leute von der New York Times gibt es keinen Unterschied zwischen einem Terroristen und einem Freiheitskämpfer. Warum also bringen wir unseren Kindern bei, dass George Washington ein Held ist? Die einzige Erklärung hiefür muss sein, dass er ein weißer Christ von europäischer Abstammung ist. Und wenn es keinen Unterschied zwischen dem Verhalten eines Terroristen und dem eines Freiheitskämpfers gibt, warum sagen wir unseren Kindern, Arafat und Saddam wären Schurken? Dafür kann es keinen anderen Grund geben als dass sie dunkelhäutiger, Moslems und von nahöstlicher Herkunft sind.
Am Ende wurde es ernst und nach 18 UN-Resolutionen, 10 Jahren vereinbarungswidrigen Beschusses unserer Flugzeuge, nachdem Saddam Hussein den Iran und Kuwait überfallen hatte, Saudi-Arabien und Israel bombardiert hatte, Gräueltaten gegen die Kurden im Norden seines Landes begangen und Völkermord an den Schiiten im Süden seines Landes verübt hatte, sind wir eines Tages in den Krieg gezogen, um diese armen Menschen zu befreien. Sie und ich wissen, warum, denn wir denken nach. Wir fällen kritische, rationale, moralische Urteile.
Aber für die modernen Liberalen, für die Gedankenlosen, für diejenigen, die nicht zwischen den verschiedenen Verhaltensweisen unterscheiden können, gibt es nur einen ruchlosen Grund für uns, in den Krieg zu ziehen: nämlich dass wir böse sind und Saddam Hussein das Opfer. Also werden sie, wie wir gesehen haben, herbeieilen und sich als menschliche Schutzschilde zur Verfügung stellen, um die Vergewaltigungszimmer und Folterräume zu schützen, weil sie über Vergewaltigungszimmer und Folterräume nicht urteilen werden, da hierfür ein kritisches und moralisches Urteil erforderlich ist.
Und wenn man den Gesängen der gedankenlosen Querulanten lauscht, wenn sie im Rahmen ihrer Anti-Amerika-Aufmärsche durch die Straßen marschieren, die von den Wortverdrehern und der linken Presse euphemistisch „Anti-Kriegs-Aufmärsche“ genannt werden, kann man hören: „Wir wollen Euren rassistischen Krieg nicht“. Welche Rasse beherbergt der Irak denn genau? Worüber reden sie überhaupt? Sie wissen es nicht. Es ist kein auf Fakten gegründetes Statement, es ist kein präzises Statement. Haben wir nicht kürzlich einen Krieg geführt, um Muslime in Kuwait zu beschützen? Haben wir nicht europäische Christen bombardiert, um europäische Muslime zu verteidigen?
Worauf beruht es also? Es beruht auf der Realität, dass, wenn man sich einmal der Wertfreiheit und Nichtdiskriminierung anschließt, alles, was anders ist als wertfrei und nichtdiskriminierend, automatisch mit dem Bösen in Form des Diskriminierens verbunden ist.
Weitere Aussagen Evan Sayets über traditionellen und modernen Liberalismus:
„Normalerweise unterscheide ich zwischen Upper-Case- und Lower-Case-Liberalen. Ich nenne diese Leute moderne Liberale, denn sie kommen nicht aus dem heraus, was wir als liberale Tradition bezeichnen, sondern gingen in eine andere Richtung. Was sie heute sind ist etwas anderes als das, was sie damals waren. Faktisch ist moderner Liberalismus – Upper-Case-“L“ - so ziemlich die illiberalste Philosophie, die wir in Amerika je hatten, und obwohl sie bislang noch nicht so gewalttätig geworden ist wie es bei manchen anderen der Fall war, befürchte ich, dass das alles noch kommen könnte.
Blickt man zurück, war es immer Teil des Gemeinsinns, dass man in irgendeine Richtung arbeiten würde, etwas schaffen wolle, es gab die Überzeugung, es gäbe etwas Besseres als das, was zuvor war. Der moderne Liberalismus ist Nihilismus in vielerlei Hinsicht. Sie werden ständig sagen „stellt die Autoritäten in Frage, stellt die Regierung in Frage, vertraut Euren Nachbarn nicht, vertraut Wal-Mart nicht, jeder will Euch nur an den Kragen“, aber sie setzen nichts an deren Stelle. Also gibt es nichts mehr, wonach man streben kann, sodass man beurteilen könnte, ob es wirklich etwas Sinnvolles ist.
Ich denke, moderner Liberalismus ist mehr als alles andere durch seine destruktive Natur gekennzeichnet. Er macht die Autorität der Menschen in den Schulen runter, die Autorität der alten Bücher, das Heldentum der Leute, zu denen wir aufschauen und auf die aufzuschauen wir unsere Kinder lehren, aber er setzt nichts an deren Stelle.“
„Es gab immer eine liberale Tradition in Amerika, beginnend mit den Gründervätern und sogar schon vor ihnen. Es geschieht ganz, ganz, ganz, ganz selten, dass die Mehrheit so viele Rechte abgibt und anerkennt, dass die Rechte jedem zustehen und dass sie nicht von irdischen Gewalten kommen, sondern von einer größeren Macht als wir selbst es sind. Der Einfluss, den Minderheiten in Amerika haben und immer schon hatten – und ich als Jude zähle mich selbst auch zu den Minderheiten – kennt kein Beispiel in der gesamten Menschheitsgeschichte und das war wahrer Liberalismus: die Tatsache, dass das alles den Menschen nicht aufgezwungen wurde.
Was jetzt geschieht, zum Beispiel dass wir die Redefreiheit in den Schulen verlieren, sind das Gegenteil dessen, was Liberalismus ursprünglich war. Manche Werte, die in den 60er-Jahren liberal waren, sind jetzt konservativ. Zum Beispiel die farbenblinde Gesellschaft. Das bleibt ein liberales Konzept, leider ist es nicht liberalen aus Sicht der modernen – Upper-Case-“L“ - Liberalen.“
„Was ich interessant finde, ist, wie oft das, was der Liberale von sich behauptet, genau das Gegenteil ist von dem, was zutrifft. Chris Matthews hat diese Show, die „Hardball“ heißt, als würde der Titel uns sagen, was sie wirklich ist, obwohl die Show das glatte Gegenteil davon ist. Sie haben gemerkt, dass Menschen den Liberalismus in seiner modernen Form als die verfehlte Bildungspolitik erkennen, die unsere Schulen ruiniert hat, als die Politik, die unsere Nation geschwächt hat, als die Politik, die so wenig dazu getan hat, um der schwarzen Bevölkerung aus ihrer unvorteilhaften Situation zu helfen, in der sie in den letzten 40 Jahren war – und dass es ein Schimpfwort ist.
Das ist lustig, denn Liberale kennen sich selbst sehr gut. Ich erinnere mich an „Hannity&Colmes“, als Sean Hannity über Nancy Pelosi sagte, sie wäre eine San-Francisco-Liberale, und sofort brüllte ihn Alan Colmes an von wegen er würde versuchen, sie auf diese Weise zu dämonisieren. Aber wie kann man jemanden dämonisieren, indem man bloß Fakten feststellt.
