"I hope I didn't shock you, folks, by telling you that Iran may be working on a bomb, but the UN just announced that that's what they think might be going on."
Ich habe gerade angefangen ein Buch zu lesen, das sich jeder einmal zu Gemüte führen sollte. Es fängt gleich mit einem Paukenschlag an:
Wie von manchen Politikern immer wieder verlautbart wird, solle man doch endlich zugeben, dass Deutschland ein “Einwanderungsland” sei, dass der Einzug fremder Kulturen in die unsere eine “Bereicherung” bedeute und dass in unserem Staat alle Religionen gleichberechtigt seien. Keiner dieser vollmundigen Aussprüche hält näherer Prüfung stand. So geht es nicht darum, ob wir ein Einwanderungsland sind, was damit begründe wird, dass wir bereits faktisch durch massenhafte Zuwanderung zu einem solchen geworden seien, sondern darum, ob wir es uns leisten können, uns wie ein klassisches Einwanderungsland zu benehmen, das Zuwanderung aus Gründen der Bevölkerungsvermehrung erreichen und fördern will. Nicht eine Naturgesetzlichkeit würde uns zum Einwanderungsland machen, sondern nur unsere eigene Absicht, die wir auch jederzeit ändern könnten.
Eine ebenso primitive und wegen ihrer Primitivität irreführende Aussage ist es, der Einfluss fremder Kulturen bereichere uns. Werden wir “reicher”, wenn wir Kulturen zulassen und fördern, die unsere eigene Lebensweise ablehnen oder gar verachten? Sind wir bereichert, wenn eine fremde Kultur sich bei uns etabliert, die von uns geschützte Menschenrechte und Grundrechte missachtet? Man kann doch wohl nicht feststellen, dass eine fremde Kultur uns schlechthin bereichert, sondern die entscheidende Frage ist jeweils, was denn die fremde Kultur an Werten und sittlichen Auffassungen beinhaltet.
Wie gesagt, das ist der Anfang - des ersten Kapitels. Es folgen weitere sehr wahre Worte, über die unsere Multikulti-Fanstasten herfallen und sie verunglimpfen werden, weil sie wissen, dass sie wahr sind und sie selbst anfangen müssten, über ihre gesinnungsdiktatorische Besserwisserei nachdenken und würden zu Ergebnissen kommen, die nicht in ihr von Wunschdenken bestimmtes Weltbild passen
Das Buch: Armin Geus/Stefan Etzel (Hg.): Gegen die feige Neutralität. Beiträge zur Islamkritik. Basiliken-Presse, Marburg/Lahn 2008, ISBN 978-3-925346-98-6
Eine Freundin hatte ein Erlebnis im Buchhandel, das vielleicht andere ermuntert sich ebenfalls dafür einzusetzen, dass Firmen und Geschäfte problematisches Verhalten einstellen:
Liebe Freunde,
ich möchte Euch von einem kleinen Erfolg berichten, den ich mit einem “Beschwerde-Email” in einer Buchhandlung erreicht habe.
Vielleicht macht es den einen oder anderen Mut, den Gedanken “Es bringt ja doch nichts” abzuschütteln und doch in der Welt zum Nachdenken anzuregen:
Ich kam diese Woche in eine Buchhandlung, um das neue Buch “Merkel-die Protestantin” zu kaufen.
Es lag aber nur ein Merkel-kritisches Buch mit müdem Merkel-Blick auf dem üblichen Politiker-Tisch und gleich daneben 2 verschiedene Bücher mit einem lachenden Frank-Walter Steinmeier drauf. Man stelle sich einmal die “Werbewirkung” vor;-)
Also mir ging dermaßen der Hut hoch, wie selten. Ich bestellte zwar das Buch, aber versuchte auch den zuständigen Entscheidungsträger für die Warenauswahl zu finden, der nicht zu sprechen war. Darum schrieb sich gleich zu Hause unten stehendes Email und hatte Erfolg damit.
Sicher gibt es weit schlimmeres Mobbing von Christlichem, aber nun bin ich froh, auch einmal etwas dagegen gesagt zu haben.
Euch einen gesegneten Feiertag!
