Rush Limbaugh Quote of the Day

"Obama is doing to the US economy what Godzilla did to Tokyo -- stomping all over it."
17. Juni 2010

Zum Zustand der Gesellschaft…

Wie es um Deutschland steht ist schwer zu ermitteln. Die veröffentlichte Meinung ist ja praktisch nie die öffentliche Meinung, und wer sich im Internet äußert bekommt zwar eine Stimme, wie weit es repräsentativ ist, kann man jedoch nur rätseln.

Immerhin habe ich in keiner Umfrage im Internet Gauck unter 70% gesehen, in den “offiziellen” Umfragen durch Infratest und co. ist er jedoch “nur ” bei um die 43%.

So oder so sind einige öffentlichen Äußerungen doch sehr bedrückend. Für einen Menschen wie mich, für den Freiheit und die damit verbundene Selbstverantwortung der elementare Kern seiner politischen Agenda ist, sind insbesondere die Kommentare auf tagesschau.de doch immer wieder sehr angsteinflößend. Wie weit dort zensiert wird ist unklar, meine Kommentare erscheinen zumindest nur mit etwa 50% Wahrscheinlichkeit. Was jedoch veröffentlicht wird, zeigt eine verheerende Tendenz.

Im aktuellen Fall geht es um Warren Buffet und Bill Gates. Diese beiden Milliardäre haben große Teile ihres Vermögens für wohltätige Zwecke abgegeben und verwendet. Aktuell fordern sie andere Milliardäre dazu auf es ihnen gleich zu tun. Auch die anderen Milliardäre sollen - freiwillig - 50% ihres Vermögens abgeben, um damit Gutes zu tun.

Was es jedoch an Kommentaren gibt, lässt für mich eigentlich nur eine Denkbare Reaktion zu: Sofort alles versilbern und Koffer packen.
Weder haben solche Kommentatoren es verdient, auch nur von einem Cent freiwillig abgegebenem Geld zu profitieren, noch kann man sich bei solchen Leuten sicher sein, ob sie einem nicht bald noch weit mehr als nur 50% gewaltsam abnehmen wollen:

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Autor: Huwi | Abgelegt unter Libertophobie, Gesellschaft, Left Trash, Polemik
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12. Juni 2010

Am Unabhängigkeitstag wird die Freiheit beschnitten…

Vor einigen Tagen flatterte die Wahlbenachrichtigung ins Haus. In Bayern darf nämlich am Independance-Day der Bürger darüber entscheiden, ob künftig das Rauchen wieder drastisch eingeschränkt wird.

Während ich mich noch vor wenigen Monaten freudig für das Volksbegehren eintrug, werde ich nun dagegen stimmen. Als Nichtraucher fühlte ich mich im Recht, dass der Staat gefälligst dafür sorgen solle, mir eine rauchfreie Disco zu verschaffen. Wieder einmal war ich dabei typisch Deutsch: “Ich habe ein Problem, Papa Staat soll sich darum kümmern!”

In der Zwischenzeit habe ich mich libertären Ideen angenähert, wenngleich ich mich auch nicht als reinen Libertären bezeichnen würde, da ich manche Eingriffe auch über den Nachtwächterstaat hinaus mitunter für nötig erachte. Mit Schuld an diesem Sinneswandel waren die wirklich hervorragenden Folgen von Penn&Teller, die - sicher auch auf populistische Art - weit verbreiteten Irrglauben und auch weniger bekannten Unsinnigkeiten aufschlussreich auf den Grund gehen.

Auch zum Passivrauchen haben sie eine Folge gemacht haben.