Also entscheiden sie sich plötzlich dafür, sich selbst „Progressive“ zu nennen, weil die Leute rausfinden, was es mit dem Liberalismus auf sich hat. Sie denken: Wir werden zwar in keiner Weise irgendeinen Fortschritt bringen, aber als Selbstbezeichnung und Werbeslogan klingt es ja ganz gut.“
oder ist es das vielleicht doch nicht? In Deutschlands Online-Leitmedium ist heute ein schonungsloser Artikel über den “Mann, auf den wir alle gewartet haben” erschienen.
Der Präsident hat gewechselt, das Exzessive in der amerikanischen Politik ist geblieben. Barack Obama und George W. Bush sind sich ähnlicher als es auf den ersten Blick scheinen mag.
Mit demselben Feuereifer, mit dem Bush seinen Krieg gegen den Terror führte - und dafür die Regeln von Völkerrecht und Rechtsstaat brach - führt Obama seinen Feldzug gegen die Finanzkrise. Seine Waffe ist die Gelddruckmaschine. Die Regeln, die er verletzt sind die der Ökonomie. Niemand wird getötet, aber der Preis, den die Weltmacht USA für diesen Exzess zahlt, ist womöglich die Weltmachtstellung selbst. […]
Obamas Cheney heißt Larry Summers. Der oberste Wirtschaftsberater des Präsidenten ist ebenfalls ein Überzeugungstäter. Die Finanzkrise mag groß sein, sein Selbstbewusstsein ist größer. Wichtiger noch: Obama folgt ihm wie der Hund dem Herr. […]
So wie die amerikanische Öffentlichkeit dem Kriegspräsidenten Bush zunächst folgte - und ihn fulminant wiederwählte - so folgt sie nun auch dem Schuldenpräsidenten Obama. Die Irrtümer der Bush-Ära sind heute Allgemeingut. Die Irrtümer der Obama-Regierung werden von vielen noch als Wahrheiten gehandelt.
Es folgt eine Aufzählung der Irrtümer der Obama-Regierung, die wohl in 10 Jahren ebenfalls jeder kennen wird, wenn es nicht die Medien schaffen sie zu verschleiern:
Irrtum Nummer eins: Alles sei halb so wild, die USA hätten während des Zweiten Weltkrieges viel mehr Schulden angehäuft, heißt es oft. Das aber stimmt nicht. Laut vorsichtigen Prognosen dürfte die Obama-Politik dreimal so teuer werden wie die US-Ausgaben für den Zweiten Weltkrieg. Gerechnet in heutigen Preisen gaben die Amerikaner damals drei Billionen Dollar aus. Obamas Budget rechnet von 2010 bis 2020 mit neun Billionen zusätzlichen Schulden.
Dieser Vergleich ist atemberaubend! Der Zweite Weltkrieg, der alleine mit der USN eine Flotte schaffte wie sie nie zuvor gesehen war - und danach auch nie wieder existierte, der eine unglaubliche starke und zahlreiche Luftwaffe schaffte und das Heer auf viele Millionen gut ausgerüstete Soldaten vergrößerter und nicht zuletzt: der Zweite Weltkrieg, in dem die Entwicklung und der Bau der Atombomben bezahlt werden musste war nur ein drittel so teuer wie die angepeilte Neuverschuldung! Wer wundert sich da bitte noch über die Tea Partys? Selbst jedes Kleinkind weiß, dass das nicht gut ausgehen kann. Entweder wird es irgendwann eine drastische Haushaltskürzung zusammen mit einer gewaltigen Steuererhöhung geben müssen, die Amerika innen- und außenpolitisch lähmt und gleichzeitig mal wieder wie unter Clinton das Militär verfallen lässt oder es wird eine Inflation geben, wie sie seit Anbeginn des Staates ununterbrochen existierende US-Währung Dollar noch nie gesehen hat. Gerade an der zweiten Zukunft arbeitet man bereits massiv indem das Geld in Massen gedruckt wird. Dass eine Inflation nichts anderes als eine Enteignung der Besitzenden ist, wird vermutlich billigend in Kauf genommen, wenn es vom “I want to spread the wealth around” Präsidenten nicht gar klar beabsichtigt ist.
Zweitens: Das Geld fließt in die Wiederbelebung der kriselnden Volkswirtschaft und diene damit einem guten Zweck, wird gemeinhin angenommen. Richtig ist: Der größte Teil des Leihgeldes wird in den USA für die normale Haushaltsfinanzierung benötigt. Die amerikanische Schuldenaufnahme 2009 entspricht in etwa der Hälfte des Obama-Budgets. Das Land lebt über seine Verhältnisse, auch ohne Finanzkrise.
Hier wird also offensichtlichdie Bevölkerung im Unklaren gelassen oder sie will es gar nicht wahrhaben. Die einzige richtige Aktion in einer Krise ist es, den Gürtel enger zu schnüren. Doch wie soll Obama das machen, muß er doch die Erwartungen vieler staatshöriger Sozialisten befriedigen. Das Gesundheitssystem nach europäischem “Vorbild” zu reformieren geht genauso wenig umsonst wie gewaltige Bauprojekte zur Arbeitsbeschaffung.
Ehrlich muss man hier jedoch auch sein. Die Neuverschuldung, das über die Verhältnisse leben fing nicht bei BHO an. Begonnen hatte es längt bei George W. Bush, nicht zuletzt auch wegen des gezwungenermaßen explodierenden Verteidigungsetats.
Dritter Irrtum: Ist die Krise erst beendet, reduziert sich die Schuldenaufnahme wie von selbst, glauben viele. In Wahrheit dürfte sie sich danach noch steigern. Die Alterung der US-Gesellschaft stellt das Land vor eine finanzpolitische Herausforderung, die in keinem Budgetplan bisher in vollem Umfang berücksichtigt ist.
Hier sind wir in Deutschland natürlich keinen Deut besser! Der Bürger wird weiter gezwungen in das staatliche Modell einzubezahlen obwohl es absehbar ist, dass dieses kollabieren wird. Gleichzeitig wird noch einmal ein gewaltiger Schuldenberg aufgehäuft der dann durch eine “Schuldenbremse” irgendwie schon wieder abgetragen wird… - oder auch nicht. Doch darüber werde ich in den nächsten Tagen noch schreiben.
Viertens: Die Welt glaubt, die USA leihen sich auf den Kapitalmärkten Geld. Vor allem Chinesen und Japaner würden die Staatsanleihen kaufen, heißt es oft. Richtig ist: Das Vertrauen in die Seriosität der USA hat derart gelitten, dass immer weniger Ausländer die neuen US-Staatsanleihen kaufen. Die Notenbank der USA kauft sich daher selbst die Papiere ab, mit Geld, das sie vorher selbst gedruckt hat. Die Bilanz der Fed hat sich seit 2007 mehr als verdoppelt. Die US-Notenbank ist damit eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Welt. Ihr Geschäftszweck ist die wundersame Geldvermehrung.
Siehe oben. Das führt zur Inflation, zu hohen Schuldendiensten und letztendlich zu einem massiven Anstieg der Steuern und zusammen damit zu einer Enteignung der Besitzenden.