Eure Vera Ikon
PS: keine “Wahlwerbung”;-)
Hier meine E-Mail:
Betreff: An die Geschäftsleitung von Bücher XXX / Anregungeiner Kundin
Sehr geehrte Damen und Herren in der Geschäftsleitung,
ich besuchte heute Ihr Geschäft in der Alten Bahnhofstraße in Bonn-Bad Godesberg um das neue Buch “Angela Merkel - die Protestantin” um zu kaufen.
Zielstrebig steuerte ich Ihre Buchauslagen im Erdgeschoss an, wo üblicherweise die Bücher über Politiker liegen.
Ich fand aber nur das Merkel-kritische Buch “Angela Merkel: Die Kanzlerin für alle?” vor, und gleich daneben 2 verschiedene Bücher zu Frank-Walter Steinmeier.
Das hat mich geärgert. Ich habe zwar das gewünschte Buch bestellt bekommen und kann es mir morgen abholen, aber auf meine Frage hin, ob ich es mir vor dem Kauf ansehen kann sagte man mir, dass ich es dann auch nehmen muss, da sie es nicht auf Lager legen.
Dies signalisiert mir, dass sie nicht vorhaben, es auszustellen und zuverkaufen obwohl einige Leute in meinem Bekanntenkreis das Buch erwähnt haben.
Ich frage mich nun ernsthaft, was wohl hinter ihre Einkauf- und Geschäftspolitik steckt?
Ich meine, wenn sie 2 Bücher über Frank-Walter Steinmeier da hinlegen, können sie genauso gut auch mehrere über unsere Bundeskanzlerin zur Auswahlhinlegen, zumal das o..g. Buch eine Seite der Kanzlerin beleuchtet, die manchen interessiert.
Die Antwort Ihrer Verkäuferin “Hier unten liegen nur Biografien” und oben das”religiöse”, lasse ich nur bedingt gelten, da das Buch “Angela Merkel -die Protestantin” auch eine Biografie ist. Aber das erkennt man erst,wenn man es gelesen hat.
Ich hoffe, ich konnte zum Nachdenken anregen und wünsche Ihnen und Ihrem Unternehmen
Gottes Segen (unten und oben;-))
Liebe Grüße
Vera Ikon
PS: Bei YYY in Bonn liegt das besagte Buch übrigens - nicht zu übersehen - griffbereit zum Sofortkauf bereit, ich wollte mir lediglich den Weg in die Stadt sparen.
Die Geschäftsleitung antwortete:
Sehr geehrter Frau Ikon,
ich bestätige den Eingang Ihre Mail und bedanke mich für Ihre Anregung. Kundenkritik ist in unserem Hause immer willkommen und wird aufmerksam zur Kenntnis genommen. Wir sind jeden Tag aufs Neue bestrebt die Leistungsfähigkeit von Bücher XXX zu verbessern. Anregungen wie jetzt in Ihrer Mail sind uns dabei eine willkommene Hilfe.
Eine parteipolitische Färbung oder auch nur Bevorzugung kann und darf es bei Bücher XXX nicht geben.
Insofern ist das Gespräch mit unserer Mitarbeiterin sehr unglücklich verlaufen und hat Ihnen ein falschen Eindruck vermittelt. Für dieses Missverständnis möchte ich mich bei Ihnen in aller Form entschuldigen.
Literatur von oder über Politiker, vom Bundespräsidenten bis hin zu den wichtigen Ministern oder im Fokus der Öffentlichkeit stehenden Persönlichkeiten, gehören zu unseren Standardwerken. Ich selbst habe das Buch zwar noch nicht gelesen und kann daher nicht wirklich beurteilen,ob der Inhalt überwiegend religiös oder biographisch zu beurteilen wäre. Ein Buch über die Kanzlerin gehört nach meiner Meinung ins Erdgeschoss auch wenn das Buch religiösen Inhalt hat, insofern stimme ich Ihrer Ansicht vollständig zu.
Abschließend möchte ich Ihnen noch versichern, dass falls Ihnen das bestellte Buch nicht zusagen sollte, wir den Titel ans Lager nehmen. Eine Verpflichtung zur Abnahme besteht nicht. Unabhängig davon habe ich veranlasst, dass der Titel bei uns vorrätig ist.
