Rush Limbaugh Quote of the Day

"I hope I didn't shock you, folks, by telling you that Iran may be working on a bomb, but the UN just announced that that's what they think might be going on."
18. Dezember 2009

Ganz Palästina soll es sein!

Von Ari Shavit

Die Katze ist aus dem Sack: Palästina, ganz Palästina. Vor hunderttausend Menschen im Stadtzentrum von Gaza erklärte Ismail Haniyeh diese Woche das Ziel der Hamas. Der gemäßigte Ministerpräsident des gemäßigten Flügels der religiösen Palästinenserorganisation verkündete öffentlich, welche Friedenslösung seine Regierung anstrebt.

Nicht die vollständige Befreiung des Gaza-Streifens ist die ultimative Lösung. Auch nicht ein palästinensischer Staat. Die ultimative Lösung ist die Befreiung ganz Palästinas.

Haniyeh sagte dies nicht wortwörtlich, aber seine Worte sind klar. Die Hamas fordert Ramle und Lod, Haifa und Jaffa, Abu Kabir und Sheikh Munis. Sie fordert auch das Land, auf dem dieser Kommentar geschrieben worden ist, und auch das Land, auf dem dieser Kommentar gedruckt wird. Auch den Boden, auf dem die Haaretz-Redaktion steht, und auch den Boden, auf dem die Druckerei der Haaretz steht. Haaretz, das Land, das ganze Land. Großpalästina.

In den vergangenen Jahren haben uns nicht wenige Experten versichert, dass die Hamas es eigentlich gar nicht so meint. Die Hamas mache nur einen auf hart, ihre Ziele seien aber edel: Hudna, grüne Linie, Koexistenz. Leben und leben lassen. Aber keine Botschaft, die irgendein Hamas-Führer irgendeinem Diplomaten hinter verschlossenen Türen übermittelt, hat den gleichen Wert wie die Botschaft, die Haniyeh den Massen übermittelt hat. Was zählt, ist allein, was der palästinensische Führer seinen lauschenden Volksgenossen direkt und offen zu Gehör gebracht hat. Palästina, ganz Palästina. Jedes Stück israelischen Landes, auf dem irgendein israelischer Bürger oder irgendeine israelische Bürgerin lebt. Sein Haus, dein Haus, unser Haus. Der Boden unter unseren Füßen.

Gegen die Hamas steht augenscheinlich Mahmoud Abbas. Vorgestern erzählte Abbas dem Haaretz-Reporter Avi Issacharoff, dass man innerhalb von sechs Monaten zu einem Abkommen gelangen könnte. Ein kleines Problem: Ähnliche Dinge sagte man uns, als 1995 das Beilin-Abu-Mazen-Abkommen formuliert wurde. Ähnliche Dinge sagte man uns 2000 am Vorabend des Camp-David-Abkommens. Ähnliche Dinge versicherte man uns, als 2004 die Genfer Initiative unterzeichnet wurde. Ähnliche Dinge versicherte man uns, als Israel 2007 nach Annapolis ging.

Doch jedes Mal, wenn ein israelischer Führer einen weiteren Schritt auf Abbas zuging, wich dieser aus. Bis heute hat Abbas nicht positiv auf den 100%-Vorschlag reagiert, den ihm der frühere Ministerpräsident Ehud Olmert vor 15 Monaten auf den Tisch gelegt hat.

Man kann verstehen, warum Abbas Binyamin Netanyahu und Avigdor Lieberman misstraut. Nicht zu verstehen ist, warum Abbas wieder und wieder Ehud Barak, Olmert und Yossi Beilin ausgewichen ist. Warum hat der palästinensische Friedensführer niemals einen Friedensvertragsentwurf unterzeichnet und nie einen Friedenskompromiss vorgeschlagen.

Beni Begin behauptet, der Grund hierfür liege darin, dass auch die Fatah auf ihre Weise eine Großpalästina-Bewegung sei. Andere behaupten, der Grund liege darin, dass Abbas ein Flüchtling aus Zfat ist, der niemals auf sein Rückkehrrecht verzichten würde. Manche behaupten, dass Abbas will, aber nicht kann, und manche glauben, dass er kann, aber nicht will.

So oder so, Mahmoud Abbas spielt ein trügerisches Spiel. Seit 21 Jahren spricht er von zwei Staaten, ohne bereit zu sein, den palästinensischen Preis zu zahlen, der für die Zwei-Staaten-Lösung zu entrichten ist.