Irrtum Nummer fünf: Das zusätzliche Geld sei unschädlich, weil sich die Wirtschaft gerade zusammenziehe. Inflationsgefahr bestehe nicht. Richtig ist: Diese Ruhe an der Inflationsfront trügt. Das heiße Geld staut sich derzeit auf den Sparkonten der Bürger und in den Bilanzen der Banken, die derzeit nicht gern Geld verleihen. Die durch keine Warenproduktion gedeckte Ausweitung der Geldmenge (plus 45 Prozent in den vergangenen drei Jahren) wird sich früher oder später entladen.
Der Dollar, der seit dem Jahr 2000 bereits rund 40 Prozent seines Wertes gegenüber dem Euro verloren hat, wird dann weiter an Wert und Ansehen verlieren. Die Ankerwährung der Welt könnte sich angesichts der Druckwelle sogar vom Boden losreißen. Spätestens dann tanzt die Welt auf den Wellen. Wahrscheinlich wird man im Rückblick sagen: Die USA bekämpften die Finanzkrise, indem sie eine Währungskrise vorbereiteten.
Die deutsche Antwort auf die Exzesse der Bush-Krieger war Verweigerung. Gerhard Schröder ließ Amerika ohne die Deutschen in den Irak-Krieg ziehen und organisierte eine europäische Widerstandsfront, die von Moskau bis Paris reichte.
Die deutsche Antwort auf die finanzpolitischen Exzesse der Obama-Regierung steht noch aus. Ein bisschen mehr Schröder wäre wünschenswert.
Ob eine Deutsche “Weigerung” - wie sollte sie eigentlich aussehen? - etwas bringen wird kann ich nicht wirklich beurteilen, ich wage jedoch es zu bezweifeln. Gerade als Exportnation sind wir von der Finanzkrise sehr stark betroffen und werden unter ihr wohl noch mehr leiden als die USA.
Insgesamt wohl mehr als üble Aussichten. Wer noch immer vor hat in die USA auszuwandern muß sich wohl darüber im klaren sein, dass Obama dank der Konjunkturprogramme und seines Charismas auch noch eine zweite Amtszeit schaffen wird, es wird ja auch fast nie ein amtierender Präsident abgewählt. Was in acht Jahren dann aus den USA geworden sein könnte, möchte man sich wohl kaum ausmalen. Das ist sicherlich nicht allein seine Schuld, auch George W. Bush hat schon eine Menge Geld gedruckt und Schulden aufgehäuft, doch es wäre nun and er Zeit zu sagen “Yes, we can!” Wir können den Haushalt sanieren ohne Schulden aufzunehmen, Geld zu drucken und unsere Machtbasis zu verschleudern.
Die Rechten würden eine solche Politik gut heißen und die linken einige Toleranz zeigen, immerhin ist der Verursacher ja einer von ihnen. Indem er mit einer “Bei mir wird alles besser” Rethorik angetreten ist und Hoffnungen geweckt hat könnte er jetzt sagen: “Mir tut es weh, aber es hilft nichts. Wir müssen den Gürtel enger schnüren”. Ein linker Charismatiker und Demagoge wie Obama wäre dafür der richtige Mann, doch ob er den Willen dazu hat muß bezweifelt werden…
Zuletzt noch etwas Differenzierteres:
Die letzten Tage wird in allen konservativen und rechten Blogs auf BHO herumgehackt. Er würde bezüglich des Irans völlig versagen und die dortige Demokratiebewegung verraten. Vermutlich hätte George W. Bush längst erklärt Amerika sei bereit eine Demokratiebewegung zu unterstützen, zumindest können wir darüber nun fabulieren.
In der Tat war BHOs “Schweigen schreiend laut”, wie das bekannte Oxymonorn heißt. Endlich hat er nun erklärt die Einladungen an die iranischen Diplomaten für den 4. Juli seien widerrufen, zugesagt hatten ohnehin noch keine. Allerdings darf man einiges auch nicht vergessen:
1. Mussawi ist kein Demokrat! Er ist - und das beweist seine Zulassung zur Wahl - ein Anhänger des Systems. Zusammen mit dem heutigen Revolutionsführer Chatami hat er bei Khomeini studiert. Das heißt nicht, dass er sich nicht wandeln könnte. Das heißt nicht, dass er das Leben für die Bevölkerung nicht deutlich angenehmer und weniger repressiv machen könnte. Das heißt aber eben auch nicht, dass bei einem Putsch oder einer Revolution die ihn an die Macht bringt auf einmal alles gut wäre. Vermutlich würde weiter an der Bombe gebaut werden und auch die westlichen Werte würden weiterhin keinen Einzug finden. Auch am Vernichtungswunsch gegenüber Israel würde sich nichts ändern! In sofern könnte er durchaus gefährlicher sein, da in ihm dank des “kleineren Übels” kein solches Feindbild wie bei Achmadinedschad entstehen würde. Die bereits jetzt ineffektive Sanktionspolitik würde dann noch weniger erfolgversprechend werden, ein Militärschlag gegen die Atomanlagen noch weniger Unterstützung finden.
2. Die Teilnehmer an den Demonstrationen sind völlig unterschiedlich. Gerade die Unterstützung Mussawis durch die “Geistlichkeit” aus der heiligen Stadt Gom zeigt, dass die Religiösen Fundamentalisten selber ebenfalls zu den Protestlern gehören! Für sie geht es hierbei keineswegs um eine säkulare Gesellschaft, um eine wirliche Demokratie oder gar um westliche Werte. Für sie ist - der übrigens durch Mussawis Hilfe (sic!) ins Amt gekommene - Chatami föllig inkompetent und die Absegnung einer Wahlfälschung ein Affront. Sie würden zwar vermutlich das System ändern und das auf Khomeini zugeschnittene Amt des Revolutionsführers abschaffen, Dinge wie der Wächterrat - also die Überwachung des Staats auf strikte Einhaltung eines fundamentalistischen shiitischen Islams -würden mit Sicherheit bestehen bleiben. Daher ist es falsch allzuviel Veränderung zu unseren Gunsten von diesen Demonstranten zu erwarten!
Zu den Demonstranten gehören natürlich auch alle anderen politischen Gruppierungen. Von Achmadinedschad-Anhängern die nur wegen der Wahlfälschung ihres Idols erbost sind über “Ungläubige” mit Hoffnung auf etwas weniger Repression über Säkulare, Kommunisten bis hin zu den sicher auch im Iran existenten Krawallmachern, die sich diese Chance nicht entgehen lassen wollen. Auch “moderatere” Muslime werden sich dort finden, die ihre Religion weniger auf Zwang leben wollen und die selber oder ihren weiblichen Verwandten wünschen ihre Verhüllung nur auf eigenen Wunsch tragen zu müssen.