Vor einiger Zeit habe ich auf einem Flohmarkt ein Buch mit dem Titel “Ein Afrikaner in Moskau” gefunden. Es ist die Geschichte des jungen Togolesen, Michel Ayih, in Moskau Ende der 50er Jahre:
Zwei Jahre, von 1958 bis 1960, war der junge Togolese Michel Ayih einer der 40000 Studenten an der Lomonossow-Universität in Moskau. 1957, bei den Moskauer Welt Jugendfestspielen, hatte er die Sowjetunion kennengelernt. Damals war er so begeistert, daß er den Entschluß faßte, sich dort auf den diplomatischen Dienst vorzubereiten. […] Er war kein Anhänger des Kommunismus. Doch er glaubte dessen Versprechungen.
Ayih wurde enttäuscht. Er beschreibt in seinem Buch das Leben eines Afrikaner in der klassenlosen, antiimperialistischen Gesellschaft. Er kommt zu dem Schluß, daß die Kolonialherren, denen er zutiefst kritisch gegenüber steht, gegen diese Freunde der afrikanischen Völker ziemlich harmlos waren. An einer Stelle schreibt er:
Ja, in der Sowjetunion hat man - besonders wenn man längere Zeit dort lebt - immer ein Gefühl der Angst. Ob man Ausländer ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Es scheint so, als sei die Angst die Grundlage der sowjetischen Gesellschaft. Diese Angst erzeugt Schweigen, und dieses Schweigen erweckt den Anschein vorbildlicher Ordnung und Disziplin.
Das Interessante an dem Buch ist natürlich nicht nur die Geschichte eines anfänglich sympathisierenden Ausländers, der sich anschließend vom System abwendet, sondern die Geschichte eines schwarzen Ausländers. Warum ist das interessant? Weil die Standardantwort der Sowjets, wenn die Amerikaner Menschenrechtsverletzungen anklagten, jedes mal war: “Sorgt ihr erstmal für Gleichberechtigung der Schwarzen zu Hause”. Ich will die Validität dieses Vorwurfs der Sowjets gar nicht anzweifeln. Aber Michel Ayih zieht den Sowjets den moralischen Grund einfach unter den Füßen weg. Es gab Ende der 50er sehr gute Gründe, die USA für Ungleichbehandlung von Schwarzen und Weißen zu kritisieren, aber die SU hatte das Problem selbst nicht im Griff:
Da man in der UdSSR Ordnung und Disziplin mit moralischem Zwang verwechselt, ist die sowjetische Jugend von einer Überheblichkeit, die besonders uns Afrikanern schmerzlich bewußt wurde. In derselben Sowjetunion, die so lautstark gegen die Rassenpolitik der Europäer und Amerikaner streitet, sind wir schwarzen Studenten immer wieder wegen unserer Hautfarbe angepöbelt worden. Indirekt trug zu diesem entwürdigenden Verhalten sowjetischer Bürger die sowjetische Pressepropaganda bei. Seit Jahren schildern die sowjetischen Zeitungen uns Afrikaner als erbärmlich lebende, von den Weißen im Zustand der Primitivität gehaltene Wesen.
[…] es war für uns immer wieder kränkend, wenn die Sowjets in ihrer Propaganda das Maß unserer afrikanischen Armut und Unwissenheit übertrieben. Weil man aus propagandistischen Gründen nicht zugeben wollte, daß es auch ohne sowjetische Hilfe eine fortschrittliche Entwicklung geben kann, verschwiegen die Sowjets die Existenz einer afrikanischen Intelligenzschicht, und die sowjetischen Bürger erfuhren nichts oder fast nichts von den Fortschritten unserer Nationen.