Viel Spaß dabei:

104 Second Hand Smoke - Baby Bullshit
Hochgeladen von weep555.

Autor: Huwi | Abgelegt unter Libertophobie, Medizynisches, Gesellschaft, Papa Staat, Germanyland
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11. März 2010

Anlässlich Winnendens

Heute jährt sich der Amoklauf von Winnenden. Da ich keine Zeit habe um groß etwas zu schreiben einfach ein, in drei Teile gesplittetes, Video meiner persönlichen Helden Penn&Teller:

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Gesunder Menschenverstand, Libertophobie
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08. Dezember 2009

Linke und Homosexuelle stören Vorlesung

Wie zu erwarten war, haben Homosexuelle und ihre linken Freunde am 7. Dezember die Vorlesung von Prof. Etith Düsing an der Universität Köln massiv gestört. (Vorgeschichte: 1 2)

Isabell Ullrich berichtet:

… Mehr Studierende als der Hörsaal fassen konnte waren dazu erschienen, doch die meisten nicht, um Frau Düsing über Schiller und Nietzsche sprechen zu hören. Sie wollten darauf Aufmerksam machen, dass Prof. Dr. Düsing selbst mit einigen Aussagen und Handlungen einer ganzen Gruppe Menschen Unrecht getan hat.
Aufgerufen vom Lesben- und Schwulenreferat der Uni (LuSK) hatten sich pünktlich zum Vorlesungsbeginn um vier Uhr nachmittags über 200 Studierende in Hörsaal XIII des Hauptgebäudes versammelt, um in etwas anderer Art am Vortrag der Philosophieprofessorin teil zu nehmen.

Wer es noch nicht getan hat, der lese sich bitte die von Frau Düsing unterzeichnete Erklärung eimal durch, und lasse mich bitte wissen, welche Passage jemandem Unrecht zufügt! Diese Aufregung um eine Erklärung, von der ich annehmen würde, sie sei überflüssig, weil sie eigentlich nur Selbstverständlichkeiten enthält, ist für mich unbegreiflich. Die Erklärung enthält keinerlei Intoleranz, die Reaktionen dieser “Studenten” zeugen jedoch von einem ungeheuerlichen Maß an Intoleranz und totalitärem Denken! Alternativ könnte man auf den Gedanken kommen, dass diese protestierenden Studenten die Erklärung nur vom Hörensagen kennen und sich trotzdem so aufheizen lassen, was nicht besonders für die Intelligenz heutiger Studenten spricht.

… LuSK forderte von Rektorat, Dekanat und den Veranstaltern der Vorlesung, sie sollten Düsing an der Universität keine Plattform mehr bieten, da diese in einer Petition vermeintlichen Wissenschaftlern den Rücken gestärkt hatte, die behaupteten, Homosexualität sei heilbar, und eben diese Entwicklung als „gut” bezeichnet hatte.

Weil die Veranstalter und offiziellen Vertreter der Universität diese Maßnahme ablehnten und auch weitere Vermittlungsversuche scheiterten, sahen es die homosexuellen Studierenden sowie deren Freunde und Unterstützer als letzte Möglichkeit an, vor Ort auf den Kontext der Professorin aufmerksam zu machen. Da Düsing in den ersten Minuten ihres Vortrags mit keiner Silbe zu eben diesem Kontext Stellung nahm, begannen die zum Protest anwesenden Hörer Banner und Regebogenflaggen hochzuhalten, zu applaudieren und mit einem Küss-Flashmob (demonstratives Küssen des gleichgeschlechtlichen Partners) ihren Verdruss kund zu tun.

Das ist also praktizierte Toleranz: Leute, die nicht wollen, wie Linke und Homos es vorgeben, werden gezwungen sich diese Homoknutscherei anzusehen! Aus meiner Sicht ist das etwa so, alsob die “Homoheiler” jeden Homo zwingen würden, sich ihre Meinung anzuhören. Angewandte Intoleranz im Dienste der erzwungenen Toleranz, oder so!

…, Düsing (erklärte, sie) habe die Erklärung gegen das Engagement des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland und für die Vertreter von „Wüstenstrom” und anderen homophoben Vereinigungen unterzeichnet, weil sie die Meinungsfreiheit als Grundrecht schützen wolle. Darüber hinaus war auf der Rückseite (ihrer Stellungnahme) ein Zeitungsartikel zu lesen, der den Sachverhalt in absolut unneutraler Form, ja fast hetzerisch darstelle.

Gut, dass Frau Ullrich und die Homoaktivisten neutral und nicht so hetzerisch auftreten!