3. Der Iran hat seit jeher ein stolzes Volk. Mit einer großartigen Geschichte von dem Anbeginn der Antike bis ins späte Mittelalter war der Iran immer eine hochentwickelte Kultur die auch unter dem Islam viele ihrer Eigenheiten und Prinzipien nicht verloren hat, so dass man langsam doch wieder Herders Idee einer Volksseele recht geben möchte. Würde diesem Land, dass seit 30 Jahren antiamerikanisch indoktriniert ist und in dem der -verglichen mit den Mullahs wohl eher harmlose - unterdrückerische Shah ebenfalls von den USA gestützt wurde nun ein US Präsident kommen und sich eindeutig und ohne wenn und aber auf die Seite einer der Parteien stellen, so würde dies Mussawi massiv diskreditieren. Es wäre gefundenes Fressen für die systemtreuen Mussawigegner, die ihn damit zur US-Marionette erklären könnten. Eine klare, deutliche und harte Positionierung zugunsten des “Reformers” würde nicht nur seine Gegner radikalisieren und mobilisieren, sie würde wohl auch weite Teile seiner aktuellen Unterstützer (aus welchen Motiven auch immer) verunsichern oder gegen ihn aufbringen. Es war ja nicht zuletzt die Bedrohung von Aussen durch den Angriff des Iraks, die zur Konsolidierung der Revolution geführt hat. Der äußere Feind ließ alle Gegner des neuen Systems erstmal für die gemeinsame Sache kämpfen bis es zu spät war um noch etwas an der nun eben religiösen Diktatur zu ändern. Würde nun wieder ein Druck von außen - diesmal sogar direkt vom “großen Saten” kommen, so wäre die aktuell drohende Revolution vielleicht viel schneller zerschlagen als man denkt…
Ob Obama hier nun richtig handelt oder nicht kann man zeitgleich zu den Ereignissen schwer sagen und je nach Ausgang werden die Historiker in 20 Jahren sagen: “Wegen ihm ist der Iran heute eine noch schlimmere Diktatur” oder aber “trotz seiner Untätigkeit…” - vielleicht werden sie aber auch “Dank Obamas Zurückhaltung konnte sich die Reformbewegung im Iran durchsetzen” schreiben. Das jetzt seriös und sicher vorauszusagen ist unmöglich.
Als Neokonservativer würde ich natürlich eine harte Antwort eines US-Präsidenten George W. Bush bevorzugen, Obamas Zauderhaltung könnte sich jedoch wie gesagt auch als goldrichtig erwiesen. Darauf hinzuweisen ist nur aufrichtig und fair.
Überlebende der Völkermorde in Ruanda und Darfur sprachen diese Woche in Genf auf der Parallelkonferenz zu Menschenrechten, mit der die Durban II-Veranstaltung der UNO gekontert wurde. Ihrer Beschreibung zuzuhören, wie sie von ihren Mördern systematisch dämonisiert wurden, machte klar, dass Völkermord nicht in einem Vakuum geschieht. Der Hass-Zustand einer Bevölkerung, die bereit und begierig darauf ist Völkermord zu begehen, muss genährt werden. Völkermord muss in positive Worte gekleidet werden, damit er die notwendige breite öffentliche Unterstützung bekommt.
Dem Rahmen aller Völkermorde ist eine sehr besondere Art von Dämonisierung gemein. In Ruanda lehrten die Hutus, dass die Tutsies Kakerlaken und Schlangen seien. Tutsi-Frauen wurden als listige Verführerinnen dargestellt, die Schönheit und sexuelle Macht nutzten, um die Hutus zu erobern. In Bosnien besagte ein fiktiver Nachrichtentext, dass Muslime Tieren im Zoo von Sarajewo mit serbischen Kindern fütter würden. Radio Ruanda strahlte wiederholt eine Warnung aus, dass Hutus kurz davor stehen würden von Tutsis angegriffen zu werden, um die Hutus zu überzeugen, dass sie, um sich zu schützen, zuerst angreifen müssten.
Zu dieser Dämonisierung gehörten zwei spezielle Komponenten. Erstens mussten die Opfer als klare und aktuelle Gefahr wahrgenommen werden, damit die Mörder überzeugt waren in Selbstverteidigung zu handeln. Zweitens wurden die Opfer dämonisiert, damit die Mörder sich selbst überzeugten, das sie keine wirklich menschlichen Wesen vernichteten.
Ein anständiger Mensch wird sich am Mord an Unschuldigen nicht beteiligen, aber ein anständiger Mensch könnte sich am Töten von Untermenschen beteiligen, die seine Existenz gefährden. Völkermord als Selbstverteidigung zu formulieren kann anständige Menschen zu Mördern machen. Der Schutz von Kindern und Familie kann aus einem ruhigen Nachbarn einen leidenschaftlichen Mörder machen, weil Selbstverteidigung immer gerechtfertigt ist.
Einfach mal das, was der nachfolgend zitierte Autor Mitte des letzten Jahrhunderts geschrieben hat, auf die aktuelle Lage (Wirtschaft, Islam etc.) transponieren, und schauen, ob er nicht geradezu einen prophetischen Blick in die Zukunft getan hatte:
[…] Die geistigen Bewegungen unserer Zeit zielen alle sehr stark auf eine Vereinheitlichung auf allen Gebieten des gesamten öffentlichen Lebens der Menschheit hin. Kein Sektor ist davon ausgenommen. In der Weltpolitik strebt man seit Jahrzehnten auf dem Wege der internationalen Abkommen über Genfer Konvention, Haager Schiedsgericht, Völkerbund, Vereinte Nationen, Weltgewerkschaftskongresse und alle möglichen sonstigen Veranstaltungen deutlich auf eine Zentralregierung für die Menschheit der ganzen Erde.
Wie die Rationierungsmaßnahmen beweisen, mußte auch das wirtschaftliche Leben diesem Zuge zur Vereinheitlichung folgen. Mögen auch die Einzelvorgänge oft noch mangelhaft sein, aber im Prinzip ist die Entscheidung gefallen, und niemand kann sich ihr völlig entziehen. Dazu ist die Verflochtenheit der Weltwirtschaft bereits zu groß und die Abhängigkeit der einzelnen Wirtschaftszweige voneinander viel zu offensichtlich.
Auch das kulturelle und geistige Leben befindet sich […] in rasch fortschreitender Angleichung […]
Es ist daher auch nicht verwunderlich, daß von diesem Zuge zur Vereinheitlichung das Gebiet des religiösen Lebens nicht ausgenommen ist. Ja, hier macht sich dieser Zug am stärksten bemerkbar. Die Ursache hierfür liegt darin, daß letzten Endes alle Äußerungen des Menschenlebens und alle Vorgänge des Weltgeschehens eine weltanschauliche Begründung verlangen. Alles, was geschieht in der Welt, hat eine geistige Ursache. Darum fragen auch der Einzelne und die Gesamtheit immer wieder: “Warum mußte das so kommen?” – Wer den Zusammenhang zwischen den geistigen Ursachen und ihren Auswirkungen im Zeitgeschehen kennt, weiß auch, warum jede Bewegung nach einer geistigen, d. h. aber weltanschaulichen Begründung verlangt. Auf diese Begründung verzichten, hieße von vornherein die Existenzgrundlage aufgeben. Denn alle Vorgänge sind zeitlich; die geistige Idee aber, aus der sie stammen, ist überzeitlich. Alles Glück aber, (und darauf zielen doch alle Maßnahmen der Menschheit, die einen Sinn haben und von allgemeinen Interesse sein sollen, ab), will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit (Nietzsche). Darum sucht man das Recht zur Änderung der Ordnungen des menschlichen Daseins stets irgendwie sittlich zu begründen und religiös zu unterbauen. Man vergleiche hierzu nur einmal die hervorstechendsten Entwicklungsabschnitte der menschlichen Geschichte, besonders die Vorgeschichte der Revolutionen. […]
Dem Zusammenschluß der verschiedenen Stämme, Volksteile und Völkerschaften eines geographischen Lebensraumes zu einer Nation stehen oft große Schwierigkeiten entgegen, deren Überwindung meist nur unter jahrhundertelangen Kämpfen sich vollzieht. Je stärker die gemeinsamen Interessen in den Vordergrund treten, umso eher können die Kämpfe durch Verhandlungen ersetzt werden. Allerdings stellen diese Verhandlungen sehr häufig nur eine andere Form des Krieges dar, den sog. kalten Krieg. Beispiele hierfür bietet die Gegenwart in so großer Zahl, daß es sich erübrigt, auf ältere geschichtliche Vorgänge zurückzugreifen.
