Papst-Attentäter will abkassieren
Der Papst-Attentäter Agca wird voraussichtlich am 18 Januar aus dem Gefängnis entlassen – und denkt an eine lukrative Zukunft: Er will Angebote für Buchrechte und Verfilmungen prüfen.In einem handschriftlichen Brief an die Londoner „Times“ berichtete Mehmet Ali Agca, dass es von Japan bis Kanada großes Interesse an Filmprojekten und Dokumentationen gibt. Für ein Exklusivinterview im Fernsehen wolle er zwei Millionen Dollar nehmen, zwei Bücher inklusive seiner Biographie sollen fünf Millionen Dollar kosten. Er hätte auch schon Bestsellerautor Dan Brown („The Da Vinci Code“) geschrieben, um ihn für für ein Nachfolgebuch mit dem Titel „The Vatican Code“ zu begeistern.
Der Nachrichtenagentur AP erklärte er außerdem, dass er nach seiner Entlassung gerne in den Vatikan reisen und Papst Benedikt XVI. treffen würde. Ein Termin für einen solchen Besuch stehe aber noch nicht fest.
Der Türke schoss im Mai 1981 auf dem Petersplatz in Rom auf Papst Johannes Paul II. und verletzte ihn schwer.
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Für das Attentat verbüßte er eine 19 Jahre dauernde Haft in Italien. Anschließend wurde er in der Türkei inhaftiert, wo er wegen der Ermordung eines Journalisten 1979 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden war.
Nun hat dieser türkische Nazi und Mörder 29 Jahre in Haft verbracht. Wenn seine Hoffnungen, allein mit einem Exklusivinterview und zwei Büchern, sieben Millionen Dollar zu “verdienen”, in Erfüllung gehen, dann hat sich sein Lebensweg womöglich gelohnt. Das sind immerhin gut 240.000 $/Jahr in Haft oder 20.000 $/Monat! Wenn das mal keine Nachahmer auf den Plan ruft. Man kann nur hoffen, dass Benedikt XVI ihm nicht auch noch hilft die Werbetrommel zu rühren! Wir brauchen dringend Regelungen, daß die Einnahmen von Verbrechern aus der Vermarktung ihrer Verbrechen eingezogen werden und den Opfern zugute kommen!
Autor: Heinz | Abgelegt unter Italien, Dies & Das, Islam allg., Christen & Kirche, Türkei
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