Am Ende hatte die feige Lösung einer schriftlichen Stellungnahme und der Appell der Veranstaltungsleiterin Dr. Regine Romberg an die Protestierenden jedoch Erfolg. Eine knappe dreiviertel Stunde nach Vorlesungsbeginn verließen sie den Saal. „Wohltuend” nannte Düsing die eingetretene Stille, was darauf zurückzuführen sein könnte, dass sie die protestierenden Homosexuellen nur als lästige Störenfriede, nicht als Menschen, die für Toleranz und ebenfalls für Grundrechte eintreten, wahrgenommen hatte.

Nein! Diese “Protestierenden” treten eben NICHT für Toleranz ein, sondern sie glauben einen Anspruch darauf zu haben, dass andere über sie nur das denken dürfen, was ihnen genehm ist! Die vermutete Ablehnung ihres Lebensstils ist für sie bereits Anlaß von “Intoleranz” und “Unrecht” zu fabulieren!

Beide Seiten der Auseinandersetzung schreiben sich den Grundrechtsbegriff auf die Fahne und beide bestätigten mehrmals, ein vorangehendes, klärendes Gespräch gesucht zu haben. Die Frage ist nur, warum es dann nicht dazu gekommen ist. Denn wie man an der angeregten Diskussion sehen konnte, war es tatsächlich nur das, was die protestierenden Studierenden wollten. Es ist schade, dass Frau Düsing darauf nicht eingegangen ist. Stattdessen zitierte sie danach im Rahmen ihres Themas lieber Nietzsche mit den Worten, Selbstverwirklichung sei dann vorhanden, wenn man aus eigenem Antrieb und nicht von einem Gesetz geleitet mitleiden und mitfühlen könne - anscheinend ohne bemerkt zu haben, dass genau diese Philosophie Minuten vorher von den Schwulen, Lesben und deren Freunden an Ort und Stelle gelebt worden war.

Medrum berichtet dazu u.A. noch:

Bedauert hatte Edith Düsing, daß dem Protestgeschehen kaum Einhalt geboten wurde. Der Prodekan der Philosophischen Fakultät, Professor Walter Pape, war zwar anwesend, aber nach dem Eindruck mehrerer Teilnehmer schien er sich eher mit der Protesttruppe solidarisieren zu wollen, als für einen störungsfreien Vorlesungsbetrieb zu sorgen. “Ich stehe auf der Seite der Lesben und Schwulen und ich dulde keine diskriminierenden Äußerungen”, hatte er erklärt.

Am nächsten Tag werden die Leute berichten der Prodekan habe gegen “diskriminierende Äußerungen” Düsings einschreiten müssen!

Kath.net berichtet:

Bereits seit Monaten sieht sich die Philosophin Angriffen ausgesetzt. Der Allgemeine StudierendenAusschuss (AStA) forderte ihre Absetzung, wohl ohne zu wissen, dass sie nicht zum fest angestellten Kollegium der Universität gehört. Zudem verlangte das Gremium die Rücknahme von angeblich homophoben Äußerungen. Ferner startete der AStA eine Reihe von „Aktionstagen gegen Sexismus und Homophobie“ mit Diskussionen, Vorlesungen und Filmvorträgen.

Es liegt wohl jenseits der Imaginationskraft der meisten Zeitgenossen sich vorzustellen, was passieren würde, falls versucht werden würde, gegen eine Person aus dem Kreis von Lesben- und Schwulen in ähnlicher Weise vorzugehen, wie es Edith Düsing widerfahren ist. Erinnerungen an üble Zeiten werden wach!

Hier noch ein Auszug aus der schriftlichen Erklärung von Prof. Edith Düsing. die sie folgendermaßen abschließt:

… zu diesen Freiheiten zähle ich im übrigen auch die Freiheit von homosexuell orientierten Menschen, nach ihren sexuellen Vorstellungen in Würde leben zu können.

Autor: Heinz | Abgelegt unter Kommentare, Homos & Co., Aus dem Irrenhaus, Libertophobie, Christophobie, Left Trash
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07. Dezember 2009

Linke Inquisition in Köln

Nachdem Linke und Homos in diesem Jahr schon mehrfach ihre Intoleranz gegenüber Kreisen, die ihren Absolutheitsanspruch nicht anerkennen, zum Ausdruck gebracht haben, spitzt sich die Angelegenheit um Frau Prof. Edith Düsing an der Kölner Uni weiter zu:

“Campus: grün” erklärte zum Aufruf der Protestaktion: “Im Frühjahr dieses Jahres unterzeichnete Edith Düsing die Initiative ‘Für Freiheit und Selbstbestimmung - Gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände’. Diese Erklärung ist sexistisch und diskriminierend.”