Unter den Schwierigkeiten, die sich der Vereinheitlichung verschiedener Volksteile zu einer lebensfähigen Nation entgegenstellen, ist die Verschiedenheit der Religion die größte. Man beachte in diesem Zusammenhang nur einmal den Kampf zwischen Juden und Arabern, die doch rassenmäßig beide von Abraham abstammen! Oder man vergleiche hierzu auch den Streit zwischen Hindus und Moslems in Indien, wo die Verschiedenheit der Religion die nationale Einheit unmöglich macht. Ist es daher verwunderlich, wenn Menschen, die aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen oder aus irgendwelchen anderen Interessen einen völkischen Zusammenschluß ersehnen, alles versuchen, um dieses größte Hindernis zu beseitigen, indem sie mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln der List und der Gewalt eine gemeinsame religiöse Plattform zu schaffen suchen, die weit genug ist, um allen Beteiligten Raum zu bieten?
An Begründungen für ein solches Vorgehen fehlt es wirklich nicht. Ist nicht allein die Zweckmäßigkeit an und für sich schon ein genügender Grund? — Der Zusammenschluß zu einem größeren Ganzen soll doch die Wirtschaft beleben, die sozialen Zustände bessern, Kultur und Zivilisation heben. Sind solche Verbesserungen nicht “Tatchristentum” oder doch mindestens allgemeine sittliche Leistungen? — Sollte also der Erfolg, nämlich die Hebung des gesamten Lebensstandards, nicht Grund genug dazu sein, die Nivellierung oder Beseitigung der religiösen Unterschiede zu rechtfertigen? –
Je nach dem Stärkeverhältnis der einzelnen Gruppen üben die Machthaber, die zur Einigung drängen, einen mehr oder minder fühlbaren Druck auf einzelne Teile (Minderheiten) oder auf alle (Mehrheiten) aus. Mit Zuckerbrot in der einen und der Peitsche in der anderen Hand wird der Weg der “weltanschaulichen Reformen” und der “religiösen Erneuerung” gegangen, um den Unterbau für das neue Staatsgebilde zu schaffen. Ob man den “Reformwilligen” Siedlungsland, Staatsämter, wirtschaftliche Vorteile oder Ehrenstellen (z.B. Quotenregelung, Anm. J.) verspricht, oder ob man die Widerstrebenden durch Schulung, Internierung, Schutzhaft, Liquidierung, Ausweisung und andere Mittel gefügig macht, hängt nur von der jeweiligen Lage ab. Die Despoten früherer Jahrtausende übten diese Praktiken genau so, meist sogar offener und ehrlicher, als die Volksbeherrscher späterer Zeiten.Im Prinzip ist es aber kein Unterschied, ob ein römischer Cäsar die Anhänger einer ihm unbequemen oder verhaßten Weltanschauung vor den Toren der Hauptstadt ans Kreuz nageln ließ, oder ob Karl der Große bei Verden a. d. Aller die Häupter der heidnischen Sachsen mit dem Schwert umbringen ließ, oder ob man heute irgendwo mit “moderneren” Mitteln zur Einheit strebt, anfangend vom Ausschluß der Unbequemen von jeglichem Einfluß auf das öffentliche Leben bis zum völligen Boykott (Off. 13, 16-18).
Die Methoden sind auch durchaus nicht ehrlicher geworden. Wenn irgendwo ein Minister seinen Kollegen unbequem geworden ist, wird er für das Kabinett untragbar und wird gezwungen, “aus Gesundheitsrücksichten” sein Rücktrittsgesuch einzureichen. Ob sich dieser sehr häufige Vorgang in einer Demokratie, einer Monarchie oder einer Diktatur abspielt, ist für die Ehrlichkeit der Begründung und Darstellung des Vorgangs ohne Bedeutung.
Die Zwecklüge ist zu einem der Hauptmittel der nationalen und internationalen Politik geworden. Ja, sie stellt geradezu die heimliche Großmacht dar, während die militärische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Volkes seine öffentliche Macht darstellen. Lüge und Gewalt sind die beiden Hauptmittel der Weltpolitik. Dies ist in einer Welt, deren Gott und Fürst ein Lügner und Menschenmörder von Anfang ist, nicht anders zu erwarten. Von diesen zwei Großmächten, der Lüge und der Gewalt, wird die Menschheit weitgehend regiert, ohne daß sie es weiß.
Zweckmäßigkeit ist daher noch kein Beweis für die Gerechtigkeit einer Sache und die Richtigkeit eines Unternehmens. Die Zwecklüge geschieht ja auch aus Zweckmäßigkeitsgründen und wird dadurch noch lange nicht zur Wahrheit. Und wie weit man damit kam, daß man lehrte: “Gut ist alles, was dem Volke nützt; schlecht ist alles, was dem Volke schadet”, haben wir ja in der Praxis gesehen. Mit dieser Staatsmoral kann man alle Maßnahmen rechtfertigen, die man für notwendig hält, um eine Vereinheitlichung auf allen Lebensgebieten herbeizuführen.
Daß der Staat, der einmal begonnen hat, diesen Weg der Zweckmäßigkeit zu gehen, bei konsequenter Durchführung dieser Grundsätze immer offener mit den ewigen Normen des göttlichen Rechtes in Konflikt kommt, ist unabänderlich.
Der Staat braucht zur Untermauerung seiner Maßnahmen eine einheitliche Staatsmoral.Was ihr widerspricht, schaltet er aus, einerlei, auf welche Weise er dies tut. Er erkennt daher die Tätigkeit religiöser Gemeinschaften insoweit an, als sie ihm dienlich sind, und er unterbindet alles das, was nicht zweckmäßig für den einheitlichen Staatsbetrieb ist.
Wie sich dies z. B. auf die Anstellung von Beamten, die Einrichtung von Schulen (Stichwort: Homeschooling, Anm. J.), die Gestaltung der Presse, der Rundfunkveröffentlichungen usw. auswirkt, ist Tag für Tag an der Praxis der verschiedensten Länder (und mittlerweile auch an der Praxis in Deutschland, Anm. J.) zu ersehen.