Die Wahrheit ist hart. Die Besatzung frisst Israel auf. Zerstört seine moralischen, demokratischen und politischen Grundlagen. Sowohl die Hamas als auch die Fatah erschweren eine Beendigung der Besatzung jedoch sehr. Solange die Hamas den Gaza-Streifen beherrscht, sich bis an die Zähne bewaffnet und die Unterstützung eines Drittels der Palästinenser genießt, hat sie ein Vetorecht bei jedem politischen Fortschritt. Solange die Fatah nicht bereit ist, den jüdischen Nationalstaat anzuerkennen und nicht darin einwilligt, dass der palästinensische Staat entmilitarisiert sein wird, gibt es keine Aussicht auf ein Friedensabkommen.

Haniyeh und Abbas treiben Israel auf je eigene Weise in eine Falle. Nur ein Tor könnte glauben, dass weitere Verhandlungen über ein Endstatusabkommen Israel aus der Falle befreien würden. Die Alternative zu einem Endstatusabkommen ist aber nicht die Fortsetzung des Status quo. Die Alternative ist eine israelische Initiative. Der Plan von Shaul Mofaz ist eine Möglichkeit, eine zweite Abkoppelung eine andere.

So oder so - Israel muss selbst mit der existentiellen Bedrohung der Besatzung fertig werden. Die Zeit läuft aus, die Zeichen stehen an der Wand. Palästina, sagt die Wand, ganz Palästina.

(Haaretz, 17.12.09)

Autor: Huwi | Abgelegt unter Palästinenser, Paläontologische Autonomiegebiete, Fatah, Hamas & Co., Israel
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03. Dezember 2009

Libanesische Regierung: Keine Entwaffnung der Hisbollah


Die neue Regierung im Libanon hat der schiitischen Terrororganisation Hisbollah am Mittwoch die Genehmigung erteilt, all ihre Waffen behalten zu dürfen. Die Entscheidung wurde in einer offiziellen Erklärung veröffentlicht, die die Ziele der neuen Regierung für die nächsten vier Jahre umreißt.

Der Regierungsbeschluss läuft der UN-Resolution zum Ende des zweiten Libanonkriegs zuwider, der zufolge sich die Terrororganisation entwaffnen sollte.

Erst am Montag hatte Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah, der jüngst für eine weitere Amtszeit gewählt wurde, die Fortsetzung des Terrors gegen Israel angekündigt. “Die Geschichte des israelisch-arabischen Kriegs hat bewiesen, dass der bewaffnete Kampf und der militärische Widerstand der beste Weg ist, um die Besatzung zu beenden.”

Weiter führte Nasrallah aus: “Der Verhandlungsweg hat beweisen, dass das zionistische Gebilde nur hochmütiger und stärker wird und dass es keinerlei Absicht hat, zu einem Abkommen zu gelangen. Daher ist der Widerstand gegen die Besatzung und gegen Israel der beste Weg.”

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat der libanesischen Regierung vergangene Woche übermittelt, dass sie die Verantwortung für alles trage, was sich an der Grenze zwischen bedien Staaten abspiele. Sollte es zu einer weiteren gewaltsamen Auseinandersetzung mit der Hisbollah kommen, wäre davon der gesamte Libanon betroffen.

(Haaretz, 02.12.09)

Autor: Huwi | Abgelegt unter Mittlerer & Naher Osten, Fatah, Hamas & Co., Israel
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07. November 2009

Rahels Grab - eine Moschee?

Für die arabischen Fälscher spielt es keine Rolle, wann sie ihre Propagandalügen erfinden. Manche stammen wohl aus der Zeit vor ein paar Jahrhunderten, aber die meisten sind doch sehr viel jüngeren Datums. Eines davon hat sich einmal mehr Elder of Ziyon herausgegriffen: Das Rahel-Grab bei Bethlehem soll eine Moschee sein/gewesen sein und die Juden haben sie widerrechtlich okkupiert. Das hat natürlich Folgen in der Sichtweise und dem Umgang der Araber: Was Moschee ist, darf nicht durch Gebete anderer Religionen verunreinigt werden.

Das steht natürlich im größeren Zusammenhang, den Juden jegliche historische Verbindung zum Land Israel abzusprechen – ebenfalls eine Entwicklung, die aus jüngster Zeit stammt. Dass damit allen historischen Berichten und sogar Fotos widersprochen wird, egal.