Mit ihrer Unterzeichnung der Marburger Erklärung habe sich Edith Düsing klar zu homosexuellenfeindlichen Äußerungen bekannt. Eine Universität und ihre Leitung müsse sich die Frage gefallen lassen, ob sie unter dem Deckmantel der Wissenschaftsfreiheit einen diskriminierenden, menschenverachtenden, pseudowissenschaftlichen und antiemanzipatorischen Standpunkt zulässt und stillschweigend mitträgt?

Der Pressesprecher der Universität, Patrick Honecker, erklärte, daß die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Wissenschaft gewährleistet bleiben müssen. Vorlesungsveranstaltungen seien gegen Protestaktionen durch das Hausrecht der Universität geschützt. “Diskriminierende Äußerungen müssen unterbleiben. Diese werden in der Universität nicht geduldet”, so Honecker zu den Diskiriminierungsvorwürfen der Gegner von Edith Düsing. An einer inhaltlichen Auseinandersetzung wolle sich die Universität aber nicht beteiligen.

Im weiteren Verlauf des Abends findet an der Uni Köln um 18.00 Uhr eine “Spontandemo gegen die autoritäre Formierung von Universität und Gesellschaft” statt.

Wie schon früher erwähnt, geht es dabei um eine Vorlesung von Edith Düsing  zum 250. Geburtstag von Friedrich Schiller heute um 16.00 Uhr und noch nicht einmal in irgendeiner Weise um Homosexualität!!!
 Es ist erschreckend, zu welchen hysterischen Reaktionen Linke fähig sind, wie sie solche Standpunkte als “sexistisch, diskriminierend, homosexuellenfeindlich” einstufen können und zu keiner Toleranz bereit sind. Im Gegenteil: Diese Gesinnungswächter tun alles, um Andersdenkenden ihre Existenz zu zerstören - ganz so, wie man es aus der Geschichte von Nazis und Kommunisten kennt! Auf der anderen Seite betiteln Sie jeden als “Rassisten”, der es wagt ihr Vokabular gegenüber dem Islam zu verwenden, der wenigstens jede Menge Anlaß dazu gibt, als “sexistisch, diskriminierend, homosexuellenfeindlich und menschenfeindlich” eingestuft zu werden.

Autor: Heinz | Abgelegt unter Homos & Co., Libertophobie, Left Trash
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25. November 2009

Climategate

Keine Ahnung ob er Recht hat, es hört sich aber zumindest furchterregend an!

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Libertophobie, Lug & Betrug, Left Trash, Umwelt- & Weltenrettung, Humor
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28. Oktober 2009

Landwirtschaft ist rentabel

zumindest wenn man es richtig macht!

Mich regt seit Monaten das Gejammer der Milchbauern auf. Mit Steuergeldern bereits von vorne bis hinten bezuschusst und subventioniert wollen sie, dass ihr Gewerbe in einer Martkwirtschaft sozialistisch gehandhabt wird. Der Staat hat gefälligst die Preise festzulegen, obwohl die Mehrheit definitiv profitiert. Wieso sollen nur sie (und Quelle, Arcandor, Karstadt, Opel…) von den Risiken der Marktwirtschaft befreit sein, während der Rest der Unternehmer und Arbeitnehmer nicht diesen Luxus hat?

In einer weitaus unsicheren Welt als sagen wir mal noch 1992 ist es sicher von Vorteil, wenn Kompetenzen unserem Land nicht verloren gehen. Weder sollte meiner Meinung nach der Kohleabbau völlig aufgegeben werden, sondern hier auch mit Steuergeldern die sogenannte Grundförderung beibehalten werden. Auch in der Landwirtschaft kann es nicht das Ziel sein, dass Deutschland sämtliche Nahrungsmittel importiert und die Felder brach liegen weil es überhaupt keine Bauern mehr gibt.