Wenn daher staatlicherseits die Zusammenarbeit der Konfessionen und der Zusammenschluß der Kirchen “eifrig gefördert” wird, so mag das für die Massen einen “sehr guten Eindruck” machen und als “überaus zweckmäßig” und “völlig im Interesse des Volkes liegend” anerkannt werden. Die Reinheit der Beweggründe und die Richtigkeit des Weges ist aber genau so zweifelhaft wie bei Verden a. d. Aller oder der Bartholomäusnacht in Paris oder der Vertreibung der Salzburger oder noch anderen, uns näher liegenden Vorgängen der neueren Geschichte. […]
(Hervorhebungen von mir; Quelle: Karl Geyer, Vier Wege zur Una Sancta
Im Berliner Tagesspiegel war heute ein interessanter Kommentar von Ursula Weidenfeld, Chefredakteurin des Wirtschaftjournals „impulse“ zu lesen. Weidenfeld beschreibt darin die Analogie der negativen Folgen von Sozialstransfers an pakistanische Immigranten in westlichen Aufnahmeländern, und deren Integrationserfolge, wenn Alimentierung und Einbürgerung nicht sofort zur Disposition stehen.
Wer dem Kindheitsalter entwachsen ist und die Integration nicht geschafft hat, ist für die Mehrheitsgesellschaft, für den Arbeitsmarkt und für ein erfolgreiches und gelingendes Leben im neuen Land in der Regel verloren. Das sagt niemand laut. Aber trotzdem ist es so.
Dabei gibt es Hinweise, unter welchen Bedingungen sich Erwachsene schnell und gut integrieren. So ist die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt in jenen Ländern besonders erfolgreich, in denen die erste Einwanderergeneration auf Bürgerrechte, Teilnahme an den sozialen Sicherungssystemen und Staatsbürgerschaft warten muss. Die Schweden beispielsweise gewähren ihren Migranten schnell Zugang zu den Sozialsystemen. Die Österreicher tun das nicht. Die Folge: In Schweden sind Migranten am schlechtesten in den Arbeitsmarkt integriert, in Österreich vergleichsweise gut.
Bemerkenswert sind auch die Unterschiede zwischen den Zielländern. So sind Pakistani, die in die USA gehen, in der Regel schon in der ersten Generation gut integriert. In England dagegen ist die Wahrscheinlichkeit viel geringer, dass ein pakistanischer Einwanderer Karriere macht. (…..)
Auch daraus ließen sich Schlüsse ziehen, wenn man sie ziehen wollte: Die Integration in den Arbeitsmarkt hängt entscheidend davon ab, mit wem Migranten umgehen und wie schnell sie Zugang zu den sozialen Leistungen eines Landes haben. Das ist unbequem. Und trotzdem wahr.
Dem wäre noch hinzuzufügen, dass inzwischen an eine Umkehr in ein Leistungsprinzip in Deutschland nicht mehr zu denken ist, da die meisten Parteien längst in Migranten ihr neues Wahlvolk sehen und dieses, anders als den deutschen Mittelständler, hofieren und umgarnen. Auch die stetig steigende Zahl von politisch und wirtschaftlich abhängigen Fürsorge-Objekten (sprich Hartz IV-Empfänger), ohne die Parteien wie die SED-Nachfolger, die Linke, jenseits der 1% Grenze lägen, spekulieren maßgeblich auf Machtgewinn, den sie sich durch ein wahlberechtigtes aber politisch unfreies Prekariat erhoffen.
Zweifellos wäre der Ansturm auf das Einwanderland BRD von bildungsfernen Unterschichten aus aller Welt ungleich kleiner, wenn Staatsbürgerschaft und Steuergelder der erwerbstätigen Minderheit nicht jedem Neuankömmling vor die Füße geschmissen würden, ohne auch nur die geringste Gegenleistung dafür erwarten zu dürfen.
Tape hatte hier vor ein paar Tagen einen Artikel von Michael Miersch zum Thema “Bio-Schweine-Haltung” verlinkt. Auch wenn ich die beiden Wissenschaftsjournalisten Maxeiner und Miersch sehr schätze, hier hat Miersch eindeutig Mist gebaut. Die einseitige Darstellung, wonach Biolandwirtschaft im Gegensatz zu konventioneller Landwirtschaft die reinste Tierquälerei sei, ist ungefähr genauso kurzsichtig wie die weit verbreitete Annahme, dass Obama der Messias sei und dass das böse Co2 unseren Untergang besiegelt. Kurz gesagt: hier hat er sich viel zu weit aus dem Fenster gelehnt.
Genauer beschäftigt habe ich mich mit seinem Artikel auf meinem Blog.
Gerade wurden wir Zeuge einer veröffentlichten Studie, die türkischen Zuwanderern in Deutschland in Bezug auf ihre Anpassungsfähigkeit und Nützlichkeit für dieses Land und die Gesellschaft, verheerende Noten vergab. Konsequenz daraus, werden wie gewohnt ausfallen, wenn die negativen Folgen einer unkontrollierten Zuwanderung muslimischer Unterschichten angesprochen werden. Forderungen nach noch mehr “Integrationsleistungen” der (unfreiwilligen) Aufnahmegesellschaft, das damit unvermeidlich verknüpfte Schuldbekenntnis, man habe zu lange zu wenig getan, müsse noch mehr tun, denn tatsächlich handelt es sich ja bei den Zuwanderen um Menschen, die hier, aufgrund der demographischen Lage, unverzichtbar seien. Ein großer Irrtum, welcher sich in der politischen Führungskaste hartnäckig hält. Gunnar Heinsohn schreibt 2007:
Schon 2005 träumen 52 Prozent der 18- bis 30-jährigen Deutschen von Auswanderung. Nur wer beizeiten geht, kann sich andernorts noch eine Altersversicherung aufbauen. Wie aber geht es hier weiter? Im Jahre 2005 gebären Migrantinnen und Ausländerinnen bei einem Bevölkerungsanteil von nur 19 Prozent bereits 35 Prozent der Babys. Wenn diese Kinder geschlechtsreif werden und ihren überdurchschnittlichen Geburtenanteil von 2005 halten, dann werden schon 2025 von 100 Neugeborenen 65 Migranten und Ausländer sein. Wenn auch diese Kinder zu 60 Prozent geringe oder gar keine Schulabschlüsse erwerben, dann sind auf Jahrzehnte hinaus von 100 Aktiven womöglich nur 50 oder 60 in einer Hightechnation erwerbsfähig.
Bereits jetzt werden 15 Prozent aller Kinder direkt in die Hartz-IV-Versorgung geboren. Wenn sich dieser Satz bis 2025 ebenfalls verdoppelt, wächst nur noch eine Minderheit der raren Neugeborenen in Bildungsnähe auf. Die Bremerinnen beispielsweise gebären schon 2005 über 40 Prozent aller Babys in die Sozialtransfers.