Eine Gesellschaft, die den Rassismus überwunden hatte, hatte Michel erwartet. Er wurde enttäuscht. Über einen Vorfall, in dem er als Affe beschimpft wurde, schrieb er:
Ich empfand die Beleidigung um so schwerer, als sie von Menschen geäußert wurde, die akademisch gebildet waren. Diese Menschen, die sich “Sowjetbürger” nannten und sonst so taten, als hätten sie den Fortschritt für sich gepachtet, verglichen mich mit einem Tier! Wie gesagt, es waren keine bornierten amerikanischen Südstaatler, keine südafrikanischen Arpatheids-Apostel, sondern Sowjetmenschen, vielleicht sogar Mitglieder des Kommunistischen Jugendverbandes.
Nachdem ein schwarzer Kommilitone von sowjetischen Studenten zusammengeschlagen wurde, schrieb Ayih folgendes:
Wenn in einem anderen Land etwas Ähnliches geschehen wäre, wenn amerikanische, französische oder deutsche Studenten sich ähnlich gegenüber farbigen Studenten verhalten hätten - wäre ich sicher, daß die Sowjets eine Staatsaktion daraus gemacht und gegen das Vorgehen der “brutalen Imperialisten” mit großem Stimmaufwand protestiert hätten. Nun, der alte Satz gilt auch hier - wenn zwei das gleiche tun, ist es durchaus nicht immer dasselbe.”
Auf diesen Vorfall hin schreiben die afrikanischen Studenten einen Beschwerde an den Ministerpräsidenten und die Universitätsleitung. Kurze Zeit später wird einer von ihnen, Hila Dreye aus Senegal, ins Büro für ausländische Studenten zitiert.
“Herr Hila”, sagte ein Vertreter des Büros für ausländische Studenten, “sind Sie sich über die Folgen Ihres Vorgehens überhaupt im klaren? Dieser Brief ist eine Beleidigung für unsere Gesellschaft, und was Sie darin berichten, ist offensichtlich unwahr. Solche Vorfälle sind bei uns einfach unmöglich.”
Michel Ayih hat sich den sowjetischen Behörden niemals unterworfen. Und wie viele andere Afrikaner wurde unter fadenscheinigen Gründen aus der UdSSR geworfen. Über seine Abreise schrieb er:
“Als am Morgen des 7. Juli die Maschine der SABENA vom Moskauer Flughafen Scheremetjewo startete, um mich nach Paris zurückzubringen, stieß ich einen Seufzer der Erleichterung. Ich wußte zum erstenmal, was es bedeutet, in Freiheit zu leben.”
Ich fand das Buch dieses jungen Mannes sehr fesselnd. Zum einen, weil er die oft gepriesene Abwesenheit von Rassismus in der Sowjetuion gekonnt karikiert und zum anderen, weil er viel über Freiheit und ihre Bedeutung schreibt. Er schließt sein Buch mit folgendem zeitlosen Absatz:
Die sowjetischen Kommunisten wollen die Welt beherrschen - uns alle, ob schwarz oder weiß, ob Europäer oder Afrikaner. Angesichts dieser Absichten (von denen Chruschtschow immer wieder offen gesprochen hat) sollten wir erkennen, daß es heute ein Interesse aller freien Völker gibt. Von uns, von den Menschen der freien Welt, hängt es ab, ob die Sowjets den Sieg über uns alle davontragen werden oder nicht. Wenn es uns gelingt, die westliche Welt so zu ordnen, daß wir einheitlich und solidarisch handeln, daß wir die sozialen, rassischen und politischen Ungerechtigkeiten in unseren eigenen Reihen beseitigen, und wenn wir Freiheit und Brüderlichkeit nicht nur predigen, sondern auch vorleben können - dann wird der Weltkommunismus sowjetischer Prägung sein Ziel nicht erreichen.
1961 hat der junge Togolese diese Worte geschrieben. 47 Jahre später ist der Weltkommunismus sowjetischer Prägung zwar erledigt, aber es gibt andere Gefahren, gegen die die westliche Welt zusammen stehen sollte…
Der umstrittene Roman “The Jewel of Medina” über die Frau des Propheten Mohammed soll nach dem Rückzieher des Verlags Random House nun offenbar bei einem deutschen Verlag erscheinen. Bereits im Oktober solle der Roman auf Englisch herauskommen, sagte Autorin Sherry Jones der “Leipziger Volkszeitung”. [Weiterlesen …]