Während der Kohleabbau aber wohl tatsächlich nicht mit beispielsweise China mithalten kann und einige Jahre Ende des Abbaus  eine erneute nennenswerte Förderung auf viele Jahre verhindern würde - Fachleute und Maschinen sind weg - ist eine sozialistische Regulierung im Bauerngewerbe völlig unnötig. Tatsächlich gibt es für Bauern Wege, sich zu behaupten. Ohne Details zu wissen habe ich immer gesagt, sie sollen halt auf etwas anderes umstellen. Schweine- oder Geflügelzucht, Urlaub auf dem Bauernhof oder sonst etwas.

Michael Miersch hat über erfolgreiche Bauern geschrieben - mit interessanten Einsichten:

 Wer jammert”, sagt Franz Fruth, “der kann nicht nachdenken, was man besser machen kann.” Bei ihm scheint es umgekehrt zu sein. Seinem Hof im Oberpfälzer Wald sieht man an, dass der 38-jährige Landwirt von früh bis spät übers Verbessern nachdenkt. Neuestes Produkt dieser Gedanken: ein schwedischer Melkroboter für 150 000 Euro. Er war der Erste im ganzen Landkreis Amberg, der sich so ein Ding in den Stall stellte. Die Kühe haben sich sofort daran gewöhnt. Gelockt von besonders schmackhaftem Kraftfutter, stehen sie brav Schlange vorm Automaten. Der geht erstaunlich sensibel mit ihrem Euter um, tastet per Laser die Form der Zitzen ab, reinigt sie und setzt dann die vier Melkbecher an. Allzeit bereit, Tag und Nacht. Wenn - was sehr selten vorkommt - mal irgendetwas nicht funktioniert, benachrichtigt der Computer Franz Fruths Handy. Dann sieht er nach dem Rechten und lässt sich, wenn nötig, von den Technikern in Schweden Anweisungen geben. 75 Milchkühe bewohnen den Laufstall und werden rundum von Robotern betreut. […]

Der Tiefstand der Milchpreise ist auch für ihn das Thema Nummer eins. “Wir kriegen 25 Cent pro Liter, solange das so bleibt, ist die Milchviehhaltung ein teures Hobby.” Deshalb ist er dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter beigetreten und unterstützt dessen Ziel, eine große Milchbauerngemeinschaft zu bilden, die eigenständig Mindestpreise festlegt und gegenüber Molkereien und Einzelhandel stark auftreten kann. Doch falls der Kampf verloren geht, ist Fruth gut vorbereitet. Erstens durch die Vollautomatisierung und zweitens durch ein neues Geschäftsfeld, das in Form großer Tanks hinter den Kuhställen hervorragt.

Seit 1998 wandelt er Biogas in Strom um und verdient damit mehr als mit Rindern. Das Gas wird in Motoren verbrannt, die wiederum Turbinen antreiben. So erzeugt die Anlage täglich 6500 Kilowattstunden Energie, die der E.on-Konzern abkauft. Damit können etwa 530 Vierpersonenhaushalte versorgt werden. Außerdem fällt noch die Wärme für das eigene Haus und den Hof ab, und es gibt Zuschläge für nachwachsende Rohstoffe, Gülleentsorgung und einiges mehr. Da kommt eine hübsche Summe zusammen, die Familie Fruth vor den Launen des Milchmarktes schützt. […]

. “Und zweitens”, fährt er fort, “brauchen sie gesundes Futter.” Doch als Dennerlein besseres Futter anbauen wollte, wurde sein Optimismus ausgebremst. “2006 war ein schreckliches Jahr”, erzählt er. Der Sommer war extrem trocken, und der Maiszünsler hatte auf ganzer Fläche zugeschlagen. Die Pflanzen waren durch den Schädlingsfraß zusammengesackt. “Wir haben nur Müll geerntet.” Für einen Schweinemäster ist das eine Katastrophe, denn in den angefressenen Kolben bilden sich Schimmelpilze, deren Gift die Tiere belastet. Da entschloss er sich, für 2007 gentechnisch veränderten Bt-Mais auszuprobieren, der resistent gegen den Maiszünsler ist, und legte auf seinem Land Versuchsfelder an. Auf einem Drittel ließ er der Natur ihren Lauf, auf dem zweiten spritzte er ein Pestizid gegen die gefräßigen Raupen, und auf dem dritten pflanzte er den Bt-Mais. Das Ergebnis war eindeutig: Die unbehandelte Parzelle war völlig zerfressen, auf der mit Pestizid behandelten waren 38 Prozent befallen. Doch der gentechnisch veränderte Mais war komplett zünslerfrei. “Und das Beste”, sagt Dennerlein, “auf den Blättern krabbelte es. Überall lebten Käfer und andere harmlose Insekten. Es war wirklich nur der Maiszünsler verschwunden.”