Von 100 Aktiven, die nach 2030 für mehr als 100 Alte sorgen müssen, sind also nur 70 dazu auch fähig. Die müssen dann auch noch für 30 Gleichaltrige und deren Nachwuchs die Transfers verdienen. Deshalb können nur Toren die zukünftigen Leistungsträger, aber auch die neuen Elterngeldkinder in Deutschlands Bevölkerungsvorhersagen einfach weiter mitrechnen. Quelle
Was offensichtlich ist, wird von der Politik stur geleugent, weichgespült, beschönigt oder unter den Tisch gekehrt. Auch die Reaktionen auf die Studie, die man schockiert zur Kenntnis nimmt, fallen erwartungsgemäß aus: Türkische Lobbyisten stellen dreiste Forderungen, “die Grünen forderten Reformen im Bildungssystem. Die FDP setzte sich für eine Verbesserung der Integrationskurse ein, um auf die individuellen Voraussetzungen der Einwanderer eingehen zu können. Die CSU warb für eine bessere Kontrolle der Integrationsfortschritte.” (FAZ)
So hielt Kanzlerin Merkel am 17.12.08 eine Rede, in der sie die Zuwanderung als Segen der Nation darstellt. Sie weist zwar zaghaft darauf hin, dass es wichtig für Zuwanderer sei, die Sprache zu erlernen, scheint dies aber maßgeblich als Aufgabe der Gesellschaft zu sehen. Der Tenor der Rede läßt sich anhand dieser Passage feststellen:
Wir haben erkannt, dass Migration unser Land verändert hat, weiter verändern wird und unser Land bereichert. Wir haben erkannt, dass wir die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der Herkunft dringend durchbrechen müssen.(…)
Heute leben 15 Millionen Menschen in unserem Land, die selbst oder deren Eltern zuwanderten. Jeder Fünfte hat also Wurzeln im Ausland. Das ist unsere Lebensrealität in Deutschland. Es ist gut so, dass die meisten von ihnen nicht einfach nur ein Zuhause haben, sondern dass sie sich hier auch zu Hause fühlen. Das soll auch so sein. Sie sind erfolgreiche Arbeitnehmer und Unternehmer, Schriftsteller und Journalisten, Sportler und Künstler. Glücklicherweise kennt jeder von uns gelungene Beispiele von Integration, die uns die Chance und die Kraft geben zu sagen: Das, was noch zu tun ist, müssen wir leisten. Quelle (…)
Das erfreuliche an der Studie ist, dass sie nicht pauschal Zuwanderer, so wie Merkel dies in ihrer kleinmütigen Rede, benennt, sondern differenziert. Ganz so, wie dies die Gesellschaft schon lange tut. Nicht irgendwelche Ausländer schaden unserer Gesellschaft, sondern speziell muslimische Zuwanderer, von denen die größte Gruppe aus der Türkei stammt.
Ob diese jungen Menschen Schriftsteller, Journalisten oder Unternehmer sind oder noch werden, darf man zurecht bezweifeln:
Tatzeit: 18.10.2008, 02:00 Uhr Tatort: Hamburg-St. Georg Der Geschädigte war zuvor mit seiner Freundin unterwegs. Am Hauptbahnhof stiegen beide aus der U-Bahn aus und die 26-jährige Frau wurde von einem der späteren Täter unsittlich berührt. Auf dem Bahnhof kam es deshalb zu einem verbalen Streit und im weiteren Verlauf schlug eine Person aus der dreiköpfigen Tätergruppe dem 24-Jährigen eine Flache auf den Kopf. Anschließend flüchteten die drei Männer. Ein Rettungswagen brachte den Geschädigten mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Quelle
Diese jungen Männer wurden inzwischen verhaftet und wieder auf freien Fuß gesetzt. Wahrscheinlich um die deutsche Kultur zu bereichern.
Nun heißt es endgültig Abschied nehmen von George W. Bush als Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde hier (1|2) und in anderen Enklaven der Vernunft, die man im Internet noch findet, schon wiederholt geschrieben. Trotzdem, noch einmal:
George W. Bush war ein großer Präsident und Staatsmann. Acht Jahre lang hat er seiner Nation gut gedient, sie durch schwere Zeiten geführt und würdig vertreten. Er ist in der Zeit unter dem immensen Streß sichtbar gealtert, aber er ist sich und seinen Überzeugungen, für die er zwei Mal gewählt wurde, treu geblieben, und er hat sich von allen noch so unverschämten und niederträchtigen Angriffen im In- und Ausland nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sein Auftreten war stets sympathisch, höflich, korrekt und des wichtigsten und schwierigsten Amtes der Welt angemessen.
Daß die USA und er selbst gemäß den so gerne zitierten Umfragen derart unbeliebt sind, liegt, das kann man gar nicht abstreiten, natürlich immer auch an den handelnden Personen, folglich trägt vor allem die Art, wie er seine Politik verkaufte, daran eine gewisse Mitschuld. Tatsächlich hätte vor allem in den letzten Jahren seine Entscheidungen offensiver verteidigen müssen (ob das etwas an deren Ansehen geändert hätte, sei dahingestellt). Ferner gibt es, dies soll ebenfalls gar nicht bezweifelt werden, nicht wenige Entscheidungen, die er anders hätte treffen sollen oder gar müssen. Und: Es gab während seiner Amtszeit auch Dinge, die vielleicht (mindestens nach Meinung seiner Regierung) im Interesse seines Landes lagen, aber nicht in jenem anderer Länder, auch nicht Deutschlands. Daß dies dann in den nachteilig betroffenen Ländern auf Kritik und Diskussion stoßen wird und sollte, versteht sich von selbst.
Zu einem großen Teil sind die Ursachen der hinlänglich bekannten (vorsichtig ausgedrückt) Antipathie gegen George W. Bush und die USA aber nicht bei ihm selbst oder seinem Land zu suchen, sondern bei denjenigen Betrachtern, die eben diese negativen Ansichten haben. Mit anderen Worten: Es war ja nicht seine Schuld, daß die Menschen in Europa und anderswo entweder aufgrund ohnehin antiamerikanischer Einstellung nicht verstehen wollten oder aber wegen der durchweg katastrophalen Berichterstattung der Massenmedien überhaupt nicht verstehen konnten, warum die Befreiung Iraks wenn schon nicht als solche richtig, so doch jedenfalls nun wirklich nie ein “Krieg für Öl” einer “kriegerischen” Weltmacht war. Präsident Bush konnte auch nichts dafür, daß die meisten Leute sich vor 2003 für den Irak kaum interessiert hatten und deshalb nicht wissen konnten (oder einfach nicht wahrhaben wollten), daß Saddam ein Massenmörder mit hunderttausenden Opfern war, der seine eigene Bevölkerung folterte und sehr wohl sogar bereits Massenvernichtungswaffen gegen selbige eingesetzt hatte, und daß seine Ersetzung mit einer demokratischen Regierung jenseits aller Diskussionen über die “wahren” Gründe des Irakkrieges und der Fragestellung, ob das Ganze die Kosten in Blut und Geld wert sei, jedenfalls an sich positiv wäre.