Die Übersetzung des Textes von Elder of Ziyon befindet sich auf den Nahost-Infos.

Autor: Uebersetzer | Abgelegt unter Palästinenser, Nahost-Konflikt, Israel
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04. November 2009

Israel karpert Hisbollah-Waffen

SpOn:

Jerusalem - Das Spezialkommando der israelischen Kriegsmarine hat den mit Waffen beladenen Frachter rund 160 Kilometer vor der Küste Israels aufgebracht. Medienberichten zufolge hat das Containerschiff Raketen und andere Waffen aus Iran geladen, die für Syrien oder die libanesischen Hisbollah-Miliz bestimmt gewesen sein sollen. Die Waffen und die Munition seien als zivile Fracht getarnt und in Containern versteckt gewesen, sagte eine Armeesprecherin. An Bord hätten sich unter anderem Luftabwehrraketen und Panzerfäuste befunden. Das Schiff sei unter der Flagge des Karibikstaats Antigua gefahren.

Nicht schlecht, der Mossad  versteht offensichtlich noch immer sein Handwerk!

Autor: Huwi | Abgelegt unter Nahost-Konflikt, Iran / Persien, Militär, Mittlerer & Naher Osten, Fatah, Hamas & Co., Israel
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05. Oktober 2009

Jerusalem, Hauptstadt der Juden

Isreal hat Jerusalem als Hauptstadt. Nicht, dass das irgendwen wirklich interessieren würde - sämtliche Staaten der Welt haben spätestens Anfang der 1980-er Jahre ihre Botschaften aus Jerusalem nach Tel Aviv verlegt. Und unsere Medienschaffenden schreiben/sprechen gerne von “Tel Aviv”, wenn sie Entscheidungen der israelischen Regierung berichten. Dass Jerusalem die Hauptstadt der Juden ist, wird praktisch ignoriert. Im Fall der Qualitätsmedien-Formulierung “Tel Aviv” kann so mancher versucht sein antisemitische Tendenzen zu vermuten.

Richtig “interessant” wird es dann aber bei Arabern. Die behaupten zunehmend, die Juden hätten keinerlei historische Verbindung zu Jerusalem. Damit wollen sie Israel ins Unrecht setzen und die heiligste Stadt des Judentums für sich allein beanspruchen. (Praktisch: Wenn die Juden keine Verbindung zu Jerusalem haben, haben die Christen sie auch nicht, denn das Christentum stützt sich ja auf das Vorhandensein der Juden und des jüdischen Tempels in Jerusalem.)

Zwar werden seit Jahren immer weitere archäologische Funde zutage gefördert, aber da lässt sich schön behaupten, das seien alles Fälschungen (passiert ja auch regelmäßig). Außerdem wird an den entscheidenden Stellen gar nicht gegraben, denn da drüber stehen die zwei Moscheen und wir wissen ja, welches Theater und welchen Lügensturm alleine schon die Grabungen in mehreren Hundert Metern Entfernung “hervorrufen”.

Was sich nicht widerlegen lässt, weil zu reichlich vorhanden, verbreitet und dokumentiert, sind antike Schriften. Die Römer, die Griechen, auch Ägypter usw. haben ihre Archive gehabt und staatstragend über die Juden geschrieben. Auf die Idee, das zu untersuchen, ist offenbar lange niemand gekommen. Letztes Jahr aber schrieb Rivka Fishman-Duker für die JCPA einen Aufsatz über die Beschreibung Jersualems in antiken Schriften. Die JCPA hatte eine Kurzfassung davon als deutschsprachige Übersetzung auf ihrer Internetseite “Jerusalem-Zentrum” eingestellt. Hier ist nun eine komplette Übersetzung.

Autor: Uebersetzer | Abgelegt unter Nahost-Konflikt, Israel
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11. September 2009

Kurzes Entsetzen bei der Hamas,

doch die UNO konnte sie schnell wieder beruhigen.

Was war passiert, dass die harten Krieger aus dem Gazastreifen so in Panik versetzte? Heimliche Einleitung von verflüssigtem Schweinefleisch in die Wasserleitungen? Per Hubschrauber abgeworfene Pornos über Gaza? Oder gar die Entscheidung der EU, Terror gegen Israel nicht weiter zu finanzieren?