Als er im Frühjahr 2008 Bt-Mais anbauen wollte, versammelten sich 1000 Demonstranten aus ganz Deutschland vor seinem Hof. Die Aktivisten gingen zu jedem seiner Verpächter, agitierten und drohten. Nachts zerstörten sie mit Motorsensen zwei Hektar Mais (allerdings den falschen). “Der Rummel hat mich nicht sehr beeindruckt”, sagt er. “Ich wollte gesünderes Futter für meine Schweine.” Doch im April 2009 untersagte Ministerin Aigner den Anbau von Bt-Mais. So muss Dennerlein dieses Jahr wohl oder übel wieder auf die Giftspritze zurückgreifen und dennoch mit mehr Pilzbefall im Futter rechnen.

Kürzlich fuhr er ins Allgäu zu einer CSU-Bauernveranstaltung mit Ilse Aigner. Er reichte seine Frage ein, doch er kam nicht dran. Stattdessen ging es um die drückenden Sorgen der Nebenerwerbsbauern. “Nebenerwerb”, sagt Dennerlein, “ist eine Illusion. Es bedeutet, dass ich woanders Geld verdiene, um die Landwirtschaft zu finanzieren. Das kann keine Zukunft haben.” Doch über 192 000 deutsche Bauern leben mit diesem Kompromiss zwischen ökonomischer Notwendigkeit und der Liebe zum eigenen Hof. Das ist die Mehrheit der etwa 350 000 landwirtschaftlichen Betriebe im Land. “Wenn die Nebenerwerbsbauern Bücher führen müssten, würden viele von ihnen erkennen, dass sie ein Zuschussgeschäft am Leben erhalten”, sagt Dennerlein, “doch sie sind von der Buchführung befreit.” Klein- und Kleinstbetriebe bilden die Mehrheit der Mitglieder im Bauernverband und sind als Wählerschaft bedeutender als die erfolgreichen Agrarunternehmer. “Bauernfunktionäre und Politiker pflegen die Illusion vom Nebenerwerbsbetrieb“, schimpft Dennerlein. Er weiß, dass das herzlos klingt. Aber er ist davon überzeugt, dass die Probleme der Landwirtschaft nur in die Länge gezogen werden, wenn man die Realität verdrängt. Deshalb ist er nicht im Bauernverband. Dort fühlt er sich als unternehmerischer Landwirt nicht vertreten.

Franz Fruth ist aus dem gleichen Grund ausgetreten. Er glaubt nicht an das Ideal des kleinbäuerlichen Familienbetriebs, der auf ewig zu erhalten sei. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass Selbstausbeutung nicht idyllisch ist. Seinen Hof hat er an die Schwelle zum Großbetrieb gebracht. Spätestens für den Hähnchenstall wird er Mitarbeiter einstellen müssen, denn die Familie schafft das tägliche Pensum trotz Roboterhilfe kaum noch. Auf Subventionen mag er sich nicht verlassen.

“Das wird aufhören”, sagt auch Dennerlein, “für viele geht es dann aber nicht mehr weiter.” Er selbst will in genau vier Jahren aufhören, dann übernimmt seine bis dahin 25-jährige Tochter den Betrieb, die jetzt Landwirtschaft studiert. Im Gegensatz zu ihm wollte sie schon als Kind Bäuerin werden. “Wie hast du die bloß so motiviert gekriegt?”, hat ihn ein Kollege mal gefragt. “Wir haben den Kindern nichts vorgejammert”, antwortete er.