Auch konnte der amerikanische Präsident die Menschen schließlich nicht zwingen, sich einmal zu informieren, wie viele bewaffnete Konflikte ohne amerikanische Beteiligung, aber mit viel mehr Opfern es auf der Welt gibt, gegen die Lichterketten wohl sehr viel angebrachter gewesen wären (auch wenn die natürlich ohnehin nichts bringen). Er konnte auch nicht die Journalisten zwingen, in jene betroffenen Länder zu reisen und dort von dem Leid der Menschen zu berichten und die Kriegsverbrechen zu untersuchen, die ununterbrochen und systematisch geschehen. Er konnte ferner die Medien und die Bevölkerung nicht zwingen, sich einmal über die Art der Kriegsführung anderer Länder zu informieren und dem den Aufwand und die Kosten gegenüberzustellen, welche die amerikanischen Streitkräfte einsetzen, um Zivilisten zu schützen. Und auch zu der Erkenntnis, daß in Afghanisten und im Irak in relativ kurzer Zeit und mit - zumindest bei regulären Kampfhandlungen - relativ wenigen Opfern auf allen Seiten (wohlgemerkt: jedes Opfer ist natürlich eines zu viel) erstaunlich viel erreicht wurde, konnte er niemanden zwingen. Auch die Erfolge beim Wiederaufbau der von Saddam und den Taliban ruinierten Länder konnte er nur erwähnen, aber wenn die Menschen seine Reden nicht hören wollen und es ohnehin besser “wissen”, anstatt den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen selbst zu überprüfen (das Internet läßt es zu), ist das kaum seine Schuld. Selbiges gilt für die simple, aber doch immer wieder in blendender Naivität bestrittene Tatsache, daß es den Islamismus und daraus entstehenden Terrorismus schon lange vor seinem Amtsantritt gab.
Zusammengefaßt: Die Unwissenheit, Ignoranz und Faulheit sowie teilweise die ideologische Voreingenommenheit vieler Journalisten und (unter anderem als Folge dessen) die Tatsache, daß die meisten Menschen sich nur mit den Handlungen der USA beschäftigen, diese aber kaum jemals in einen Kontext stellen und sie deshalb oftmals in so unrealistischer, überzogener oder naiver Weise kritisieren, kann man nicht dem amerikanischen Präsidenten anlasten. Wohlgemerkt: Das Thema “bewaffnete Konflikte” ist bei allem Gesagten nur eines der besonders kontroversen Beispiele, denn bei anderen Themen läuft es ja ähnlich.
Und was die Unbeliebtheit außerhalb der westlich-freiheitlich geprägten Welt angeht: Natürlich hassen die Diktatoren und sonstigen Schurken dieser Welt die USA. Ob sie nun dem Islamismus, dem Sozialismus oder einer anderen Ideologie angehören - kein Land der Welt steht so eindeutig für jene Werte, die jedes totalitäre System bekämpfen muß, weil sie ihm gefährlich sind. Der Haß der Tyrannen entsteht aber vor allem aus dem Wissen, daß die USA diese Werte - im Gegensatz beispielsweise zu Europa - auch anderswo in der Welt durchsetzen oder verteidigen können, wenn sie es denn wollen. In der Tat waren und sind die USA die einzigen, die (im Rahmen ihrer auch nicht unbegrenzten Möglichkeiten) für Stabilität in der Welt sorgen und verhindern können, daß jeder Diktator nach eigenem Gutdünken Krieg gegen seine eigene Bevölkerung oder gegen andere Länder führen kann. Es versteht sich nun von selbst, daß jene Diktatoren und in der Folge auch die von ihnen durch staatlich kontrollierte Medien und Bildungssysteme manipulierten Massen einen Präsidenten um so mehr hassen, wenn er auch tatsächlich erwiesenermaßen willens ist, für die Freiheit in der Welt einzutreten. Einen Präsidenten dagegen, der Schwäche zeigt und die ureigenen Werte zur Verhandlung stellt, der folglich berechenbar und keine Gefahr für ihre Macht und ihre Pläne ist, und den man im Ernstfall schnell mit Absichtserklärungen zufriedenstellen kann, müssen sie nicht hassen.
Insofern war die Unbeliebtheit von Präsident Bush bei den Schurkenregimen dieser Welt, und in der Folge eben zwangsläufig leider auch bei einem Großteil von deren Bevölkerung, stets ein positives Zeichen. Lieben könnten sie ihn aus den genannten Gründen ohnehin niemals. Dann ist es gut, wenigstens respektiert oder gar gefürchtet zu werden. Genau darauf dürften ja auch außenpolitische Erfolge seiner Amtszeit wie etwa der Abzug Syriens aus dem Libanon oder die Einstellung des Strebens von Libyen nach Massenvernichtungswaffen zurückzuführen sein.
Die amerikanischen Demokraten und ihre Freunde in den Massenmedien haben die vorgenannten Ursachen für die Unbeliebtheit von Präsident Bush aber leider, vermutlich absichtlich, falsch interpretiert. Sie scheinen inzwischen, ebenso wie es hierzulande dem Mainstream entspricht, die Meinung einer imaginären “Weltgemeinschaft” für den wichtigsten Maßstab zu halten, wichtiger als das Festhalten an eigenen Werten. Dabei sollte für jemanden, dessen moralischer Kompaß noch funktioniert, klar sein, daß eine Sache nicht dadurch falsch wird, daß Millionen Menschen dagegen sind; genauso wenig, wie eine Sache dadurch richtig wird, daß Millionen dafür sind.
Aber natürlich war es offenbar auch für den normalen amerikanischen Wähler irgendwann schwer, die Frage zu beantworten, ob man selbst oder all die vielen Menschen auf der Welt recht haben, die das eigene Land und seine Werte so zu hassen scheinen und es für alles Übel auf der Welt verantwortlich machen. (Sie stehen damit übrigens nebenbei bemerkt vor einer Frage, die sich Konservative in Deutschland inzwischen ganz ähnlich stellen mögen: Haben vielleicht doch alle anderen Recht, und wir sind nur zu dumm, um es zu erkennen?) Für die Antwort darauf ist der genannte moralische Kompaß natürlich unverzichtbar - und die Zerstörung genau dessen ist ja leider unter anderem Folge des politisch korrekten Mehltaus, der sich über alle westlich-freiheitlichen Gesellschaften zu legen scheint.
Präsident Bush kann jedenfalls von sich behaupten, daß sein eigener moralischer Kompaß bis zum Schluß seiner Amtszeit intakt blieb. Ohne nun illusorisch davon auszugehen, die ganze Welt in kurzer Zeit verbessern zu können oder gar zu müssen, hat er an Werten wie Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung, der universellen Geltung der Menschenrechte, der Wertschätzung der Familie und des eigenen Landes, und nicht zuletzt der Überlegenheit der Marktwirtschaft als einzigem erwiesenen Garant für dauerhaften und universellen Wohlstand festgehalten. Und wenn die selbsternannten europäischen “Eliten” uns noch hundert Mal einreden wollen, wie falsch diese Werte sind: Sie sind es nicht. Und jeder amerikanische Politiker, geschweige denn Präsident, der sich von dem hiesigen Geschwätz beeinflussen läßt und von diesen Grundlagen abrückt, ist schwach und dumm, und ein Verräter an den mühsam und blutig erkämpften Werten der westlich und - nicht zu vergessen - zu einem guten Teil amerikanisch geprägten Zivilisation, und wird bei den nächsten Wahlen hoffentlich die Quittung dafür bekommen. (Dasselbe gilt im Grundsatz natürlich auch für europäische Politiker, aber da ist man ja schon nichts anderes mehr gewohnt, und die Wähler erwarten es offenbar auch nicht mehr anders.)