Nein, viel schlimmeres:

Die palästinensische Terrororganisation Hamas war vergangene Woche aufgrund des Gerüchts in Aufruhr geraten, wonach die UN-Flüchtlingsorganisation UNRWA an ihren Schulen im Gaza-Streifen auch den Holocaust in den Lehrplan aufnehmen wolle.

Oh mein Gott… -äh Allah!

Die Washington Times hat dieser Angelegenheit einen kritischen Leitartikel gewidmet.

“Kein Grund zur Aufregung; die UNO hat dies geschwind dementiert. Karen AbuZayd, die UNRWA-Generalkommissarin, betonte am 1. September, dass der Lehrplan an den Schulen Gazas keinerlei Hinweise auf den Holocaust enthalte. “Ich kann die Behauptungen, dass der UN-Schullehrplan irgendetwas über den Holocaust enthält widerlegen”, sagte sie. “Jeder kann einen Blick in die Schulbücher werfen.” Die Unterrichtspläne werden im regionalen UN-Büro entworfen und von palästinensischen Redakteuren geprüft. Es besteht keine Chance, dass der abwegige Verweis Auschwitz oder ein Zitat aus dem Tagebuch der Anne Frank einschleichen könnten.

Nicht, dass die Palästinenser nicht an einer guten Schauergeschichte interessiert wären. Ein hochrangiges Gremium soll die in der schwedischen Zeitung Aftonbladet erhobenen Vorwürfe untersuchen, dass israelische Soldaten systematisch toten palästinensischen Teenagern Organe entnommen hätten. Aftonbladet hat inzwischen zugegeben, dass es keine Beweise für diese gräulichen Anschuldigungen gibt, aber die Palästinenser haben geschworen, ihnen auf den Grund zu gehen.

Wir fragen uns, welche Emotionen den palästinensischen Befürchtungen nach durcheinander gebracht würden, sollten ihre Kinder etwas über den Holocaust erfahren. Die Kinder in Gaza werden mit vernunftlosem, bitterem Hass gegen Juden großgezogen, damit sie zu Radikalen, Terroristen und Selbstmordattentätern heranwachsen. Das Lernen über den Holocaust könnte ihnen heilsamere Emotionen vermitteln, wie Empathie, Verständnis und Mitgefühl. Man beschreite diesen Weg, und wer weiß, wohin er führen wird. Vielleicht zum Frieden.”

Den ganzen Artikel hier.

Autor: Huwi | Abgelegt unter Mittlerer & Naher Osten, UNO, Islam allg., Paläontologische Autonomiegebiete, Judeophobie, Fatah, Hamas & Co., Antisemitismus, Israel
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15. Juli 2009

Zensur bei FOCUS Online

Heute während einer kurzen Pause hatte ich auf Arbeit einen Artikel über Google News im Focus entdeckt: http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/gazakrieg-vorwuerfe-gegen-israelische-streitkraefte_aid_416997.html

Daraufhin schrieb ich einen kurzen Kommentar in etwa folgenden Inhalts:

“Wer weiß, wie viele von den Soldaten zur Zeit der Kampfhandlungen in der Etappe waren oder die Front sonst nur vom Hörensagen können. Namentlich nicht genannt, keine Angaben über Ort und Zeit der Vorfälle oder Zeugen. Aber wenn es gegen Israel geht, reichen offenbar selbst Gerüchte für eine weltweite Schlagzeilenkampagne.

Wenn die Hamas bloß mal so nett wäre, endlich damit aufzuhören, Terror gegen Israel zu betreiben, würde es auch keinen Militäreinsatz geben.”

Bis jetzt ist der Text nicht erschienen, einige andere, die später verfasst wurden, jedoch schon. Komischerweise alle einhellig die These des Artikels stützend und gegen Israel gerichtet.

Sind wir jetzt schon so weit, dass Leserkommentare schon dann zensiert werden, wenn auf eine wie ich meine keinesfalls unsachliche Weise eine Anti-Israel-Kampagne hinterfragt wird?

Autor: Huwi | Abgelegt unter Aus dem Irrenhaus, Political Correctness, Judeophobie, Medienwelt, Left Trash, Israel
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10. Juli 2009

Was ist mit der jüdischen Nakba?

Von Ada Aharoni

Einer der Hauptgründe der neuen Antisemitismuswelle, die gegenwärtig durch Europa rollt, ist die palästinensische Propagandakampagne; sie hat ein antijüdisches Klima geschaffen. Um diesem Grundelement zu begegnen, müssen wir die Wahrheit über die Vertreibung von Juden aus arabischen Staaten ans Licht bringen.