Es mag berechtigte Ausnahmen von der zwingenden Martwirtschaft geben, die im allgemeinen Interesse sind. Dazu gehört meiner Meinung nach beispielsweise die Förderung von Bauern, die ihre Wiesen bis in den späten August oder September nicht mähen und damit zahllosen Tieren die Aufzucht ihrer Jungen ermöglichen, was in abgemähten Wiesen nicht ginge. Auch gibt es Fördermittel für Bauern, die ihre Wiesen überhaupt nicht oder nur mit ein wenig Mist düngen. Solche Wiesen kann ich beim Radfahren ohne darauf hinweisende Schilder erkennen: Statt sattem Grün mit ein paar gelben Löwenzahnklecksen sehen sie wie die Auslage in einem Blumenladen aus. Das ist nicht nur ein wirklich wunderbarer Anblick, die dort vorhanden Pflanzen sind auch wichtig für das Überleben vieler Tierarten. Auch die Erhaltung von alten, aber nicht so rentablen,  Nutztierrassen ist vermutlich im  öffentlichen Interesse (auch wenn man das anders sehen kann). Dass der einfache 08/15 Bauer jedoch mit Steuergeldern künstlich am wirtschaftlich unrentablen “Leben” gehalten wird ist nicht nur unverständlich sondern ganz offensichtlich auch unnötig.

Keiner  wäre auf die Idee gekommen Nagelschmiede, Weber oder Pferdekutschenunternehmen mit Steuergeldern am Leben zu halten. Die Folge war dass 99,9% von ihnen untergegangen sind, die anderen arbeiten heute für Urlauber oder in Heimatmuseen. Wieso sollten die (Nebenerwerbs-)Milchbauern da eine Ausnahme sein?

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Libertophobie, Kommentare, Gesellschaft, Politik allg., Papa Staat, Germanyland
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02. September 2009

Piratenpartei?

Ich hatte ja ein wenig überlegt sie zu wählen. Mehr Freiheit im Internet und die einzige Kleinpartei mit einer realistischen Chance auf Einzug. Nun, das hat sich wohl erledigt

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Libertophobie, Dies & Das, Gesellschaft, Politik allg., Germanyland, Left Trash, In eigener Sache
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29. Juli 2009

Kapitalismus und Sex

und ihre Gemeinsamkeiten behandelt Vince Ebert auf Achgut. Absolut lesenswert!

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Gesunder Menschenverstand, Libertophobie, Gesellschaft, Germanyland
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23. Juli 2009

Einen weiteren Schritt zur Entmündigung

will Zensursula von der Leyen machen:

Familienministerin Ursula von der Leyen will für die sozialen Netzwerke im Internet “gemeinsam mit den Verantwortlichen, aber auch mit der Kompetenz der jugendlichen Nutzer einen Verhaltenskodex entwickeln”. “Es geht um achtsamen und wachen Umgang miteinander. Minderjährige müssen beispielsweise wissen, dass sich Erwachsene mit üblen Absichten in ihre Chats einschleichen können”, sagte die Ministerin der “Rheinischen Post”.

Gibt es in den Augen dieser “konservativen” (dass ich nicht lache!) Politikerin eigentlich noch so etwas wie Eltern? Wofür stand denn auf all den Wischen zu Schulzeiten immer “Unterschrift des Erziehungsberechtigten”?
Schließt sie von sich auf andere, denn für ihre sieben Kinder kann sie wohl ja neben ihrer Politikerkarriere wohl kaum noch viel Zeit gehabt haben, oder?

Wieso eigentlich sollen Eltern nicht mehr das machen, wofür der Herrgott bzw. die Natur sie gemacht hat: Die Aufzucht ihrer Kinder? Ist es zuviel verlangt dass Eltern sich selber darum kümmern sollen, dass sie ihren Kindern sagen was schlecht ist, dass sie einen VHS-Kurs über Jugendfreigaben in Betriebssystemen und Browsern besuchen um einfach einzustellen, dass diese das nicht ansehen können, was sie nicht sollen?

Autor: Gegenstimme | Abgelegt unter Gesunder Menschenverstand, Libertophobie, Gesellschaft, Left Trash, Germanyland
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