Auf PI gab es neulich einen Beitrag zu einer Diskussion zwischen einer Islamkritikerin und dem berühmt-berüchtigten Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz, der selbst dem sonst dummgläubigen Spiegel Online bisweilen suspekt ist, weil er auf einen Radikalen-Schule sein Handwerkszeug erlernte, mit Komplizen der ägyptischen Muslimbruderschaft befreundet ist und deren Weisungen befolgt. Nachdem die Münchner Moschee gescheitert ist, will Idraz zum Zwecke unser aller Bekehrung ein “Zentrum für Islam in Europa - München” (ZIE M), mit angeschlossener Füsilierkaserne, sprich Ausbildungsstätte für deutschsprachige Imame, errichten. Um für sein Projekt zu werben, absolviert der professionelle Kreidefresser gern Diskussionen mit der autochthonen Bevölkerung.
Die islamkritische Diskutantin schlug sich wacker, machte aber ein paar Fehler, die wir in ähnlichen Fällen vermeiden wollen.
Diskutantin: “Sind Sie bereit, sich vollkommen von der barbarischen Scharia zu distanzieren?”
Kreidefresser: “Wie kommen sie auf den Begriff barbarische Scharia?”
Das ist falsch, weil die Debatte damit emotionalisiert wird. Und es ermöglicht ihm, mit einer Gegenfrage zu kontern, wodurch die Diskutantin in die Defensive gedrängt wird. Besser wäre es, zu fragen, ob er bereit ist, auf die Scharia zu verzichten. Im Hinterkopf dabei der Hinweis, dass ein Bruder, der deutsche Muslimführer, Ayyub Axel Köhler, auf “diese Ethik (d.i. auf die Scharia) nicht verzichten will. Statt dessen rennt sich die Diskutantin fest:
“Die Scharia ist barbarisch.”
Kreidefresser: “Was ist die Scharia?”
Diskutantin: “„Die Scharia ist das islamische Gesetz!”
Kreidefresser: “Wo steht das?”
Diskutantin: “In Ihren Büchern.”
Zweiter Fehler. Bessere Antwort wäre: “Das lernt jeder Student der Islamkunde im ersten Semester: Die Scharia ist das islamische Recht, das nach Auffassung der Muslime direkt von Allah kommt. Sie nennen es das ‘göttliche Recht’. Die Scharia legt in allen Bereichen fest, wie die Muslime leben sollen.” Stattdessen hat der Kreidefresser eine neue Gelegenheit, den Hieb zu parieren:
“In welchem Buch? Mein heiliges Buch ist der Koran.”
Diskutantin: “Im Koran sind doch die Grundlagen der Scharia.” Endlich ein Punkt. Oder ein halber, denn der Kreidefresser geht zurück und holt noch einmal den ersten Fehler aus der Schublade, er sagt:
“Der Islam hat keine barbarische Scharia.” Und damit hat er sogar recht, denn aus Sicht der Muslime ist die Scharia eben nicht barbarisch, sondern das Beste für den Menschen.
Diskutantin: “Da werden also keine Hände abgehackt und Frauen gesteinigt?” Das stimmt zwar alles, ist aber wieder ein falscher Zug, weil es auf den Emo-Weg führt. Besser würde sie hier aus dem Koran zitieren (’Dem Dieb und der Diebin schneidet die Hände ab’, ‘Achtzig Peitschenhiebe für Hurer’ [Die Steinigung wurde erst später per Hadith eingeführt, sie steht nicht im Koran]). Wenn diese Koranverse aus seinem ‘Heiligen Buch’ vorgelesen würden, wäre er in der Defensive und müsste sich rechtfertigen.
Später legt der Kreidefresser noch nach: “Der Koran gilt für mich nur für die religiösen Dinge. In Deutschland ist für mich das Grundgesetz gültig.”
Er antwortet damit auf eine Frage, die gar nicht gestellt wurde, landet aber wieder einen Punkt, weil er sich auf das Grundgesetz beruft, was den Gutmenschen immer wieder gefällt. Die Scharia ist nicht das Pendant zum Grundgesetz, sondern zum Bürgerlichen Gesetzbuch, zum Standesrecht, zum Strafgesetzbuch UND zum Grundgesetz, weil die Scharia alles umfasst. Man hätte ihn besser danach gefragt, auf welche Teile der Scharia er zu verzichten bereit ist. Man hätte ihn dann aus der Spur locken können, dass er (zunächst) nicht alle Teile haben will, sondern, im Sinne einer Scheibchentaktik, erst mal auf die strafrechtlichen Teile der Scharia verzichtet, nur die “Ethik” haben will, dann das Standesrecht (Regelung von Heirat, Scheidung, Erbschaft) und dann nach und nach die anderen Teile.
Und an die beste aller Fragen hat sich die Diskutantin leider nicht herangetraut. Sie geht so: “Sie sind Muslim, berufen sich auf den Heiligen Koran und Islam. Auch Ihr Glaubensbruder Osama BinLadin beruht sich auf Islam und den Heiligen Koran. Wer steht steht Ihnen näher: bin Ladin oder ich?”
Da müsste er Farbe bekennen, denn nach seiner Lehre stehen im alle Glaubensbrüder näher als ‘Ungläubige’.