Die Welt hört nur von den Ungerechtigkeiten, die palästinensischen Flüchtlingen widerfahren sind, aber von dem Desaster, das die Juden erlitten haben, die aus arabischen Ländern vertrieben wurden, vor allem aus Ägypten, Syrien, Irak und Syrien, ist beinahe nichts bekannt. Ein Vergleich zwischen den Ereignissen offenbart, das die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge von 1948 - 650 000 Menschen - niedriger ist als die Zahl der jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern, die sich auf 900 000 Menschen belief (laut UNRWA).

Wie der Internationale Gerichtshof in Den Haag dokumentiert hat, war das Eigentum, dass die Juden in den arabischen Staaten zurücklassen mussten - sowohl Privat- als auch Gemeindeeigentum - von sehr viel höherem Wert als das, das die Palästinenser in Israel zurückließen.

Juden sind in arabischen Staaten in der Tat einer “ethnischen Säuberung” anheim gefallen. Nur einige wenige Juden leben heute dort. Die jüdische Gemeinde Ägyptens, beispielsweise, zählte 1948 90 000 Mitglieder. Heute leben nur 38 Juden dort. Auf der anderen Seite stellen die Araber (die sich selbst lieber als Palästinenser bezeichnen), die heute in Israel leben, 20% der Bevölkerung.

Diese Tatsachen zu erklären, würde sehr nützlich sein und einen Wandel ermöglichen, vom Vorurteil zu Fairness, Gerechtigkeit und Wahrheit. Wenn die Palästinenser realisieren, dass sie nicht die Einzigen sind, die gelitten haben, wird ihr Gefühl von Opfer- und Zurückgewiesensein abnehmen. Zudem könnten die Juden aus arabischen Ländern, die mit ihren Nachkommen heute beinahe die Hälfte der israelischen Bevölkerung stellen, womöglich bereit sein, Zugeständnisse für einen wirklichen Frieden zu machen, wenn sie erkennen, dass ihre Geschichte und ihre “Nakba” als integraler Teil des arabisch-israelischen Konflikts betrachtet wird.

Während eines Kurses, den ich an der University of Pennsylvania unterrichtet habe, sagte der Leiter der palästinensischen Studentengruppe, Fouad, mit Verwunderung: Wir sind überrascht, dass ihr Juden, die ihr als kluge Leute geltet, diese wichtige historische Angelegenheit nicht publik gemacht habt - die Nakba der Juden in arabischen Ländern. Warum lasst ihr sie schon 60 Jahren in der Schublade?

Ich fragte ihn: Warum willst du, dass Israel das publik macht? Und er antwortete: da die Nakba-Erzählung von Juden in arabischen Staaten meine Ehre rettet und die meines Volkes! Es lässt uns erkennen, dass wir nicht die einzigen sind, die in diesem Konflikt gelitten haben. Vertrautheit mit historischen Fakten ermöglicht uns, unsere Köpfe oben zu haben, und eröffnet Gelegenheiten zur Versöhnung.

Fouad fügte noch hinzu: Für uns bedeutet Versöhnung die Auslöschung von Hass und kranken Gefühlen. Aber die Bedingung dafür ist, dass die Seite, die Schaden angerichtet hat, die geschädigte Seite zur Versöhnung entschädigt. Die Forschung, die uns in diesem Kurs vermittelt worden ist, lehrt uns, dass die Juden aus arabischen Staaten heute etwa die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Israels darstellen. Das haben wir nicht gewusst. Damit hat Israel bereits für die Versöhnung bezahlt, da die Hälfte seiner Bevölkerung all ihren Besitz in arabischen Staaten verloren hat. Die Leute wurde dazu gezwungen, die Länder zu verlassen, in denen sie geboren wurden, so wie die Palästinenser, und auch sie verteilten sich über die ganze Welt. So ist uns klar, dass wir nicht die einzigen Flüchtlinge sind, die unter diesem tragischen Konflikt gelitten haben.

Foud bemerkte, dass beide Völker sich zu einem wirklichen Friedensprozess hinbewegen könnten, wenn die israelische Regierung diese Angelegenheit sachgemäß darstelle. Wir, die Palästinenser, werden fühlen, dass unsere Ehre gerettet ist, und wie Sie wissen, ist Ehre das Wichtigste für uns, sagte er. Ich dachte mir: Meine Studenten waren in der Lage zu verstehen, was alle israelischen Regierungen bisher zu begreifen versäumt haben.

Prof. Ada Aharoni ist Vorsitzende des Weltkongresses der Juden aus Ägypten.

(Yedioth Ahronot, 10.07.09)

Autor: Huwi | Abgelegt unter Nahost-Konflikt, Israel
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07. Juli 2009

Alles klar, Mr. President…

Alles andere hätte mich auch gewundert…

Verwirrende Signale aus der US-Regierung: Barack Obama hat seinen Stellvertreter Joe Biden öffentlich zurückgepfiffen. Washington werde einen israelischen Angriff auf Irans Atomanlagen nicht dulden, stellte der US-Präsident klar. Sein Vize hatte zuvor eine andere Linie vertreten. […]
Obama wurde nun noch deutlicher: Die USA hätten Israel “absolut kein” grünes Licht für einen derartigen Angriff gegeben, sagte der Präsident in Moskau. “Wir können anderen Ländern nicht ihre Sicherheitsinteressen diktieren.” Es sei durchaus im Interesse der USA, das Problem der nuklearen Kapazitäten Irans zu lösen. Er setze in dieser Frage jedoch auf “diplomatische Kanäle” sagte Obama am Rande seines Staatsbesuchs in Moskau. Washington behalte sich jedoch das Recht “jeglicher Aktionen” vor, um die USA zu schützen.

Autor: Huwi | Abgelegt unter Der Messias, Iran / Persien, Israel, USA
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05. Juli 2009

Israel bereitet sich auf Operation Opera II vor

Am 7. Juni 1981 zerstörte die Israelische Luftwaffe den irakischen Atomreaktor Osirak, um den Bau einer irakischen Atomwaffe zu verhindern. Genannt wurde dieser Angriff Operation Opera.

Wie ich schon mehrfach erwähnt hatte, gibt es zahlreiche Hinweise auf ein Atomwaffenprogramm des Irans, er könnte gar schon über welche verfügen. Bislang war ich mit meinen Kriegserwartungen immer noch falsch gelegen. Dass sowohl in Israel wie auch in den USA sitting Ducks an der Macht waren hatte sicherlich seinen Anteil, aber hoffentlich war lediglich die Informationslage der Geheimdienste dafür verantwortlich.

Nun gibt es Neues von der Front:

Die brutale Niederschlagung der iranischen Opposition hat Israels Auffassung gestärkt, dass ein Dialog keine Chance hat. Am Ende, so die Analyse der Regierung in Jerusalem, kann nur ein Militärschlag Teheran vom Bau der Atombombe abhalten. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Sie würden Mohammed ElBaradei keine Tränen nachweinen, haben die Israelis früh deutlich gemacht. Die Vorwürfe Jerusalems an den scheidenden Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sind beträchtlich […]

Umso enttäuschter zeigten sich die Israelis, als nach Amanos Wahl am Donnerstag die erste Wortmeldung des neuen IAEA-Direktors über die Agenturen lief. Auf die Frage, ob er glaube, dass Teheran an einer Atombombe baue, sagte Amano nur: “Ich sehe dafür in offiziellen IAEA-Dokumenten keinerlei Beweise.” Selbst sein Vorgänger Mohammed ElBaradei hatte auf dieselbe Frage im vergangenen Monat geantwortet , sein “Bauchgefühl” sage ihm, die Iraner wollten die Bombe bauen.

Sätze wie diese sind es, die in Israel seit langem das Gefühl nähren, man stehe dem iranischen Atomprogramm letztlich allein gegenüber. Nicht erst die neue Hardliner-Regierung von Benjamin Netanjahu kritisiert die Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft. Schon sein Vorgänger Olmert, der gegenüber den Palästinensern einen moderaten Kurs verfolgte, wurde stets deutlich, wenn das Gespräch auf Iran kam. Ein ums andere Mal mahnte er im Gespräch mit westlichen Regierungschefs, die Sanktionen gegen Teheran müssten verschärft werden.

Dass “alle Optionen auf dem Tisch sind” haben auch Olmert und sein Vorgänger immer wieder gesagt, aber bislang hat wohl kein israelischer Premier vor Benjamin Netanjahu ernsthaft erwogen, einen Militärschlag während seiner Amtszeit auch zu autorisieren.

Der Schluss ist insofern falsch, als Ehud Olmert bei George W. Bush angefragt hat, ob die USA einen Angriff unterstützen würden. Dieser lehnte ab.

Keiner ist so immun gegen die Bedenken der Diplomaten wie der jetzige israelische Regierungschef, der den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad schon mal mit Hitler vergleicht.

Netanjahu machte bereits bei seinem Amtsantritt in Washington vor eineinhalb Monaten deutlich, dass er die Politik des Dialogs von US-Präsident Barack Obama für einen Fehler hält. Es gelang ihm, Obama das Zugeständnis abzuringen, Verhandlungen würden nicht unbegrenzt ausprobiert, sondern nur “bis Ende des Jahres”. Stolz verwies Netanjahu nach dem Gespräch mit Obama auf diese “Deadline”.

Der Vergleich mit Hitler ist voll und ganz angebracht, egal was sich die linke Postille Spiegel auch denkt. Genau wie Hitler hat auch Ahmadinedschad die Vernichtung angekündigt. Diesmal eben nicht “des Judentums” sondern nur “Israels” bzw. des “Zionistischen Regimes”. Genau wie Hitler hat auch der iranische Diktator durchaus die Mittel, um zumindest einen glaubwürdigen Versuch wagen zu können.
Was von der Deadline zu halten ist weiß ich nicht, dass Obama bei einem Militärschlag gegen den Iran mitmacht wage ich jedoch zu bezweifeln.

Faszinierend ist jedoch, was im Hintergrund zu laufen scheint - wer hätte das gedacht?

Wie die in Militärfragen stets gut unterrichtete “Sunday Times” berichtet, soll es der israelischen Regierung gelungen sein, die stillschweigende Zustimmung Saudi-Arabiens zu einer Militäroperation bekommen zu haben. Demnach habe der Chef des Mossad, Meir Dagan, aus Riad das Zugeständnis erhalten, für eine solche Operation saudischen Luftraum durchfliegen zu dürfen.

Wie im Artikel dann erwähnt sind die Saudis in direkter Konkurrenz zum Iran. Perser gegen Araber, Shiiten gegen Sunniten. Auch wird ja Saudi-Arabien immer auch zu den Ländern gezählt, dass bei einer iranischen Atombombe nachziehen müsste.

Einen Militärschlag wahrscheinlicher erscheinen lässt auch die Nachricht, dass Washington kürzlich dem Verkauf von F-35-Kampfjets zugestimmt hat. Der moderne Tarnkappenbomber ist in der Lage, in feindlichen Luftraum zu fliegen, ohne vom Radar erfasst zu werden. Ein strategischer Vorteil, der umso schwerer wiegt, wenn es darum geht, Ziele an verschiedenen Orten zu bombardieren.

Das ist nun jedoch völliger Unsinn. Die F-35 ist aus einer ganzen Reihe von Gründen überhaupt nicht für den Einsatz geeignet. Sie hat eine zu kleine Reichweite,  ist zu langsam, kann in ihren internen Waffenschächten nur ungenügende Mengen an Abwurfmunition mitführen. Das Mitführen externer Munition würde sie jedoch nur noch langsamer machen und zugleich den Stealthvorteil verringern. Außerdem wird es wohl auch noch einige Jahre dauern, bis die F-35 überhaupt verfügbar wird. Dass die ersten Serienmodelle direkt nach Israel gehen wäre selbst bei einem entschiedenen Israelfreund als POTUS völlig undenkbar.

Warnungen westlicher Diplomaten, ein israelischer Angriff könne einen regionalen Flächenbrand auslösen, schreckt die Verantwortlichen in Jerusalem nur wenig, ebenso die Aussicht auf eine iranische Vergeltung mit Raketen. Zum einen wurde kürzlich mit Hilfe der Amerikaner in der Wüste Negev ein neues Raketenabwehrsystem stationiert. Zum anderen setzt der jüdische Staat auf Abschreckung. Jüngst schickte er - für die ganze Welt sichtbar - ein U-Boot der “Dolphin”-Klasse vom Mittelmeer durch den Suez-Kanal in das Rote Meer.

Ja, da haben wir’s wieder. Die bösen Israelis scheren sich einfach um nix! Dass der Rest sich auch nicht darum schert ob Israel vernichtet werden soll ist wohl zu vernachlässigen, oder?

Autor: Huwi | Abgelegt unter Iran / Persien, Militär, Mittlerer & Naher Osten, Kommentare, Israel
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